Der Ömmes ist tot, hoch lebe der Oelder Weihnachtsbaum

2014-11-27-Ömmes (5)In den letzten zwei Jahren zierte stets zur Weihnachtszeit ein ungeschmückter Tannenbaum den Marktplatz in Oelde. Dieser wurde in der ehemaligen FACEBOOK-Gruppe „Du bist Oelder, wenn…“ als grausiger Ömmes getauft. Einige Oelder haben sogar die Eigeninitiative ergriffen und den Nackedei im letzten Jahr selber geschmückt, soweit es die Körpergröße und die Reichweite der Arme erlaubten. Der OELDER ANZEIGER berichtete.

Ab heute steht jedoch für den Oelder Bürger eine wunderschöne Tanne mit Lichterketten, Schleifen und Kugeln auf der Mitte des Oelder Marktplatzes und sollte für offene Münder sorgen.

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Vom weitem schon sieht man die turmhohe Tanne leuchten, welche den gesamten Marktplatz in ein warmes wohliges Licht taucht. Sehr clever ist die Anordnung von Lichterkette und Baumschmuck. Diese beginnt erst auf einer Höhe, wo kein Vandale Schabernack treiben kann.

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Ebenfalls erstrahlt nun die Lange Straße

 In diesem Sinne allen eine schöne Weihnachtszeit auf dem Oelder Marktplatz und der Innenstadt.




Bewegungsspaß für Oelder Kinder

Alina Hennemann (rechts) und Jana Rembrink freuen sich auf eine tolle Sportgruppe

Für Kinder zwischen vier und sieben Jahren bietet Übungsleiterin Alina Hennemann mit ihrer Gruppenhelferin Jana Rembrink vom Leichtathletikverein Oelde e.V. (LVO) eine spezielle Sportgruppe.

Jeden Samstagmorgen soll das Vergnügen von 10:30 Uhr bis 11:30 Uhr in der Overberghalle (Marienstraße) stattfinden. Auf dem Plan stehen verschiedene Spiele, Koordinationsschulung, Bewegungsparcours und vieles mehr. Spaß steht an erster Stelle.

Anmelden kann man sein Kind telefonisch unter der Nummer: 0176 / 371 061 44 bis zum 25.11.2014. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

 




Oelde Live

Oelde LiveWer heute Abend noch nichts vor hat, sollte sich in die Innenstadt von Oelde begeben. Hier bieten neun Bands in ebenso vielen Lokalen dem Gast feinste Live-Musik.

Dire Straits-Fans sollten sich die Alte Post vormerken. Hier werden die „Brothers in Arms“ spielen.

Die Band „Lucky Stars“ wird mit Partymusik und Pop- Hits im Bürgerhaus Gas geben.

Die Coverband „GET AHEAD“mit Rock-, Pop- und Chart-Hits der 80er bis heute wird im Feuer & Eis hören lassen, was sie drauf haben.

Boogie Woogie, Swing und Rock ´n´ Roll aus den 40er und 50er Jahren liefert die „Magic Boogie Show“ im Schalander ab.

Freunde von Oldies sollten sich „Back 2 the Roots“ nicht entgehen lassen im La Piazza.

Betty A. sollten sich Unplugged-Liebhaber im Hotel Mühlenkamp anhören. Hier werden nicht nur Cover-Songs, sondern auch eigene Stücke geboten.

Rock, Pop und Cover bietet ebenfalls die Band „X-it live music“, welche im Mosquito für Stimmung sorgen wird.

Außerdem können sich die Oelder auf zwei weitere lokale Bands freuen.

Die Liquid Solids in der Alten Post Oelde

Die „Liquid Solids“ werden im Livingroom spielen. Mal Holmes, ein Sänger mit fantastischer Stimme, wird mit seiner Band den Abend versüßen. Titel aus allen Epochen von Rock bis Pop hat die Band zu bieten.

Wenn es in Oelde um Live-Musik geht, darf natürlich nicht die Colorados-Revival-Band fehlen. Die junggebliebenen Altrocker aus Oelde werden es im Pulvinar so richtig krachen lassen. Santana, Deep Purple, Shadows & Co. spielen die Jungs wie die Originale.

Colorados aus Oelde - Musik mit guter Show

Colorados aus Oelde – Musik mit guter Show hier im Ulithi

Wer zu dem Event gehen möchte, kann eine Eintrittskarte in einem der Lokale erwerben, die den Eintritt zu allen anderen gewährleistet.




U3-Betreuung im St. Marien-Kindergarten

Der St. Marien-Kindergarten in Oelde hat sich auf die Betreuung von Kindern unter drei Jahren neu eingerichtet. Eine extra Gruppe für die Kleinsten der Kleinen ist in den Räumlichkeiten des katholischen Kindergartens an der Marienstraße in Oelde entstanden. Ein großzügiges Spiel- und Bastelzimmer, ein Essensraum sowie ein Schlafparadies für die Kinder ist das Resultat.

Die Kinder dürfen sich gemeinsam auf ein Schlaf-Eldorado freuen. In einem überdimensionalen Hochbett können die Kleinen in Hundekörbchen süße Träume erleben. Dies entweder in der oberen oder unteren Etage des Hochbetts.

Eine Erzieherin, die speziell diese Kinder von morgens bis nachmittags betreut, achtet darauf , ob auch alle in den Schlaf gefunden haben. Wenn die kleinen Krümel dann tief und fest träumen, verlässt die Erzieherin den Schlafraum und weckt die Kleinen später auch wieder auf. Somit haben die Kinder immer eine feste Bezugsperson während des Tages. Außerdem arbeiten in der Gruppe weitere Erzieherinnen, die zu unterschiedlichen Zeiten anwesend sind.

St Marien

St MArienWas für den ein oder anderen Leser merkwürdig klingen mag, ist das Windelprotokoll. Dies wird täglich ausgefüllt und an die Eltern weitergegeben. Nach dem Mittagessen und vor dem Schlafen wird hier der Stuhlgang und die Popofrische überprüft.

Der Spielraum, der bis zu zwölf Kindern zur Verfügung steht, ist liebevoll eingerichtet. Ein Bastel- und Maltisch, eine Bücherecke, eine Spieldecke, Spiegel, Spielzeuge, Kuscheltiere und und und warten darauf, bespielt zu werden.

Wenn es den Kindern mal zu bunt wird, können sich diese im Spielzimmer auf einen Spiel- und Kuschelturm zurückziehen und sich das Geschehen von weitem anschauen. Zur besseren Orientierung der Kinder dienen außerdem feste Rituale. Ein Kind darf z.B. immer die anderen in den Spielkreis trommeln, wo die Kinder dann Gruppenspiele machen. Da bekanntlich das Freispiel des Kindes Arbeit ist, macht dieses natürlich auch hungrig. Hierzu wird täglich im Nebenraum gemeinsam gefrühstückt. Danach, wenn es nicht in Strömen regnet, gehen die Kinder auf den Spielplatz nach draußen.

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Die Kindergartenleiterin, Frau Franke, erzählte uns, dass es enorm wichtig sei ,Eltern, die im Berufsleben stehen, Unterstützung anbieten zu können. Hierzu habe man extra diese Gruppe gebildet, um auch die Eltern mit einem bedarfsgerechten Angebot zu überzeugen.

St MarienAm Tag der offenen Tür konnte sich der OELDER Anzeiger selber ein Bild von den schönen Räumen machen. Der Spielraum mit der großzügigen Fensterfront lässt die Kinder direkt in den Spielgarten schauen und unter anderem in diesem etwas die Natur beobachten. Ein Essenstablett war mit Handabdrücken und Namen versehen, während auf der Fensterbank ein Bild von St. Martin zu sehen war. Im Hintergrund war eine kindgerechte Musik zu hören, während die Kinder zusammen mit den Erzieherinnen tanzten und sangen. Bei den Bildern versteht es sich von selbst, dass keine Kleinkinder abgelichtet wurden.

Eltern können nach Absprache den Kleinkinderraum besichtigen.

Kindergarten St. Marien

Marienstraße 11

59302 Oelde

Tel.: 02522 / 46 30




Ausstellung zum Advent Atelier Pit Weber

KfV_Logo1Bereits zum siebten Mal findet in den Räumen des Kunstfördervereins Pit Weber die Weihnachtsausstellung statt. Hier hat jeder die Möglichkeit, das ein oder andere besondere Geschenk zu den Festtagen zu entdecken.

Die ausstellenden Künstler sind Mitglieder des Kunstfördervereins und bieten Freunden der Kunst eine breite Palette an selbstgemachten Geschenken.

Die Ausstellung bietet unter anderem Schmuck, Malereien, Krippen, selbstgepresstes Olivenöl, Gutscheine und viele andere Dinge.

Eine Aufnahme von einer Sommer-Kunst-Session bei Pitt- Weber

Außerdem veranstaltet der Kunstförderverein – wie jedes Jahr – eine Verlosung, bei der es tolle Gewinne gibt. Die Verlosung findet am 30.11.2014 um 17:00 Uhr statt. Ein Los kostet einen schlappen Euro.

Die Ausstellung ist in der Zeit vom 15. – 30. November immer Sa. / So. / Mi. von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.

Die Künstler werden anwesend sein und gerne Auskunft über ihre Werke geben, wie auch die Vorsitzende des Vereines, Friederike Pohl-Weber, gerne über die Arbeit des Kunstfördervereines informiert.

Kunstförderverein Pit Weber e.V.

Zur Dicken Linde 37

59302 Oelde

Fon: o 25 22 – 33 40




Grundsteuern sollen brutal steigen

Oelde plant eine Anhebung der Grundsteuern. Diese Hiobsbotschaft konnte der Lokalzeitung „Die Glocke“ vom 01.11.2014 entnommen werden. Die mit 47,5 Prozent saftige Erhöhung dürfte dem ein oder anderen Hausbesitzer in Oelde ein dickes Extraloch ins Portemonnaie reißen. Die finanzielle Lage der Stadt Oelde sei äußerst ernst, erklärte dazu Bürgermeister Friedrich Knop im Interview von Roland Hahn.

Die geplante Steueranhebung stellt eine Zusatzbelastung besonders für diejenigen Familien dar, die in den vergangenen Jahren in den vielen Neubaugebieten in Oelde ihr Eigenheim errichtet haben. Je nach Grundstücksgröße sollen diese Immobilienbesitzer, welche meist hart und viel arbeiten für Heim, Kinderausbildung und Kindergarten, schnell mit mehreren hundert Euro extra im Jahr zur Kasse gebeten werden.

Um die Gemüter zu beruhigen, argumentiert die Stadt mit freiwilligen Leistungen. Dabei werden u. a. die Integration, die Bücherei, die Schulsozialarbeit, sowie die Bäderbetriebe erwähnt. Für diese guten Leistungen sollen angemessene Beiträge herhalten.

Mit der geplanten Steuererhöhung den Haushalt der Stadt Oelde zu stopfen, wird – so lassen erste Reaktionen vermuten – bei vielen Einwohnern sauer aufstoßen.

Zum einen schlägt die geplante Steuererhöhung unausgewogen zu. Bebaute Grundstücke werden vom Finanzamt mit dem Einheitswert bemessen. Dieser Wert dient der Stadt als Bemessungsgrundlage zur Ermittlung der Grundsteuern. Der Knackpunkt ist, dass die Grundstücke die anno dazumal erworben wurden, mit einem meist deutlich niedrigeren Einheitswert bemessen wurden, wie z.B. die Familien in den Neubaugebieten Weitkamp, Moorwiese, Sundern 1 & 2, Erweiterung der Polterkuhle usw. Der Einheitswert, der 1935 erstmals festgelegt wurde, ist eigentlich stets gestiegen. Somit zahlen die Grund- und Eigentumsbesitzer sehr unterschiedlich mehr oder eben auch viel weniger für meist sehr viel größere Grundstücke in die leere Stadtkasse ein.

Auf der anderen Seite steht der Eigenbetrieb Forum Oelde. Dieser ist zuständig für Stadtfeste, Veranstaltungen und – unter anderem – den kostenpflichtigen Vier-Jahreszeiten-Park mit integriertem Freibad (dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau), welcher nur Minuszahlen erwirtschaftet.

Seit über einem Jahrzehnt werden aus den allgemeinen Rücklagen der Stadt jährlich Fehlbeträge vom Forum Oelde in Höhe von ca. ein bis zwei Millionen Euro je Jahr ausgeglichen. Für das Jahr 2013 butterte die Stadt Oelde aktuell aus den Rücklagen erneut ca. 1,5 Millionen Euro in den Eigenbetrieb Forum Oelde. Ende 2014 wird sich der Minusbetrieb Forum der 25-Millionengrenze nähern.

Grundsteuer verbrennt im ParkDas verlustreiche „Prestigeobjekt“ Vier-Jahreszeiten-Park trägt somit erheblich zu den geplanten Steuererhöhungen der Stadt bei und soll künftig auch durch Oelder Grundsteuergelder subventioniert werden. Somit könnte nun der pfiffige Steuerzahler meinen, den Park kostenfrei nutzen zu können. Diesem Gedanken jedoch erteilte die Stadt Oelde bereits vor einem Jahr in einem Interview mit dem OELDER ANZEIGER eine entschiedene Abfuhr:

„Der Vier-Jahreszeiten-Park beim Forum Oelde erzielt Erträge über den Park-Eintritt, diese sind aber nicht hoch genug, um ihn und seine Einrichtungen komplett auf diesem Wege zu finanzieren. Würde man Eintrittspreise erheben, die alle Kosten decken, so würde  sich wohl niemand mehr den Eintritt leisten wollen. Würde man gar keinen Eintritt erheben, gleichzeitig aber den Park in seiner derzeitigen Form weiter betreiben, wäre das nur über Steuererhöhungen möglich, oder man müsste andere Aufgaben aufgeben. In ähnlicher Weise gilt das z.B. für die Kulturveranstaltungen, die Stadtbücherei oder die Volkshochschule oder Teile der Jugendhilfe.“

Der Eintritt wurde nicht reduziert, der Sprit der Kostenrakete Vier-Jahreszeiten-Park scheint bis heute unerschöpflich zu sein, während die Stadt angeblich alle „Sparpotenziale“ ausgeschöpft hat. Für eine neue Feuerwehrwache wird ein Zehn-Millionen-Kredit aufgenommen, während der Park 25 Millionen in den Axtbach spült. Es macht den Eindruck, dass die Stadt Oelde kein Einnahmeproblem hat, sondern eher ein Ausgabenproblem.




Oelder Geschichte und Geschichten

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Das Bandlogo zierte das Schlagzeug der Sharks. Logo Norbert Löbbert

Als der Beat nach Oelde kam

Am  Anfang der 1960er Jahre war die große Zeit des klassischen Rock ´n´Roll allmählich vorüber. Vorbei war die Zeit der Petticoats und Schmalzlocken, von den sogenannten Halbstarken und der Musik von Bill Haley (Rock around the clock), Fats Domino (Blueberry Hill), Buddy Holly (Rave on) und vieler anderer. Buddy Holly war bereits im Februar 1959 gestorben; zusammen mit den Rock-Sängern Ritchie Valens und „The big bopper“ Richardson war er bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Elvis Presley, ein großartiger Sänger, der mit Sinnlichkeit und Aggressivität Millionen junger Leute verzauberte, wurde zum Leinwandhelden und machte sich später auf den Weg nach Las Vegas.

 

Die Zeit war reif für etwas Neues!

In England zählten zu dieser Zeit Cliff Richard, Bill Fury, Lonnie Donegan, Helen Shapiro, Skiffle-Bands oder Instrumentalgruppen wie Spotnicks oder Shadows zu den Favoriten. Außerdem hatte sich zur gleichen Zeit eine blühende Rhythm and Blues-Bewegung entwickelt. Alexis Korner´s Blues Incorporated war eine ganz heiße Kiste, John Mayall und seine Bluesbreakers entstanden bald danach. In den Vereinigten Staaten war Musik von Tony Bennett, Paul Anka, Peggy Lee, Frank Sinatra und Connie Francis populär, in Deutschland dominierte Schlagermusik von Nana Mouskouri, Gus Backus, Peter Kraus, Manuela und Freddy Quinn.

Und dann kam sie plötzlich aus England zu uns herüber geschwappt: die Beat-Welle! Tsunamiartig spülte sie alles fort und plötzlich waren sie da, die Beatles, Rolling Stones, Kinks, Small Faces, Troggs, Spencer Davis Group, Manfred Mann, Tremeloes, und, und, und …

Zwei der frühen und bekanntesten deutschen Beatbands waren The Lords (Poor boy. Shakin`all over) und The Rattles (Come on and sing. The witch).

Mit den Bands entstanden die Clubs, die angesagtesten in unserer Gegend waren der Star-Club Hamm (früher Astoria), die Eisenhütte in Bielefeld, der Star-Club Bielefeld und der Jaguar-Club (ehemals Scala ) in Herford. Während zum Beispiel im Star-Club Bielefeld Gruppen wie Remo Four, Pretty Things und Phantom Brothers gastierten, waren im Jaguar-Club, durch die Zusammenarbeit mit der Fernsehsendung Beat-Club , alle wichtigen Bands jener Zeit wie Jimi Hendrix, The Who, Cream, Troggs, Easybeats, Heard und zahlreiche andere zu sehen.

Überall, auch in den kleinen Städten, entstanden über Nacht neue Bands. In Garagen, Kellern und ehemaligen Hühnerställen wurde mit zum Teil abenteuerlichen Instrumenten und selbstgebauten Verstärkern musiziert. Für die musikalische Ausrüstung sorgte damals vor allen Dingen die Firma Rost in Bielefeld. Junge Leute mit wenig Geld konnten bei „Pappa“ Rost auch schon mal in Raten zahlen.

Auch in Oelde entwickelte sich etwas. Leute, die Unterhaltungs- und Tanzmusik machten, gab es bereits, aber zu den frühen Bands gehörten die Souls, Red Kinks und Little Sharks. The Souls übten und spielten mit veränderter Besetzung in einem ehemaligen Brauereikeller. Ein Höhepunkt der Band bestand in einem Auftritt im Herforder Jaguar-Club, wo die Band als Vorgruppe der damals sehr bekannten Rivets auftrat. Theo Schmitz, damaliger Gitarrist der Souls, erinnerte sich an diesen Auftritt.

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Original- Logo angefertigt von Norbert Löbbert ca. 1967

Unser größter Auftritt war in der Scala in Herford, als Vorgruppe der Rivets. Wir spielten mit der Anlage der Rivets und hatten natürlich überhaupt keine Erfahrung, wie man in einer so großen Halle die Anlage einstellt. Auf der Bühne wurden wir durch die Scheinwerfer so geblendet, dass man überhaupt keine Zuschauer erkennen konnte. Wir begannen zu spielen und das Chaos auch! Ich hörte meine Gitarre nicht mehr und drehte den Verstärker auf. Ein Typ von den Rivets sprang auf die Bühne und drehte die Lautstärke wieder runter. Dann riss mir bei einem Solo die E-Saite. Ich habe dann während des Stücks die Gitarre mit unserem Rhythmusgitarristen getauscht. Zu guter Letzt packte unseren Sänger noch das Lampenfieber und er verschwand von der Bühne. Charly sprang recht gut ein. Nachdem wir das Programm beendet hatten, trauten wir uns erst garnicht unter die Leute, weil wir dachten wir hätten total schlecht gespielt. Aber genau das Gegenteil war der Fall. Die Rivets spielten schon lange und als wir uns in die angrenzende Kneipe geschlichen hatten, wurden wir erkannt und den ganzen Abend von Menschen umringt, so dass man keinen Fuß mehr auf den Boden bekam. Somit war unser Auftitt der absolute Knaller!

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Die Sharks von links: Erich Lobemeier, Peter Lobemeier, Burkhardt Heringhof † (auch Haifisch genannt) und Uli Remfert Foto: © Peter Lobemeier

The Little Sharks probten in der alten Wassermühle am Oelder Stadtpark. Ein wunderbarer Ort, denn gegenüber befand sich die Gaststätte Kramers Mühle, wo Robert, der „Hammer von Essen“, als Wirt leckeres Weissenburger Bier und Himbeergeist verabreichte. The Little Sharks waren viel unterwegs, die Konzerte in Oelde und in der Umgebung waren immer gut besucht.

Mit dem Entstehen der Beat-Bewegung änderte sich auch unser Aussehen: die Haare wurden länger und die Bekleidungsvorgaben unserer Eltern wurden ignoriert – ein Generationskonflikt bahnte sich an. Wir trugen Beatles-Stiefel in jeder Ausführung, Hosen mit Schlag und Falte, Armee-und Cordjacken, Blazer mit Fellkragen sowie Parka, die mit Peace-Zeichen versehen wurden.

Musikalisch konnten wir uns damals, in einer Zeit ohne Computer, USB-Stick, CD oder Cassetten bei der Firma Holtkamp auf der Ruggestraße versorgen. Die verfügten über ein überschaubares Sortiment von Beat- und Rock- Schallplatten und „Fräulein Holtkamp“ war stets bemüht, den Geschmack der jungen Kundschaft zu treffen. Unermüdlich legte sie Platten auf, die man mit Hilfe zweier Hörer, die man sich an die Ohren presste, hören konnte.

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Original- Zeichnung aus dem Buch „Ich dachte nur noch Wahnsinn“ von Heinz Werner Drees

Auch in der Oelder Gaststätte „Zum blauen Täuber“ traf man sich zu Beatkonzerten. Ansonsten gab es nicht allzu viele Möglichkeiten in unserer kleinen Stadt, man traf sich im Hahnenteller, Kupfergrill, bei „Stucki“ und vor allen Dingen in der damaligen Eisdiele von Rina und Franco Molin.

Aber die Zeit der langweiligen Abende hatte schon bald ein Ende, denn 1968 eröffnete die erste Oelder Disco, das Meranchito!

Aber das ist schon wieder eine andere Geschichte!“

The Beat goes on …

Autoren: Heinz Werner Drees & Norbert Löbbert

 




Klaus-Peter Wolf zu Gast in Haus Nottbeck

Klaus-Peter Wolf bei der Signierung seiner Bücher

Klaus-Peter Wolf signiert seine Bücher

Am Dienstagabend war der erfolgreiche Krimi-Autor Klaus-Peter Wolf zu Gast im Kulturgut Haus Nottbeck.

Auf sehr humorvolle Weise erläuterte der Wahl-Ostfriese die Entstehung der Ostfriesen-Krimiserie und deren Charaktere.

Im Haus Nottbeck hatten sich zu der Lesung zahlreiche Freunde des Krimis eingefunden. In der gemütlichen Atmosphäre des Kulturguts Nottbeck nutzte Wolf die Gelegenheit um aus seinem  achten Kriminalroman, „Ostfriesen Feuer“, vorzulesen.  Dabei verstand es der Autor, Situationen und Stellen aus dem Buch mit eingefügten Erklärungen sowie durch Gesten und Mimik anzureichern.

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Kulturgut Haus Nottbeck

Somit wurden die Figuren aus dem Buch lebendig. Im Anschluss an die Lesung konnten die Besucher mit dem Autor in Kontakt treten, währenddessen dieser unter anderem seine Bücher signierte.

Klaus-Peter Wolf in Haus Nottbeck

Klaus-Peter Wolf in Haus Nottbeck

 

An dem Abend erfuhren die Zuhörer, dass der neunte Roman, „Ostfriesen Wut“, noch nicht ganz abgeschlossen ist. Fans können sich auf „Der Mörder ist noch nicht gefasst“ freuen, sagte der Autor und gab zum Abschied den Rat, doch lieber in Kleingruppen nach Hause zu gehen.