Weihnachtsdekoration

Rene Zabel hat dem Oelder Anzeiger Fotos seiner wunderbaren Hausdekoration zugesendet.

Der Zwanzigjährige ist fleißig seit 16 Jahren beim alljährlichen Schmücken dabei und es kommt jedes Jahr etwas mehr Dekoration dazu. Bestaunen kann man den großen roten Nikolaus am Brandenburger Weg 9 in Oelde.

Wir danken Herrn Zabel recht herzlich für die Fotos.




Rückblick auf die Gedenkfeier zu Ehren der Juden in Oelde

Am 9. November 2017 versammelten sich rund 40 Menschen im Innenhof des Oelder Rathauses, um 6 Millionen verschleppter und ermordeter Juden zu gedenken. Im Innenhof steht ein Gedenkstein um an das grausame Verbrechen während des Hollocaust zu erinnern. Die Andacht leiteten Frau Christiane Glitscher-Krüger, Frau Elisabeth Lewanschkowski, Frau Doris Leeser und Zeitzeugin Frau Marietheres Krupp.

Es wurden über 100 Namen der ermordeten, deportierten und geflohenen Juden vorgelesen. Die Anwesenheit von Altglöckner Heinz Renk als Zeitzeuge war ebenfalls vorgesehen, er war an dem Abend jedoch verhindert und ließ seine Erinnerungen durch Frau Elisabeth Lewanschkowski verlesen.

Sieben rote Kerzen und eine abseitsstehende weiße Kerze mit einem Stein.

Doris Leeser erklärte, dass an dem Abend nicht nur an die ermordeten Juden gedacht werden solle, sondern auch an die 558 Fremdarbeiter, die in Oelde in den Kriegsjahren arbeiten mussten. Der Stein und die Kerze stünden für einen jungen Polen der wegen Diebstahls und wegen Widersetzlichkeit ohne Gerichtsverfahren in Oelde hingerichtet wurde. Der junge Pole wurde in „Stüers Büschken“ am Galgen erhängt. Dies geschah vor 75 Jahren am 12. Juni 1942.

Der Oelder Heinz Renk erinnert sich an die Hinrichtung und schrieb diese nieder.

Hinrichtung eines „Fremdarbeiters“ im Krieg von Heinz Renk

Ich entsinne mich, dass während des Krieges ein polnischer „Fremdarbeiter“ (das war die offizielle Bezeichnung) in Oelde in Stüers Büschken durch den Strang hingerichtet worden ist.

(Anmerkung d. Redaktion: Das Büschken nannte man früher das Gebiet wo heute der Radweg das Gymnasium mit der Albert-Schweitzer-Schule entlang des Axtbach verbindet. Wenn man vom alten Teil des Friedhofs über die Brücke in Richtung Kapelle geht, müsste die Stelle in Bachnähe ungefähr 50 bis 70 Meter in Richtung Gymnasium sein.

In dem Buch „Oelde, die Stadt in der wir leben“ wird kurz über die Exekution des Polen berichtet. Der Zeitzeugenbericht von Herrn Renk ist aktuell das detaillierteste Dokument, welches existiert)

Ich war 16 Jahre alt. Es war in Oelde allgemein bekannt, dass ein Pole den Polizei-Hauptwachtmeister Bönnemann im „Kittchen“ bei einem Fluchtversuch angegriffen und verletzt hat. Deswegen wurde er zum Tode durch Erhängen verurteilt.

Ob auch Ort und Datum der Hinrichtung allgemein bekannt waren, weiß ich heute nicht mehr. Ich entsinne mich nur, dass eine Handvoll neugieriger Halbwüchsiger mit mir hinter der Hecke waren, die den Friedhof damals von einer Kuhweide abgrenzte. Durch die Hecke konnten wir den ca. 200 bis 300 Meter entfernten Galgen auf der anderen Axtbachseite direkt gegenüber der Einmündung des Rathausbaches sehen, der als Balken zwischen zwei Eichbäumen befestigt war. Darunter war ein Tisch, auf dem der Verurteilte stand. Man sagte uns, der Tisch habe eine Klappe, die man öffnen könne, so dass der Delinquent, der eine Schlinge um den Hals hatte, hineinfiele und stranguliert würde. Durch Genickbruch sei er sofort tot.

Das alles konnten wir allerdings aus der Entfernung nicht genau sehen, denn wir mussten uns verborgen halten. Die Hinrichtung war nicht öffentlich. Die Brücke zwischen den beiden Friedhöfen, in deren unmittelbarer Nähe der Galgen errichtet worden war, gab es damals noch nicht. Das Brüggenfeld war Acker.

Ich konnte sehen, dass einige Personen anwesend waren und auch hören, dass etwas verlesen wurde. Verstehen konnte man das aber nicht. Ich entsinne mich nicht, Parteivertreter oder Uniformierte gesehen zu haben. Vermutlich waren einige Polizeibeamte anwesend, daran erinnere ich mich aber nicht.

Im Gedächtnis ist mir jedoch geblieben, dass nach der Hinrichtung polnische Fremdarbeiter im Gänsemarsch an dem Gehenkten vorbeimarschieren mussten. Nach heutiger Schätzung waren das zwischen 20 und 50. Viele taten das nur mit gesenktem Kopf.

Stüers Büschken ist ein schmaler Eichen-Auenwald entlang des Axtbaches. An seiner Ostseite war und ist auch heute noch eine ca. zwei Meter hohe Steilböschung, so dass der Hinrichtungsort gegen Sicht abgeschottet war. Durch Stüers Büschken lief nur ein Trampelpfad, auf dem wir als Kinder gerne und häufig spielten.

Ich habe heute (24.6.2014) den Ort aufgesucht und fotografiert. Ob die Eichen noch stehen, zwischen denen der Galgen stand, konnte ich nicht feststellen. Auch das Fundament der Gedenkplatte, die nach dem Krieg von mir Unbekannten dort angebracht worden ist, konnte ich nicht mehr finden. Ich habe die Platte ca. 1947 dort noch gesehen. Sie war etwar DIN A4 groß. Später sah ich nur noch das Fundament.

Erinnerungen der Zeitzeugin Marietheres Krupp an die Pogromnacht 1938

1938 war ich 12 Jahre alt und ging zur Volksschule in die sechste Klasse. Meine damalige Klassenlehrerin war in der NSDAP. Sie unterrichtete uns auch in biblischer Geschichte. Während einer Unterrichtsstunde sagte sie einmal, Jesus sei kein Jude, die Juden seien lange in ägyptischer Gefangenschaft gewesen. Auch meinte sie, alle Juden seien dumm. Darauf machte ich den Einspruch, dies könne nicht stimmen, Lore Fritzlar, eine jüdische Mitschülerin, sei auf die Töchterschule gegangen. In der Schulbücherei gab es Bücher gegen die Juden. An eines kann ich mich gut erinnern.

Frauen von links: Frau Lewanschkowski, Frau Glitscher-Krüger, Frau Leeser und Frau Krupp

Es saß ein dicker Mann, ein Jude, an einem Tisch. Er hatte eine große überdimensionale Nase, vor sich einen Teller mit einer gebratenen Gans und aß davon. Im Türrahmen stand ein dicker Priester, der mit dem Finger drohte und sagte:

»Du bist ein getaufter Christ und isst am Freitag Gans, das ist für Christen verboten.“ Darauf die Antwort des Juden: „Hab ich gesagt Gans sei Fisch, nun ist Gans Fisch.«

Die Bedeutung dieses Bildes ist folgende: Da aus der Gans kein Fisch wird, wird aus einem Juden kein Arier.

Es ist 76 Jahre her, Vieles ist in der Erinnerung verwischt. Am Morgen des 10. November ging ich wie immer zur Kirche. Ich weiß nicht mehr, ob etwas Besonderes auf dem Weg dorthin geschah. Nach der Messe ging ich zur Schule. Es war so merkwürdig still, die Menschen gingen eilig an mir vorbei oder standen zu zweit und flüsterten miteinander. Nun kam ich zum Textilgeschäft Weinberg auf der Langen Straße und war sehr erschrocken, aber auch neugierig.

Was war da nur passiert? Überall lagen Glassplitter verstreut; bis weit in die Straße hinein. Jetzt erst sah ich die zertrümmerte Schaufensterscheibe und konnte weit in den Raum hineinsehen. Im Schaufenster, es war in meiner Gesichtshöhe, lag alles durcheinander: die Scherben, die Stoffe waren mit Tinte übergossen und auseinandergerissen, die Schaufensterpuppen lagen zerbrochen und zermatscht darüber und verbreiteten einen fürchterlichen Gestank. Noch heute habe ich diesen Gestank in meiner Nase. Regale und alles Inventar war übereinander gekippt und zerschlagen. Ich ging weiter zur Schule. Was ich gesehen hatte, beschäftigte mich den ganzen Tag.

In der Pause hörte ich, dass die Jungen schulfrei hätten. Später erzählte man, der Lehrer, er war ein Nazi, hätte in der Nacht bei den Gräueltaten geholfen.

Nach Schulschluss ging ich auf dem Heimweg in die Synagoge. Da sie in einem Wohnhaus lag, konnte sie nicht verbrannt werden. Durch einen langen Flur, es war mir sehr unheimlich, gelangte ich in den Gebetsraum. Auch dort lag alles durcheinander: beschriebene Blätter, Gewänder, umgestürzte Kerzenhalter, Stühle und Bretter und vieles mehr. Durch die zerbrochene Scheibe konnte ich nach draußen sehen.

Da ich ein 12-jähriges Mädchen war, kann ich mich heute nicht mehr daran erinnern, was ich über all diese Ereignisse gedacht habe. Aber ich habe sie nie ganz vergessen.

Weiterer Bericht und Parallelen tun sich auf

Franz-Josef Speckmann

Nachdem die Geschichte dem Stromberger Heinz-Peter Speckmann zu Gehör kam, erinnerte sich dieser wieder, wie sein Vater früher oft in dem Busch mit ihm spazieren ging und von der Erhängung des Polen berichtete.

»Hier haben sie früher einen Polen erhängt.« sagte Franz-Josef Speckmann zu seinem Sohn damals.

Die Tochter von Heinz-Peter Speckmann, Lea, hatte im Jahre 2008 ein Interview mit dem Großvater Franz-Josef führen müssen für eine Arbeit des Unterrichts vom Johanneum Wadersloh Gymnasium.

Beim Zeitzeugenbericht von Lea Speckmann ging es im Interview unter anderem um die Ermordung des Polen.

Von Lea Speckmann

Erlebnisse, die mein Opa nie vergessen wird

Es gibt einige Erlebnisse in Opas Leben, die er niemals vergessen wird. Einige davon sind Erinnerungen, an die sich Opa gerne zurückerinnert und einige, die er vielleicht lieber vergessen würde:

Hinrichtung eines Polen

Früher befand sich ein Gefängnis auf dem Hermann-Johenning-Platz (heutige Polizei). Ein Pole, der dort gefangen gehalten wurde, soll, wie später gesagt wurde, einen Aufseher geschlagen haben.

Aus diesem Grund wurde er zum Tode verurteilt und öffentlich in Stührs–Büschken erhängt. Dies liegt zwischen dem neuen katholischen und dem evangelischen Friedhof.

Mein Opa und seine Freunde hatten sich in dem nahe gelegenen Kornfeld angeschlichen, wurden aber später von der Polizei entdeckt und noch vor der Erhängung verscheucht.

Sie hatten aber gesehen, wie herablassend die Polen behandelt wurden. Der Hebel, der die Klappe des Schafotts zum Fallen bringen sollte, musste von einem Polen gezogen werden. Die anderen Polen, die in der Nähe von Oelde als Kriegsgefangene gehalten wurden, mussten an dem Schafott vorbei gehen und zusehen wie der Verurteilte erhängt wurde.

Später errichtete man an dieser Stelle einen Gedenkstein, der an die schlimme Tat erinnern soll. Sogar mein Vater (Heinz-Peter Speckmann) kennt diesen Stein, da er in seiner Kindheit öfters mit meinem Opa dort war. Vor einiger Zeit wurde der Gedenkstein aber entfernt. Den Grund wusste mein Opa aber nicht.

Franz Josef Speckmann sieht man hinten links hier als jungen Mann bei der Westfalia Separator

Reichskristallnacht

Eine Essensmarke die die Familie Speckmann aufbewahrt hat

Auch mein Opa hat die „Reichskristallnacht“ (Pogrom gegen die Juden) am 9. November 1938 in Oelde miterlebt.

Die SS–Patrouillen hatten das gesamte Hab und Gut der Juden, die hier lebten, zerstört. Opa erinnert sich noch an die vielen Dinge, wie zum Beispiel Schranktüren und Porzellan, die nach dieser Nacht auf den Straßen zerbrochen lagen. Da alles aus den Fenstern geworfen wurde, schlug man diese ein.

Dieser Pogrom gegen die Juden trägt, auf Grund dieser vielen zerstörten Scheiben, den Namen „Reichskristallnacht“.




Otmar-Alt-Kalender in Innenstadt aufgestellt

Ab heute hat sich zum Weihnachtsbaum der bekannte Otmar-Alt-Kalender gesellt. Mit schweren Geräten rückte die Firmen Mario Holtewert GmbH und Buss GmbH & Co. KG Gebäudereinigung Oelde an, um das ca. 4 Meter hohe Tor in der Stadt aufzubauen.

Es wird gemütlich in Oelde

Der Oelder Advent auf dem Marktplatz

Von Montag, den 10. Dezember bis Freitag, den 22. Dezember wird für viele Oelder ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung gehen. Auf dem Marktplatz soll ein Pagodendorf errichtet werden und die Gäste werden mit einem facettenreichen Programm unterhalten.

Es wartet ein wirklich tolles Gewinnspiel auf die Gäste. Mit der stolzen Summe von 100 Euro gibt es einen täglichen Preis. Der Wochengewinn beläuft sich auf 500 Euro während der Hauptpreis mit 4.000 Euro zu Buche schlägt.

Entertainment…

Viele Preise warten auf Gewinner

gibt es täglich von unterschiedlichen Künstlern und Gruppen. Malcolm Holmes, Olaf Wittelmann, Akkordeon-

Ensemble Hohnerklang Oelde, der Chor Kalinka, Kinderlieder der Erich-Kästner-Schule oder Oelder Stadtgeschichten vom Theater Löwenherz sind nur einige der Acts, die wir hier erwähnen möchten.

Wann, wer und wo?

Eine genaue Auflistung der Auftritte entnehmen Sie bitte dem Programmblatt von Forum Oelde. (Link zu PDF Flyer)




Weihnachtsbaum aufgestellt

Ab heute ziert den Oelder Marktplatz ein traditioneller Weihnachtsbaum. Der Baum stammt aus Keitlinghausen. Wie auch im vorletzten Jahr hat  Thorsten Bittner von Elektro Köller bis in den späten Nachmittag geholfen, den Baum zu schmücken.

Hoch oben in der Tanne steht Thorsten Bittner mit Warnweste

Harter Job

Bei wirklich kalten 6°C und scharfem Wind konnten wir beim Fotografieren unten am Boden nur erahnen, was das oben im Korb des Hubsteigers für ein harter Job sein musste.
Sobald der Baum in seiner vollen Pracht steht, werden wir natürlich weitere Fotos einstellen.

ca. 14 Meter ging es hoch

Der Bauhof der Stadt Oelde hatte den Weihnachtsbaum aufgerichtet.

Nachtrag 19:00

Soeben erreichte uns das erste Foto mit Beleuchtung von Thorsten Bittner der nun endlich Feierabend hat.

 




Erlös vom Brezelverkauf für krebskranke Kinder

Es berichtet heute Albrecht Volbracht für Sie.

Der Advent ist die Zeit, in der sich die Christenheit auf das Weihnachtsfest, die Geburt Jesu, vorbereitet. Aus diesem Grunde bewirtschaften wir vom Verein Läuferherz e. V. den Brezelstand und stellen uns zusätzlich der Aufgabe, den an Krebs erkrankten Kindern zu helfen. Der Verein Läuferherz bewirtschaftet den Brezelstand in Oelde, Langestr. 22 von Samstag, 9. Dezember, bis Samstag, 16. Dezember.

Der Brezelstand mit Herz

Die Aktiven werden samstags und sonntags von 9:30 bis 18:30 Uhr, Montag bis Freitag von 14:30 bis 18:30 Uhr und an den Markttagen von 9:30 bis 12:30 Uhr Glühwein und leckere Brezel für die Besucher bereithalten.

Gerade die Advents- und Weihnachtszeit ist ein Freudenfest der Familien und wir möchten mit dem Erlös den an Krebs erkrankten Kindern Geborgenheit vermitteln.

Am Sonntagnachmittag, 10. Dezember, werden betroffene Eltern anwesend sein und über ihre persönlichen Erfahrungen Rede und Antwort stehen.

Die Botschaft eines Rundfunkbeitrages im Sommer 2010 im WDR Münster über die Kinderkrebshilfe hat in uns eine Bereitschaft ausgelöst, den an Krebs erkrankten Kindern zu helfen. Dieses Konzept ist aufgegangen und wir sind stolz auf unsere Aktivität. Ob Brezelstand oder jährlicher Münsterland-Sternlauf – beides ermöglicht finanzielle Hilfe für erkrankte Kinder und die Krebs-Forschung.

Seit fast zehn Jahren ging der Erlös des Brezel-Standes vor der Goldschmiede Büttner an den gemeinnützigen Verein “Sternenkinder“. In diesem Jahr werden wir vom Verein Läuferherz e.V., (die Mitglieder und Förderer) den Stand bewirtschaften, um mit dem Erlös den Kindern ein unvergessliches Fest zu bereiten.




Van Heus Outlet schließt

Der OUTLET-Store van Heus öffnet am kommenden Samstag zum letzten Mal seine Türen für die Kunden in Oelde. Der OELDER ANZEIGER hat mit einer Mitarbeiterin, die nicht genannt werden möchte, über die plötzliche Schließung gesprochen.

Viele Kunden freuen sich über den großen Rabatt

»Die Information kam erst vor knapp einer Woche«, berichtete uns die Frau, die das Geschäft als eigentlich gut besucht empfand. Was mit den Mitarbeitern geschehe, sei unklar und einiges dürfe nicht weitergesagt werden.

Eine nicht wirklich schöne Bescherung zu Weihnachten, die die Mitarbeiter dort serviert bekommen haben.

Die vanHeus GmbH mit Stammsitz in Herzebrock-Clarholz hat weitere Geschäftsräume in Gütersloh, Harsewinkel, Delbrück, Wiedenbrück, Verl und Marienfeld.

Kleiner Auftritt

Blickt man zurück auf den Frühlingseinkaufstag am 8. April 2017 in Oelde und die Neueröffnung des OUTLET-STORES, fragt man sich, ob von den Sanierungs- und Renovierungsarbeiten die Baumaterialien bereits richtig durchgetrocknet sind.

Der Eröffnungstag am 8. April

 




Was geht bei der »Glocke« vor?

Rumort es bei der Oelder »Glocke«? Darauf lässt das plötzliche Ausscheiden des bisherigen Stellvertretenden Chefredakteurs Dirk Baldus schließen. »Glocke«-Urgestein Baldus wirkte seit neun Jahren als rechte Hand des Chefredakteurs Fried Gehring und leitete zuvor alle Zentral- und Lokalredaktionen in Auftrag durch Fried Gehring. Der OELDER ANZEIGER recherchierte den spektakulären Vorgang.

Unter der rund 230-köpfigen »Glocke«-Belegschaft schlug die Nachricht vom Ausscheiden des bisherigen Stellvertretenden Chefredakteurs Dirk Baldus wie eine Bombe ein. Anmerkung d. Redaktion: In einem Schreiben vom 18.11. weißt Fried Gehring darauf hin: »Über das Ausscheiden des Herrn Baldus wurde die Belegschaft, wie in solchen Fällen üblich, durch die Geschäftsführung informiert. Eine solche Personalie wird nicht publiziert«

Heimlicher Wechsel an der Redaktionsspitze?

Der Leserschaft der Heimatzeitung wurde die Trennung verschwiegen. Nur wer täglich das Impressum verfolgte, entdeckte, dass von einem Tag auf den anderen der Name Dirk Baldus getilgt war. Baldus war seit Juli 2008 Stellvertretender Chefredakteur der »Glocke« und galt als treuer Mitarbeiter der Redaktion.

Das Impressum der Glocke bis zum 14. September

Das aktuelle Impressum der Glocke

Gegenüber dem OELDER ANZEIGER bestätigte Fried Gehring offiziell in einem Schreiben, dass Dirk Baldus den Verlag verlassen hat.

»Dirk Baldus hat sich mit hohem Einsatz große Verdienste um die „Glocke“ erworben. Seiner Entscheidung, den Verlag
zu verlassen, begegnen wir mit Respekt, es begleiten ihn unsere guten Wünsche.«, schreibt Gehring in seiner Antwort auf unsere Anfrage. Relativierend weist der amtierende »Glocke«-Chefredakteur darauf hin, dass schon einige ehemalige Mitglieder des Redaktionskollegiums der „Glocke“ andernorts zu hohen beruflichen Ehren gekommen sind: »So wurde Thorsten Strauß zunächst Leiter der Unternehmenskommunikation bei Arvato, dann bei Bertelsmann, ist heute in leitender Position bei der Deutschen Bank tätig. Ralf Geisenhanslüke prägt als Chefredakteur der Neuen Osnabrücker Zeitung die multimedialen Inhalte dieses Verlages, der inzwischen die gesamte Medienholding Nord übernommen hat.«

Künftig wird die Redaktion der »Glocke« von Fried Gehring geführt. In die Redaktionsleitung neu aufgenommen wurde Nicolette Bredenhöller.

Toll: Die »Glocke« wird nicht verkauft!

Gerüchte, die »Glocke« soll an Wettbewerber veräußert werden, weist Gehring zurück:

»Wie sich Gerüchte entwickelt haben könnten, dass die „Glocke“ verkauft werden soll, verstehe ich nicht. Wir stehen auf einem soliden finanziellen Fundament, legen größten Wert auf unsere Unabhängigkeit.«

Allerdings ist die verkaufte Auflage des Heimatblattes seit 1998 (04.1998 – 03.2017) um 19,9 Prozent gesunken. Das entspricht einem Rückgang von 12.813 Stück. Mit ihren sechs Lokalausgaben erreicht »Die Glocke« laut IVW noch eine verkaufte Auflage von 51.685 Exemplaren. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 90 Prozent. Die »Glocke« legt nach Aussagen ihres Rechtsvertreters, Dr. Ralf Petring, Wert auf die Feststellung, dass diese Zahlen den diesbezüglichen Branchentrend, der mehr als doppelt so hoch ist, »deutlich unterschreiten«.

Quelle www.ivw.eu

Als mögliche Kandidaten für die Übernahme der »Glocke« gelten deren Wettbewerber »Westfälische Nachrichten« (»Münstersche Zeitung«, «Ahlener Zeitung«), »Neue Westfälische« und »Westfalen-Blatt«.

War der Verkauf der Buchhandlung Signal?

Das Foto zeigt die ehemalige Buchhandlung Holterdorf

In diesem Zusammenhang erinnern Beobachter an die Schließung der traditionsreichen Buchhandlung Holterdorf am 1. Januar 2016. Der OELDER ANZEIGER hatte am 22. August 2014 aufgedeckt, dass die Immobilie zum Preis von  750.000,- von der Sparkasse Münsterland-Ost angeboten wurde. Dirk Holterdorf, Geschäftsführender Gesellschafter der E. Holterdorf GmbH & Co. KG hatte seinerzeit die Verkaufsabsicht in einem Telefongespräch mit Torsten Schwichtenhövel vom OELDER ANZEIGER bestätigt. Dabei wurde abgewiegelt: »Ob die Buchhandlung in den Räumlichkeiten bestehen bleibt oder umzieht ist ungewiss.«

Tatsächlich wurde die Buchhandlung dicht gemacht und die Immobilie am Markt 1 an die Oelder Familie Heinz, Christoph und Georg Junkerkalefeld verkauft. Für Oelde war die Schließung der Buchhandlung ein kultureller Schock, zumal es keine Alternative vor Ort gibt.

Vor diesem Hintergrund ist es kein Zufall, dass nicht nur Medienexperten die Zukunft der »Glocke« aufmerksam beobachten.




Heute Sponsorenlauf für ein neues Spielgerät

Die Mitglieder des Vereins der Freunde und Förderer des St. Johannes Kindergartens kamen im Kindergarten zur Jahresversammlung zusammen. Die Kassenprüfer bescheinigten der Kassenwartin Dr. Catharina Namislo eine einwandfreie Amtsführung und beantragten die Entlastung des Vorstandes, der von der Versammlung einstimmig gewährt wurde. Aus den Mitteln des Fördervereins konnten im vergangenen Kindergartenjahr unter anderem ein Deeskalationstraining für die angehenden Schulkinder und der Bustransfer für die Waldwoche mitfinanziert werden.

Zurückblicken konnte der Vorstand außerdem auf eine gelungene St. Martins-Feier im Vier-Jahreszeiten-Park sowie auf den Kindergarten-Flohmarkt zu Beginn des Jahres. Einige Waffelback-Aktionen brachten ebenfalls etwas Geld in die Fördervereinskasse.

Für das gerade angefangene Geschäftsjahr steht eine größere Anschaffung an: Das alte Schiff, ein umgebauter Bauwagen war derart baufällig geworden, dass eine Rettung zu kostenintensiv und nicht sinnvoll gewesen wäre. Die im Außengelände inzwischen frei gewordene Fläche soll nun durch ein neues Spielgerät wieder aufgewertet werden. „Insbesondere für die älteren Kinder fehlen Anreize zum Klettern“, so die Kindergartenleiterin Frau Angelika Meyer. Da dieses Gerät nicht allein aus Fördervereins-Mitteln angeschafft werden kann, wird nun am kommenden Freitag, dem 6. Oktober ab 16 Uhr auf dem Parkplatz vor dem Kindergarten ein Sponsorenlauf veranstaltet. Leider musste die Veranstaltung bereits einmal aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse verschoben werden, so dass nun alle Verantwortlichen auf besseres Wetter hoffen, um den Sponsorenlauf durchführen zu können. Natürlich sind auch Interessierte und Freunde herzlich eingeladen, die Kinder anzufeuern oder auch durch eine Spende zu unterstützen! Für das leibliche Wohl im Anschluss sorgen neben dem Förderverein der Elternrat und die Erzieherinnen. 

Auf der Wunschliste des Kindergartens stehen noch weitere Dinge wie beispielsweise ein neues Bällebad, eine neue Küchenzeile für die Pinguingruppe oder Federwippen für den Außenbereich, die im Anschluss angegangen werden sollen. Natürlich freut sich der Förderverein immer über finanzielle Unterstützung, um dem Kindergarten diese Wünsche erfüllen zu können.

Im Vorstand hat es keine Veränderungen gegeben. Bei der Wahl zur stellvertretenden Vorsitzenden wurde Antonia Hegemann in ihrem Amt bestätigt. Ebenso wurden Stefanie Gläsker als stellvertretende Kassenwartin und Eva Hermeier als stellvertretende Schriftführerin einstimmig wiedergewählt. Die Kasse wird im kommenden Jahr von Dr. Nina Hüper und Hayati Basarir geprüft. Michael Vennewald als Vorsitzender, Katrin Stapel als Schriftführerin sowie Dr. Catharina Namislo komplettieren den Vorstand.

Auf dem Foto ist der aktuelle Vorstand zu sehen: (vorne kniend) Antonia Hegemann, Michael Vennewald, Eva Hermeier, (hinten stehend) Angelika Meyer, Stefanie Gläsker, Hayati Basarir, Dr. Catharina Namislo, Katrin Stapel

 

Angelika Meyer dankte in ihrer Funktion als Beisitzerin und Kindergartenleitung dem Vorstand für sein Engagement und hofft auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit zum Wohle der Kinder des Johanneskindergartens.

Können (Wollen) Sie den Förderverein unterstützen, oder haben Sie Fragen, Anregungen? Senden Sie eine Mail an foerderverein-johannes@gmx.de 




Oelder Klimaschutzpreis 2017

Die Stadt Oelde und die Energieversorgung Oelde loben zum fünften Mal den „Oelder Klimaschutzpreis“ aus. Marita Brormann, Vorsitzende des Umweltausschusses, Stefanie Gröne als Klimaschutzmanagerin der Stadt Oelde sowie Stefan Werner von der Energieversorgung Oelde gaben gestern den Startschuss für die Bewerbungsphase.

Stefan Werner Leiter EVO-Vertrieb, Marita Brormann Bunbniss 90/ Die Grünen, Klimaschutzmanagerin Stefanie Gröne

In erster Linie geht es um Projekte, die für Natur und Klima etwas Gutes tun: Fahrrad fahren statt Auto, Abfall vermeiden, Energie sparen oder regenerativ erzeugen, Biotope anlegen und pflegen, etc.

Frau Stefanie Gröne:

Wir freuen uns besonders über viele kleine Beiträge, die möglichst viele zum Nachmachen anregen sollen, so wie die Preisträger aus dem letzten Jahr.

Hierzu gehört die Familie Edelmeyer, die, wann immer möglich, das Auto stehen lassen und möglichst alle Strecken mit dem Fahrrad zurücklegen, der Kindergarten St. Marien Oelde, mit ihrem extra für Kinder entwickelten Umwelt-Konzept sowie die Hauptpreisträger Yvonne und Ralf Junkerkalefeld, die beim Neubau ihres EDEKA-Marktes Oelde komplett auf energieeffiziente Technik und eine FCKW-freie Kühlung der Lebensmittel setzen.

Das Preisgeld wird von der Energieversorgung Oelde als Sponsor bereitgestellt und beträgt insgesamt 1.000 Euro. In Frage kommen z. B. vorbildliche Sanierungsmaßnahmen zur Einsparung von Energie, Ideen zur Steigerung von Energieeffizienz oder zur Förderung klimaneutraler Mobilität, die Erzeugung und Nutzung von Erneuerbarer Energie, Recycling oder Verwertung von Abfällen oder die Anlage und Pflege von naturnahen Biotopen und Grünflächen.

Bewerben können sich Einzelpersonen oder Gruppen, Verbände, Vereine und Schülergruppen, die in Oelde wohnen, lernen oder arbeiten oder deren Projekt auf dem Gebiet der Stadt Oelde realisiert wurde und den Klimaschutz voranbringen.

Die Bewerbung sollte allgemeine Angaben zum Projekt beinhalten und neben einer kurzen Vorhabenbeschreibung auch den Zeitraum der Umsetzung sowie den Beitrag zum Klimaschutz beschreiben.

Der Einsendeschluss ist am 31. Dezember 2017.

Weitere Informationen: www.klimaschutz-oelde.de oder bei der Klimaschutzmanagerin Stefanie Gröne, Tel. 02522 / 72 -463 oder per E-Mail an stefanie.groene@oelde.de.




Vorstellung erster Ideen für die Umgestaltung des Marktplatzes

Am morgigen Dienstag, den 12. September 2017, findet um 18.00 Uhr in der Aula der Realschule Oelde eine Vorstellung erster skizzierter Ideen statt. Diese haben drei Planungsbüros ausgearbeitet.

Wann und wo?

Aula Realschule Oelde

Bultstraße 20

59302 Oelde

18.00 Uhr

Hintergrundinformationen finden Sie hier in unserem Vorbericht.