Oelder Geschichte und Geschichten

2015-06-25-Boxer gemaltEine Erinnerung an den BSK 52 Oelde

Ring frei! Von Heinz Werner Drees und Norbert Löbbert.

Wer nach allen Seiten offen ist, kann nicht ganz dicht sein.

Das sagte einst Kurt Tucholsky und diese „Einsicht“ müssen ganz besonders die Boxer für sich in Anspruch nehmen.

Wenn ich ans Boxen denke, dann fallen mir ganz spontan eine Reihe von Namen ein. Internationale Namen wie Archie Moore, Joe Louis, Georg Foreman. Floyd Petterson, Joe Frazier, Mike Tyson, Muhammad Ali und die Klitschko-Brüder. Auf der nationalen Ebene denke ich an Boxer wie Max Schmeling, Gustav „Bubi“ Scholz, Erich Schöppner, Peter Hussing, Heinz Neuhaus, Karl Mildenberger, Henry Maske und Peter „de Aap“ Müller.

Gleichzeitig erinnere ich mich an zahlreiche legendäre Boxkämpfe, wenn wir uns den Wecker stellten, um nachts vor dem Fernseher dabei zu sein. An die Kämpfe Ali gegen Foreman -rumble in the jungle- 1974 in Kinshasa / Kongo. Oder an Ali’s Kampf gegen „Smokin“ Joe Frazier im September 1975 in Manila. Frazier’s Trainer stoppte das Duell in der 14. Runde, beide Kontrahenten mussten verletzt und schwer gezeichnet ins Hospital eingeliefert werden.

Ähnlich spektakulär waren viele Jahre vorher die Kämpfe von Max Schmeling und Joe Louis, bei denen ebenfalls zahlreiche Hörer vor den Radios saßen.

Ein ganz besonderes Exemplar von einem Boxer war der Kölner Peter ,,de Aap“ Müller. Der war nicht nur mehrfacher Deutscher Meister, er wurde auch dadurch berühmt, dass er im Juni 1952 den Ringrichter, der ihn zuvor ermahnt hatte, mit einem gezielten Schlag ausknockte. Volltreffer !

Da habe ich ihn ausgemacht.

kommentierte ,,de Aap“  seinen Angriff auf den Ringrichter. Nach seiner Boxkarriere versuchte sich Müller als Catcher und Schlagersänger (Ring frei zur ersten Runde).

Aber abseits aller großen Namen und Legenden im Profiboxen, gab es in Oelde über Jahre hin eine erfolgreiche Amateur-Boxgeschichte.

2015-06-25-Boxen Gruppe

Die Boxer aus Oelde

Erfolgreiche Geschichten fangen oft ganz klein an. So war es auch Ende der 40er Jahre in Oelde, als sich interessierte junge Männer zum Boxtraining trafen. Die Freude am Boxsport und an der körperlichen Bewegung brachte die jungen Leute zusammen. Fleißig trainiert wurde in der Turnhalle der ehemaligen Overberg-Schule. Die Schlagkraft an den Sandsäcken, die Schnelligkeit an der Maisbirne, Kondition durch Seilchenspringen und taktisches Verhalten wurde unter den wachsamen Augen der Trainer immer wieder geübt. Ein Trainer der ersten Stunde war der Ahlener Franz Schulte. Durch das große Interesse am Boxsport wurde im Jahre 1952 der Box Sport Klub Oelde gegründet (BSK 52 Oelde). Männer wie Norbert Koker, Lothar Urban und Hermann Dezius prägten den Verein in den Anfangsjahren.

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Links: Beckermeister Nelke, Hanni Lewanschkowski, Peter Lewanschkowski und Georg. Die korrekten Vornamen oder Nachnamen sind uns leider nicht mehr bekannt.

Geboxt wurde gegen Gegner im Großraum Dortmund, zu dem damals auch der bekannte MÄRKISCHE BOXRING HAMM gehörte. Dort boxten auch die berühmten Johannpeter-Brüder, zehn Stück an der Zahl! Eine wahrhaft schlagkräftige Familie !

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Peter Lewanschkowski schlägt zu und Heinz Dombrowski (Pommesbude Scholmann) kassiert

In Oelde wurde meistens vor vollem Haus in der Overberg-Turnhalle oder im ehemaligen Kolpinghaus (heute Bürgerhaus) gekämpft. Gelegentlich fanden auch Boxveranstaltungen am Vorabend des Schützenfestes im Zelt statt oder als Open-Air Veranstaltung auf der ehemaligen Moorwiese.

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Boxen im Schützenzelt

Über Jahre hinweg haben verschiedene Boxer, Junioren und Senioren, auf Verbandsebene immer wieder erfolgreich geboxt, so dass Oelde durch den BSK 52 auch auf dieser sportlichen Landkarte zu finden war.

Jahre später veränderte sich die Situation für den BSK 52, einige Sportler beendeten ihre Laufbahn, ein vernünftiger Austragungsort fehlte, es war keine gute Zeit mehr für den Amateurboxsport in Oelde. Das Vereinsleben wurde eingestellt.

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Der Oelder Boxsport ist untrennbar mit dem Namen Lewanschkowski verbunden. Die Brüder Lewanschkowski sind viele Jahre für den BSK 52 angetreten und haben bei zahlreichen Kämpfen im Ring oder als Sekundanten am Ring gestanden.

Unser persönlicher Dank gilt Peter Lewanschkowski, der sein Privatarchiv öffnete und damit einige Spuren des fast vergessenen Boxsports in Oelde sichtbar machte.

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Heinz Werner Drees & Norbert Löbbert

Alle Fotos @ Peter Lewanschkowski




Oelder Schüler gewinnen Wettbewerb

Siegerehrung

Siegerehrung

Großer Erfolg für 24 Schülerinnen und Schüler der Theodor-Heuss-Schule aus den Klassen 9 – 10 von Frau Ulrike Lindner aus Oelde.

Ute Schäfer, Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen gratulierte am gestrigen Donnerstag den Schülerinnen und Schülern als Hauptgewinner/-innen des diesjährigen Schülerwettbewerbs „Begegnung mit Osteuropa“.

Für Ihre Arbeit „Rotkäppchen und seine Freunde“ – „Nimm Platz im Märchen“ wurden die Gewinner/-innen im Namen des Landes Nordrhein-Westfalen in der Stadthalle Oer-Erkenschwick mit einen Geldpreis in Höhe von dreihundert Euro ausgezeichnet.

Der Schülerwettbewerb 2015 steht unter dem Motto „Europa (er)leben“. Er soll dazu beitragen, dass sich junge Menschen sowohl kulturell als auch politisch aktiv mit dem Thema „Europa“ beschäftigen.

„Der Schülerwettbewerb ist eine ganz hervorragende Gelegenheit für die Jugendlichen, sich mit der Erfolgsgeschichte Europa auseinanderzusetzen. Internationale Jugendbegegnungen fördern das gegenseitige Verständnis und das Zusammenleben in Europa. Noch immer machen wir uns zu selten auf, um Osteuropa zu begegnen und die historische und kulturelle Vielfalt unserer östlichen Nachbarn kennenzulernen“, erklärte Schäfer.

Im Rahmen der anschließenden Preisverleihung wurden neben den 36 nordrhein-westfälischen Preisträgerinnen und Preisträgern auch Schülerdelegationen aus Kroatien, Lettland, Polen, Rumänien, Russland und der Ukraine für ihre besonderen Leistungen geehrt.

Das Land Nordrhein-Westfalen versteht den seit 1953 ausgelobten grenzüberschreitenden Schülerwettbewerb als wichtigen Beitrag zur kulturellen und politischen Bildung. Am diesjährigen Wettbewerb beteiligten sich mehr als 5.800 Jugendliche mit rund 1.700 schriftlichen und künstlerischen Beiträgen.

Die nordrhein-westfälischen Preisträgerinnen und Preisträger kommen in diesem Jahr aus Beckum, Bedburg-Hau, Bergisch-Gladbach, Bochum, Detmold, Dortmund, Drensteinfurt, Dülmen, Düren, Gelsenkirchen, Hamm, Hemer, Herne, Köln, Leverkusen, Lichtenau, Marl, Münster, Neuenkirchen, Oelde, Recklinghausen, Vreden, Wadersloh, Warendorf, Willich, Wipperfürth und Xanten.

Ministerin Schäfer gab auch den Startschuss für den neuen Wettbewerb 2016 „Ein Europa – viele Gesichter“. Er richtet sich erneut an alle Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen und Ostmitteleuropa ab der Grundschule. Die Projekte basieren auf den aktuellen Richtlinien für die verschiedenen Unterrichts-fächer und Schulformen und können daher direkt im Fachunterricht erarbeitet werden. Alle Schulen in Nordrhein-Westfalen erhalten die neuen Wettbewerbsunterlagen und sind zur Teilnahme herzlich eingeladen.

Weitere Informationen unter www.schuelerwettbewerb.eu




Tischlein, deck Dich

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Über dem Kirchfest © Oliver Jans

Am letzten Sonntag, den 31.05.2015 wurde die Oelder Innenstadt mit einer der längsten Tafeln versehen, die es bis Dato gab. Ein gemeinsames Fest von drei Konfessionen ( griechisch-orthodoxe Orestis-Kirche, evangelischer Stadtkirche und katholischer St.-Johannes-Kirche), in Oelde zeigte, dass der Glaube Brücken schafft. Motto war: „Um Himmels Willen“

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Es wurden insgesamt 100 Tische in der Innenstadt von vielen fleißigen Helfern am Sonntagmorgen aufgebaut. Diese Tische wurden durch sogenannte Tischpaten mit allerlei an Leckereien ab ca. 11:00 Uhr gedeckt. Die Tischpaten waren unter anderem Kindergärten, Vereine, Privatpersonen und Fördervereine.

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Nachdem in allen drei Kirchen die Messe um ca. 11:30 Uhr vorbei war, strömten die Massen an Menschen an die Tische. Hierbei war es wirklich interessant zu sehen, dass Essen einfach verbindet. Fremde Menschen kamen ins Gespräch, während man sich hier ein Sandwich nahm oder dort eine leckere Frikadelle. Erdbeeren hier, und eine Wurst lachte einen auf dem nächsten Teller an.

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Auf dem Marktplatz war eine Bühne aufgebaut, wo Vorträge, Tanzeinlagen und viel Musik geboten wurde. Z.B. spielte dort der Oelder Richy Brüggenkamp mit Nachwuchsmusikern auf der Bühne, das Blasorchester „Hast du Töne“ spielte, oder die griechische Tanzkultur war zu sehen. Das Programm war wirklich vielfältig und bot für jeden Geschmack etwas.

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Damit die Kinder nicht zu kurz kamen, gab es auf dem Carl-Haver-Parkplatz einen großen Pilger-Pfad. Die Kinder konnten hier basteln, im Sand nach Münzen suchen oder Anhänger aus Holz aussägen.

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Ein Fest welches sich quer durch die Innenstadt zog mit solch einer Beteiligung von Gläubigen und auch nicht Gläubigen Menschen, war so noch nicht gesehen. Gemeinsam versammelten sich die Menschen abends, zum Abschlussgottesdienst.

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Jugendsekretariat Hans- Jürgen Netz, Dimitrios Pitsoukas, Pfarrer Miltiadis Stavropoulos und Dr. Burkhard Löher von der Kulturdirektion

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Alle Luftaufnahmen © Oliver Jans




„OELDE AKUSTISCH“ am Freitag in der Alten Post in Oelde

Am kommenden Freitag, den 05.06.2015 geht es musikalisch wieder in der Alten Post Oelde zur Sache. Aufmerksame Leser haben gemerkt, dass es nicht mehr „Akustik Open Stage“ heißt, sondern ab nun „OELDE AKUSTISCH„.

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Teilnehmerliste einer alten Veranstaltung

Teilnehmerliste einer alten Veranstaltung

Der Grund hierfür ist leicht erklärt: Es sind die zahlreichen Anmeldungen und Nachfragen, die seit der ersten Open Stage stets vorliegen. Es wurde klar, dass ein Abfolgeplan herhalten muss, um allen Musikern gerecht zu werden. Somit stehen immer einige feste Startplätze zur Verfügung und einige für kurzentschlossene Künstler.

Besonders spannend machen es diesmal die Organisatoren Martin Bischoff, Frank Handschuhmacher und Unterstützer Thomas Steinhoff von der Alten Post in Oelde. Nicht nur, dass mit der Openerin Sophie Knops eine absolute Granate an den Start geht, sondern es soll noch einen Überraschungsgast geben mit einer sehr weiten Anreise.

Alle die es nun in den Fingern juckt, sollten sich Freitag pünktlich um 20:00 Uhr in der Alten Post einfinden.




Die Post zieht in den K+K Markt

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Bald geht die Post ab im K+K Markt

Postkunden können bald in den K+K Markt (Klaas+Kock B.V. & Co. KG) an der Tom-Rinck-Str. 6 in Oelde ihre Postgeschäfte erledigen.

Aktuell ist der Kassenbereich bereits umgebaut. An der Seite, wo sonst die Spirituosen standen, wurde bereits eine Rigipswand eingezogen.

Wann genau die Post, welche sich aktuell auf dem alten Molkereigelände in Oelde befindet, in die neuen Räumlichkeiten einziehen wird, ist noch nicht bekannt.




Small Talk unter freiem Himmel: SPD geht auf Tuchfühlung

2015-06-01-Rote Grill (8)„Ist schon wieder Kommunalwahl?“ Hat bestimmt der ein oder andere Bürger gedacht, als die SPD Oelde zum „Roten Grill“ eingeladen hatte am letzten Freitag, den 29.05.2015. Die Partei hatte das Modell für gut empfunden und führt nun in regelmäßigen Abständen den „Roten Grill“ durch.

Bei dem „Roten Grill“ handelt es sich um eine simple, aber interessante Veranstaltung. Ein Grill wird mal bei diesem oder jenem Parteimitglied in Oelde aufgestellt. Bratwürstchen, Pils und Softdrinks gibt es gratis. Das ganze passiert meistens direkt vor dem Haus auf der Straße, wie zuletzt in der Ambrosiusstr. 5 beim SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Klaus Brink. Jeder ist willkommen zum Wurst- & Bier- Talk.

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In lockerer Runde fanden sich die SPDler aus Oelde ein und begannen ohne großes Geschnörkel mit ihrem „Roten Grill“ um 18:00 Uhr. Eine Bierzeltgarnitur, ein Stehtisch, ein Fähnchen und drei große Buchstaben der SPD wurden auf dem Rasen im Vorgarten platziert.

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2015-06-01-Rote Grill (1)Zu Beginn trafen nur Parteimitglieder ein, was sich dann aber nach einigen Minuten änderte. Menschen aus der Nachbarschaft oder Spaziergänger hielten an und kamen so mit dem einen oder anderen Politiker ins Gespräch. Ein Plausch unter freiem Himmel.

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Natürlich wurden auch aktuelle Themen besprochen, wie z.B. der jüngste Schlagabtauch zwischen dem dem sachkundigen Bürger Dr. Ralf Wohlbrück und dem Förderverein des Vier-Jahreszeiten-Parks sowie Bürgermeister Knop. Dr. Wohlbrück stellte klipp und klar dar, dass der Förderverein eine super Arbeit macht, aber wenn nachträgliche Pflegekosten des bald eröffnenden Asiatischen Gartens dann zu Lasten der Stadt fallen, wird daraus eine politische Angelegenheit gemacht. Dr. Wohlbrück wurde in einem Leserbrief der Glocke vorgeworfen, dass Ehrenamt der Mitglieder des Vier-Jahreszeiten-Parks mit Füßen zu treten.

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Der Stellvertretende Bürgermeister, Rainer Fust, erzählte uns, dass die Partei voll hinter ihrem sachkundigen Bürger Dr. Ralf Wohlbrück stehe.

Eine Wiederholung des roten Grills wird es wieder geben und die Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.