Leise rieselt der Schnee, oder kommt die weiße Pest von oben?

Kein Winterdienst oder vom wilden Schneefall überfordert? : © Rainer Sturm  / pixelio.de

Kein Winterdienst oder vom wilden Schneefall überfordert?
: © Rainer Sturm / pixelio.de

Kinder wie Urlauber lieben die weiße Pracht, die uns ab und an Frau Holle verschafft. Rodeln, Skifahren, Schneemänner bauen oder einfach das Knirschen des Schnees unter den Sohlen sind herrlich. Andere lieben es, mit rotgefroren Wangen einzukehren, um sich dann bei heißem Tee oder Schokolade wieder aufzuwärmen. Wenn das dann noch alles zu Weihnachten passiert, freuen sich alle und genießen den Weißanstrich in der Landschaft oder dem Garten.

Wenn aber, wie in der letzten heftigen Schneewelle, die Oelder während des Berufsverkehrs getroffen wird, sieht die Begeisterung für das gefrorene Weiß ganz anders aus.

Berufspendler kämpfen morgens mit zugeschneiten und überfrorenen Autos. Die sonst pünktlichen Abfahrtszeiten der Buslinien  entwickeln sich zu einem groben Empfehlungsplan.

Hinzu kommt das Ärgernis der Bewohner der vielen umgeräumten Nebenstraßen in Oelde. Diese entwickeln sich bisweilen zur reinsten Abenteuerpiste für Fahrzeuge und Fußgänger. Festgefahrene Autos, nicht erkennbare Bordsteinkannten. Die vorgefahrenen Fahrspuren nimmt jeder für sich selbst in Anspruch und hofft darauf, dass der Entgegenkommende in den Tiefschnee ausweicht.

Das Resultat lautet dann oft erneutes Festfahren und erneutes Anschieben des Fahrzeuges. Dabei werden die Köpfe nicht nur vor Anstrengung, sondern auch schon mal vor Wut rot.

Unmut wurde bei Facebook laut

In der öffentlichen FACEBOOK-Gruppe: Du bist Oelder, wenn… , mit ca. 3500 Mitglieder , stellte Frau Stephanie Krause die Frage, ob es in Oelde keinen Winterdienst gäbe. Darauf erfolgte eine Lawine des Unmuts, die den Räumungsdienst ebenso hart getroffen hat, wie uns Oelder der Schnee.

Dieser hat es wahrlich ebenso dick abbekommen wie die Oelder den Schnee. In der FACEBOOK Gruppe: Du bist Oelder, wenn… fielen harte Urteile gegen den Schneedienst der Stadt Oelde: Frau Adriane Momburg fragt sich ob der Oelder Räumungsdienst später als anderswo aufsteht. Frau Julia Hinzmann erzürnte sich, das sich Anwohner in der Nebenstraße darüber ärgern, dass der durch einen Traktor an die Seite geschobene Schnee wieder die Einfahrten blockiert. Herr Ralf Vorjohann wendet hier ein, dass wenn jemand ausrutscht, die Frage vom dem Geschädigten aufkommt, warum hier nicht der Gehweg geräumt wurde, obwohl dieser zuvor durch die Anwohner geräumt wurde.

Andere Bürger haben berichtet, dass sie Schneerfahrzeuge gesehen haben, die mit heruntergeklappten Schild in der Nachbarstraße räumten, aber nicht in ihrer Straße.

Mit den ganzen Meinungen und dem Vorschlag von Frau Grigowski einen Artikel zu schreiben, hat sich der Oelder Anzeiger mit Herrn Volker Combrink, Pressesprecher der Stadt Oelde getroffen, um die Hintergründe des Schneedienstes der Stadt zu durchleuchten.

Stadt Oelde kämpft gegen den Schnee

Die Anti-Schnee-Truppe, die unter der Leitung von Herrn Reinhold Becker und Frau Vanessa Bongartz steht, umfasst insgesamt 30 Mitarbeiter. Diese werden zu jeweils zwei Teams von 15 Mann zum Bereitschaftsdienst im wöchentlichen Wechsel eingeteilt, erklärt uns Herr Combrink.

Drei Uhr morgens ist eine wahrlich unchristliche Zeit, wenn man nicht gerade mit gepackten Koffern in den Urlaub fliegen will. Doch Bereitschaftsdienst bedeutet, dass die Mitarbeiter nachts um 03:00 Uhr in den „Arbeitstag“ starten. Frische Brötchen zu kaufen gibt es noch keine, während Streckenkontrollen und die Räumungsarbeiten der Primärstraßen beginnen.

Primärstraßen sind alle Straßen, die dem Hauptberufsverkehr betreffen. Zum Beispiel: Am Bahnhof, Berliner Ring, Ennigerloher Straße, Geiststraße, Kreuzstraße, Letter Straße, Nordring etc. diese werden  zu erst geräumt.

Hier reinigt die Stadt Oelde die Fahrbahnen, wofür die Eigentümer und die Erbbauberechtigten der Grundstücke, eine Gebühr entrichten müssen. Es ist den Anwohnern nicht zumutbar, die stark befahrenen und vor allem gefährlichen Straßen zu räumen. Die Gehwege bleiben bei der Räumpflicht der Besitzer.

Nachdem die Primärstraßen vom Schnee befreit sind, werden die Fahrzeuge in andere Gebiete entsendet. Dabei müssen die Fahrzeuge teilweise von Primärstraße A nach Primärstraße D Fahren. Wenn diese nun dabei B und C kreuzen, ist es eine logische Schlussfolgerung, hier das Schneeschild ebenfalls unten zu lassen, erläutert Herr Combrink.

Dies erklärt die Vorwürfe einiger Bürger, die sich benachteiligt fühlen, weil ihre Straße, die direkt nebenan liegen, nicht geräumt wurden. Durch den Einsatz der Schneefahrzeuge und des gesamten Bauhofequipments entstehen bei solch untypischen Schneefluten schnell Kosten, die nicht eingeplant waren. Dann sind die Mitarbeiter natürlich bemüht, erstens schnell alle Bereiche zu Räumen, und zweitens so viel wie möglich beim Durchfahren der Straßen ebenfalls frei zu schieben.

Auch Land und Kreis sind aktiv

Wenn Fahrzeuge mit hochgeklappten Schneeschild durch die Stadt fahren, kommt bei vielen Bürgern ebenfalls Wut auf. Hier verweist Herr Combrink auf die Fahrzeuge von Straßen NRW oder dem Kreis Warendorf. Diese entsenden ebenfalls Fahrzeuge die aber eine gänzlich andere Prioritätenliste abarbeitet.

Wenn wir im Mitte Januar so starke Schneeniederschläge für so untypische Regionen wie Oelde erleben, werden noch weitere Unternehmen abgestellt, die mit der Räumung von Rad- und Fußwegen beauftragt werden.

Die Stadt Oelde hat für jeden Wintereinsatz ein festgelegtes Budget. Durch die starken Schneemengen die obendrein noch kostspielig aus der Stadt gefahren werden, entstehen Kosten, die diesen Budgetrahmen sprengen.

Frau Bongartz hatte dem Oelder Anzeiger im Telefongespräch vorab weiter von sehr unangenehmen Situationen für die Mitarbeiter berichtet. Diese sind morgens, nachdem Sie vier Stunden bereits am Schneeräumen waren, von Bürgern beleidigt worden, weil vor deren Haustüre noch nicht geräumt wurde.

Aufgrund der Tatsachen, dass man an allen wichtigen Straßen den Räumungsdienst bei der Arbeit gesehen hat, sollten alle Betroffenen versuchen, Milde walten zu lassen. Die Angestellten vollbringen einen Knochenjob und sollten bei der nächsten Schneeflut freundlicher empfangen werden.




Manger comme Dieu en France

Foto: © Marianne J.  / pixelio.de

Foto: © Marianne J. / pixelio.de

Frooonkreich, Froooonkreich, oder Essen wie Gott in Frankreich, heißt es am sechsten März von 20:00 bis 22:00 Uhr in Oelde.

Feinschmecker und Feinschmeckerinnen sind eingeladen, am französischen Abend im Marktkauf Oelde teilzunehmen. Die Eintrittskarte kann für 10 € erworben werden.

Als Gegenleistung wird man einen Vortrag über Frankreich und dessen Anbaugebiete erhalten. Dazu werden verschiedene französische Weine und diverse andere Köstlichkeiten wie Käse, Weintrauben, Baguette, Salami und vieles mehr gereicht.

Ansprechpartner für Platzreservierungen sind die Herren Mario Dreier und Matthias Ebent. Telefon: 02522 8346 0

Gäste die den Abend in Erinnerung gehalten haben, sind vom Anzeiger eingeladen, einen kleinen Erfahrungsbericht einzusenden.




Initiative zum Erhalt und zur Belebung des Oelder Stadtparks

Oelder Stadtpark: Künftig freier Eintritt für alle? Fotos: © W. R. Frieling

Oelder Stadtpark: Künftig freier Eintritt für alle?
Fotos: © W. R. Frieling

Über zehn Jahre nach der Landesgartenschau in Oelde ist es aus Sicht vieler Bürger an der Zeit, eine Bestandsaufnahme zu machen und daraus Schlüsse für die Zukunft zu ziehen. Im Ergebnis ist der kostenpflichtige Zugang zum Stadtpark – verbunden mit dem Zwangserwerb des Zugangs zum Freibad – nicht nur ein Ärgernis, sondern für viele mögliche Parkbesucher ein echter Hinderungsgrund. Dr. Ralf Wohlbrück möchte mit einer Initiative Anstoß geben, einen geordneten Weg zu entwickeln, diesen unbefriedigenden Zustand aufzulösen – zum Wohle der Bürger und der Stadt. DER OELDER ANZEIGER veröffentlicht die Begründung  in vollem Wortlaut. Wir freuen uns auf Wortmeldungen zum Thema.

Nachfolgend hier der Antrag.

Soll der Oelder Vier-Jahreszeiten-Park Spaziergängern künftig ohne die Erhebung eines Eintrittsgelds zugänglich gemacht werden?

Diese Frage ist klar mit „ja“ oder „nein“ zu beantworten. Nachfolgend möchten wir unseren Antrag eingehend erläutern und detailliert begründen.

Bereits mit seinem Papier „Initiative zum Erhalt und zur Belebung des Oelder Stadtparks“ vom 14.10.2011 (siehe unten) hatte Herr Dr. Wohlbrück bei Verwaltung und Rat angeregt, einen geordneten Ausstieg aus der bislang geübten Eintrittsgeldpraxis in die Wege zu leiten.

Die Angelegenheit wurde aber zwischenzeitlich im Rat nicht zur Abstimmung gestellt. Deshalb möchten wir mit unserem Antrag erreichen, dass nun die Bürger selbst entscheiden.

Derzeit gibt es aus unserer Sicht drei wesentliche Nutzungsformen für den Oelder Vier-Jahreszeiten-Park:

1. Freibadbesucher, die während der Freibadsaison Parkwege benutzen, um zum Freibad zu gelangen.

2. Veranstaltungsbesucher, die auf das Parkgelände kommen, um dort stattfindende Veranstaltungen zu besuchen.

3. Parkbesucher, die sich im Park aufhalten, um die dortigen Möglichkeiten und Einrichtungen für Spaziergänge und für das soziale Miteinander zu nutzen.

Die Nutzungsformen 1. und 2. werden auf Grund attraktiver Angebote sehr gut angenommen. Sie kommen aber nur während der Freibadsaison und an Veranstaltungstagen zum Tragen.

Hingegen steht die Nutzungsform 3. den Bürgern im Prinzip an 365 Tagen im Jahr zur Verfügung. Nach unserer Wahrnehmung wird davon aber nur außerordentlich wenig Gebrauch gemacht. Trotz hochwertiger Ausstattung wird der Park – selbst an Tagen mit schönem Wetter – nur von wenigen Personen betreten und es findet nur ein begrenztes soziales Miteinander statt.

Das ist unbefriedigend und war vor der Landesgartenschau ganz anders. Wir erinnern in diesem Zusammenhang an die Gründungszeit des Oelder Stadtparks.

Hermann Johenning, ab 1919 Bürgermeister der Stadt Oelde, ging davon aus, dass man auch auf die Erholung der Bürger bedacht sein müsse. Jeder Bürger sollte die Möglichkeit haben, sich im Grünen zu erholen. Als nach lebhafter Aussprache die damaligen Stadtverordneten für die Errichtung des Parks stimmten, beglückwünschte der Stadtvorsteher die Stadtverordneten zu ihrer Entschlusskraft und ihrem Weitblick: „Ihre Nachfahren werden ihnen noch nach Jahrhunderten Dank dafür wissen!“

Genau daran möchten wir mit unserem Antrag anknüpfen. In der Erhebung eines Einrittsgelds, welches sich viele Bürger nicht leisten möchten oder können, sehen wir einen wesentlichen Grund dafür, weshalb die Nutzungsform 3. wenig angenommen wird.

Die Öffnung des Vier-Jahreszeiten-Parks für alle würde ein deutliches Zeichen setzen für die so wichtige und notwendige Familienförderung in unserer Stadt. Dies wäre ein einfaches und Kosten sparendes Mittel auf dem Weg, den guten Ruf unserer familienfreundlichen Stadt zu fördern und zu steigern, auch für Fremde, wie bei der Landesgartenschau.

Zur Frage der Kosten und Kostenabschätzung der Maßnahme möchten wir zunächst darauf

verweisen, dass künftig einerseits die Kasse am Parkeingang eingespart würde, andererseits am Freibad ein Kassenautomat und eine automatische Zugangskontrolleinrichtung einmalig anzuschaffen wären.

Die Eintrittsgelder für das Freibad würden dann nicht bei Forum Oelde sondern bei der WBO GmbH verbucht, was aus städtischer Sicht vollkommen neutral wäre. Dann wäre es seit der Landesgartenschau erstmalig auch wieder möglich, Freibadbesucherzahlen zuverlässig zu ermitteln, statt mit Schätzungen zu operieren.

Für Saison-Freibadkarten und Freibad-Tageskarten, die sich preislich an dem orientieren, was in den Freibädern umliegender vergleichbarer Gemeinden zu zahlen ist, könnten sich für Freibadnutzer künftig höhere Preise ergeben, weil diese dann nicht mehr durch Parkspaziergänger subventioniert werden.

Einnahmen aus Veranstaltungen würden wie bisher in voller Höhe bei Forum Oelde verbucht. Bislang erzielte Einnahmen, die weder dem Besuch von Veranstaltungen noch dem Freibad zuzuordnen sind, also rein für Parkspaziergänge gezahlt wurden, lassen sich nicht unmittelbar beziffern. Sie dürften allerdings nicht sehr hoch liegen, weil diese Nutzungsform, wie eingangs beschrieben, nur sehr schlecht angenommen wird.

Insgesamt gehen wir davon aus, dass die beantragte Maßnahme den Oelder Gesamtabschluss gemäß Neues Kommunales Finanzmanagement für Gemeinden in Nordrhein-Westfalen (NKF) weitestgehend unbelastet lässt.

Gerne stehen die Unterzeichner Ihnen und der städtischen Verwaltung zu einem persönlichen Gespräch zur Verfügung und würden sich über Ihre Unterstützung freuen, ein geordnetes Verfahren gemäß GO NRW in die Wege zu leiten und durchzuführen.

gez. Dr. Ralf Wohlbrück, Friedrich Icking, Helmut Droste

 

Hier das Schreiben das bereits 2011 an die Stadt gegangen ist.

1. Persönliche Vorbemerkungen

Ich selbst habe mich auf Wunsch des Fördervereins, der Deutschen Knochenmarkspenderdatei und Amnesty International mit musikalischen Beiträgen seinerzeit insgesamt dreimal aktiv an der Landesgartenschau beteiligt:

1. Förderverein Einweihung des Künstlerhauses im Rosengarten.

2. Veranstaltung der Deutschen Knochenmarkspenderdatei auf dem Forumsplatz.

3. Aktion der Amnesty International im Eingangsbereich des Stadtparks.

Aus Enttäuschung über die Eintrittsgeldpraxis nach der Landesgartenschau habe ich in den letzten zehn Jahren – so wie viele andere Bürger auch – den Hauptpark nur etwa fünfmal betreten, einmal mit Freunden und Verwandten, sonst aber nur kurz im Zusammenhang mit einem Besuch des Ulithi.

Ähnlich denken und verhalten sich viele unserer Mitbürger. Sie sind davon überzeugt, dass eine kleine Minderheit in unserer Stadt sich der Geschicke des Stadtparks in guter Absicht angenommen hat, aber letztlich leider doch in einer Weise, die die Freiheitsrechte der Bürger in unzulässiger Art beschränkt.

Meine Initiative soll dazu dienen, den bislang mehr oder weniger schweigenden Menschen Mut zu machen, ihrer verständlichen Forderung nach einem kostenfreien Zugang zum Stadtpark Gehör zu verschaffen und sich an diesem politischen Willensbildungsprozess zu beteiligen – zur Auflösung eines wahrhaft unbefriedigenden Zustands.

2. Forderung

Nach der – nun faktisch um mehr als zehn Jahre verlängerten – Landesgartenschau ist es an der Zeit, die Fahnen einzuziehen und den Bürgern den kostenfreien Zugang zum Stadtpark endlich wieder zurückzugeben.

Oelde3. Ziele

Die nachfolgenden Punkte erscheinen mir besonders wichtig im Zusammenhang mit der Fortentwicklung des Oelder Stadtparks:

  • Erhalt des Stadtparks und Rückführung zu seiner ursprünglichen Bestimmung, nämlich wirklich allen Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich in ihrer Freizeit im Grünen zu erholen – so wie vor der Landesgartenschau 100 Jahre lang.
  • Mehr Bürger für den Besuch des Stadtparks zu gewinnen als es in den letzten zehn Jahren der Fall war.
  • Mehr Menschen von außerhalb anzuziehen, auch zur Verbesserung der Chancen der Stadtpark-Gastronomie und der Oelder Geschäftswelt.
  • Steigerung der Attraktivität und weitere Öffnung des Stadtparks als Ort für Begegnungen und für öffentliche Veranstaltungen – unter Berücksichtigung und Wahrung der Interessen der Parkanlieger und der Bewohner in der Stadtparkumgebung.

4. Hintergrund

Ende des Jahres 1990 lag die Verschuldung der Stadt Oelde bei umgerechnet etwas mehr als 
5 Mio. EUR. Nach der Landesgartenschau hatte die Stadt ihren Schuldenstand Ende des Jahres 2003 auf den Rekordstand von ca. 51 Mio. EUR erhöht.

Also, dreizehn Jahre lang hat die Stadt Oelde – wohl gemerkt, ohne Not – ihre Verschuldung um mehr als das zehnfache gesteigert.

Seit Ende des Jahres 2003 bis Ende 2010 wurde dieser Rekordschuldenstand von ca. 51 Mio. EUR auf etwas mehr als 41 Mio. EUR reduziert. Es wurden also in diesem Zeitraum von 7 Jahren im Mittel gut 1,43 Mio. EUR pro Jahr abgebaut. Man sieht daran, wie langsam ein Schuldenabbau vorangeht – wenn er denn überhaupt eines Tages vollständig gelingt. Leicht nachzurechnen, dass sehr wahrscheinlich unsere Kinder und Enkelkinder damit noch zu tun haben werden und wir müssen uns alle fragen, ob das verantwortlich ist und so weitergehen darf.

Obige Zahlen verdeutlichen eindrucksvoll, dass es überhaupt keine anständige Begründung dafür gibt, Bürgern ein Eintrittsgeld für den Besuch des Stadtparks in Oelde abzuverlangen. Die Verknüpfung eines Eintrittsgelds für eine gleichzeitige Zugangsberechtigung zum Stadtpark und zum Freibad geht an den Bedürfnissen der Mehrheit der Bürger, die aus verständlichen Gründen nur den Park besuchen möchten, vollkommen vorbei.

Mit den Eintrittsgeldern verbundene Quersubventionierungen empfinden viele Bürger als ungerechtfertigt. Höchste Zweifel sind berechtigt, dass diese nunmehr seit über zehn Jahren geübte Praxis eine ernsthaft betriebene rechtliche Überprüfung überstehen würde. Darüber hinaus stellt diese Quersubvention im Grunde einen Affront gegenüber den umliegenden Gemeinden dar, die ihre Freibäder ohne Quersubventionen zu unterhalten haben.

Es spricht also vieles dafür, dass die Stadt einen ordentlichen und geregelten Ausstieg aus der bisher geübten Praxis – aus Einsicht und freien Stücken – entwickelt, um den kostenfreien Zugang zum Stadtpark den Bürgern wieder zurück zu geben.

Dabei gewinnen wir nicht nur die Menschen als Parkbesucher wieder zurück, die vor der Landesgartenschau den Park regelmäßig besucht und später die Eintrittsregelung nicht akzeptiert haben, sondern auch viele neue Spontanbesucher. Nachfolgend möchte ich zwei anschaulich nachvollziehbare Beispiele geben.

1. Nehmen wir einmal die erfreulich große Anzahl nach Oelde zugezogener Bürger. Wenn diese Familien von z. B. zehn Freunden und Verwandten an ihrem neuen Heimatort im Sommer besucht werden, kommt sicher kaum ein Gastgeber auf die Idee, für diese zehn Besucher plus eigener Frau und zweier eigener Kinder insgesamt 14 Eintrittskarten zu kaufen, um für über 50 EUR ein oder zwei Stunden einen gemeinsamen Gang durch den Oelder Stadtpark zu unternehmen.

2. Schauen wir uns um in der Innenstadt, dann sehen wir viele ältere Menschen, die – teilweise mit Hilfe eines Rollators – in der Fußgängerzone, rund um das Krankenhaus und um die Seniorenheime ihre Runden ziehen. Diese Menschen würden sicher gerne in den Stadtpark gehen und viele Stunden ihres Lebensabends im Grünen auf einer Parkbank im Schatten gewachsener Bäume, an den Seen und an den Kinderspielplätzen verbringen, werden aber durch die Eintrittsgeldregelung davon abgehalten.

Es ließen sich noch weitere Beispiele anführen, aber allein diese beiden zeigen, dass über 10 Jahre faktisch eine unzulässige Ausgrenzung vieler Bürger stattfindet, die sich selbst den Zutritt zum Stadtpark nicht leisten möchten oder können. Darum ist es an der Zeit, diese Barriere endlich abzubauen und stattdessen die Magnetwirkung des Oelder Stadtparks besser zu nutzen – nicht zuletzt auch zum Vorteil von Gastronomie und Geschäftswelt.

5. Empfehlungen

Zum Erhalt und zur Belebung des Oelder Stadtparks möchte ich nachfolgende Empfehlungen geben:

  • Im normalen Regelfall Öffnung des Parks am Morgen und Schließung am Abend zum Schutz der Einrichtungen.
  • Für das Freibad attraktive Tages-, Wochen-, Monats- oder Saisonkarten festlegen.
  • Während der Freibadsaison empfehle ich am Freibad die generelle Öffnung einer automatisierten Kasse bzw. Einlasskontrolle.
  • Bei kostenpflichtigen Großveranstaltungen, für die ein Großteil der Parkanlage benötigt wird, Öffnung einer Kasse bzw. Einlasskontrolle am Parkeingang. An diesen Tagen wäre der Park verständlicher Weise nur eingeschränkt oder gar nicht frei zugänglich, was von den Bürgern in diesen Ausnahmesituationen zu akzeptieren wäre.
  • Bei kostenpflichtigen Veranstaltungen auf der Waldbühne solle eine Kasse bzw. Einlasskontrolle an der Waldbühne selbst vorgesehen werden. Der übrige Parkbereich bleibt so frei zugänglich.
  • Im Kernbereich des Stadtparks sollten aus Gründen der Sauberkeit weiterhin keine Hunde zugelassen sein.
  • Bepflanzungen der Beete sollten ausschließlich im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushalts- und Fördergelder erfolgen. Jährlich zu erneuernde Bepflanzungen – wenn sie sich als zu kostenaufwendig erweisen – sollten durch wiederkehrende Stauden ersetzt werden.
  • Luxusobjekte sollten nicht mehr vorgesehen werden, wie z. B. neuerlich die Aufstellung von ca. 100 Luftbildaufnahmen.
  • Die Greenbox, für die es seit mehr als 10 Jahren keine sinnvolle Verwendung gibt, sollte meistbietend zur Abholung veräußert werden. Aus dem Erlös könnten Rückbau und Anpflanzung eines schönen, langlebigen Baumes bestritten werden.
  • Und schließlich die entscheidende Empfehlung an die Politiker und Amtsträger dieser Stadt: Geben Sie im Sinne der Gründungsväter jedem Bürger Gelegenheit, sich in seiner Freizeit im Grünen zu erholen und den kostenfreien Zugang zum Stadtpark wieder zurück.

gez. Dr. Ralf Wohlbrück, Oelde

Nachtrag 24.02.2013

Pressemeldung zu unserem Antrag auf 
Durchführung eines Bürgerbegehrens „Vier-Jahreszeiten-Park Oelde“

Wir Antragsteller hatten am 19.02.2013 Gelegenheit, mit Herrn Bürgermeister Knop und Vertretern der Verwaltung über unseren Antrag vom 04.02.2013 zu sprechen. Aus unserer Sicht gibt es derzeit drei wesentliche Nutzungsformen für den Oelder Vier-Jahreszeiten-Park:

1. Freibadbesucher, die während der Freibadsaison Parkwege benutzen, um zum Freibad zu gelangen.

2. Veranstaltungsbesucher, die auf das Parkgelände kommen, um dort stattfindende Veranstaltungen zu besuchen.

3. Parkbesucher, die sich im Park aufhalten, um die dortigen Möglichkeiten und Einrichtungen für Spaziergänge und für das soziale Miteinander zu nutzen.

Die Nutzungsformen 1. und 2. werden auf Grund attraktiver Angebote sehr gut angenommen. Sie kommen aber nur während der Freibadsaison und an Veranstaltungstagen zum Tragen.

Hingegen steht die Nutzungsform 3. den Bürgern ganzjährig zur Verfügung. Nach unserer Wahrnehmung wird davon aber nur außerordentlich wenig Gebrauch gemacht. Trotz hochwertiger Ausstattung wird der Park – selbst an Tagen mit schönem Wetter – nur von wenigen Personen betreten und es findet nur ein begrenztes soziales Miteinander statt. Das ist unbefriedigend und war vor der Landesgartenschau ganz anders.

Zu unseren vorgetragenen Feststellungen gab es seitens des Bürgermeisters und der Verwaltung keinen Widerspruch. Wir hatten in dem Gespräch angeregt, alternativ zu unserem Antrag Vorschläge der Verwaltung zu entwickeln.

Am 13.02.2013 hat die Verwaltung für die Ratssitzung am 25.02.2013 die Sitzungsvorlage M 2013/011/2684 mit der Überschrift:

„Antrag auf Bürgerbegehren gegen die Erhebung von Eintrittsgeldern für den Vier- Jahreszeiten-Park Oelde“

erstellt. Drin ist u. a. zu lesen:

„Die Herren Helmut Droste, Friedrich Icking und Dr. Ralf Wohlbrück teilen darin mit, dass sie sich mit einem Bürgerbegehren und Bürgerentscheid gegen die derzeitige Bewirtschaftung des Vier-Jahreszeiten-Parks Oelde wenden möchten.“

Sowohl die von der Verwaltung gewählte Formulierung in der Überschrift, als auch die zitierte Textpassage könnten beim Leser den Eindruck hervorrufen, wir würden uns generell gegen eine Bewirtschaftung und Erhebung jeglicher Eintrittsgelder wenden. Um Missverständnisse zu vermeiden, weisen wir deshalb ausdrücklich darauf hin, dass dies überhaupt nicht unser Anliegen und auch nicht Gegenstand unseres Antrags ist.

Wir sind nicht gegen, sondern im Gegenteil für etwas. Nämlich dafür, dass der Park künftig wieder ohne Eintrittsgeld von Spaziergängern zur Erholung und für soziale Begegnungen genutzt werden kann. Die ursprüngliche Zweckbestimmung des Parks soll endlich wieder hergestellt und an die Bürger zurückgegeben werden.

Unser Antrag zielt nicht darauf ab, dass bei einem Erfolg unseres Bürgerbegehrens künftig eine ganze Einnahmenart von erheblichem Volumen für die Stadt Oelde wegfällt. Wie unserem Antrag zu entnehmen ist, sehen wir nicht, dass Einnahmeeinbußen in bedeutsamem Umfang zu erwarten sind. Unser Antrag ist Bestandteil eines neuen Konzepts, für das die wirtschaftlichen Folgen und die Kosten seitens der Verwaltung nun ermittelt werden. Ein Kostenszenario, bei dem die Bewirtschaftung des Parks vollständig aufgegeben wird, ist nicht Grundlage unseres Bürgerbegehrens. Die Verwaltung ist nach Gemeindeordnung in den Grenzen ihrer Verwaltungskraft ihren Bürgern bei der Einleitung eines Bürgerbegehrens behilflich.

Unser Ziel ist, ein geordnetes, gesetzlich zulässiges Verfahren zu erreichen, bei dem die Bürger in Kenntnis aller Daten, Fakten und Folgen ihr Votum abgeben können.

gez. Dr. Ralf Wohlbrück, Oelde




Freizeitbeschäftigung für Jugendliche in Oelde

An kalten Wintertagen und regnerischen Herbsttagen stellt sich mal wieder die Frage: Was bietet Oelde unseren Jugendlichen an? Welche Angebote machen Sinn? Was macht dem Jugendlichen von heute Spaß? Für was interessieren Sie sich?

An Freizeitangeboten in Oelde mangelt es nicht. Es gibt das Klipp-Klapp Museum, das Georg-Lechner- Biermuseum, eine Tanzschule, etliche Fitnessstudios und Sportvereine sowie ein Hallenbad und den Vier-Jahreszeiten-Park.
Doch schauen wir mal ein wenig genauer hin: Ist es wirklich das Wahre für einen Jugendlichen? Denn was soll er im Klipp-Klapp Museum machen? Um mit Roggenkörnern zu spielen, ist ein Jugendlicher zu alt.
Ein zweites Mal wird man das Biermusem auch nicht mehr besuchen.
Tanzschule und Fitnessstudio sind teuer, das möchte oder kann sich nicht jeder leisten.
Die Sportvereine sind eine tolle Sache, aber man traut sich dann doch nicht, alleine in eine schon vorhandene Gruppe einzutreten.
Das Hallenbad macht nur am Samstag Spaß,weil dann die sonst versperrten Geräte raugeholt werden, und im Vier-Jahrezeiten-Park ist im Winter auch nichts attraktiv.
Dann wäre da noch die „Alte Post“, die gerne von männlichen Jugendlichen genutzt wird. Würde die „Alte Post“ einladender aussehen, könnte man sich vorstellen, auch dort seine Zeit zu verbringen, verriet mir eine Jugendliche aus Oelde.

Die Jugendlichen von heute sind „Chiller“, die brauchen nicht viel Aktion. Sie möchten nur eine Anlaufstelle haben, ein Tapetenwechsel von zu Hause. Sie verbringen gerne Zeit mit Freunden oder sind offen gegenüber neuen Freundschaften und interessieren sich viel und immer mehr für Smartphones und Fotografie. Wenn man das unter einen Hut kriegen würde, wären die Wintertage nicht so deprimierend.




Jörg Ringhoff mit Videoblog bald „on air“

Der Fantasy Autor Jörg Ringhoff aus Oelde geht bald mit seinem YOUTUBE-Kanal auf Sendung! Hier lesen sie, ab wann alle Fantasyfans so richtig was auf die Ohren und Augen bekommen.

Wie er auf seiner FACEBOOK Seite erläutert, wurde Jörg Ringhoff wieder und wieder durch seine Leser animiert, einen Audioblog zu erstellen. Dieser geht nun ab März 2013 wöchentlich auf Sendung. Der Autor wird hier aus dem Roman „Legenden der Blutwölfe“ vorlesen.

Das bedeutet: ein frei zugängliches, unentgeltliches Hörbuch online für alle! Ab heute kann man bereits den fantastischen Trailer für das Projekt begutachten.

Wie ein Pionier prescht Jörg Ringhoff mit seiner Fantasyserie einmal mehr mit neuen Ideen nach vorne und hebt sich als noch frischer Jungautor bereits jetzt von der Masse ab.

Grafik ein Mix aus dem Logo der Blutwölfe und dem Anzeiger: Torsten Schwichtenhövel

Grafik: ein Mix aus dem Logo der Blutwölfe und dem Anzeiger: Torsten Schwichtenhövel

Der Oelder Anzeiger wird dieses Projekt mit großem Interesse im Auge behalten und auch die Reaktionen der Hörer beobachten. Besonders interessant wird es sein, welche Auswirkungen dieses Projekt auf die Verkaufszahlen der gedruckten und/oder elektronischen Ausgabe hat. Ein Buch, vom Autor  selbst vorgelesen in einem Audioblog, gab es das schon mal? Dieser Blog ist kostenlos und für jeden zugänglich. Appetithappen oder Eigentor? Wir wünschen Herrn Ringhoff Erfolg mit seiner neuen Idee!

Der Oelder Anzeiger interviewte den Autor bereits in der Vergangenheit.

 




Das ultimative Sonntagsrezept: Seelachsrouladen


Alle Fotos:© Martin Bischoff

Alle Fotos:© Martin Bischoff

 

 

Dem einen oder anderen rollen sich bei dem Gedanken an ein leckeres Fischgericht die Fussnägel hoch, wir rollen hier und heute mal den Fisch auf. Und zwar zu einer leckeren Seelachsroulade mit Rosmarinkartoffeln.

Um dieses interessante Projekt anzugehen benötigen wir einige illustre Zutaten. Als da wären:

Seelachsfilets

Zitronensaft

Pfeffer

Salz

Salbei

Senf

Lauch

Oel

Durchwachsener Speck

Fleischbrühe

 

Für die Rosmarinkartoffeln:

Kartoffeln

Rosmarin

Gewürze je nach Gusto

 

Das Schwierige an diesem Rezept ist, dass der blöde Fisch sich vehement wehrt, sich aufrollen zu lassen. Da müssen wir ihn überlisten: (schon etwas abstrus – die Krönung der Schöpfung muss einen kalten Fisch überlisten …) Wir schneiden ihn einfach horizontal in zwei Hälften. Dieses funktioniert einfacher, wenn man das Filet eine Weile ins Gefrierfach legt und ein wenig anfrieren lässt, dann wehrt sich das Opfer unter dem Skalpell nicht so sehr. Intelligentere Exemplare der Krönung besorgen sich natürlich gleich tiefgefrorenen Ictus und lassen ihn antauen.

nicht ganz einfach, deshalb machts die Stefi :-)

nicht ganz einfach, deshalb machts die Stefi :-)

Wenn Stefi dann den Fisch gesäbelt hat wird erst mal der Lauch in die Pfanne gegeben und ordentlich angebraten. Daran denken, ihn vorher in kleine Scheibchen zu schneiden, sonst ragen die Enden links und rechts aus der Pfanne heraus und werden nicht gar!

vorher ordentlich schnibbeln!

vorher ordentlich schnibbeln!

Während der Lauch schmurgelt können wir uns wieder um den Fisch kümmern. Der wird zunächst mit dem Zitronensaft bespritzt, gesalzt und gepfefft, dann mit dem gehackten Salbei bestreut. Eine der sechs Seiten des Fisches, am besten die grösste, wird mit Senf bestrichen. Dann kommt etwas von dem inzwischen fertig gesottenem Lauchzeugs da drauf, er wird, mit der Salbeiseite nach innen – wie ein Teppich mit einem Entführungsopfer  drin – aufgerollt. Jetzt tarnen wir den Fisch für die Fischhasser mit einer Scheibe durchwachsenem Speck, mit dem wir die Rolle umhüllen wie Harry Potter sich mit seinem Tarnumhang. Das Ganze entweder festpieksen mit Zahnstochern, Rouladennadeln oder mit einem Faden Küchengarn umwickeln. Dann scharf anbraten, Brühe dazu und gut zehn Minuten bei schwacher Hitze ziehen lassen.

Das Opfer im Teppich :-)

Das Opfer im Teppich :-)

scharf anbraten

scharf anbraten …

und schmoren lassen

… und schmoren lassen

 

Jetzt aber ran an die Kartoffeln! Das ist ganz einfach … die rohen Kartoffeln würfeln, in eine Schüssel rein und mit Oel beregnen. Danach mit beliebigen Gewürzen beschneien und ordentlich Rosmarin dazu. Umrühren – faule Menschen nehmen eine Tupperdose und schütteln – ab aufs Backblech und durchbacken. Bei 200 Grad etwa 20 Minuten.

Rosmarinblechkartoffeln

Rosmarinblechkartoffeln

Und fertig ist das Sonntagsgericht!

Hmm, lecker

Hmm, lecker




Oelder Karnevalswagen in Beckum gesichtet

Am Sonntag, den zehnten Februar 2013 ging es mit der Familie und den Kindern zum alljährlichen Kinderkarneval nach Beckum. Pünktlich startete hier an der Stromberger Straße der Umzug und das lustige Treiben nahm seinen Lauf.Karneval an allen Ecken, im Fernsehen, im Radio und in der Presse. Einigen hängt es bereits lang zu den Ohren  raus, aber hier wollen wir über etwas wirklich Neues und Wichtiges für die Oelder berichten!

Unzählige Gruppen und Wagen kurvten durch die Stadt, und wir mussten fast schon aufpassen , vom Zuckerhagen nicht erschlagen zu werden. Gut gelaunt, mitschunkelnd und in toller Stimmung standen Kinder und Eltern am Straßenrand und waren auf einmal doch arg verdutzt!

Ein Oelder Wagen fuhr beim Umzug mit! Wir konnten es uns nicht verkneifen und somit musste der Trupp mit einem kräftigen Rumskedi Oelde begrüßt werden! Oelde, man glaubt es kaum, geht mit Wagen zur Beckumer Show!

2013-02-10-Karneval Beckum

Foto: © Torsten Schwichtenhövel

Der zwar kleine aber dennoch grandiose Wagen wurde ins Leben gerufen von den Langstrümpfen aus Oelde. Die Langstrümpfe gehören zur Tageseinrichtung der Stadt Oelde für Kinder. Kinder dieser Welt war das Motto der mutigen Truppe aus Oelde, die aus Eltern und Erziehern bestand. Die ca. 12 Familien mit Kindern zwischen einem und sechs Jahren zeigten in Beckum, dass die sonst so karnevalssteifen Oelder doch auch Jeck sein können.

2013-02-10-Karneval

Foto: © Torsten Schwichtenhövel

Frau Marie Redman, Mutter und Mitwirkende, berichtete dem OELDER ANZEIGER, dass alle Beteiligten vollauf begeistert waren. Es habe viel Spaß gemacht und die Beckumer waren alle ganz lieb zu den Oeldern.

Der Beckumer Karneval 2013 bestand aus 43 Wagen, 43 Fußgruppen, 23 Kapellen und 2.668 Aktiven. Bei dieser Menge einen Oelder Wagen vorzufinden, verhält sich ähnlich wie einst für Neil Armstrong bei der Landung auf dem Mond: Es ist ein Riesenschritt für die Oelder! Die KITA und die Langstrümpfe machen es vor! Vieleicht ist durch Oelde ja ein Ruck gegangen, sodaß sich für 2014 noch weitere Begeisterte finden!
Hier noch ein Bericht vom WDR und einer vom Sender SAT1 vom Beckumer Karneval.




Was wird aus dem »Oelde-Tag« oder: Wie die »Glocke« ihr Monopol missbraucht

Ursprünglich im April sollte ein »Oelde-Tag« stattfinden, der jedoch aufgrund des Rückzuges wichtiger Partner verschoben werden muss. Der OELDER ANZEIGER sprach mit Martin Bischoff, einem der Motoren der großen Party.

 Ruprecht Frieling: Martin, Du hast vor einigen Monaten die Facebook-Gruppe »Wir sind Oelder« ins Leben gerufen. Diese Initiative war so erfolgreich, dass jetzt bereits ein Zehntel der Bevölkerung der Stadt beigetreten ist. Nun wurde aus diesem Netzwerk heraus die Idee entwickelt, eine große Party, den »Oelde-Tag« zu veranstalten. Was ist darunter zu verstehen? 

Martin Bischoff: Etwa eine Woche nach Gründung der Gruppe kam die Frage nach einer Party auf und stieß auf viel Interesse. Daraufhin hat an einem Sonntag Herr Ludger Junkerkalefeld, Geschäftsführer von Forum Oelde, angerufen und uns Unterstützung zugesagt. Darauf gab es ein erstes Treffen mit rund 20 Teilnehmern. Es bildete sich das »Forum-Team«, bestehend aus mir, Torsten Schwichtenhövel, Jan Burwinkel und Marita Brormann. Wir nahmen Kontakt zum Forum auf und haben uns getroffen, um zunächst mal die Fronten zu klären und den Rahmen abzustecken.

RF: Eine Großveranstaltung ist eine kostspielige Sache …

MB: Es kristallisierte sich heraus, dass wir uns erstens auf die Waldbühne beschränken und es zweitens, insbesondere wegen des notwendigen Sicherheitskonzeptes, kostspielig werden wird. Drittens, dass wir uns einen Verein als Dach suchen wollten, um Spendenquittungen auszustellen zu können. Dafür hatten wir den Oelder Heimatverein auserkoren, der uns auch konkrete Unterstützung zusagte.

RF: Wie ging es dann weiter?

MB: Ein zweites Plenum fand in den Räumen des Heimatvereins statt. Es war auch ein Vertreter der »Glocke« dabei, um ausführlich zu berichten. Die »Glocke«-Verlagsleitung hatte ein Medienpaket in Aussicht gestellt. Dazu sollten Vorverkauf, ausführliche Berichterstattung und eine ganze Seite Berichterstattung gehören.

RF: Dann erschien erstmals der OELDER ANZEIGER und brachte eine Lawine ins Rollen, denn das passte einigen Herrschaften nicht.

MB: Als der OELDER ANZEIGER erschien, rotierte die »Glocke«. Die haben wohl riesigen Schiss bekommen, dass außerhalb ihrer Kontrolle Informationen und Meinungen verbreitet werden. So wurde der redaktionell Verantwortliche des OELDER ANZEIGER bei der »Glocke«-Verlagsleitung vorgeladen und sollte sich rechtfertigen.

RF: Du willst sagen, dass die »Glocke« ihre Unterstützung zurückzog, weil engagierte Bürgerjournalisten den OELDER ANZEIGER ins Leben riefen, der formal mit der Facebook-Gruppe überhaupt nichts zu tun hat?

MB: Diesen Eindruck macht es zumindest. Die »Glocke« kündigte uns ihre Unterstützung und das zugesagte Medienpaket für den »Oelde-Tag«. Es hieß lapidar: »Die Oelder Gruppe steht unter Beobachtung«.

RF: Moment mal: Der OELDER ANZEIGER hat mit der »Glocke« nicht das Geringste zu tun und strebt mit seinen paar tausend Lesern auch nicht nach der Weltherrschaft. Es handelt sich um ein Online-Medium, das zwar an Geschwindigkeit der Druckerpresse überlegen ist, aber doch gänzlich andere Themen und Genres pflegt. Da gibt es doch keinen Wettbewerb.

MB: Die »Glocke« sieht das offenbar anders …

RF: Aber der Oelder Heimatverein blieb Euch treu?

MB: Wir hatten darauf einen Termin mit Hans Rochol, dem Vorsitzenden des Heimatvereins. Der zog seine Unterstützung zurück, weil er die »Glocke« als Medium braucht und einen Konflikt fürchtet. Somit war eine wichtige Basis, die wir benötigten, um die finanzielle Seite abzusichern, mit einem Male verschwunden.

RF: Meinungsmonopol und Medienmacht wird missbraucht, um Kulturpolitik zu betreiben? Das ist in einer aufgeklärten Demokratie wohl nur noch in einem Einzeitungskreis wie Oelde vorstellbar. 

MB: Wir waren alle schockiert über diese ablehnend-feindliche Reaktion. Nur gut, dass es das Internet gibt, über das wir unabhängig informieren können.

RF: Damit bleibt als von den Meinungsmachern unabhängiger Partner das Forum Oelde. Es handelt sich um einen Eigenbetrieb der Stadt Oelde. Gegenstand des Betriebes ist die Planung und Durchführung von kulturellen Veranstaltungen in der Stadt Oelde, von Maßnahmen und Veranstaltungen des Stadtmarketings, die Förderung des Fremdenverkehrs, die nachhaltige Pflege und Entwicklung des Vierjahreszeitenparks – dem Kernstück der seinerzeitigen  Landesgartenschau 2001 -, sowie die Fortsetzung des Agenda-Prozesses. Also genau der richtige Partner für ein Kulturevent.

MB: Das Forum Oelde hat uns immer Unterstützung zugesagt und sich auch nicht zurückgezogen. Wir bauen darauf, dass wir hier weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit hoffen können. Das sind eher die geringsten Sorgen. Bislang standen uns das Forum und insbesondere Herr Junkerkalefeld mit gutem Rat zur Seite.

RF: Wie geht es jetzt konkret weiter? Wie sind die nächsten Schritte?

MB: Jetzt muss nach Alternativen gesucht werden. Da ohne den Heimatverein als unserem ersten Ansprechpartner das schützende Dach für die Feier erst mal eingestürzt ist, können wir entweder einen anderen Partner suchen oder aber eine weniger kostenintensive Veranstaltung planen. In Anbetracht der Tatsache, dass jetzt natürlich schon viel Zeit untätig vergangen ist, steht der 27. April nachvollziehbar arg auf der Kippe, so dass die Feier wahrscheinlich nach hinten verlegt werden muss. Zeitnah werden sich die übrig geblieben Planer treffen, um diese Alternativen auszuloten. Dann geht es endlich weiter.

RF: Und die »Glocke«?

MB: Sollte „Die Glocke“ Informationen zu der Veranstaltung wünschen, stehe ich ihr gerne zur Verfügung.

 




Konzert der Band „Deaf Chixx“ am 16.02.2013 in der alten Post

Alles „taube Hühner“, oder wie eine Band auszog, den Kosmos zu rocken

 

Die Band Deaf Chixx von links nach rechts: Ralf Merschhaus, Lukas Nowotny, Justine Kulescha, Andre Große Brinkhaus, Martin Bischoff und Andreas Grubert

Die Band Deaf Chixx von links nach rechts: Ralf Merschhaus, Lukas Nowotny, Justine Kulescha, Andre Große Brinkhaus, Martin Bischoff und Andreas Grubert

Seit mittlerweile sechs Jahren gibt es die Hard-Rock-Cover-Band „ Deaf Chixx“, die am 16. Februar in der Alten Post zu Gast ist.

Die Musiker haben sich der härteren Gangart verschrieben und sind schon diverse Male in der Region aufgetreten. Aktuelle Songs sowie Stücke der Glam-Rock-Aera bekommen den speziellen „ Heavy Style“ der Band verpasst. Man kann sich auf einen unterhaltsamen Abend freuen, denn während der Sänger Andreas „Grubi“ Grubert und die Sängerin Justine „Tini“ Kulescha die Stücke mit seidiger Stimme untermalen, rockt der Rest der Band das Haus.

Über zwei Stunden spielt sich die Band durch Stücke von Suzi Quatro, Deep Purple, Tom Petty, Nightwish, Him, Toto und The Sweet, um nur einige zu nennen.

Außer dem Gesang gibt es noch den Bassman Lukas „Luke“ Nowotny, Keyboarder Andre „Fegger“ Große Brinkhaus, Drummer Ralf „Biba“ Merschhaus und die Gitarre Martin „Malles“ Bischoff.

Ach ja, „Deaf Chixx“ ist aus dem Englischen, und heißt übersetzt „taube Hühner“.

Doors: 20 Uhr

Beginn: 21 Uhr




Wahnsinn: »OELDER ANZEIGER« überholt »Die Glocke« auf Twitter

Folgt uns auf Twitter: @Oelder_Anzeiger

Folgt uns auf Twitter: @Oelder_Anzeiger

Innerhalb von rund drei Monaten hat der Twitter-Account @OELDER_ANZEIGER explosionsartig mehr als 1.330 Abonnenten (Follower) gewonnen. Damit hat das Online-Medium im Handumdrehen den seit geraumer Zeit vor sich hin dümpelnden Kanal der lokalen Heimatzeitung »Die Glocke« überholt. 

Lediglich 261 Kurznachrichten (»Tweets«) waren erforderlich, um 1.330 Menschen zu bewegen, den Nachrichtenkanal des OELDER ANZEIGER auf Twitter zu abonnieren. Der OELDER ANZEIGER erreicht damit die derzeit größte Twitter-Reichweite der Region. Die »Glocke« hat es in jahrelanger Arbeit mit nicht weniger als 25.286 Tweets – also rund der hundertfachen Menge – gerade mal geschafft, 1.326 regelmäßige Leser an ihre Mitteilungen zu binden.

Der Erfolg des Twitter-Accounts folgt dem großen Erfolg der Facebook-Gruppe »Wir sind Oelder«. Dort haben sich inzwischen 3.541 Mitglieder angemeldet, die regelmäßig lesen, kommentieren und eigene Beiträge einstellen. Die Betreiber werten dies als deutliches Votum für einen unabhängigen Informationsdienst über die Menschen, Möglichkeiten, Angebote und Geschichten der Stadt Oelde. Der auch im Münsterland keimende Graswurzel-Journalismus erfährt damit zusätzliche Bestätigung.

Twitter (»Gezwitscher«) ist eine digitale Echtzeit-Anwendung zur Verbreitung von telegrammartigen Kurznachrichten im Schneeballsystem, die auch Mikroblogging genannt wird. Die Nachrichten und Informationen umfassen maximal 140 Zeichen. Twitter wird auch als Kommunikationsplattform und soziales Netzwerk definiert.

Der Nachrichtendienst wurde im März 2006 gegründet und gewann weltweit rasch an Popularität. Nach firmeneigenen Angaben nutzten Ende 2011 rund 100 Millionen mindestens einmal im Monat das Angebot.

Noch ein paar regionale Vergleichszahlen: @RadioWAF 453 Follower, @AntenneMuenster 793 Follower, @WestfalenBlatt 1.494 Follower, @RadioGuetersloh 1.287 Follower, @FDP_Oelde 331 Follower.

Nachtrag 20.02.2013

Um Echtheit von Followern zu prüfen, wird in der Szene ein Werkzeug namens FakeFollowerCheck eingesetzt, das jedermann frei zugänglich ist. Das Ergebnis der Prüfung für den ANZEIGER sieht wie folgt aus:

Lächerliche 1 Prozent Faker: OELDER ANZEIGER

1 Prozent Faker, 3 Prozent inaktiv: OELDER ANZEIGER

Zum Vergleich haben wir den Twitter-Account der GLOCKE geprüft:

12 % Faker, 22% inaktiv: Die Glocke

12 Prozent Faker, 22 Prozent inaktiv: Die Glocke

Wir danken unseren Followern und Lesern!