Ausstellung zum Advent Atelier Pit Weber

A uch in diesem Jahr findet in den Räumen des Kunstfördervereins Pit Weber die Weihnachtsausstellung statt. Diese wird von 12 Ausstellern gestaltet.

Wer auf der Suche nach dem ein oder anderen besonderen Geschenk ist, könnte hier fündig werden. Die ausstellenden Künstler sind Mitglieder des Kunstfördervereins.

Mechthild Berkenheide (Textiles) Elisabeth und Peter Lewanschkowski (Scherenschnitte, Postkarten) Elsbeth Thüner-Loges (Keramik) Ludger Bischoff (Bilder)  Josef Raker (Eichenholzkrippen) Gerda Richter (Textiles) Rainer Brüggenkamp (Holzschnitzarbeiten) Simone Reinker (Gold- und Silberschmuck)  Marita Utlaut (Prosa auf Postkarten) Werner Fricke (Kunst auf Postkarten) Edda Patzwahl (Puppenhäuser, Rezeptbücher etc)

Verlosung

Wie jedes Jahr findet wieder eine Verlosung am Sonntag, dem 3.12.2017 um 17.00 Uhr statt.

Wann und wo?

Zur Dicken Linde 37 in Oelde

Immer mittwochs, samstags und sonntags von 15.00 bis 18.00 Uhr bis zum 03.12.2017

 

Philosophischer WDR 5-Radio-Salon im Haus Nottbeck

Philosophieren in inspirierender Atmosphäre: Moderator Jürgen Wiebicke und das „Philosophische Radio“ von WDR 5 laden zum Mithören und -diskutieren auf das Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde-Stromberg ein. Am Donnerstag, dem 23. November, bietet sich die Gelegenheit, Wiebickes anregendem Austausch mit dem Schweizer Philosophen Yves Bossart beizuwohnen. Ab 20.00 Uhr sprechen die Herren des Geistes über das Thema „Gelassenheit“. Continue reading

Tilman Allert liest aus „Der Mund ist aufgegangen.“

Eine ganz besondere Lesung erwartet die Zuhörer am morgigen Sonntag, den 19. November, auf dem Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde-Stromberg.

Tilman Allert, Copyright Uwe Dettmar

Im Mittelpunkt stehen kulinarische Genüsse, denen unwiderruflich der „Geschmack der Kindheit“ anhaftet: Himbeer-Bonbons, Lakritze, Zuckerwatte, Vivil-Pastillen und mehr. Zusammengetragen wurden geschmacklichen Verheißungen in dem Buch „Der Mund ist aufgegangen“ von Tilman Allert, der mit Werken wie „Latte Macchiato“ oder jüngst „Gruß aus der Küche“ eine ebenso eloquente wie heitere „Soziologie der kleinen Dinge“ betreibt. Nun gibt der Autor und Kolumnist in amüsanten Capriccios Geschmacksgeschichten aus der Zeit des Wirtschaftswunders zum Besten. Ein nostalgischer Hochgenuss, ganz ohne jeden „klebrigen Beigeschmack“ (Walter Gödden im Westfalenspiegel). Allerts Gartenhaus-Lesung aus „Der Mund ist aufgegangen. Vom Geschmack der Kindheit“ beginnt um 16.30 Uhr – und wird sicherlich auch mit der einen oder anderen Leckerei garniert. Continue reading

Wagners »Ring des Nibelungen« in Oelde

Wer bislang einen Riesenbogen um Richard Wagners verwirrend-pompöse Oper »Der Ring des Nibelungen« gemacht hat, kann sich jetzt bei freiem Eintritt im Kultursalon Wiegelmann davon überzeugen, was es wirklich mit diesem Gesamtkunstwerk auf sich hat.

Am Freitag, dem 17. November um 19.30 Uhr erzählt und übersetzt Opern-Kenner Ruprecht Frieling die monumentale, ergreifende und bodenlos tiefe Geschichte vom »Ring« als spannendsten Krimi der Opernwelt. Continue reading

Musical „Lupinia Silbermond“ an der Overbergeschule

Ein kleines aber feines Musical-Märchen führten am letzten Donnerstag die Streicher und Chorkinder der gesamten 4a der Overbergschule vor.

Die Musik des Stückes entsprang dabei der Feder von Dr. Wolfgang König, während das Libretto von Veronika te Reh stammt. Beide sind durch unzählige Musicals und Inszenierungen weit bekannt.

Die Streicher- und Chor-Kinder werden grundschulbegleitend von der Musikschule Beckum-Warendorf an der Overbergschule ausgebildet. Continue reading

Ausstellung „Zwischen den Welten“ von Jochen Kublik

Noch bis Sonntag, den 8. Oktober zeigt der namhafte, in Oelde bekannte Künstler, Jochen Kublik, seine Arbeiten im Kunstförderverein Pit Weber, Zur Dicken Linde 37 in Oelde. Er ist Oelde verbunden, machte er doch 1982 hier sein Abitur, hatte Ausstellungen im Rathaus, in Pott’s Brauerei, nahm an der Landesgartenschau teil und besucht heute oft seine Mutter.
Sein Studium an der Fachhochschule Münster beendete er als Diplom-Designer und war Mitglied im Kreiskunstverein.

© Jochen Kublik, Titel: Reiseerzählungen

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Disco bei Tanzschule Wiesrecker

Am 30. September 2017 findet bei der Tanzschule Wiesrecker in Oelde ab 19.00 Uhr eine Tanzveranstaltung statt. Einer Einladung von Holger Wiesrecker ist der OELDER ANZEIGER gerne gefolgt, um mit dem Tanzlehrer vieler Jugendlicher und Erwachsener zu sprechen.

Holger Wiesrecker berichtete uns, dass die 120-Jahr-Feier im Vorjahr sehr gut besucht war und er diese jetzt zum 121. Bestehen der Tanzschule wiederholen wird.

Bei der Veranstaltung geht es primär um Gäste der Altersgruppe 25+, aber auch jüngere werden nicht nach Hause geschickt werden. Continue reading

Gartenbistro Waldikowski öffnet heute wieder

Stefanie Waldikowski lädt heute am 19. August ab 17.00 Uhr in Oelde zum Bistro in Oelde ein. Das kleine Gartenbistro öffnet am Stadtgarten 14 ,aber nicht mit der Absicht, Gewinne zu erwirtschaften. Der gesamte Erlös wird den Pferderettern aus Harsewinkel gespendet. Diese haben das Pferd Equiwent aus Rumänien sprichwörtlich gerettet. Continue reading

Denkmalstreit in Münster: Wohin mit Paul Wulf?

Aus luftiger Höhe schaut Paul Wulf auf Münster
Fotos: © Ruprecht Frieling

Seit zehn Jahren steht das 3,40 m hohe Denkmal für den im NS-Regime zwangssterilisierten Paul Wulf auf dem Münsteraner Servatiiplatz und überstand dort manche Attacke seiner Gegner. Nun soll der Platz saniert werden, Paul Wulf soll von der Bildfläche verschwinden. Wer war der Mann und wen stört er?

Paul Wulf wurde 1921 in Essen geboren. Seine Eltern waren einfache Arbeiter, sie gaben den Jungen aus materieller Not 1928 in ein katholisches Kinderheim. Von dort aus wurde er 1932 in die jugendpsychiatrische »Idiotenanstalt« nach Marsberg verlegt. Hier lebten aufgrund fehlender Heimplätze gesunde und »kranke« Kindern unter menschenunwürdigen Bedingungen zusammen.

Paul Wulf erlebte den Rassenwahn

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde Paul mit rassenhygienischen Maßnahmen konfrontiert. Dahinter verbarg sich die Eugenik, deutsch auch Erbgesundheitslehre, die das Ziel hatte, Massenmorde als an »lebensunwert« definierten Menschen zu rechtfertigen. Bereits 1929 hatte Adolf Hitler auf dem Reichsparteitag in Nürnberg im Rassenwahn erklärt, »würde Deutschland jährlich eine Million Kinder bekommen und 700.000 bis 800.000 der Schwächsten beseitigt, dann würde am Ende das Ergebnis vielleicht sogar eine Kräftesteigerung sein.«

Pauls Eltern wollten ihren Jungen vor der Gaskammer retten und stellten einen Entlassungsantrag. Der Anstaltsleiter teilte ihnen jedoch mit, dass dem Antrag aufgrund von Pauls »angeborenem Schwachsinn ersten Grades« nur in Verbindung mit einer Sterilisation zugestimmt werden könne. Schweren Herzens stimmten die Eltern der Zwangssterilisation zu. So wurde der 16-jährige eines der vielen Opfer des »Erbgesundheitsgesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses«.

Paul Wulf als Antifaschist

Nach seiner Entlassung aus der Anstalt arbeitete Paul Wulf während des Zweiten Weltkrieges gegen das Naziregime. Er konspirierte, wie der Münsteraner Soziologe und Sprecher des »Freundeskreis Paul Wulf« Dr. Bernd Drücke recherchierte, mit französischen Kriegsgefangenen, gab Informationen an sie weiter und verübte kleinere Sabotageaktionen. Den Einmarsch der Alliierten erlebte er als Befreiung. Doch er musste schon bald sehen, dass viele der alten NS-Schreibtischtäter auch in der Bundesrepublik Schlüsselpositionen besetzten und gesellschaftliches Ansehen genossen, während er aufgrund seiner offen ausgesprochenen sozialrevolutionären Gedanken selbst in Zeiten der Vollbeschäftigung arbeitslos und arm war.

Stellvertretend für die ca. 400.000 im nationalsozialistischen Deutschland Stück zwangssterilisierten Menschen setzte sich Paul Wulf für eine Entschädigung der Überlebenden ein. Er recherchierte die Nazivergangenheit Münsteraner Mediziner und dokumentierte die Taten des Zwillingsforschers Professor Verschuer, der eng mit seinem Schüler, dem KZ-Arzt Josef Mengele, zusammengearbeitet hatte. Während Verschuer bis zu seinem Tod 1969 Inhaber des Lehrstuhls des neu gegründeten Instituts für Humangenetik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster blieb, erstritt Wulf erst 1979 das Recht auf eine bescheidene Erwerbsunfähigkeitsrente.

Bis zur seinem Tod am 3. Juli 1999 in Münster blieb Paul Wulf eine weit über die Grenzen der erzkatholischen Bischofsstadt bekannte Figur des antifaschistischen Widerstands und Kämpfer für soziale Gerechtigkeit. 2012 wurde der nach einem Naziarzt und Eugeniker benannte Jöttenweg in Paul-Wulf-Weg umbenannt.

Streit um Paul-Wulf-Denkmal

In Form einer Litfasssäule informiert das Paul-Wulf-Denkmal über den Rassenwahn der Nazizeit

Im Rahmen der alle zehn Jahre in Münster stattfindenden Skulpturprojekte schuf die Künstlerin Silke Wagner zum Thema »Geschichte von unten« ein Denkmal für Paul Wulf. Diese Skulptur wurde 2007 von den Lesern der »Münsterschen Zeitung« zum beliebtesten Standbild gewählt. Dennoch kam es zu einem politisch motivierten erbitterten »Skulpturenstreit«, und das Denkmal musste auf Druck von CDU und FDP abgebaut werden. Der Freundeskreis sammelte Geld, um die Skulptur zu kaufen und am 5. September 2010 auf dem Servatiiplatz der Öffentlichkeit zu übergeben.

Dort steht die Säule seitdem und klärt über die Untaten des NS-Regimes an Kinder und Jugendlichen auf. Im Zuge der geplanten Umgestaltung des Platzes entbrennen erneut Diskussionen um die Zukunft des Denkmals. Konservative Kreise versuchen unverändert, Paul Wulf einzumotten. Ob ihnen dieses gelingt oder ein würdiger Standort für das Mahnmal gefunden wird, erweist sich in den nächsten Monaten.

Mehr als 70 Jahre nach dem Zusammenbruch des »Tausendjährigen Reiches« wird sich am Beispiel von Paul Wulf zeigen, wie kritisch Münster mit der eigenen Vergangenheit umgeht.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf RuprechtFrieling.de

Rückblick auf die Lesung von Ruprecht Frieling

Oelde-Stromberg im Juni 2017. Auf dem Kulturgut Haus Nottbeck fesselte Autor, Verleger, Blogger, Journalist, Talente-Förderer und netter Zeitgenosse Ruprecht Frieling vor kurzem an die 80 Zuhörer bei der Lesung aus seinem Buch „Der Bücherprinz“. Dabei ging es u.a. um ein großes Kapitel des Herforder Jaguar-Clubs, in dem sich der Oelder einst rumgetrieben hatte auf der Jagd nach Stars und Sternchen. Das Kulturgut Haus Nottbeck hat aktuell eine Ausstellung zur Erinnerung an den besagten Club (der OELDER ANZEIGER berichtete), an die die Lesung anknüpfte.

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