Oelde hilft: Brand auf dem Ponyhof

Dicker Nebel und Rauch liegt über Oelde, man kann den Geruch von Qualm und Feuer bis hin zum Westring riechen. Die Ursache ist ein Brand auf einem Ponyhof nahe der Stadtgrenze Oelde – Rheda an der Autobahnabfahrt Oelde-Ost/Herzebrock.

Wie ein Familienmitglied gegenüber dem OELDER ANZEIGER sagte, konnten alle Tiere gerettet werden. Einige mussten mit Brandverletzungen in eine naheliegende Tierklinik gebracht werden. Die übrigen Pferde wurden zunächst auf umliegenden Höfen in der Nachbarschaft verteilt.  Zwei Anwohner wurden leicht  verletzt.

Es wird derzeit eine Liste angefertigt, wo die Tiere sind und was  an Soforthilfe benötigt wird. Insgesamt handelt es sich um das Schicksal einer siebenköpfigen Familie, ihrer Angestellten und von ca. 72 Pferden und Ponies.  Stall und Scheune sind komplett vom Feuer zerstört worden, das Wohnhaus ist nach ersten Angaben unbewohnbar. Was das Feuer nicht geschafft hat, wurde von Löschwasser in Mitleidenschaft gezogen. Über die Brandursache ist derzeit noch nichts bekannt.

Der Hof ist vielen Oeldern von den Volksfesten bekannt. Was aber viele Leute nicht wissen ist, dass die Ponies auch richtig geritten werden, dort auch Reitunterricht und Reiten für behinderte Kinder angeboten wird bzw. wurde. Es bestand auch seit längerem das Angebot, die Pferde im Wiedenbrücker Stadtwald zu Ausritten auszuleihen. Eine Reithalle befand sich gerade im Aufbau, um das Angebot zu erweitern und den Pferden auch witterungsbedingt bessere Bewegungsmöglichkeiten zu ermöglichen. Inwiefern der Betrieb aufrechterhalten werden kann, ist momentan noch nicht klar.

Durch einen frühzeitigen Hilfeaufruf in der Facebookgruppe „Du bist Oelder, wenn…“ haben den OELDER ANZEIGER hilfsbereite Stimmen erreicht. Redakteurin Sandra Förster-Campell leitete persönlich  die Liste mit Hilfsangeboten an die betroffene Familie weiter.

An dieser Stelle bedanken wir uns auch im Namen der betroffenen Familie recht herzlich beim Reit- und Fahrverein Oelde für das uneigennützige Angebot. Auch der Pferdeschutzhof Four Seasons in Rheda-Wiedenbrück ist bereit zu helfen. Weiter liegen auch private Angebote von Familien vor, die das Schicksal der betroffenen Familie und ihrer Tieren nicht kalt lässt.

Es werden Heu, Stroh, Sägespäne und ähnliches gebraucht. Auch Sattelzeug, Zaumzeug, Halfter, Decken und Pflegezubehör wurden ein Raub der Flammen. Schön wäre es, eine Möglichkeit zu finden, wo alle Tiere gemeinsam untergebracht werden können, damit man eine zentrale Futterstelle einrichten kann. Die Familie kommt zunächst bei Verwandten unter und hat somit die Möglichkeit, sich gegenseitig Trost und Kraft zu spenden.

Wer also konkrete Hilfe anbieten kann, bitte eine Mail an: Redaktion@Oelder-Anzeiger.de Wir leiten dann weiter.

 

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