Mythos 1968

Mit großem Interesse erlebe ich, wie die Zeit meiner Jugend auf verschiedene Art und Weise und zu unterschiedlichen Themen in Museen und Ausstellungen präsentiert wird.

Das Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde/Stromberg zeigt(e) zu diesem Thema verschiedene Ausstellungen:

WE WANT TO MAKE A REVOLUTION

Eine Erinnerung an den Jaguar-Club in Herford, eine Ausstellung mit einem Leseabend, an dem Ruprecht Frieling über das Thema: Wie der Beat nach Westfalen kam, berichtete.

SEXY, MINI, FLOWER, POP-OP, Werbung und Werke von Charles Wilp.

Und abschließend ab dem 24.09.2017:

1968-POP, PROTEST UND PROVOKATION

Im rock’n‘popmuseum Gronau ist eine Sonderausstellung über das Lippmann + Rau Musikarchiv zu sehen.

Das Dortmunder U bietet ab dem Frühjahr 2018:

PINK FLOYD – THEIR MORTAL REMAINS an. Eine Ausstellung, die im Moment noch im Victoria & Albert Museum in London zu sehen ist.

Musik, Kultur und Kunst der 60er Jahre sind Thema von zahlreichen Ausstellungen und Tagungen.

Jugend und Protest

Ab Mitte der 60er Jahre entstand – auch durch die Beat-Musik beeinflusst – eine weitverbreitete Jugendprotest- Bewegung. Durch die zunehmende Politisierung an den Gymnasien und Universitäten entwickelte sich Kritik an den Autoritäten und der Elterngeneration.

In den 50er Jahren gab es bereits die Rock and Roll- und Halbstarkenbewegung, diese trug aber nicht zu einer politischen Veränderung bei.

Im Jahr 1962 kam es in München zu den „Schwabinger Krawallen“. Durch Straßenmusikanten, die abends musizierten, fühlten sich einige Anwohner belästigt und riefen die Polizei. Es kam zu Rangeleien; die Situation eskalierte. Tausende Jugendliche solidarisierten sich und es kam in den darauffolgenden Tagen zu schweren Straßenschlachten.

Bereits in den 50er Jahren protestierten zahlreiche Bürger und Verbände gegen:   

die Gründung der Bundeswehr und später gegen ihre Nachrüstung mit taktischen Atomwaffen.                                                

Verschiedene Gewerkschaften riefen auf zum Kampf gegen den Atomtod.

Die Außerparlamentarische Opposition (APO) formierte sich als Reaktion auf die Koalition von CDU/CSU und SPD. Beteiligt waren u.a. die Ostermarschbewegung, die Republikanischen Clubs, die Studentenbewegung und die Bewegung gegen die Notstandsgesetze.

Proteste und Demonstrationen richteten sich gegen den Vietnamkrieg, die Notstandsgesetze, die Rassen- und Bürgerrechtspolitik der USA und gegen die Hochschulpolitik an den Universitäten.

Unter den Talaren der Muff von 1000 Jahren.

Ab Mitte der 60er Jahre entstanden Bewegungen, die sich mit ihrer Lebensweise gegen die Wohlstands- und Leistungsgesellschaft richteten. Gammler, Hippies und Beatniks suchten nach neuen Lebensformen.

Einen großen Einfluss auf die Veränderungen hatte die Rockmusik, die damals Beatmusik genannt wurde. Das Erscheinen der Beatles veränderte die Welt. Laut, dynamisch und vital, ein Vorbild für zahlreiche Jugendliche jener Jahre. Die weltweite Rockmusik etablierte sich als fester Bestandteil der Kultur.

Die Veränderungen zeigten sich mit langen Haaren, bunter Kleidung und gemeinsamem Wohnen in Wohngemeinschaften und Landkommunen.

Für diese Lebensweise wurden wir damals von vielen Leuten beschimpft und angefeindet. Auf Grund unseres Aussehens bekamen wir Lokalverbote, mussten uns anspucken und Prügel androhen lassen. Oder uns Sprüche anhören wie: Adolf müsste mal wieder- kommen. Lass dir mal die Haare schneiden. Geht doch rüber (damit war die DDR gemeint).

1968 war ein ereignisreiches Jahr:

Martin Luther King wurde ermordet.

Robert Kennedy wurde ermordet.

Im April wurde ein Attentat auf Rudi Dutschke verübt. Dutschke wurde schwer verletzt und starb Jahre später an den Folgen dieser Verletzungen.

Im Mai kam es zu Unruhen in Frankreich. Studenten und Arbeiter demonstrierten, der Generalstreik wurde ausgerufen.

Truppen des Warschauer Paktes marschierten in die CSSR ein. Der „Prager Frühling“ unter Führung von Alexander Dubcek wurde niedergeschlagen.

Bei den Olympischen Spielen in Mexiko reckten dunkelhäutige amerikanische Sportler als Protest gegen die Rassenpolitik der USA ihre geballten Fäuste während der Siegerehrung in die Luft.

Ostern 68 in Oelde

Ostern 1968 fand der Ostermarsch auch in Oelde-Stromberg statt. Eine Gruppe junger Oelder traf sich zum Osterfeuer und demonstrierte für Frieden und Gerechtigkeit

Die Journalistin Beate Klarsfeld ohrfeigte Kanzler Kiesinger. Kiesinger war NSDAP- Mitglied und arbeitete unter von Ribbentrop im Reichsaußenministerium.

René Cassin, ein französischer Diplomat und Jurist, erhält den Friedensnobelpreis für die Verfassung der Allgemeinen Erklärungen der Menschenrechte der Vereinten Nationen.

Während des Biafra-Kriegs wurden durch Militär, Hunger und Massaker Millionen Menschen umgebracht.

In My Lai, in Südvietnam, vergewaltigten und ermordeten amerikanische Soldaten über 500 Zivilisten.

Foto: Ronald L. Haeberle – Quelle Wikipedia.de

Kriegsmuseum in Vietnam Hanoi 2006 Foto: © Torsten Schwichtenhövel

Papst Paul VI spricht sich gegen die künstliche Geburtenregelung und die Einnahme der Anti-Baby-Pille aus.

Dem südafrikanischen Arzt Barnard gelingt eine erfolgreiche Herztransplantation.

Kaufhausbrandstiftung in Frankfurt, zwei der Täter sind Andreas Baader und Gudrun Ensslin.

In den Kinos liefen Filme, wie Spiel mir das Lied vom Tod, Zur Sache Schätzchen, 2001 Odyssee im Weltraum, Bonnie and Clyde und Rosemary`s Baby.

Musikalische Neuigkeiten gab es u.a. von:

Cream, Rolling Stones, Beatles, Doors, Moody Blues, Grateful Dead, Jimi Hendrix. John Mayall.

Deutsche Schlager mit u.a. Conny Froboess, Freddy Quinn, Peter Kraus und Lolita eroberten die Hitparaden.

Bücher gab es u.a. von:

Hubert Fichte, Siegfried Lenz und Rolf Dieter Brinkmann erschienen.

In Kassel präsentierte sich die DOCUMENTA 4 und in München wurde das Musical Hair aufgeführt.

In Essen fanden die Songtage 68 statt, mit Künstlern wie Alexis Korner, The Fugs, The Mothers of Invention.

Während des Burg-Waldeck-Festivals 1968 versammelte sich die Folk- und Protestsänger- Szene. Mit dabei waren Hannes Wader, Reinhard Mey, Franz Josef Degenhardt und Dieter Süverkrüp.

Piratensender wie Radio Veronica und Radio Caroline versorgten uns mit Musik. Disc-Jockeys wie John Peel brachten uns über den Äther die musikalischen Neuigkeiten ins Haus.

Molins Eisdiele in wilden Hippiezeiten aus der Sicht eines Oelder Karikaturisten

Die beliebtesten Vornamen waren (laut beliebte Vornamen.com) :

Claudia, Anja und Susanne.

Stefan, Thomas und Michael.

Oelde 1968

Ausbildung, Arbeit oder Schule gehörten zum Alltagsleben. Nachmittags oder abends traf man sich bei Franco und Rina in der Eisdiele, im Hahnenteller, bei „Stuckie“ oder beim “Hammer von Essen“, in der Gaststätte Kramers Mühle. Gegenüber der Kneipe, in der alten Mühle, spielte eine frühe Beat-Band aus Oelde: The Little Sharks.

Gelegentlich ging es zu Leo Mühlenkamp ins Kino, entweder in die Schauburg oder ins UT (Universum-Theater). Leute, die einen Führerschein, Auto, Motorrad oder Moped hatten, waren klar im Vorteil. Damit boten sich immer Möglichkeiten, in alle Richtungen zu fahren.

Wir warteten mit Ungeduld auf das Wochenende, denn das versprach immer viel Abwechslung, wie den Starclub in Bielefeld, das Scala in Herford oder Livemusik im ehrwürdigen „Blauen Täuber“ in Oelde.

Leichen auf Latschen

In dieser Zeit kündigte sich die Bundeswehr an. Nach der Wehrerfassung ging es anschließend zur Musterung. Zwischenzeitlich hatte ich den Wehrdienst mit der Waffe verweigert. Die Deutsche-Friedensgesellschaft-Internationale der Kriegsdienstgegner (DFG-IDK) unterstützte und schulte die Leute, die interessiert waren oder vor den Prüfungsausschüssen um ihre Anerkennung kämpften. In Oelde trafen wir uns mit Gleichgesinnten im damaligen Von-Galen-Heim.

Foto: ©Von-Galen-Heim ca. 1975

Die Prüfungsausschüsse waren häufig mit Handwerkern, Lehrern oder kleinen Beamten besetzt, ältere Männer, die häufig noch dem „Führer“ in der Wehrmacht gedient hatten. Diese Herren hatten das Ziel, möglichst vielen Antragstellern das Recht auf Kriegsdienstverweigerung (Artikel 4/3 GG) abzuerkennen und hatten dazu allerlei Fangfragen auf Lager, zum Beispiel: Stellen sie sich vor, sie gehen mit ihrer Freundin spazieren. Plötzlich springen drei bewaffnete Russen aus dem Gebüsch und wollen ihre Freundin vergewaltigen und ermorden. Sie haben eine Maschinenpistole dabei, was machen sie…..?

Ich wurde gefragt: Spielen sie ein Instrument? Wenn ja, dann können sie doch im Musikzug der Bundeswehr spielen.

Vor meiner Musterung hatte ich mich tagelang mit zu viel Alkohol, Nikotin, Pillen jeder Art und Schlafentzug präpariert. So saß ich dann mit vielen anderen Unwilligen in einem muffigen Loch in Münster und musste mich von „sadistischen“ Militärärzten quälen lassen. Nach diversen Kniebeugen und anderem Unfug wurde ich komplett auf den Kopf gestellt und zu meinem Erstaunen tatsächlich als gut und völlig geeignet gemustert.

Im Anschluss entstand ein jahrelanger Kampf mit verschiedenen Institutionen, um als Wehrdienstverweigerer anerkannt zu werden.

1968

Die Bezeichnung 1968 steht für ein Jahrzehnt der Rebellion, die im Jahre 68 ihren Höhepunkt fand. Heute, nach vielen Jahren werden die „68er“ unterschiedlich betrachtet. Für Einige waren sie für den Untergang des Abendlandes verantwortlich, für Andere sind es Erinnerungen an die eigene, „wilde Jugendzeit.“ Gleichzeitig symbolisiert 1968 einen Aufbruch in eine Veränderung und Demokratisierung der Gesellschaft.

Die Teile der 68er- Bewegung die den Kapitalismus (RAF) mit Gewalt stürzen wollten, haben außer Opfern und Gesetzesverschärfungen nichts hinterlassen. Aber der Teil, der die bürgerliche Gesellschaft demokratisieren und verändern wollte, hat einiges erreicht. Zum Beispiel:

die Mitbestimmung in den Betrieben, das Ende des Paragraphen 175, das Recht auf Abtreibung und ein Erstarken der Frauenbewegung. Es war eine Zeit der politischen und kulturellen Veränderungen, wodurch später auch Bündnis 90/Die Grünen, Greenpeace und die Friedensbewegung entstanden.




Der etwas andere WAHL-O-MAT

Immer noch unschlüssig wo am Wochenende das Wahlkreuz gemacht werden soll? Dann vergesst politische Floskeln und ausweichende Antworten und versprechen auf Wahlplakaten. Nur wer ordentlich Bizeps und Kampfgeist hat wird das Zeug zum Kanzler haben.

In dem Video-Prügelspiel BUNDES FIGHTER II TURBO können sich nun die üblichen Gestalten aus der Politik digital ordentlich einen vor den Latz hauen.

In den Reihen der Kämpfer stehen, um die politische Konkurrenz zu zerstören:

Angela Merkel
Marin Schulz
Das Mutantengespann Özdehardt
Sahra Wagenknecht
Alexander Gauland
Christian Lindner

Das Spiel ist mit feinster 16 Bit Grafik ausgestattet und stammt von Bohemian Browser Ballet. Es erinnert stark an Zeiten des SUPER NINTENDOS. Der Wiedererkennungswert an das Original-Spiel STREET FIGHTER II ist groß.

Szene aus dem Original Street Fighter II

Sahra Wagenknecht lässt wie einst Chun Li ihren Slip beim Sprung-Kick blitzen oder nutzt die „Soli-Sense“, während sich Schulz zu einem Kinnschlag in die Lüfte windet wie Mr. Bison mit seinem Tiger Uppercut.

Blanka aus Street Fighter II

Bei Merkel sieht man Ähnlichkeiten zum brasilianischen Biest Blanka. Diese kommt im Spiel mit Echsenschwanz und langer falscher Zunge daher.

Die Kämpfer verfügen über sogenannte Spezialangriffe. Merkel z.B. schickt mit der Flüchtlingswelle die Gegner auf die Bretter, während Schulz sich in eine alles niederwalzende Lokomotive verwandelt. Gauland kommt im feinsten braunen Nazi-Outfit und tritt mit seinen hohen Wehrmachtsstiefeln den Gegner digital in den Allerwertesten.

Leck meinen Stiefel

Grafik und Animation

Die Grafik weiß durchaus zu überzeugen. Die Animationen der Kämpfer sind nicht butterweich, aber reichen voll und ganz für den Spaß aus. Während im Vordergrund die Kämpfer stehen, sind im Hintergrund unterschiedliche Szenen zu sehen.

Ein kahlköpfiger Protz mit Goldkettchen und Zigarre sitzt mit zwei vollbusigen Damen im Pool, während in einem anderen Level der rechte Mob auf dem Dresdner Platz gegen Merkel Stimmung macht.

Sound

Die Musik fetzt wie auch das Original mit Rockmusik dem Spieler um die Ohren. Wenn die Kämpfer einen ihrer Spezialangriffe ausführen, schreien sie ihre Kampfsprüche. Mit „Volksverräter“ schmettert Gauland einen Alice-Weidel-Gartenzwerg-Energieblitz aus seinen Fäusten gegen seine Feinde, während Schulz seine Manöver mit „Volle Energie“ untermauert.

Fazit

Soviel Spaß hat Politik schon lange nicht mehr gemacht. Die rechtsgesinnten Charaktere hätten wir im Spiel nicht vermisst. Auf der anderen Seite macht es jedoch einen Mordsspaß, Typen wie Gauland mal ordentlich eine zu zimmern.

Das Ende des Spiels, welches nach einigen Minuten erreicht ist, erinnert nochmal den Spieler daran, am bevorstehenden Wochenende wählen zu gehen …

Wo erhältlich?

Das Spiel ist kostenlos auf folgender Seite erhältlich: www.bundesfighter.de

 




Seniorenwohnen in Oelde und Lette

Der Rat der Stadt Oelde hat am 18. September 2017 den Weg frei gemacht für eine Pflegeeinrichtung an der Hans-Böckler-Straße mit rund 60 bis 70 stationären Pflegeplätzen (incl. Kurzzeitpflege). Denkbar sind nach dem Konzept zusätzlich eine Tagespflege mit 12 bis 15 Plätzen und öffentlicher Cafeteria, 18 bis 20 barrierefreie Wohnungen sowie eine Kindertagesstätte. 
Zudem soll in Lette eine ambulant betreute Einrichtung mit 24 Plätzen in Pflege-Wohngemeinschaften geschaffen werden. Vorgesehen ist hier ein Standort an der Kirche.

Eine vollstationäre Einrichtung mit 48 Plätzen in Lette war zuvor von einer Ratsmehrheit abgelehnt worden, weil sie als nicht bedarfsgerecht bewertet wurde.

Im Zuge der Realsierung der beiden Vorhaben erreicht Oelde eine deutlich verbesserte Versorgungsquote. Lette verfügt – bezogen auf die Bevölkerung über 65 Jahre – bei 24 neuen Plätzen zukünftig über die beste Versorgung in Oelde. 

Burgermeister Karl-Friedrich Knop Fotoquelle: Stadt Oelde

Bürgermeister Karl-Friedrich Knop und Anne Middendorf, Leiterin des Sozialamtes des Kreises Warendorf, erläuterten die Sozialplanung, die zwischen dem Kreis Warendorf und der Stadt Oelde – wie vom Gesetzgeber vorgesehen – eng abgestimmt worden war. Oelde weist demnach aktuell eine stark unterdurchschnittliche Versorgungsdichte auf. In der Frage, an welchem Standort und in welcher Größe Seniorenwohneinrichtungen neu zu schaffen sind, stellt die Sozialplanung eine zentrale Entscheidungsgrundlage dar. Maßgeblich ist die Einteilung in die unterschiedlichen Sozialräume (Quartiere) Lette – Oelde/Nord – Oelde/Süd – Sünninghausen und Stromberg.

Die Differenzierung in Quartiere verfolgt als Ziel, den Senioren in den jeweiligen Bereichen den Verbleib in ihrem vertrauten sozialen Umfeld zu ermöglichen, indem dort  jeweils barrierefreie Wohnungsangebote und Betreuungsangebote wie etwa Pflegewohngemeinschaften geschaffen werden.

In der Ratssitzung stellte der Projektentwickler First Retail Consult GmbH aus Bielefeld die entsprechenden Pläne für die Hans-Böckler-Straße und Lette vor. Das Unternehmen „Carpe diem“ mit Sitz in Wermelskirchen, das einige Einrichtungen in der Nähe von Oelde betreut, stellte sich als möglicher Betreiber für das Oelder Projekt vor. Ein weiterer Investor, der in Lette eine stationäre Einrichtung mit 48 Plätzen ins Gespräch gebracht hatte, war der Einladung von Politik und Verwaltung, sein Vorhaben im Rat vorzustellen, nicht gefolgt. 

Weitere Informationen: www.oelde.de/seniorenwohnen




Oelder Klimaschutzpreis 2017

Die Stadt Oelde und die Energieversorgung Oelde loben zum fünften Mal den „Oelder Klimaschutzpreis“ aus. Marita Brormann, Vorsitzende des Umweltausschusses, Stefanie Gröne als Klimaschutzmanagerin der Stadt Oelde sowie Stefan Werner von der Energieversorgung Oelde gaben gestern den Startschuss für die Bewerbungsphase.

Stefan Werner Leiter EVO-Vertrieb, Marita Brormann Bunbniss 90/ Die Grünen, Klimaschutzmanagerin Stefanie Gröne

In erster Linie geht es um Projekte, die für Natur und Klima etwas Gutes tun: Fahrrad fahren statt Auto, Abfall vermeiden, Energie sparen oder regenerativ erzeugen, Biotope anlegen und pflegen, etc.

Frau Stefanie Gröne:

Wir freuen uns besonders über viele kleine Beiträge, die möglichst viele zum Nachmachen anregen sollen, so wie die Preisträger aus dem letzten Jahr.

Hierzu gehört die Familie Edelmeyer, die, wann immer möglich, das Auto stehen lassen und möglichst alle Strecken mit dem Fahrrad zurücklegen, der Kindergarten St. Marien Oelde, mit ihrem extra für Kinder entwickelten Umwelt-Konzept sowie die Hauptpreisträger Yvonne und Ralf Junkerkalefeld, die beim Neubau ihres EDEKA-Marktes Oelde komplett auf energieeffiziente Technik und eine FCKW-freie Kühlung der Lebensmittel setzen.

Das Preisgeld wird von der Energieversorgung Oelde als Sponsor bereitgestellt und beträgt insgesamt 1.000 Euro. In Frage kommen z. B. vorbildliche Sanierungsmaßnahmen zur Einsparung von Energie, Ideen zur Steigerung von Energieeffizienz oder zur Förderung klimaneutraler Mobilität, die Erzeugung und Nutzung von Erneuerbarer Energie, Recycling oder Verwertung von Abfällen oder die Anlage und Pflege von naturnahen Biotopen und Grünflächen.

Bewerben können sich Einzelpersonen oder Gruppen, Verbände, Vereine und Schülergruppen, die in Oelde wohnen, lernen oder arbeiten oder deren Projekt auf dem Gebiet der Stadt Oelde realisiert wurde und den Klimaschutz voranbringen.

Die Bewerbung sollte allgemeine Angaben zum Projekt beinhalten und neben einer kurzen Vorhabenbeschreibung auch den Zeitraum der Umsetzung sowie den Beitrag zum Klimaschutz beschreiben.

Der Einsendeschluss ist am 31. Dezember 2017.

Weitere Informationen: www.klimaschutz-oelde.de oder bei der Klimaschutzmanagerin Stefanie Gröne, Tel. 02522 / 72 -463 oder per E-Mail an stefanie.groene@oelde.de.




Ökumenische Feier des „Schöpfungstags“

Frau Chistiane Glitscher-Krüger aus Oelde informiert heute. Die griechisch-orthodoxe Gemeinde, die katholische Pfarrei St. Johannes und die Evangelische Kirchengemeinde begehen auch in diesem Jahr wieder gemeinsam die Feier des Schöpfungstags. Am Mittwoch, den 19. 09.2017 sind alle Christen in Oelde um 19.00 Uhr in die Evangelische Stadtkirche dazu herzlich eingeladen.

Hier ein Bild vom Eingangsbereich der Orestis-Kirche aus dem Jahr 2015

Die Vesper kommt aus der orthodoxen Tradition und wird zwischen dem ersten September und dem Erntedankfest gefeiert. Sie erinnert daran, dass wir alle Teile der Schöpfung sind und in Dankbarkeit den Schöpfer loben. Teil der Feier ist der gemeinsame Verzehr von gesegnetem Brot, Äpfeln, Olivenöl, Wasser und Wein.

St. Johannes Innenaufnahme

Innenaufnahme der

evangelischen Kirche

Beim Zweiten Ökumenischen Kirchentag in München 2010 haben sich viele Gemeinden in Deutschland dazu verpflichtet, diese Feier gemeinsam ökumenisch zu begehen. Seitdem richtet der ökumenische Arbeitskreis „Wir Christen in Oelde“ sie in jedem Jahr auch in Oelde aus.

Herzliche Einladung!




Vorstellung erster Ideen für die Umgestaltung des Marktplatzes

Am morgigen Dienstag, den 12. September 2017, findet um 18.00 Uhr in der Aula der Realschule Oelde eine Vorstellung erster skizzierter Ideen statt. Diese haben drei Planungsbüros ausgearbeitet.

Wann und wo?

Aula Realschule Oelde

Bultstraße 20

59302 Oelde

18.00 Uhr

Hintergrundinformationen finden Sie hier in unserem Vorbericht.




Stromberger Pflaumenmarkt 2017

Pflaumenkönigin Sandra I. Mense mit ihren Hofdamen lud herzlich zum Pflaumenmarkt 2017 ein, der – wie gewohnt – am zweiten Septemberwochenende in Stromberg stattfand.

Der Stromberger Pflaumenmarkt entwickelte sich am sonnigen Sonntag zum Publikumsmagnet für tausende Besucher aus Nah und Fern. Zahlreiche Waren, Lebensmittel, Dienstleistungen und natürlich die berühmten Stromberger Pflaumen luden zum Einkaufen, Schauen und Probieren.

Die Stromberger Gewerbetreibenden haben einmal mehr ihr Können unter Beweis gestellt, ebenso die von außerhalb angereisten Händler und Marktstände. Ob eine Pflaumenbratwurst von Fleischer Claas, schmackhafte Kuchen, Torten oder Eis von den ansässigen Bäckern Teeke und Terholsen, frisch gezapftes Bier vom Team des Anno 1890 oder Pflaumenpfannkuchen von den Landfrauen. Alle gaben ihr Bestes, um die Besucher des Burgdorfes zu verköstigen.

Gut besucht war es

Der Förderverein Gaßbachtal vermeldete gegen 15.30 Uhr Reibeplätzchen AUSVERKAUFT. Sie waren einfach zu lecker.

Die Brennerei Druffel bot ihre Spezialitäten zum Probieren und Verkauf; Pflaumen in ihrer wohl edelsten Form. Allerlei Kurioses und auch Alltägliches wurde feilgeboten, Kunsthandwerk und Gewürze, Pflaumensenf und Oliven, kandierte Früchte und Obst und Gemüse vom Bio-Hof.

Viele sind mit dem Rad gekommen

Die Kinder wurden gleich am Eingang mit einem Karussell empfangen und zahlreiche Buden mit Spielzeug zauberten leuchtende Kinderaugen hervor. Timo Strothmeier moderierte gewohnt souverän durch das Programm auf der Bühne, Olaf Wittelmann bot die musikalische Begleitung des Tages.

Der Koch Holger Fleiter legte sich ins Zeug

Die Stromberger Pflaumenbauern und Gewerbetreibenden haben ganze Arbeit geleistet und wurden mit einem sonnigen Sonntag verwöhnt!




Oelder Feuer- und Rettungswache eröffnet

Vergangenen Freitag, den 01. September 2017 wurde mit einer Feierlichkeit offiziell die neue Feuer- und Rettungswache in Oelde eröffnet. Zahlreiche Ehrengäste aus Feuerwehren, dem Rat der Stadt Oelde, Politik, Verwaltung und Verbänden wohnten der Zeremonie bei.

Bereits von weitem konnte man viele PkW´s erblicken, die ringsum der Feuerwache parkten. Die Rettungsfahrzeuge wurden seitlich neben der Fahrzeughalle in Reihe geparkt. In der großen Fahrzeughalle standen viele Stühle, auf denen die ca. 250 Gäste Platz nahmen. Im hinteren Teil der Halle gab es Getränke sowie Stehtische mit schöner Dekoration. Vorne auf der Bühne saß das Feuerwehr-Orchester und seitlich schmückten die Flaggen der Feuerwache die Wände.

Hunderte Gäste folgten der Einladung

Karl-Friedrich Knop

Der Bürgermeister

Oeldes erster Bürger, Herr Karl-Friedrich Knop, eröffnete die Einweihung und lobte alle Beteiligten, die zum Bau der neuen Feuerwache beigetragen haben. Knop betonte, dass die neue Feuerwache ein „Dreh- und Angelpunkt für den Schutz der Bürger“ sei.

Weiter betonte er in seiner Rede:

Unsere Wertschätzung für den Einsatz dieser Kameradinnen und Kameraden bringen wir auch durch die Realisierung dieses Projektes zum Ausdruck.

Dr. Gericke

Landrat Dr. Olaf Gericke

Herr Dr. Gericke sprach der neuen Feuerwache seinen herzlichen Glückwunsch aus und betitelte sie als ein

tolles Gebäude und eine Anerkennung für die freiwillige Feuerwehr. Ein Geschenk für die Bürgerinnen und Bürger für mehr Sicherheit.

Matthias Abel

Stadtbaurat Matthias Abel

Matthias Abel ließ bei der Zeremonie Zahlen, Daten und Fakten sprechen. Die Bauzeit und der Umzug in das neue Gebäude haben gerade einmal 16 Monate ab Grundsteinlegung betragen, so Abel.

Das angesetzte Budget von 10,4 Mill. Euro konnte nicht nur eingehalten werden, sondern es wurden mind. 50.000 € gespart.

Die Notwendigkeit des Baus der neuen Feuerwache hörten wir bei diesen Sätzen des Stadtbaurats heraus.

Jede neue Immobilie und erst recht in einer solchen Dimension ist eine Investition in die Zukunft. Es ist das Ende der Provisorien an der Overbergstraße; eine lange Zeit der räumlichen Enge, des Notbehelfs und man muss leider auch sagen des Vertröstens findet nun ein Ende.

Matthias Abel machte ebenso deutlich, dass eine schlichte und möglichst moderne Optik gewählt wurde, um die Kosten gering zu halten.

Diese Feuer- und Rettungswache ist keine Spielwiese für technisch begeisterte Menschen oder eine bauwütige Verwaltung.

Suppiet und Kemper

Die Weihe durch Pastor Suppliet und Dechant Kemper

Kemper:

Dieses Gebäude steht für das menschliche Leben und für das, was wir an Sicherheit, Unterstützung und Solidarität geben können. Sich gegenseitig schützen und unterstützen.

Pastor Suppliet erinnerte an den Bau der Arche, um Leben zu retten und verwies darauf, dass die Feuerwehrleute Brände löschen oder eingebeulte Autotüren öffnen, um Leben zu retten.

Michael Haske

Michael Haske, Leiter der Feuer- und Rettungswache

Michael Haske erinnerte in seiner Rede an die Bauzeit und an die ersten 48 Tage nach dem Umzug.

Wenn man sich zur Einweihung eines neuen Gebäudes trifft, durch die Räume geht und sich an all dem Neuen und blitz blank Geputzten erfreut, so kann man kaum glauben, dass es eine Woche vor dem Umzug ganz anders aussah.

Das Haus war eine dröhnende und staubige Baustelle.

Haske freut sich besonders darüber, dass es während der gesamten Bauzeit keine schweren Unfälle auf der Baustelle gab.

Besonders Baubetreuer Manuel Kortenjan vom Hochbauamt der Stadt Oelde wurde von Haske für seine Unterstützung während der gesamten Bauzeit Dank ausgesprochen.

Ebenso bedankte er sich bei der gesamten Nachbarschaft, welche während der ganzen Bauzeit sehr viel Geduld bewiesen hat.

Haske versprach:

Wir werden unser Möglichstes geben, um ein guter Nachbar zu sein.

Die Führung

Am Ende der Eröffnungsfeier ging es für einige direkt über in den gemütlichen Teil des Abends mit Bratwurst und Bier, während die Ehrengäste von Herrn Haske durch das Gebäude geführt wurden.

Michael Haske erläuterte dabei jeden Raum und seine Funktionen. Wir konnten Einblicke erhalten in Schlaf-, Schulungs-, Geräte- und Fahrzeugräume. Das gesamte Innere der neuen Wache war natürlich sehr schön anzusehen, wobei das Hauptaugenmerk auf Funktionalität gelegt wurde. Ausschweifenden Luxus sucht man hier vergebens.

 8-9 Personen sind dauerhaft in der neuen Rettungswache stationiert.

Die Leitstelle

Über die vielen Monitore der Einsatz-Leitstelle wird nicht nur das Gebäude überwacht, sondern auch alle eingehenden Notrufe. Die Nachrichten werden von der Leitstelle dann aus weitergeleitet in die Fahrzeughalle. In dieser befinden sich Monitore, auf denen so viele Informationen wie möglich zum Einsatz für die ausrückenden Helfer bis zur letzten Sekunde übertragen werden.

 

Die Ampelanlage vor dem Gebäude

Der Blick aus der Feuerwache auf die Neubausiedlung gegenüber

Beim Ausrücken der Fahrzeuge regelt die Ampelanlage vor der Feuerwache den Verkehr. Andere Verkehrsteilnehmer werden auf Rot gestellt und können erst weiter, wenn die Einsatzkräfte weg sind.

Herr Haske erläuterte auch die Regelung zum Einsatz vom Martinshorn. Dieses will die Feuerwehr so sparsam wie möglich einsetzen. Erst ab der Kreuzung Wiedenbrücker Straße / Zur Axt müsse dann spätestens das Warnsignal eingeschaltet werden.

Wir möchten durch die Ampelsteuerung möglichst ohne Sondersignal ausrücken.

Tag der offenen Tür

Am letzten Samstag und Sonntag haben tausende von Bürgern die Chance ergriffen, sich ein Bild von der Feuerwache zu machen. Dabei gab es für große und kleine Gäste eine Menge zu entdecken. Kurzerhand wurde ein Sandhaufen für die Kleinsten zum Spielen angelegt. Außerdem konnten sich die Kinder an der Wasserspritze im Löschen eines Hausbrandes versuchen. Musik, Kaffee und Kuchen, Bier vom Zapfhahn und frische Bratwürstchen machten das Verweilen an der neuen Wache angenehm.

  

  

  

Fahrzeuge konnten inspiziert werden und es wurden Führungen durch das Gebäude angeboten. Kinder tobten auf der Hüpfburg, während andere Besucher dem Orchester der Feuerwehr lauschten, welches immer wieder den Tag über spielte.




Tag des Jugendfußball beim VFB Lette

Am Sonntag, den 3. September 2017 geht es in Lette am Sportplatz rund. Alle Kinder im Alter von 4- 10 Jahren sind eingeladen zum Fussball-Probetraining zu kommen. Für das leibliche Wohl von Eltern und Kinder wird gesorgt.

Der kleine Pepe Burguillos freut sich auf neue Fussballer im Verein.