Holterdorf schließt zum 1. Januar 2016

Beliebt bei Jung und Alt: Buchhandlung Holterdorf Foto: Torsten Schwichtenhövel

Am 1. Januar 2016 wird die traditionsreiche Buchhandlung Holterdorf am Oelder Markt geschlossen. Eine Maklerfirma zieht in das prominente Fachwerkgebäude. Damit wird in Oelde weithin sichtbar Kommerz vor Kultur gesetzt.

Der OELDER ANZEIGER hatte bereits am 22. August 2014 aufgedeckt, das die Immobilie zum Preis von  750.000,- von der Sparkasse Münsterland-Ost angeboten wurde. Dirk Holterdorf, Geschäftsführender Gesellschafter der E. Holterdorf GmbH & Co. KG bestätigte die Verkaufsabsicht in einem Telefongespräch mit Torsten Schwichtenhövel vom OELDER ANZEIGER. Gleichzeitig wurde abgewiegelt: »Ob die Buchhandlung in den Räumlichkeiten bestehen bleibt oder umzieht ist ungewiss.«

Verkauf besiegelt

Nun steht der Verkauf offiziell fest. Die Immobilie am Markt 1 wechselt den Eigentümer. Holterdorf hat das Gebäude an die Oelder Familie Heinz, Christoph und Georg Junkerkalefeld verkauft. Sie eröffnet dort im Frühjahr 2016 ihre Versicherungs- und Immobilienagentur, die derzeit noch in der Warendorfer Straße logiert.

Für den Ort im Herzen des Münsterlandes ist die Schließung der Buchhandlung Holterdorf ein kultureller Schock, zumal es keine Alternative vor Ort gibt. Zwar beziehen zunehmend Kunden ihre Bücher frei Haus direkt von Internet-Buchhandlungen wie Amazon. Aber das Stöbern in einem »echten« Buchladen ist mit dem Online-Handel (noch) nicht zu vergleichen.

Oelder Traditionsbetrieb seit 1880

Mit dem ersten Tag der Zeitungsgeschichte der Tageszeitung »Die Glocke« am 14. Mai 1880 begann die Geschichte der Buchhandlung Holterdorf. Von Anfang an wurden in den Räumlichkeiten des Zeitungsverlages in der Ruggestraße Bücher, Zeitschriften und Schreibwaren verkauft.

Berühmt war in der Nachkriegszeit die langjährige Leiterin des Ladens, Fräulein Dammer. Sie sprach mit großer Sachkenntnis Leseempfehlungen aus und besorgte gelegentlich auch Bücher, die dem Zeitgeschmack der Sechziger und Siebziger Jahre nicht entsprachen. Derartiger »Schund« wurde in dem Laden, der auch mit Devotionalien handelte, diskret unter dem Ladentisch gehandelt. Dazu zählten beispielsweise Bücher von Autoren der »Beat Generation« wie Alan Ginsberg und Jack Kerouac.

1977 machte die zunehmende Raumnot einen Umzug mit Erweiterung notwendig. Direkt gegenüber der Keimzelle des Verlags, im Brinkmannschen Haus an der Ruggestraße 26, fand sich ein passendes Ladenlokal. Dort konnte Holterdorf mit einem vergrößerten Sortiment weiter wachsen.

Seit 1994 am derzeitigen Standort

Am 28. September 1994 folgte dann der nächste Umzug ins derzeitige Domizil. Seither fanden Bücherwürmer das zentral gelegene Haus gegenüber der Johanneskirche. Ab Januar suchen sie dort vergeblich.

Das denkmalgeschützte Gebäude, in dem sich Jahrzehnte lang die Oelder Traditions-Kneipe »Sanders« und später  der »Hahnenteller« befanden, wurde aufwändig renoviert. In alten Zeiten trafen sich dort vor allem am Sonntagvormittag fröhliche Zecher zum Frühschoppen. Sie wurden dann per Boten vom Inhalt der Predigt unterrichtet, damit sie daheim mitreden und den Anschein erwecken konnten, fromm am Gottesdienst teilgenommen zu haben.

Kommerz statt Kultur

Ab 1. Januar 2016 ist es vorbei mit der Herrlichkeit des Bücherparadieses. Nach Bier, Brathähnchen und Büchern zieht der kalte Kommerz am Markt 1 ein. Buchkunden werden in die Hände der Online-Anbieter getrieben.

Ob das Unternehmen Holterdorf, das im Laufe der Jahrzehnte Abermillionen in Oelde verdient hat, auch nur auf die Idee gekommen ist, der Kommune das mit 750 Teuro relativ preiswerte Gebäude für soziale und kulturelle Zwecke zu überlassen, ist unbekannt. Auch die Einrichtung einer Stiftung, wie es viele Unternehmen machen, wäre eine Idee gewesen. Andere Oelder Unternehmer, wie beispielsweise Eitel Fritz und Rudolf Haver, hatten in der Vergangenheit wiederholt Millionen für kulturelle und wissenschaftliche Zwecke gestiftet und damit positiv auf sich und ihr unternehmerisches Lebenswerk aufmerksam gemacht.




STADTGALERIE 2015 MIT AUFTAKTVERANSTALTUNG

Am 21.08.2015 war in der Oelder Innenstadt ordentlich was los. Das Gemeinschaftsprojekt des Oelder Gewerbevereins, des Citymanagements, der Sparkasse Münsterland Ost und der Lokalzeitung „Die Glocke“ lud die vielen hunderte Gäste zu einer Zeitreise mit dem Motto „Anno dazumal“ ein.

Anno dazumal

Passanten schauen sich ein altes Bild im Schaufenster der Apotheke am Markt an

Anno dazumal Anno dazumal

Im Reisebüro steht ein Bild mit Blick vom St. Johannes Kirchturm auf den Neubau des Rathauses, während in der Aptoheke Meyers ein Foto von der Alte Bahnhofstr. steht.

Um die Zeitreise anzutreten, bedurfte es aber keines DeLoren aus dem amerikanischen Spielfilm „Zurück in die Zukunft“, welcher den Schauspieler M.J. Fox zurück in die Vergangenheit katapultierte, sondern Fotos vergangener Tage. Die alten Ansichten von Oelde wurden in zahlreichen Schaufenstern und Geschäftsräumen der Oelder Innenstadt ausgestellt und stammten aus dem Archiv der Glocke.

Anno dazumal

Foto Pötter zeigte Bilder vergangener Tage des Ladenlokals


Links Foto Pötter anno 1980 und rechts jugendliche bei der Tanzschule Wiesrecker anno 1992 – 1994 (einen freundlichen Gruß an Michael Junker an dieser Stelle 🙂 )

Im Schaufenster der Buchhandlung Holterdorf gibt es einen Rückblick auf den alten Hahnenteller

Im Schaufenster der Buchhandlung Holterdorf gibt es einen Rückblick auf den alten Hahnenteller

Somit konnte man im Schaufenster von Foto Pötter ein Bild alter Tage sehen, während im Spielwarengeschäft Pecher ein Foto der alten Lange Straße zu sehen war. Eine Innenaufnahme der Tanzschule Wiesrecker lud zum Verweilen ein und man suchte selber nach alten bekannten Gesichtern.

Anno dazumal

Die Macher von links: Gewerbevereinvorsitzende Anastasia Vlachava, Sänger und Moderator Peter Kühn, Bürgermeister Karl-Friedrich Knop, Sparkassen-Vorstand Wolfram Gerling und Chefredakteur Dirk Baldus von der Glocke

Ebenfalls durfte ein Bild vom alten Hahnenteller nicht fehlen, wo einst das Federvieh knusprig braun am Grill auf hungrige Kundschaft wartete. Besonders interessant war das alte Bild der Jugendlichen-Revolte Mitte der 70er Jahre. Diese leisteten in Oelde Widerstand und protestierten für die Einrichtung eines Treffpunktes für ihre Altersklasse. Das Ganze wurde von der Polizei mit Argusaugen verfolgt.

Anfang der 80er Jahre das Hüttendorf auf der Wiese neben der Von-Ketteler-Schule. Wer erkennt hier Holger und Frank Löbbert?

 

Ob die Personen bekannte Gesichter verganger Tage suchen?

Anno dazumal

Die jungen Wilden

Aber nicht nur für das Auge wurde etwas geboten, sondern auch für die Ohren und für den Magen. Auf der großen Bühne, welche auf dem Marktplatz aufgebaut war, wurden Songs aus über 50 Jahren  Musikgeschichte passend zur Veranstaltung gespielt.

Auf der LED Wand im Hintergrund wurden immer wieder Bilder von damals eingeblendet

Anno dazumal

Super Musik gab es

Stücke von Elvis the King, Abba, Scott Mc Kenzy, Queen, Connie Francis, Trude Herr, den  Beatles und vielen anderen spielte die Band „Music-History“. Die Zuhörer schwoften mit und klatschten, während vor der Bühne die Kinder tanzten.

Anno dazumal

Hella Boysen sang unter anderem „Ich will keine Schokolade“

Die Gäste konnten dabei auf ein frisch gezapftes Pils vom Bierwagen zurückgreifen oder sich mit Wurst oder asiatischen Spezialitäten stärken.

Das Fest war somit keine olle Kamelle, sondern ein wunderschöner Rückblick auf die Geschichte der Stadt Oelde. Die Ausstellung läuft noch bis zum 11. Oktober 2015.

Anno dazumal

Gerammelt voll war es




Chor „Soundcheck“ beendet Sommerpause

Am 18. August 2015 geht es mit den Proben der netten und unkomplizierten Chorgemeinschaft „Soundcheck“ weiter. Die lustige Truppe benötigt noch weitere Sängerinnen und Sänger. Wer Lust hat, sollte sich morgen Abend um 19:30 Uhr in der AWO (Südring 29) in Beckum einen Überblick verschaffen. Der Chor wird geleitet von Martin Bischoff, der die Mitglieder auf der Gitarre begleitet. Aus seiner jahrzehntelangen Musikerfahrung können somit Anfänger, Fortgeschrittene und auch Profis immer etwas dazulernen.

Soundcheck

In lockerer Runde geht es bei Soundcheck zur Sache

Der Chor sitzt aber nicht nur zum Proben in der AWO, sondern es wurden bereits erste Erfahrungen auf der Bühne gesammelt. Unter anderem stand der Chor in der Alten Post vor Publikum und hat in einer Beckumer Kneipe gesungen.

Der Chor "Soundcheck"

Der Chor „Soundcheck“ in der Alten Post in Oelde




Nachdem Oelde vom Unwetter getroffen wurde

2015-08-12-Urlaub Unwetter 204Die Comic-Figuren Asterix & Obelix hätten vermutlich gesagt, dass ihnen der Himmel auf den Kopf gefallen ist. Gut drei Tage nach dem schweren Unwetter, welches die Stadt Oelde am Abend des 10. August 2015 für viele Stunden heimgesucht hat, sind die Spuren immer noch sichtbar.

2015-08-12-WasserDas kleine Regenrückhaltebecken an der Von-Büren-Allee war am Dienstagabend nicht wiederzuerkennen. Wo dieses eigentlich um diese Jahreszeit leer steht, mutierte es durch den starken Regenguss zu einem kleinen See. Der Weg, der unter der Brücke entlang führt, war nicht mehr zu passieren. Der Handlauf stand tief unter Wasser.

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Fast idyllisch sieht es aus

Das Wasser trat über den Wall über und hinterließ deutliche Spuren. Das hohe Gras wurde durch die Strömung umgeknickt.

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Der Weg unter der Brücke wurde verschluckt

Im öffentlichen Parkbereich, den Auen, waren ebenfalls Wassermassen am Werk.

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Der Auensee war deutlich angestiegen und trat auch hier über das Ufer. Im Auensee sind mehrere „Bauminseln“ in Betonkübeln angepflanzt. Diese ragen normalerweise weit aus dem Wasser heraus.

Luca Rumpf hält vom Himmel aus die Verwüstung im Park fest

Luca Rumpf hält vom Himmel aus die Verwüstung im Park fest

Besonders hart hat es den Vier-Jahreszeiten-Park getroffen. Weggespülte Pflastersteine, zerstörte Wege, das Seasons-Café und das Parkbad sind von den Wassermassen stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Park bleibt aktuell bis auf weiteres komplett geschlossen.

Aufnahme: Luca Rumpf. Man achte auf den Schlamm der Wasserrustsche

Aufnahme: Luca Rumpf. Man achte auf den Schlamm der Wasserrustsche

Björn Stratmann stellte dem OELDER ANZEIGER foglende Bilder vom inneren des Parks zur Verfügung.

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Hat man die Rhedaer Straße verfolgt, sah man den Axtbach immer noch wahnsinnig voll dahinrauschen. Der Radweg und die Straße waren komplett überflutet. Die Unterführung die von der Rhedaer Straße auf die Wiedenbrücker Straße führt (am Klärwerk), stand immer noch unter Wasser.

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Während des starken Regens sind viele hunderte Keller in Oelde vollgelaufen. Die Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Oelde, des THW und weitere Einsatzfahrzeuge aus dem Kreis Gütersloh kämpften sich durch die Nacht und die Mengen von Wasser.

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Update:

Gerade erreichen uns von Leser-Reporter Jürgen Heinrich aus Oelde weitere Bilder zu den Schäden des Unwetters.

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Die Freibad-Sasion ist beendet

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Man achte auf die Schlammkante am Gebüsch unten links

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Sonst plätschert hier nur etwas Wassser herunter

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Teppiche hängen zum Trocknen draußen

Teppiche hängen zum Trocknen draußen am Cafe-Seasons

Wir danken Herrn Jürgen Heinrich für die Zusendung der Fotos.

Gerne bündeln und veröffentlichen wir auch hier ihre Bilde.




Generalprobe von „Katharina Knie“ auf der Burgbühne Stromberg

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Der Regisseur ist zufrieden

Was soll ich sagen, wir brauchen Publikum!“ mit diesen Worten beendete Regisseur Hendrik Becker die Generalprobe des Stückes „Katharina Knie“ von Carl Zuckmayer auf der Burgbühne in Stromberg. Die Premiere des Stückes ist am kommenden Samstag, den 08.08.2015. Auf Einladung von Herrn Andreas Herzog, welcher ebenfalls auf der Bühne steht, haben wir uns nicht zweimal bitten lassen und konnten uns von einem tollen Theaterstück überzeugen.

In diesem Jahr gibt es auf der Burgbühne Stromberg, die ihre Heimat vor 90 Jahren auf den Treppenstufen der Hl. Kreuz Kirche zu Stromberg gefunden hat, die Stücke „Katharina Knie“ von Carl Zuckmayer und „Jim Knopf“ von Michael Ende zu sehen.

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Die Schauspieler sind bereit für die Premiere

Bei einem Besuch der Ge2015-08-06-Burgbühne (22)neralprobe zu „Katharina Knie“ waren alle Darsteller des Ensembles eifrig dabei, in ihre Rollen zu schlüpfen. Hier und da wurde an Kostümen herumgezupft, denn für die Premiere soll alles perfekt aussehen. Insgesamt werden ca. 30 Personen versuchen, den Zuschauer in das kunterbunte und schwere Zirkusleben der 1920er Jahre zu entführen. Das von Malern und Bühnenbauteam erstellte Kulissenbild fügt die Handlung in den Wirren der Inflation in ein harmonisches Ambiente ein.

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Ein schönes Ambiente

Ein Feuer lodert unter einem alten Kochtopf, ein Meer von Kerzen hüllt die Stufen der Freilichtbühne in ein sanftes Licht, während im Hintergrund die Zirkuswagen stehen. Das Ganze wird abgerundet durch tolle Kostüme, die jener Zeit entsprechen.

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Wunderschöne Kostüme gibt es zu bestaunen

Seit Januar bittet der neue Regisseur Hendrik Becker zur Probe. Erst einmal in der Woche, jetzt vor der Premiere eigentlich fast täglich, wie uns Andreas Herzog berichtete.

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Die Mühen haben sich sichtlich gelohnt. Somit konnten wir –ohne zu viel verraten zu wollen- Liebe, Verzweiflung, ein, zwei gebrochene Herzen, Akrobatik und viele verschiedene Rollen und Typen während der Probe vorfinden.

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Tickets für die 13 Spieltermine des ca. 125 Minuten-Stücks können an der Abendkasse, am Telefon unter 02529/948484 oder ganz bequem online auf der Homepage bestellt und reserviert werden.

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Ab dem 09.08 ist auch das Kinderstück Jim Knopf aus der Sommerpause zurück. Hier wirken über 50 Darsteller in allen Altersklassen mit. Theater verbindet und dies nun seit 50 Jahren mit einem eigenen Stück für die Kinder und Jugendlichen. Regie führt hier seit fünf Jahren Claudia Bieber.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage und auf der Facebookseite der Burgbühne.

Fans der Freilichtbühne können zwei Eintrittskarten zur Spielsaison 2015 gewinnen. Hierzu sollten Sie die Facebookseite der Burgbühne genauer untersuchen.

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Neues Döner-Kebap-Haus in Oelde

An der Ruggestr. 9 war es nach 18:00 Uhr in den letzten Tagen verdächtig belebt. Grund hierfür war das neue Döner-Kebap-Haus „BABA“. Wir haben uns das Ganze genauer angeschaut und mit Inhaber Sayit Kurtulus gesprochen.

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Die Rugestr. 9 abends um ca. 21:00 Uhr belebt durch Gäste am Kebap-Haus

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Sayit Kurtulus

Sayit hatte die Neueröffnung am 24. Juli und möchte damit die Oelder Innenstadt auch attraktiver gestalten. Es ist doch schön, abends auch mal Menschen zu sehen, die in Oelde noch unterwegs sind. Denen möchte er mit seinen Kebap-Speisen leckeres Essen anbieten. Da die Konkurrenz durch Özdemir Döner-Imbiss und den an der Warendorfer Straße befindlichen Toros Döner bereits sehr stark ist, wollen Sayit und sein Team mit selbstgebackenen Dönertaschen und Pizzaböden überzeugen.

Industrielle Teigwaren werden im Kebap-Haus nicht verwendet, berichtete uns der Ladeninhaber stolz. Sofern ein Kunde etwas bestellt, werden frische Teiglinge in den Ofen geschoben.

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Da das Thema Döner in Oelde fast heilig ist, sind wir auf die Meinungen der Gäste gespannt und bitten hier um ungefilterte faire Berichte.




Koch- Werkstatt eröffnet

Der OELDER ANZEIGER war heute bei der Eröffnung von der „Koch- Werkstatt BURGERSCHMIEDE“ an der Warendorfer Str. 58 anwesend. Diesmal haben wir uns nicht nur einen Eindruck gemacht, sondern direkt gekostet.

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Viele Oelder kennen den alten Imbiss unter dem Namen „Ruths Imbiss“, welcher zuletzt von Ulrich Altmiks betrieben wurde und einige Monate leer stand.

Das junge Ehepaar Cupic aus Beckum hat in den letzten Wochen renoviert und dem alten Imbiss eine Erfrischungskur verpasst. Eine breite freundliche Holztheke, ein Holzkohlegrill und neu wirkende Gastronomiegeräte kann der Gast erblicken. Ebenfalls fällt einem auf, dass die Karte für einen Imbiss schlank daher kommt.

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Sascha Cupic ist gelernter Koch und kann 17 Jahre Erfahrung vorweisen, während seine Frau Aleksandra aus dem Service- Bereich kommt und ebenfalls auf 7 Jahre Praxiserfahrung zurückblicken kann.

Das Paar wirkt frisch und jung wie auch die Speisen, die wir entdeckt haben. Auf die Burgerfreunde wartet frisch zubereitetes Rinderhack, welches der Koch vom Fleischer Dohle aus Beelen bezieht.

Wir verwenden keine Tiefkühlware.

, berichtet uns Frau Cupic, die die Gastronomie durch ihren elterlichen Betrieb „Zur Pumpe“ aus Beckum kennt.

Unseren bestellten Burger bereitete der Koch mit Hygienehandschuhen zu, was in Oelde ein seltenes Bild ist. Der Burger sowie der Salat waren hervorragend im Geschmack.

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Die selbstgemachten Dressings und Soßen zeigten somit ihre Wirkung. Das „Burger-Paar“ will erst ohne große Werbung starten, damit sie sich in der neuen Küche einarbeiten können.

Wir möchten unseren Kunden frische und schmackhafte Waren anbieten.

,erzählte uns Aleksandra und bittet vorab die Kunden um Verständnis.

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Das Telefon ist noch nicht aktiviert

Auf der Karte finden Kunden aber nicht nur Burger, sondern auch Schnitzel. Wöchentlich soll es hierzu abweichend von Zigeuner- , Wiener und Jägerschnitzel noch eine zusätzliche Soße geben. Hacksteaks, Cevapcici, Bremsklötze und andere Speisen, werden den Gast bestimmt weiter anlocken.

An dieser Stelle bitten wir sie als Leser um faire und konstruktive Kritik.




Sommermärchen mit „Oelde Akustisch“ auf Burgbühne

Am letzten Samstag, den 01. August 2015, ging die Musikveranstaltung „Oelde Akustisch“ auf Wanderfahrt zur Burgbühne in Stromberg. Die vielen Pilger, die den Weg auf sich genommen hatten den Burgberg zu erklimmen, wurden nicht enttäuscht. Künstler und Wetter werden den ca. 250 Gästen noch lange Zeit in guter Erinnerung bleiben.2015-08-01-Oelde Akustisch Stromberg (20)

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Die ersten Gäste kommen an

Die achte Ausgabe der „Oelder Akustisch“ sollte dieses Mal nicht wie gewohnt in den Räumen der „Alten Post“ in Oelde stattfinden, sondern auf der Burgbühne in Stromberg. Die Idee ist Martin Bischoff unverhofft in den Kopf gekommen und nach ein paar Fragen beim Citymanagement der Stadt Oelde, der Kirche in Stromberg sowie dem Verein der Freilichtbühne Burgbühne e.V. in Stromberg stand dem musikalischen Ausflug nichts mehr im Wege.

2015-08-01-Oelde Akustisch Stromberg (3)Two@Home, bestehend aus Stefanie Heinrich und Mitorganisator Martin Bischoff, eröffneten den Abend mit ihren beiden Lakewood Gitarren. Das Publikum wurde von den beiden sanft in die Veranstaltung gezogen. Es konnte feinste Gitarrentechnik hören, während Gitarrenspieler den Fingern staunend folgten. Ein Genuss für Fans der klassischen Gitarre.

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Stefanie und Martin

Mit der sechsköpfigen Band „Close to Solution“ ging es dann weiter. Die Formation war dem ein oder anderen Gast der „Oelder Akustisch“ bereits ein Begriff und somit konnten sich die Zuhörer unter anderem über „Demons“ von den Imagine Dragons oder „Independence Day“ von Martina McBride freuen. Sängerin Nicole Stremming und Sänger Manuel Lackmann überzeugten dabei im Duett oder auch als Solisten. Unterstützt wurden die beiden von den Gitarristen Matthias Feder und Michael Strüwer, dem Drummer Tristan Claves und dem Bassist Herbert Weber .

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Von links: Herbert Weber, Matthias Feder, Nicole Stremmig, Tristan Clacves, Manuel Lackmann, Michael Strüwer

Als nächstes betrat Isabel Nolte die Stufen der Bühne mit ihrer Gitarre. Isabel ist eine gebürtige Strombergerin, die seit sieben Jahren in Holland lebt. Dort trat sie unter anderem in der Show „The Voice of Holland“ auf, wo sie auch weit gekommen war.

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Bei ihrer Stimme war dies auch kein Wunder. Diese setzte sie mal sanft beim Song „Bezopen“ (zu Deutsch: Besoffen) ein oder mal kräftig beim Song „No digity“ von der Band BLACKstreet, welcher hiermit den einzigen Cover-Song darstellte, den die sympathische Frohnatur spielte und dabei das Publikum zum Mitsingen animierte.

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Isabel Nolte: Top Stimme, locker, lustig und nett

 

Besonders lustig wurde es aber, als sie ihren Last Minute-Song vorstellte, den sie am Vorabend noch eben schnell geschrieben hatte. Der Titel lautete „Pflaumenschnaps am Burgplatz“ und handelte von den vielen schönen Dingen in Stromberg. Bei den zahlreichen Zuschauern hörte man hinter sich heraus „Boah, geile Stimme“ oder eine Zuhörerin erkundigte sich wundernd bei ihrer Begleitung „Wie heißt die nochmal?“.

Den coolen und ruhigen Blues brachten Oli Seifert, Christian Martin und Jaimoe Seifert. Wer sich selber einmal am Blues spielen versucht hat, wird wissen, dass es weitaus mehr bedarf als das korrekte aneinanderreihen des 12-bars mit drei Akkorden. Die Musiker verstanden es, die Wurzeln und Geschichte des Blues nicht nur technisch, sondern auch optisch sehr gut rüber zu bringen. Zum Einsatz kam unter anderen einen Resonator-Gitarre die -mit einem Glasröhrchen bespielt- für den richtigen Effekt sorgte. Den Zuhörern hat es sichtlich gefallen. Einige, mit geschlossenen Augen, wippten im Takt mit und ließen sich treiben auf der afro-amerikanischen Welle.

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Christian Martin, Jaimoe und Oli Seifert

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Ein Mann und seine Gitarre

2015-08-01-Oelde Akustisch Stromberg (19)Frank Handschuhmacher, Mitorganisator, Sänger und Songwriter, spielte darauf für die Zuhörer Songs von Johnny Cash wie „Folsom Prison“, „Ring of Fire“ und „I won´t back down“. Der Song „One“ von U2 brachte zum Ausdruck, wie vielfältig der Stromberger Musiker ist, der nicht nur Solo unterwegs ist, sondern auch mit seiner der härteren Gangart verschriebenen Band, den „Dirty Stuffs“. Zwischen den Stücken verstand es der Musiker, das Publikum ebenfalls zu Unterhalten. Z.B. forderte er für das tolle Publikum einen eigenen Applaus ein und brachte viele zum Lachen.

Nachdem die letzte Zugabe gespielt und schon mit den Abbauarbeiten begonnen wurde, traf die in Verspätung geratene Luisa Laakmann noch ein. Einige Gäste waren bereits enttäuscht gewesen, da sie auf Luisa gewartet hatten. Kurzerhand wurden die abwandernden Zuhörer zurückgerufen. Luisa ist gebürtige Oelderin und lebt seit knapp 1 1/2 Jahren in Buenos Aires, wo sie in den Straßen Musik macht. Der besondere Mix aus Stimme und lockerem auftreten brachte den Strombergern die südamerikanische Mentalität näher.

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Luisa Laakmann

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Herausragend an dem musikalischen und kulturellen Event waren aber nicht nur die kostenfreien Leistungen der Musikerinnen und Musiker, sondern auch die zahlreichen Gäste. Diese haben es verstanden, dem Fest so beizuwohnen, dass es der besonderen Veranstaltung gerecht wurde. Es wurden Sitzunterlagen mitgebracht, Kühlboxen mit Knabbereien, Wein, Bier oder Wasser. Einige Grüppchen haben auf der Wiese Picknickdecken ausgebreitet und genossen das Programm bei strahlendem Sonnenschein. Bei den Songs sangen und klatschten viele mit und man sah allen an, dass gerade eine gute Zeit erlebt wurde.

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Luis hat es gefallen

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Elisabeth und Peter kamen mit dem Rad aus Oelde

Der Stromberger Luis Peixoto war von der Veranstaltung angetan und verbachte diese entspannt mit leckeren Getränken. Unter den Gästen entdeckten wir Bekannte wie Elisabeth und Peter Lewanschkowski, die – wie viele andere – den Weg von Oelde mit Rad angetreten hatten. Andere Gäste forderten am Ende der Veranstaltung eine Wiederholung im kommenden Jahr.

Somit könnte die Burgbühne um ein weiteres attraktives Event wachsen.

Mit der achten Ausgabe von „Oelde Akustisch“ wurde schlicht der Vogel abgeschossen. Nicht nur die Zahlreichen Gäste verdeutlichten dies, sondern auch die vielen Fotografen, die anwesend waren. Unter anderem war Benedikt Brüggenthies von „Mein Wadersloh“ oder auch „Die Glocke“ mit einer Reporterin vertreten.

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Christian Kaczmarek sorgte am Mischpult für den guten Ton

Blickt man zurück, wie alles mit einer kleinen Facebook-Gruppe angefangen hat, die sich zu einem Stammtisch traf, und nun sieht, wie knapp zwei Jahre später aus einem „musikalischen Experiment“ eine Veranstaltung geworden ist, kann hier beruhigt geschrieben werden, dass die musikalische Dürre in Oelde endlich beendet wurde.

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Die beiden Organisatoren Frank Handschuhmacher und Martin Bischoff mit Luisa nach der „Oelder Akustisch“ auf der Burgbühne

Einen Videorückblick gibt es hier.




Medienflohmarkt der Stadtbücherei Oelde

Am kommenden Dienstag, den 04. August, findet von 09:00 – 17:00 Uhr ein großer Medienflohmarkt statt. CDs, DVDs, Bücher und alles was die Stadtbücherei so ausmustert, wird preisgegeben. Man findet die Stadtbücherei in der Geiststraße 14, 59302 Oelde.

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CDs in der Stadtbücherei