Leserbrief zur Umgestaltung des Marktplatzes in Oelde

Bezüglich der Online-Umfrage der Stadt Oelde zur Umgestaltung des Marktplatz haben wir folgenden Leserbrief von Irina Bartscher, Gastwirtin des „Restaurant Raemmelken“ erhalten.

Quelle: www.reammelken.de

Der Leserbrief wird wie immer ungefiltert veröffentlicht.

Leserbrief start

Meine innovativen Ideen und Vorschläge, um den Marktplatz multifunktional zu gestalten sind zu umfangreich um sie schriftlich auf einer Internet-Seite der Stadt Oelde vorzustellen.

Ein Runder Tisch mit verantwortlichen und Sachkundigen, interressierten und angagierten Menschen aus Verwaltung, Politik, Industrie, Einzelhandel, Gastronomie und Vereinen wäre von Vorteil und größerem Nutzen um sich Ideen und Vorschläge anzuhören und sie in Diskussion zu stellen.

Für ein schnelles und unbürokratisches Handeln sage ich jetzt schon DANKE.

Gezeichnet I.B.

Leserbrief ende

Wir danken Frau Irina Bartscher an dieser Stelle recht herzlich für die Überlassung des Leserbriefes.




Disco bei Tanzschule Wiesrecker

Am 30. September 2017 findet bei der Tanzschule Wiesrecker in Oelde ab 19.00 Uhr eine Tanzveranstaltung statt. Einer Einladung von Holger Wiesrecker ist der OELDER ANZEIGER gerne gefolgt, um mit dem Tanzlehrer vieler Jugendlicher und Erwachsener zu sprechen.

Holger Wiesrecker berichtete uns, dass die 120-Jahr-Feier im Vorjahr sehr gut besucht war und er diese jetzt zum 121. Bestehen der Tanzschule wiederholen wird.

Bei der Veranstaltung geht es primär um Gäste der Altersgruppe 25+, aber auch jüngere werden nicht nach Hause geschickt werden.

Die Tanzschule und die Erinnerungen

Die Garderobe

Beim Betreten der Tanzschule stellte sich ein ungewolltes Grinsen auf meinem Gesicht ein. Zur rechten Seite erweckte der Anblick der Garderobe mit unzähligen Haken Erinnerungen in mir.

Wenn Haken sprechen könnten…

Holger berichtete uns selbst mit einem Lachen.

Da habe ich so manch einen persönlich an den Haken gehängt, wenn er sich danebenbenommen hat.

Die Lampen

Unter der Decke beleuchteten die säulenförmige Chromelampen den Weg zum Mischpult, Theke und Tanzfläche.

Das Mischpult

Am Mischpult der Tanzschule werden immer noch CD´s abgespielt und Vinylscheiben aufgelegt und wir erinnern uns erneut zurück. Songs wie Moviestar, Smells like teen spirit, Sauerland, It´s my Life, Good vibrations von Marky Mark oder 1000 gute Gründe schießen durch meinen Kopf.

Eine prächtige Sammlung

Der Tonträgerbestand ist wirklich immens und umfasst mehrere tausende. Ein Monitor am Disc Jockey-Stand dient der Steuerung der Lichtanlage und stellt somit das einzige digitale Equipment dar.

Holger Wiesrecker

Auf MP3 umzustellen würde ich nicht machen, da die Arbeit einfach viel zu viel wäre.

Wir legen immer noch alles von Hand auf.“

Holger erzählte uns, wie damals schon seine Eltern stets Wert auf die Pflege der Tonträger gelegt haben. Diese wurden nicht liegengelassen oder aufeinandergestapelt, sondern direkt vom Plattenteller wieder in die Hüllen gesteckt.

Eine Selbstverständlichkeit, die auch Holger fortführt. Die DJ´s wurden somit immer um Sorgfalt beim Umgang mit den Tonträger gebeten.

Die Tanzfläche

Drei Stufen hinunter befinden wir uns auf der Tanzfläche, dem Ort des Geschehens. Der große Spiegel, die Sitzbänke und das Parkett lassen die Erinnerungen weiter sprudeln. Der legendäre Sitzkreis auf der Tanzfläche zu „We will rock you“ von Queen, bei dem die Tänzer vergangener Tage knieten um mit den Händen auf dem Boden zum Rhythmus des Schlagzeuges zu klatschen.

Wir erinnern uns an die Rudermannschaft, welche immer zu Achim Reichels Aloha Heja He in See stach. Wir erinnern uns zurück an eine Mädelsgruppe, welche stets eine Tanzchoreografie vorführte mit heißen Schritten oder an die Break Dancer, welche mit Back-Spinns, Moonwalks und Spagaten auf der Tanzfläche alles gaben, um der Damenwelt zu imponieren. Wir erinnern uns an den wirbelnden Tornado-Standard-Tänzer, der wie der Tasmanische Teufel mit seiner Partnerin über die Tanzfläche wirbelte.

Wir erinnern uns einfach an sehr schöne Zeiten zurück, welche ab und zu mit einem Kater(Muskel) das Vergnügen des Vorabends quittierten. Wir erinnern uns an eine Zeit, in der Freundschaften schulhofübergreifend geschlossen wurden, sich Pärchen fanden und es soll auch Paare geben, aus denen eine Ehe hervorgegangen ist.

Tanzen verbindet einfach.

Wann und wo?

30. September 2017

Ab 19.00 Uhr

Stromberger Str. 3

59302 Oelde




Ideen zur Umgestaltung des Marktplatzes von Torsten Schwichtenhövel

Der Schreiber des Oelder Anzeigers, Torsten Schwichtenhövel, unterbreitete ebenfalls seine persönliche Ideen zur Umgestaltung des Oelder Marktplatzes.

Hier der volle Wortlaut:

Sehr geehrte Damen und Herren der Verwaltung,

auch ich möchte hiermit meine Ideen abgeben zur Online-Befragung zur Umgestaltung des Oelder Marktplatzes.

Hierzu lege ich jedoch vorher den Scheuklappen-Blick ab und konzentriere mich nicht nur auf den Marktplatz, sondern ebenfalls auf den Carl-Haver-, den Herman-Johenning- (oftmals als Steinwüste tituliert) und Vicarie-Platz.

Bühnenkonstruktion wie damals.

Hintergrundinformation

Auf den Fotos aus dem Jahre 1986, die uns Ludger Tenthoff aus Oelde zur Verfügung stellte, sieht man die Realschülerinnen der Klasse 9, welche auf einer damals extra angefertigten runden Holzbühne einen Tanz aufführten.

Copyright beide Fotos Ludger Tenthoff aus Oelde

 

Vorschlag Bühnenkonstruktion

–        Konstruktion einer Bühne, welche bei Veranstaltungen leicht aufgebaut werden kann.

–        Diese Bühne ragt bis über die Blumenbeete hinaus und ist von der Höhe über den Pflanzen (Einige Schattentage sollten den Pflanzen nicht schaden.).

–        Rampen für die Bühne für unterschiedliche Events.

Eine große Bühne über den Beeten

Veranstaltungsmöglichkeiten

Diese Bühne könnte für unterschiedliche Veranstaltungen genutzt werden.

–        City–Lauf

–        Konzerte

–        Theater-Kooperation mit Burgbühne oder Alte Post

–        Schützenfest

–        Sommerevents

–        Oldtimer-Rallye (Start der Fahrzeuge via Rampen)

–        Weihnachtsmarkt

–        Kirchenfeste

–        Politik

Evtl. könnte die Bühne auch an andere Städte verliehen werden, um Geld damit einzunehmen.

Weihnachtsmarkt und die Eisbahn

–        Eine Eisbahn in einer erweiterten Version auf dem Carl-Haver-Platz aufstellen (für Kinder, Jugend und Junggebliebene).

  • Eine Bar welche zur Eisfläche und gleichzeitig zum Meet and Eat Bereich ausgerichtet ist. (p.A. wechselnde Oelder Gastronome)
  • Eisläufer können einen „Boxenstopp“ machen und etwas trinken (p.A. wechselnde Oelder Gastronome)

–        Auf dem Marktplatz den Weihnachtsmarkt einrichten

–        Hütten dicht an dicht aufbauen, um scharfen Wind zu brechen. Ähnlich wie in Rheda-Wiedenbrück.

–        Eng und gemütlich, kleine Korridore zwischen den Hütten.

City-Lauf

–        Die Läufer starten wie gehabt in der Herrenstraße.

–        Beim Absolvieren der Runden laufen die Sportler über einen leichten Anstieg auf die Plattform und biegen dabei leicht links ab, um wieder eine Rampe hinunter Richtung Herrenstraße zu laufen.

–        Ein Drittel der Bühne könnte hier z.B. als Moderationsbereich genutzt werden.

–        Oder: Zielauslauf könnte Richtung Norden erfolgen über eine weitere Rampe.

Innenstadt-Event

Nutzung der Bühne

–       auftreten von Musikern

–        Theaterstücke werden gezeigt

–        Sommerkino

–       die Gastronomen ringsum können die Gäste bewirten

–        vor der Bühne laden überdachte Sitzbänke zum Verweilen ein.

–       Vorführung von Modetrends

–       Lesungen

Mehr Innenstadt-Gäste

–       Umwandeln des Vicarie- und Hermann-Johenning-Platzes zu Parkplätzen für noch mehr Besucher.

Gelb könnten neue Parkplätze sein

Skizzen und Text stehen zur freien Verfügung.




Letzte Phase der Online-Beteiligung zur Umgestaltung des Oelder Marktplatzes eingeläutet

Noch bis Dienstag, 29. August 2017, haben interessierte Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihre Meinung zur Umgestaltung des Marktplatzes zu äußern.

Geben Sie ihre Meinung ab zum Marktplatz in Oelde

Auf der städtischen Website www.oelde.de/marktplatz ist bis zum kommenden Dienstag eine interaktive Karte des Oelder Marktplatzes freigeschaltet. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, über einen Klick in die Karte ihre Meinungen, Ideen und Wünsche mitzuteilen. Zudem ist es möglich, die zahlreichen Anregungen, die seit dem Start der Online-Beteiligung von Bürgern eingestellt wurden, einzusehen und zu kommentieren.

Die Ergebnisse der Online-Beteiligung gehen in den weiteren Planungsprozess ein. Am Dienstag, 12. September 2017, findet um 18.00 Uhr in der Aula der Realschule eine Vorstellung erster skizzierter Ideen statt.

Die Vorentwürfe werden am Montag, 16. Oktober 2017, im Großen Ratssaal der Stadt Oelde präsentiert. 




Ein Abend der Rekorde – Bistro Waldikowski voller Erfolg

Stolz verkündete Frau Stefanie Waldikowski heute dem OELDER ANZEIGER, dass ihre Bistro-Aktion die stolze Summe von 420,-€ eingebracht hat. Somit hat die leidenschaftliche Köchin und Gaumenexpertin am gestrigen Samstag ca. 80 Personen bewirtschaften dürfen und hat die Einnahmen vom Vorjahr verdoppeln können. Der Erlös geht an die Pferderetter in Harsewinkel. Siehe Vorbereicht hier.

Voller Einsatz zum wohl der Pferderetter.

Das zeugt von Qualität der angebotenen Spezialitäten. Die luftig leichte Zitronen-Creme konnten wir nicht mehr probieren, da wir erst zu späterer Stunde das Bistro aufgesucht haben. Das Lob, welches durch die Gäste mündlich ausgesprochen wurde, lässt aber keine Zweifel offen, dass diese Creme voll und ganz geschmeckt hat.

Ebenso heiß begehrt war der Antipasti-Teller. Champignons mit einer Füllung aus Frischkäse und frischen Kräutern ließen uns das Wasser im Munde zusammenlaufen. Gegen den Durst konnten die Gäste aus 3 verschiedenen Weinsorten wählen. Außerdem gab es Bier, Espresso, Pfirsich-Schorle und vieles mehr.

Das Pferd Equiwent erhält den gesamten Ertrag der Aktion

Einfallsreich und Liebe zum Detail

Aber nicht nur geschmackstechnisch ließ sich Frau Waldikowski etwas einfallen, sondern auch beim Anrichten.

Der mediterrane Salat mit Kartoffeln wurde in Einmachgläsern mit Schraubdeckeln serviert. Nicht nur optisch ein Hingucker, sondern auch eine saubere Sache.

Man muss ja irgendwie sehen, dass man für so viele Gäste eine optisch attraktive Lösung findet.

Wetter und Ambiente

Ehemann Norbert Waldikowski hatte wettertechnisch vorgesorgt. Im Garten des Familienhauses wurde ein großes Zelt aufgebaut. Viele Sitzmöglichkeiten, ein plätschernder Springbrunnen und ein großer Kaninchenstall gestalteten das Verbleiben für Groß und Klein angenehm. Kinder trafen sich und spielten im Garten, während die Eltern den Service genossen. Wir selber waren bis 23.00 Uhr dort, aber ein gutes Dutzend weiterer Besucher des „kleinen“ Garten-Bistros am Stadtgarten in Oelde verweilte noch länger dort.




Gartenbistro Waldikowski öffnet heute wieder

Stefanie Waldikowski lädt heute am 19. August ab 17.00 Uhr in Oelde zum Bistro in Oelde ein. Das kleine Gartenbistro öffnet am Stadtgarten 14 ,aber nicht mit der Absicht, Gewinne zu erwirtschaften. Der gesamte Erlös wird den Pferderettern aus Harsewinkel gespendet. Diese haben das Pferd Equiwent aus Rumänien sprichwörtlich gerettet.

Frau Waldikowski

Wenn ich mir das Video ansehe, ist die ganze Arbeit, die das Bistro jedes Mal macht, vergessen und es ist jede Stunde wert, die ich am Herd stehe.

Der OELDER ANZEIGER bittet alle Leser, das wirklich leckere Bistro aufzusuchen und für die gute Sache zu essen. Hier noch die Speisekarte des heutigen Gartenbistros:

Hier noch ein Rückblick auf das Bistro 2015. Hier ging der Erlös an das Tierheim in Ahlen.




YOURS at Park Festival Oelde abgesagt

Der OELDER ANZEIGER wollte heute ein Ticket am Haupteingang des Vier-Jahreszeiten-Parks erwerben und telefonierte mit Frau Lakenbrink, welche am Haupteingang arbeitet. Diese teilte uns mit, dass keine Karten mehr herausgegeben werden dürfen.

Die Tickets haben sich zu schlecht verkauft und die Veranstaltung wurde heute abgesagt. Das Festival sollte am 9. September sein.

Sieht man sich die Facebook-Seite der Veranstaltung an, sieht man, dass bisher nur 182 Metal-Fans dort ihre Teilnahme zugesagt haben. Die 640 Interessierten, welche die Veranstaltung aufweist, hätten das Event vielleicht stattfinden lassen.




Das AUS für Eisdiele Cortina

Mit der seit langer Zeit nicht öffnenden Eisdiele direkt am Marktplatz in Oelde ist es nun vorbei. Ein zwei Mann starkes Handwerker-Team hat damit begonnen, die Eisdiele zu entkernen. Vor dem ehemaligen Eispalast sieht man heute Kühlaggregate, die Überreste der Marmortheke und viele Edelstahlschüsseln stehen.

Heute sieht es so vor der Eisdiele aus

Das Handwerker-Team konnte uns keine Auskunft geben, was mit den Räumlichkeiten passieren wird. Es wurde nur der Auftrag übergeben, die Eisdiele auszuräumen.Mit der Schließung der Eisdiele verbleibt somit der Verkauf von leckerem Eis in Oelde bei den Konditoren Wiegard und Stutenbäumer sowie Eis Molin.




Denkmalstreit in Münster: Wohin mit Paul Wulf?

Aus luftiger Höhe schaut Paul Wulf auf Münster
Fotos: © Ruprecht Frieling

Seit zehn Jahren steht das 3,40 m hohe Denkmal für den im NS-Regime zwangssterilisierten Paul Wulf auf dem Münsteraner Servatiiplatz und überstand dort manche Attacke seiner Gegner. Nun soll der Platz saniert werden, Paul Wulf soll von der Bildfläche verschwinden. Wer war der Mann und wen stört er?

Paul Wulf wurde 1921 in Essen geboren. Seine Eltern waren einfache Arbeiter, sie gaben den Jungen aus materieller Not 1928 in ein katholisches Kinderheim. Von dort aus wurde er 1932 in die jugendpsychiatrische »Idiotenanstalt« nach Marsberg verlegt. Hier lebten aufgrund fehlender Heimplätze gesunde und »kranke« Kindern unter menschenunwürdigen Bedingungen zusammen.

Paul Wulf erlebte den Rassenwahn

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde Paul mit rassenhygienischen Maßnahmen konfrontiert. Dahinter verbarg sich die Eugenik, deutsch auch Erbgesundheitslehre, die das Ziel hatte, Massenmorde als an »lebensunwert« definierten Menschen zu rechtfertigen. Bereits 1929 hatte Adolf Hitler auf dem Reichsparteitag in Nürnberg im Rassenwahn erklärt, »würde Deutschland jährlich eine Million Kinder bekommen und 700.000 bis 800.000 der Schwächsten beseitigt, dann würde am Ende das Ergebnis vielleicht sogar eine Kräftesteigerung sein.«

Pauls Eltern wollten ihren Jungen vor der Gaskammer retten und stellten einen Entlassungsantrag. Der Anstaltsleiter teilte ihnen jedoch mit, dass dem Antrag aufgrund von Pauls »angeborenem Schwachsinn ersten Grades« nur in Verbindung mit einer Sterilisation zugestimmt werden könne. Schweren Herzens stimmten die Eltern der Zwangssterilisation zu. So wurde der 16-jährige eines der vielen Opfer des »Erbgesundheitsgesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses«.

Paul Wulf als Antifaschist

Nach seiner Entlassung aus der Anstalt arbeitete Paul Wulf während des Zweiten Weltkrieges gegen das Naziregime. Er konspirierte, wie der Münsteraner Soziologe und Sprecher des »Freundeskreis Paul Wulf« Dr. Bernd Drücke recherchierte, mit französischen Kriegsgefangenen, gab Informationen an sie weiter und verübte kleinere Sabotageaktionen. Den Einmarsch der Alliierten erlebte er als Befreiung. Doch er musste schon bald sehen, dass viele der alten NS-Schreibtischtäter auch in der Bundesrepublik Schlüsselpositionen besetzten und gesellschaftliches Ansehen genossen, während er aufgrund seiner offen ausgesprochenen sozialrevolutionären Gedanken selbst in Zeiten der Vollbeschäftigung arbeitslos und arm war.

Stellvertretend für die ca. 400.000 im nationalsozialistischen Deutschland Stück zwangssterilisierten Menschen setzte sich Paul Wulf für eine Entschädigung der Überlebenden ein. Er recherchierte die Nazivergangenheit Münsteraner Mediziner und dokumentierte die Taten des Zwillingsforschers Professor Verschuer, der eng mit seinem Schüler, dem KZ-Arzt Josef Mengele, zusammengearbeitet hatte. Während Verschuer bis zu seinem Tod 1969 Inhaber des Lehrstuhls des neu gegründeten Instituts für Humangenetik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster blieb, erstritt Wulf erst 1979 das Recht auf eine bescheidene Erwerbsunfähigkeitsrente.

Bis zur seinem Tod am 3. Juli 1999 in Münster blieb Paul Wulf eine weit über die Grenzen der erzkatholischen Bischofsstadt bekannte Figur des antifaschistischen Widerstands und Kämpfer für soziale Gerechtigkeit. 2012 wurde der nach einem Naziarzt und Eugeniker benannte Jöttenweg in Paul-Wulf-Weg umbenannt.

Streit um Paul-Wulf-Denkmal

In Form einer Litfasssäule informiert das Paul-Wulf-Denkmal über den Rassenwahn der Nazizeit

Im Rahmen der alle zehn Jahre in Münster stattfindenden Skulpturprojekte schuf die Künstlerin Silke Wagner zum Thema »Geschichte von unten« ein Denkmal für Paul Wulf. Diese Skulptur wurde 2007 von den Lesern der »Münsterschen Zeitung« zum beliebtesten Standbild gewählt. Dennoch kam es zu einem politisch motivierten erbitterten »Skulpturenstreit«, und das Denkmal musste auf Druck von CDU und FDP abgebaut werden. Der Freundeskreis sammelte Geld, um die Skulptur zu kaufen und am 5. September 2010 auf dem Servatiiplatz der Öffentlichkeit zu übergeben.

Dort steht die Säule seitdem und klärt über die Untaten des NS-Regimes an Kinder und Jugendlichen auf. Im Zuge der geplanten Umgestaltung des Platzes entbrennen erneut Diskussionen um die Zukunft des Denkmals. Konservative Kreise versuchen unverändert, Paul Wulf einzumotten. Ob ihnen dieses gelingt oder ein würdiger Standort für das Mahnmal gefunden wird, erweist sich in den nächsten Monaten.

Mehr als 70 Jahre nach dem Zusammenbruch des »Tausendjährigen Reiches« wird sich am Beispiel von Paul Wulf zeigen, wie kritisch Münster mit der eigenen Vergangenheit umgeht.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf RuprechtFrieling.de




Termine September vom Biochemisch – Homöopatischen Gesundheitsvereins e.V. Oelde

Für alle Interessierten haben wir hier eine Auflistung aller Termine des Biochemisch – Homöopatischen Gesundheitsvereins e.V. Oelde für den Monat September.

Termine für den Monat September 2017

Di.    05.09.   18.00 – 19.00 Uhr, Bio – Fit – Gedächtnistraining im Heimathaus Oelde, Lehmwall 7, mit der Fachtherapeutin für Hirnleistung, Annette Lakenbrink. Anmeldung bei Angelika Lakenbrink, Tel.: 02522/2894

Mi.   13.09.    19.30 Uhr, Bio – Treff – Gesprächskreis im Heimathaus Oelde, Lehmwall 7, mit der Ref. HP Perske,  Neubeckum zu dem Thema: Schüssler – Ergänzungssalze. Anmeldung bei Christiane Vennewald, Tel.: 02529/9479317

So.    17.09.     9.30 Uhr   Vegetarisches Frühstück im Heimathaus Oelde, Lehmwall 7. Anmeldung bei Elisabeth Bracht, Tel.:02522/9200643 oder Angelika Lakenbrink,Tel.:02522/2894.

Fr.     22.09.    19.30 Uhr Vortrag im Gemeindesaal an der Friedenskirche, Albrecht – Dürer – Straße 6. Thema:  Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung.  Referent ist der Rechtsanwalt und Notar  Franz  Niesemeyer, Oelde.

Do.     28.09.    19.00 – 20.00 Uhr Entspannung im Klangraum von Sabine Schrage, Ennigerloh, Birkenweg 10.

Fr.       29.09.    18.00 – 19.00 Uhr Entspannung im Klangraum von Sabine Schrage, Ennigerloh, Birkenweg 10.  Anmeldung bei  der HP Christiane Vennewald,  Tel.:02529/9479317 oder Sabine Schrage, Tel.: 02524/950499