Deutsche Meisterschaft im Hallenhockey

Am Samstag und Sonntag geht es in Oelde hoch her. Die Deutsche Meisterschaft im Hallenhockey wird unter den A Knaben (U14) ausgetragen.2015-02-24-Hockeylogo

Alle Sportbegeisterten sind eingeladen, zur Dreifachturnhalle am Hallenbad in Oelde zu kommen. Samstag, den 28.02.2015 geht es ab 11:00 Uhr los. Sonntag , den 01.03.2015 ist Anpfiff um 09:30 Uhr. Auf das Endspiel können sich die Spieler und Gäste um ca. 13:20 Uhr freuen. Der Eintritt ist kostenfrei.

2015-02-24-Hockeyschläger

Es geht um die Meisterschaft

Viele Vereinsmitglieder der HO Abteilung vom TV Jahn Oelde und Eltern werden an den Tagen für Speis und Trank sorgen, damit keinem der Gäste der Magen knurren muss.

Hockeybegeisterte sollten sich Freitag, den 27.02.2015 vormerken. Nationalspieler Thilo Stralkowski ist um 19:00 Uhr zu Gast im „Pulvinar“ Oelde. Der Olympiasieger, Welt- und Europameister wird über seine Karriere berichten und bei Fragen Rede und Antwort stehen. Nach der ca. 90 Minuten- Veranstaltung steht der Star für Autogramme zur Verfügung.




Rappelkisten-Flohmarkt spendet bisher 222.000,– € für Kinder in Not

Am 1. März 2015 findet in der Franz-Arnold-Halle an der Potts Brauerei der 11. große Flohmarkt des Rappelkisten-Flohmarkt e.V. statt. ( Eintritt: 1,– € für Erwachsene und Kinder ab 14 Jahren)

Zum großen Leidwesen der Verantwortlichen ist das auch der letzte Floh – und Trödelmarkt dort, da die Brauerei einen Teil ihrer Produktion in die Halle verlagern wird und aufgrund dessen ist der Aufwand, diese für Veranstaltungen auszuräumen, einfach zu hoch. Die Organisatorinnen danken der Familie Pott und den Mitarbeitern der Potts Brauerei, auf deren Unterstützung sie sich die ganzen Jahre immer verlassen konnten.

Wie schon in den letzten Jahren wird von dem bewährten Team aus mittlerweile 70 bis 80 freiwilligen HelferInnen, das freitags und samstags zuvor ausschließlich privat gespendeten Trödel sortiert, aufgebaut und liebevoll dekoriert. Am Sonntag kann dann von 10:00 Uhr bis 16:30 Uhr dort nach Herzenslust auf 1.200 Quadratmetern gestöbert werden!

Der Erfolg spricht für sich: Seit dem ersten Rappelkisten-Flohmarkt in dieser Form am 16.01.2005 nahm der Verein dank der großartigen Hilfe der Helfer/innen und der Trödelspender mit dem Verkauf des Trödels 220.000,– € ein.

Viele fleißige Händen erwirtschafteten die vergangenen Jahre eine gigantische Spendensumme © Susanne Teeke-Haske

Viele fleißige Händen erwirtschafteten die vergangenen Jahre eine gigantische Spendensumme © Susanne Teeke-Haske

Weltweit (in Indien, Malawi, Haiti, Rumänien…), aber auch in Oelde und der näheren Umgebung, werden Hilfsprojekte langfristig mit dem Erlös unterstützt.

Bei Katastrophen wie Unwetter, Krieg und Flucht, Krankheiten etc. werden auch einmalige Spenden als Soforthilfe überwiesen. Es sind immer Projekte und Personen, die den Organisatorinnen persönlich bekannt sind – nur so kann gewährleistet werden, dass das Geld ohne Abzüge für Kinder in Not verwendet wird.

Die große Halle der Potts Brauerei bietet viele Trödelartikel © Susanne Teeke-Haske

Die große Halle der Potts Brauerei bietet viele Trödelartikel © Susanne Teeke-Haske

Um dem Flohmarktbesucher ein reichhaltiges Angebot zu präsentieren, sind die Verantwortlichen angewiesen auf Trödelspenden. In den letzten Jahren war die Hilfsbereitschaft der Spender aus Oelde und Umgebung unglaublich und sehr bemerkenswert, sie alle haben den großen Erfolg des Flohmarktes erst möglich gemacht. Ca. 20.000 Bücher, Spielzeug, Porzellan, Deko-, Elektro- und Haushaltsartikel, Antikes und Design aus den sechziger Jahren, Glas, Messing und Zinn, Schallplatten, Bilderrahmen, Kleidung, Schuhe, Sportgeräte und ein großer Stand mit Designerkleidung und -taschen werden am Tag des Flohmarktes angeboten. Am Freitag, 27. Februar in der Zeit von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr und am Samstag, 28. Februar von 09:30 bis 11:00 Uhr werden Trödelspenden an der Franz-Arnold-Halle in Oelde für den Flohmarkt entgegengenommen.




Renovierungsarbeiten im ehemaligen Cafe und Restaurant Ulithi in Oelde

Ulithi

Die letzten Monate war das Cafe & Restaurant ungenutzt

Der aufmerksame Spaziergänger kann im Oelder Vier-Jahreszeiten-Park sehen, dass sich etwas in dem seit einigen Monaten außer Betrieb stehenden Ulithi rührt. Es sieht nach Arbeit aus. Stehleitern, Baulampen und Werkzeuge zeugen von fleißigen Händen.

Der private Förderer und Investor Heinrich Lutterbeck konnte im vergangenen Jahr noch nichts Konkretes zur Zukunft des Ulithis sagen. Ab April sollen dort nun frisch renovierte Räumlichkeiten für Feiern zur Verfügung stehen. Reservierungen werden unter einer dort aushängenden Rufnummer aus Herzebrock-Clarholz entgegengenommen.

UlithiUlithiAktuell steht das Konzept noch nicht komplett, sagte uns die Dame hinter der Rufnummer und man kann erst in zwei bis drei Wochen Genaueres hierzu sagen.

Aufgrund dass auf dem Aushang „nur“ von „Reservierungen für ihre Feiern“ steht, steht die Frage im Raum, ob es auch ein Tagesgeschäft geben wird.

Sobald Neuigkeiten vorliegen, werden wir darüber berichten.




Volles Haus bei der sechsten Oelder Akustik Open Stage

Sage und schreibe zwölf Künstler und Formationen brachte am letzten Wochenende die Akustik Open Stage in Oelde auf die Bühne der Alten Post. Der Ansturm an Gästen und Musikern zeigt deutlich, dass sich diese Veranstaltung zu einem festen Treffpunkt entwickelt hat von Musikern und Musikliebhabern.

Oelder Akustik Open Stage

Gerammelt voll war es

Gerammelt voll war es

Seit einem Jahr genießen nun Gäste und Künstler im Zweimonatstakt die heimische Atmosphäre in der Alten Post in Oelde. Die Open Akustik Stage versteht es dabei immer wieder aufs Neue, Brücken zu schlagen zwischen den verschiedensten Musikrichtungen wie zum Beispiel der klassischen Gitarre zum Hardrock-Cover bis hin zu selbst komponierten Stücken. Der jüngste Streich der Akustik Stage reiht sich somit in die Erfolgsserie ein, welche Künstler fernab von der Stadt-, Kreis- und öfter auch der Landesgrenze anlockt.

Frank Handschuhmacher moderierte locker durch den Abend

Frank Handschuhmacher moderierte locker durch den Abend

Der Mitorganisator Frank Handschuhmacher wirkte routiniert und gelassen, während er sich darum kümmerte, dass die Künstler und Gruppen die Auftrittsreihenfolge einhielten und versorgte den ein oder anderen mit einem Kabel, wenn dieser es vergessen hatte. Martin Bischoff, ebenfalls Organisator, erklärte wie immer allen festen Startplätzen, von denen es sechs Stück gibt, vor Beginn im Backstagebereich den Ablauf des Abends. Weitere fünf freie Plätze können (wobei es hier auch sechs wurden) von Kurzentschlossenen am jeweiligen Abend noch besetzt werden.

Die Band „Close to Solution“ aus Hamm startete pünktlich um 20:00 Uhr die Oelder Akustik Open Stage. Der Opener spielt dabei immer ca. 45 Minuten und bereitet das Publikum auf einen musikalischen Abend vor.

Nicole Stremming und Manuel Lackmann

Nicole Stremming und Manuel Lackmann

Das Fünfer-Team, bestehend aus Nicole Stremming (Gesang), Manuel Lackmann (Gesang), Matthias Feder (Gitarre), Michael Strüwer (Gitarre) und Tristan Claves (Percussion), spielte dabei Country, Oldies und bekannte Pop-Songs wie „On top of the world“ von den Imagine Dragons, „Stay“ von Sugarland oder „Hotel California“ von den Eagles.

Matthias Feder

Matthias Feder

Sängerin Nicole und Sänger Manuel überzeugten dabei im Duett oder auch jeder für sich selbst mit sehr tollen Stimmen. Schön zu sehen war dabei das Zusammenspiel der beiden. Gingen die Stücke unter die Haut, verstanden sie es dabei auch visuell eine Verbindung zur bestehenden Stimmung herzustellen. Bei anderen Songs mit mehr Power konnte man beiden die Freude an der Musik an den Gesichtern ablesen.

Matthias Feder und Michael Strüwer verstanden es mit ihren Gitarren dabei, die beiden Sänger perfekt zu begleiten. Nach nur wenigen Saitenanschlägen konnte man direkt die Songs erkennen welche kurz darauf durch die Alte Post ertönten. Der Neue im Team an der Percussion, Tristan Claves, hielt dabei die Band im Rhythmus.

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Tristan Claves

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Michael Strüwer

Hängen geblieben ist, dass die Gäste der Open Stage Session jeden Song der Band mit einem ordentlichen Applaus honorierten. Rückblickend auf den ersten Auftritt in der Alten Post im letzten Jahr ist einem direkt aufgefallen, wie stark sich die Band entwickelt hat. „Close to Solution“ ist nicht nur knapp dran, sondern die Lösung für gelungene Musik und Entertainment.

Das Musik groß und klein sowie jung und alt verbindet, präsentierte sehr gut Matthias Feder, indem er die Nachwuchssängerin Eileen Recker aus Oelde für einen Song auf die Bühne holte. Die beiden haben sich auf einer der vergangenen Oelder Akustik Open Stages kennengelernt, wo Matthias das Talent der jungen Dame aufgefallen war. Das junge Stimmwunder sang gemeinsam mit Manuel im Duett einen sehr gefühlvollen Song. Eileen sang dabei über Wolkenkratzer und stieg dabei mit ihrer Stimme in andere Sphären auf.

Hut ab vor dem Mut der jungen Sängerin

Hut ab vor dem Mut der jungen Sängerin

Stefanie Heinrich und Martin Bischoff spielten dann gemeinsam als Repräsentanten der klassischen Musik die Stücke „Comic Guitar Man“ von Peter Horton und Siggi Schwaab, „Daydream“ von Stephan Bormann und als letztes Stück „Toccata for a wild old Lady“ ebenfalls von Schwaab und Horton. Die Gäste und Gitarrenfreunde konnten ein klares, kräftiges sowie leichtes und schnelles Spiel der beiden Gitarrenspieler verfolgen.

Stefanie Heinrich und Martin Bischoff zauberten auf ihren Gitarren

Stefanie Heinrich und Martin Bischoff zauberten auf ihren Gitarren

Der aus Münster kommende Singer und Songwriter JAP (Jap Müller) spielte Easy Listening-Titel mit guter Zupftechnik.

Jap Müller

Jap Müller

 „Pam and the Radiofaces“ spielten oder besser gesagt hauchten der Veranstaltung mit einem Schlag eine Wahnsinns-Atmosphäre ein. Sängerin Pam Tschentscher mit einer Stimme, die mal so zart hauchte, dass man verstummte und einfach nur zuhörte, um dann im nächsten Moment wieder von ihrer geballten Energie mitgerissen zu werden. Dabei wurde sie von Wolfgang Stilke (Percussion), dem Oelder Willi Zurwonne (Gitarre und Gesang), Uli Görsmeier (Gitarre und Gesang) und Jochen Leifeld (ebenfalls Gitarre und Gesang) begleitet. Die bekannten Musiker verstanden es dabei, punktgenau im Takt mit Gitarrensolos und Backgroundvocals Pam den instrumentalen Rückenwind zu geben.

Pam and the Radiofaces gaben Gas auf der Bühne

Pam and the Radiofaces gaben Gas auf der Bühne

Der Oelder Holger Löbbert, welcher die Open Stage zum ersten Mal besuchte, war begeistert.

Ich hätte nicht gedacht, dass hier solche Granaten auftreten!

Selbstgeschriebene Rock-Songs und Balladen gab es dann vom Singer und Songwriter Markus Draeger. Ohne großes Rumgequatsche stellte er sich kurz auf der Bühne vor und startete direkt durch mit seinem Song „Keep it real“. Einem Lied darüber sich selbst treu zu bleiben. Bei „Behind the Mirror“ ging es um aufgesetzte Facetten um zu überleben und sich seine eigenen Fehler vor Augen zu halten. Markus machte mit dem Titel „Our Life“ deutlich, dass man seine eigenen Ziele und Träume verfolgen soll. Ehrlich und gerade heraus kamen dabei die Songs von Draeger rüber.

Markus Draeger

Markus Draeger

Dominique Paulin, gebürtig aus Paris und nun in Schloß Holte-Stukenbrock wohnhaft, verzauberte den Saal mit seinen Akustikkünsten. Dominique spielte dabei wunderschön sanfte, vom perfekten Fingerstyle geprägte Stücke in den Saal der Alten Post hinein.

Dominique Pauline verschaffte mit seinem ruhigen Gitarrenspiel eine entspannte Atmosphäre.

Dominique Pauline verschaffte mit seinem ruhigen Gitarrenspiel eine entspannte Atmosphäre.

Am besten lässt sich die Musik damit beschreiben, dass wir eine Frau im Publikum beobachten konnten, welche entspannt mit dem Rücken an der Wand lehnte, die Augen geschlossen hielt und mit einem leichten entspannten Grinsen auf den Lippen der Musik lauschte. Magnifique Dominique !

Passend zum ersten Jahrestag der Open Akustik Stage trat Karina Rolf wieder auf die Bühne. Sie hatte die erste Stage 2014 mit eröffnet. Begleitet wurde sie nun vom Gitarristen Volker Junker der Band „Lucky Star„. Hängengeblieben ist eine sehr gefühlvolle Version des Songs „Chasing Cars“ von Snow Patrol.

Karina Rolf mit Volker Junker

Karina Rolf mit Volker Junker

Jan Fuchs

Jan Fuchs

Bereits zum dritten Mal spielte der Musiker Jan Fuchs auf der Open Stage. Mit dem Song „Fourteen“ unterstrich Jan von Null auf Hundert seinen Stimmumfang von sanft bis kräftig. Bevor Jan den Song „Your Body Is a Wonderland“ spielte, erzählte er den Gästen noch etwas.

Den nächsten Song widme ich Thomas Steinhoff, der mich nach wie vor immer am liebsten abmischt. Mich und meine sehr schwierige Stimme. Wenn ich diesen Song spiele, denke ich an deine erotische Präsenz.

Mit Gelächter und Freuden-Pfiffen begrüßten die Anwesenden den Song von Jan für Thomas Steinhoff, der hier wie immer am Mischpult einen super Job ablieferte.

Dann wurde es eng auf der Bühne der Alten Post. Ein Teil des Chors „Soundcheck“ aus Beckum betrat als nächstes die Bühne. Der Chor, welcher noch recht jung ist, wird durch Martin Bischoff geleitet und widmet sich sowohl älteren Klassikern als auch moderneren Liedern. Der Chor sang unter anderem „Hymn“ von Barclay James Harvest, „You Ain´t Goin´Nowhere“ von Bob Dylan sowie „Hal-le-lu-jah“ aus der Feder des Altmeisters Leonard Cohen.

Der Chor "Soundcheck"

Der Chor „Soundcheck“

Der Chor konnte mit vier unterschiedlichen Stimmlagen überzeugen. Die Gäste schunkelten und sangen zu den Stücken mit, welche teils gefühlvoll, teils kräftig durch die Alte Post schallten. Entlohnt wurde der erste Auftritt des Chors mit einem tollen Applaus.

Erstmailig war ein Chor auf Oelder Akustik Open Stage

Erstmailig war ein Chor auf Oelder Akustik Open Stage

Yasemin Shadia Djamila

Yasemin Shadia Djamila

Fred Erikson

Fred Erikson

Fred Erikson spielte und sang nachfolgend ruhige mit Rock angehauchte Balladen. Bei einigen Passagen erwartete man, dass im nächsten Moment die Post abgehen würde. Fred verstand es aber, den Fuß vom Gas zu lassen, um die Songs sicher und ruhig in den Hafen zu manövrieren. Für die notwendige Power holte er sich dann aber weibliche Verstärkung auf die Bühne durch Yasemin Shadia Djamila. Gemeinsam präsentierten sie den Song „Rolling in The Deep“ von Adele.

Mit Querflöte und Gitarre traten dann Caro und Martin auf die Bühne (Nachnamen unbekannt). Die Tiefenentspannte Stimme von Martin, gepaart mit der Querflöte von Caro ließen die Gäste relaxen.

Yasemin Shadia Djamila

Caro und Martin

Der Stammkünstler Könich (Christian Kaczmarek) aus Beckum sang dem Oelder Publikum Songs vor. Hängen blieben Passagen wie „So stelle ich mir Politiker beim Ficken vor“ von Götz Wiemann oder „In meiner Wanne bin ich der Kapitän“.

Christian stellt sich "Politker beim Ficken vor"

Christian stellt sich „Politker beim Ficken vor“

Beim Könich konnte man ebenfalls feststellen, dass sich dieser weiterentwickelt hatte. Vergleicht man seinen Auftritt von vor einem Jahr mit dem jetzigen, hört man heraus, dass sein Gitarrenspiel sauberer geworden ist.

In Anbetracht des Gesamtpakets der sechsten Oelder Akustik Open Stage, können die Veranstalter Martin Bischoff, Frank Handschuhmacher und Thomas Steinhoff ruhigen Gewissens aussagen, dass sich Qualität rumspricht.




Als Winnetou auf der Lindenstraße wohnte

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© Norbert Löbbert

Oelder Geschichte und Geschichten

So um 1960 war die Welt eine völlig andere als sie sich heute darstellt. Und so war sie auch für uns Kinder damals eine ganz andere. Das Dasein eines zehnjährigen Jungen wurde weitgehend von der Familie, der Schule und den Kirchen bestimmt. Aber zwischen all den Pflichten gab es immer viel Freiraum für Sport, Spiel und Spannung.

Man musste eine Treppe hinaufgehen, an eine Tür klopfen und dann hatte man einen freien Eintritt ins Paradies; in das Bücherparadies einer kleinen, privaten Leihbücherei. Regelmäßig schickte mich meine Großmutter dorthin, um Bücher zu entleihen. Zum Lohn durfte auch ich mich mit Lesestoff versorgen und so lernte ich langsam die wunderbare Welt der Literatur kennen. Hier fand ich Dinge, die mein Kinderherz schneller schlagen ließen: Bücher wie „Emil und die Detektive“ von Erich Kästner oder „Kalle Blomquist“ von Astrid Lindgren. „Kalle Blomquist lebt gefährlich“ und „Kalle Blomquist Meisterdetektiv“, worin Kalle, Eva-Lotte und Anders einen Juwelenraub aufklären. Das war Spannung pur!

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© Norbert Löbbert

Überaus spannend waren auch die Geschichten von Bill Jenkins und Tom Prox, die von G.F. Unger geschrieben wurden und im Uta-Verlag erschienen. Doch die wichtigste Entdeckung waren die Bücher von Karl May, von denen ich sicherlich mehr als vierzig Bände verschlungen habe. War es nun das Buschgespenst oder Kara Ben Nemsi mit seinem treuen Freund Hadschi Halef Omar oder Old Firehand, als Leser konnte man wunderbar in die Ereignisse eintauchen. Aber am beliebtesten waren für mich die Abenteuer von Old Shatterhand und seinem „roten Bruder“ Winnetou!

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© Norbert Löbbert

Die Bücher mit Old Shatterhand und Winnetou waren nicht nur spannend, sondern sie vermittelten auch ein Gefühl für Gerechtigkeit und den Kampf gegen das Böse.

Auch Jess Harper und Slim Sherman von der Sherman Ranch gehörten zu den Guten. Die Serie „Am Fuß der blauen Berge“ lief zwischen 1960 und 1965 im Fernsehen. Wenn Slim seinen Hut in den Nacken schob, wenn die schwarzen Handschuhe von Jess in der Sonne glänzten, dann wartete ein neues Abenteuer auf uns. Mit derartigem Hintergrundwissen ausgestattet, gehörte das Cowboy- und Indianerspiel zu unseren regelmäßigen Beschäftigungen.

 

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© Norbert Löbbert

Hugo, ein Freund jener Tage, besaß ein aus Holz geschnitztes Gewehr – den Henrystutzen! Mein Vater hatte mir ebenfalls eine Flinte gebaut mit silbernen Nägeln am Schaft – die Silberbüchse! So waren wir also im Besitz von zwei der drei berühmtesten (es gab noch den Bärentöter) Gewehre des Wilden Westens. Gewehre, deren Kugeln nie ein Ziel verfehlten! Komplett ausstaffiert mit den Dingen, die selbst gebastelt wurden oder die man in den Oelder Geschäften Dahms, Dirkorte und Lütkemöller kaufen konnte, trafen sich die kleinen Cowboys und Indianer regelmäßig auf einem Spielplatz in der Nähe der Oelder Realschule.

Dann „ritten“ wir im vollen Galopp von unserem Treffpunkt in unsere Cowboy- und Indianerwelt, die damals zwischen den Friedhöfen am Axtbach lag. Der Bach war unser Mississippi, die gegenüberliegende Wiese war die endlose Prärie und das Büschchen war das Zentrum des Geschehens. Hier war die Bastion der Guten, von hier aus wurden die Lumpen- und Viehdiebe gejagt, es wurde geritten, geschossen und für die gerechte Sache gekämpft. Und gelegentlich auch ein Friedenspfeifchen geschmaucht. Als Rauchgerät diente eine tönerne Stutenkerl-Pfeife, die mit allem, was dampfte gefüllt wurde.

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© Norbert Löbbert

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© Norbert Löbbert

Eines guten Tages musste ich früher als gewöhnlich nach Hause zurückkehren. Um abzukürzen, nahm ich den Weg über den Rasenplatz der Realschule. Dieser Rasen war für uns Kinder ein gern besuchter Platz zum Fußballspielen. Dabei mussten wir uns immer vorsehen, denn der aufmerksame Hausmeister der Schule nutzte jede Gelegenheit, um uns zu ärgern und nach Möglichkeit den Ball zu konfiszieren. Mit Freude in den Augen schnappte er sich den geklauten Ball und stapfte stolz mit den Worten davon: „Schönen Gruß an Euren Papa! Den Ball kann er sich bei mir abholen!“ Was für ein Stress für uns Kinder!

Und plötzlich, wie aus dem Nichts, stand der Pedell drohend vor mir. Siegessicher funkelte er mich an und fragte mit strenger Stimme: „Wie heißt du?“ Wahrheitsgemäß antwortete ich: „WINNETOU!“. Er schnaufte und fragte weiter: „Und wo wohnst du?“ Ich antwortete: „WINNETOU wohnt auf der Lindenstraße.“ Der weiße Mann schnaufte erneut, verdrehte die Augen und schaute in die Wolken. Diesen Augenblick nutzte der kleine Häuptling und sprang mit einem tollkühnen Satz über den nahe gelegenen Jägerzaun. Danach stieß er einen  wilden Kriegsschrei aus und ritt in den Sonnenuntergang.

Heinz Werner Drees

Norbert Löbbert

 




Sechste Oelder Akustik Open Stage in der Alten Post

Bühne frei heißt es heute am Freitag, den 06.2.2015 wieder in der Alten Post in Oelde ab 20:00 Uhr zur beliebten Open Stage. Diese begibt sich mit dieser Veranstaltung ins zweite Jahr und lockt kontinuierlich von nah und fern Musiker und Künstler an. Der Eintritt ist wie immer frei. Die Open Stage wird immer von einem sogenannten Opener eröffnet, welcher ca. 45 Minuten die zahlreichen Gäste in den Abend hinein begleitet. Morgen wird diesen Part die Band „Close to Solution“ aus Hamm übernehmen. Eine Formation, die bereits letztes Jahr im Oktober die Oelder überzeugte.

Close to Solution

Close to Solution

Weiter sind die festen Startplätze vergeben durch folgende Gruppierungen:

Steffi und Malles, Jap Müller, Markus Draeger, Karina & Volker und der Könich sind ebenfalls am Start. Für Kurzentschlossene gibt es an dem Abend noch Plätze. Einen dieser Plätze hat sich der Chor „Soundcheck“ aus Beckum gesichert, der dem Publikum mal etwas ganz anderes bietet. Der Chor ist noch recht jung und sammelt mit der Open Stage-Session seine erste Bühnenerfahrung.

Soundcheck bei der Probe

Soundcheck bei der Probe




Alles sauber und gewinnen mit Easy-Clean

Nicht nur sauber, sondern rein werden Kraftfahrzeuge aller Preisklassen beim Unternehmen Easy-Clean. Der OELDER ANZEIGER hat sich mit Petra Lingnau getroffen und sich mit ihr über ihre Leidenschaft und ihr Unternehmen unterhalten. Als Resultat können Easy-Clean und der OELDER ANZEIGER ein Gewinnspiel anbieten, bei dem es um das liebste Stück der Deutschen geht.

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Nachdem Petra Hand angelegt hat, erstrahlt der Ford ST im neuen Glanz © meine-fotografie24.de

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Motivation

Im ersten Moment wird sicherlich ein jedermann verdutzt sein, wenn man auf die mittelgroße, zierliche Oelderin trifft in ihrer Fahrzeughalle, Am Landhagen 20, in Oelde. Diese Halle ist ca. 10 x 3,5 Meter groß und beherbergt allerlei an Poliermaschinen, Spezialreinigern und vor allem eine gute Beleuchtung. Einigen ängstlichen Herren der Schöpfung hilft Petra beim Rein- und Rausfahren der Fahrzeuge in ihre Halle, wenn diese um ihre Nobelschlitten Angst haben.

Petra erzählte uns im Interview, dass sie bereits seit dem sechsten Lebensjahr ihr Taschengeld aufbesserte mit dem Reinigen von Autos. Die hauptberufliche Bürokauffrau verkaufte später Autowäschen bei einem Unternehmen in Rheda und lernte dort die Praxis der Autopflege. Durch Lehrgänge erhielt sie ein perfektes Fachwissen über Lacke, Oberflächen und Polituren. Nachdem sie erkannte, wie man mit der professionellen Reinigung von Fahrzeugen Geld verdienen kann, wagte sie den nächsten Schritt in die Halb-Selbstständigkeit.

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Problembereich vorher und nachher © meine-fotografie24.de

„Ich war schon immer PS-geil.“, entnimmt man nicht nur der Aussage von Petra, sondern auch dem Funkeln in ihren Augen, wenn sie über ihre große Leidenschaft spricht.

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Nur wenn es Spaß macht, geht Petra ans Werk. © meine-fotografie24.de

„Wenn ich keinen Bock habe, nehme ich keine Aufträge an. Meine Arbeit soll nicht nur den Kunden 100% befriedigen, sondern auch mich.“

Damit die Kunden zufrieden sind, bietet Petra verschiedene Reinigungs- und Servicepakete an wie: Kunststoffpflege, Polituren, Lackreinigung, Teerentfernung sowie eine Fahrzeugaufbereitung. Dabei ist es egal, ob der Kleinwagen oder der Luxusschlitten eine Maniküre erhalten soll. Für ganz große Angsthasen hat Petra Lingnau extra die Versicherungssumme auf 200.000 € aufgestockt für den Fall der Fälle.

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Ein jeder, der nun auch seinem liebsten Stück etwas Gutes tun möchte, kann an unserem Gewinnspiel teilnehmen.

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Vorreinigung © meine-fotografie24.de

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Ein Unterschied wie Tag und Nacht © meine-fotografie24.de

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Licht sorgt für gute Arbeitsbedingungen

Der erste Platz erhält eine Premium-Innenreinigung im Wert von 50 €. Diese beinhaltet die Reinigung der Sitzschienen, Pedale, Tankdeckel, Armaturen (keine Himmel- und Polsterreinigung).

Mit dem zweiten Platz kann man sich über eine Außenwäsche mit Glanzversiegelung freuen im Wert von 30 €.

Eine Scheibenversiegelung winkt dem dritten Platz.

Sendet eine E-Mail an: Redaktion@Oelder-Anzeiger.de

Stichwort: Easy-Clean

Der Einsendeschluss ist der 28.Februar 2015

Teilnahme nur ab 18 Jahren. Eine Auszahlung ist nicht möglich. Einzulösen innerhalb von sechs Monaten. Dabei bindend ist eine Vorher- / Nachher- Fotografie des Fahrzeugs.