Kuchen und Kunst bei Stutenbäumer

Konditorei Stutenbäumer

Gemütlich und lecker ist es bei Stutenbäumer

In der kleinen gemütlichen Konditorei Stutenbäumer in der Fußgängerzone in der Oelder Innenstadt werden nicht nur leckere Kaffee- und Kuchenspezialitäten gereicht, sondern man hat auch die Möglichkeit, nebenbei interessante Kunst zu betrachten.

Die Künstlerin Barbara Davis stellt dazu aktuell viele verschiedene Kunstwerke auf den beiden Ebenen des beliebten Kuchentempels aus. Wer also bei dem derzeit schlechten Wetter nichts vorhat, sollte sich mal einen Kaffee gönnen und einen Blick riskieren.

Die Künstlerin Barbara Davis:

Barbara Davis lebt und arbeitet seit 1984 in Deutschland.

Konditorei StutenbäumerKonditorei StutenbäumerKonditorei Stutenbäumer

Ihren Bachelor sowie Master-Abschluss hat sie bereits in ihrem Heimatland USA, Kalifornien,  absolviert. 1997 hat sie mit anderen Künstlern in Herzebrock-Clarholz den Kunstverein Gruppe 13 gegründet und dieses Jahr feiern sie ihr 20-jähriges Jubiläum.

Konditorei Stutenbäumer, Barbara DavisFrau Davis arbeitet mit verschiedensten Materialien: Papier, Öl, Acryl auf Leinwand, Holz, Plastik, Glas. Die Arbeiten sind häufig Zusammenstellungen mit Überlagerungen verschiedener Materialien und beziehen sich sowohl auf den elektrischen kulturellen Hintergrund ihrer japanisch-irisch-amerikanischen Herkunft als auch auf die hektische Aktivität ihres täglichen Lebens. Als Kunsterziehrin bringt sie ihren Schüler/innen unterschiedliche Techniken bei. Einige der für den Unterricht als Anschauungsmaterial entstandenen Pastellkreide-Zeichnungen von Stilleben, Landschaften und Tieren, sind in der neuen Ausstellung bei Martin Stutenbäumer bis Ende Juni 2017 zu sehen.

Frau Lidija Ilieva und Ewa Enenkiel-Tkaszyk; Konditorei Stutenbäumer

Frau Lidija Ilieva und Ewa Enenkiel-Tkaszyk beim gemeinsamen Café

Als sehr schön und erfrischend empfindet Lidija Ilieva die Kunstwerke, während ihre Freundin aus Osnabrück, Frau Ewa Enenkiel-Tkaszyk, die Eulen besonders mag.

Konditorei Stutenbäumer, Barbara Davis

Praktikant von Fr. Davis, Noah Nickel, Herr Stutenbäumer und Fr. Davis © Foto Stutenbäumer

Wann und wo?

Café Stutenbäumer

Lange Straße 2
59302 Oelde
Tel: 02522 62220

Öffnungszeiten:
Di-Fr 8:30-18:00
Sa     8:30-17:00
So   14:00-18:00
Montag Ruhetag




Syrien – Zwei Brüder ziehen Zuhörer in ihren Bann

Hamed und Ahmed Alhamed sind seit 15 Monaten in Deutschland, seit letztem Herbst teilen sie die Eindrücke und Erlebnisse ihrer Flucht aus Syrien. 170 Zuhörer lauschten den Erzählungen am Donnerstagabend, den 2. März 2017 im Bürgerhaus in Oelde. Doch der Abend begann für Hamed bereits vor der ersten Geschichte überraschend.

Ein voller Saal im Bürgerhaus. Die Erwartungen der Veranstalter wurden weit übertroffen.

Am Donnerstagabend luden der Ortsverein Oelde des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und die Familienbildungsstätte Oelde-Neubeckum zu einem Vortrag der beiden Brüder Hamed und Ahmed Alhamed ein. Die Brüder stammen aus Syrien, sind vor 15 Monaten jedoch nach Deutschland geflüchtet. Mittlerweile wohnen sie in Ennigerloh. Seit Herbst letzten Jahres erzählen sie in ihrer neuen Heimat ihre Geschichte.

„Keine alternativen Fakten, sondern Erfahrungen aus erster Hand.“

Ingo Baum berichtete von den Anfängen der Flüchtlingsarbeit in Oelde

Dieter van Stephaudt fand direkte Worte zur Begrüßung

Dieter van Stephaudt, Leiter der Familienbildungsstätte Oelde-Neubeckum, eröffnete den Abend und fand direkte Worte zur aktuellen politischen Entwicklung in Deutschland und der Welt.

In einer Zeit, in der alternative Fakten das Geschehen in der Welt bestimmen, wollen wir heute den beiden zuhören. Heute Abend gibt es keine alternativen Fakten, sondern Erfahrungen aus erster Hand.

, so van Stephaudt. Diese Worte fanden bei den 170 Besuchern großen Zuspruch. Ingo Baum, Rotkreuzleiter des DRK-Ortsvereins Oelde, berichtete über die Oelder Flüchtlingsunterkunft „Am Landhagen“. Diese wurde vom DRK ehrenamtlich aufgebaut und betreut, bis hauptamtlich Angestellte dies übernahmen.

Wir haben in der Flüchtlingshilfe viele freundliche und aufgeschlossene Menschen kennengelernt und konnten viel von ihnen erfahren.

Baum schloss mit einer Bitte:

Im Saal stehen Spendendosen. Die Brüder bekommen kein Geld für ihren Vortrag. Die gesammelten Spenden gehen an die Familie der beiden, die noch in Syrien lebt.

Syrien vor dem Krieg – bunt, freundlich und offen

In seinen Händen hält Hamed Alhamed seinen Asylbescheid.

Als Hamed Alhamed das Wort übertragen wurde, musste dieser kurz nach Worten suchen.

Ich bin sprachlos. Das Papier hier in meinen Händen ist mein Asylbescheid für drei Jahre. Ich habe lange gewartet, aber ich darf bleiben.

sagte er sichtlich ergriffen. Die Bescheinigung wurde ihm noch im Bürgerhaus von seinem Rechtsanwalt überreicht.

Ihr erstes Getränk gebe ich aus.

fügte er in Richtung seines Anwaltes hinzu.

Die Präsentation der beiden begann mit Bildern und Filmen, die man in Deutschland kaum noch kennt. Syrien vor dem Krieg – bunt, freundlich und offen. Doch diese Bilder änderten sich. Und mit ihnen die Stimmung bei den Besuchern. Das letzte Lächeln verschwand, als die ersten Schüsse aus den Lautsprechern zu hören und die ersten Explosionen auf der Leinwand zu sehen waren. Aus allen Stadtteilen Oeldes und allen Generationen waren Besucher vertreten. Hamed und Ahmed waren begeistert.

Trotz aller Hetze und Gerüchte: Es gibt immer Menschen, die so etwas hören wollen. Sie interessiert unsere Geschichte. Und das macht uns froh.

Warum Karneval?

Sprache, Kultur, Regeln und Bräuche. Dinge, die ein neuer Bürger erst lernen muss. Ein Beispiel für die Schwierigkeiten bei der Sprache war „Kommst‘ klar?“ „Da fehlt etwas.

Wie sollen wir eure Sprache lernen, wenn ihr sie nicht richtig sprecht?

fragte Hamed in das Publikum. Ein Lachen schallte durch den Raum, die Stimmung war gehoben.

Es gibt Traditionen, die verstehe ich nicht.

fuhr er fort.

Karneval. Warum? Ich verstehe es nicht! Bier trinken gehört dazu, das habe ich verstanden.

Abschluss fand die Präsentation mit einem Video, welches den Alltag heute darstellt. Erstellt wurde dieses Video von Hamed, der in Syrien als Lehrer und Grafikdesigner tätig war. Hilfe hatte er von Freunden, die er in Deutschland kennengelernt hat.  Auch der Abend wurde von einer Freundin der beiden Brüder begleitet. Jana Nivelnkötter übersetzte an Stellen, an denen das Deutsch der beiden, welches „für die kurze Zeit in Deutschland schon sehr gut“ sei, nicht ausreichte und sie so Englisch sprachen.

Ein gelungener Abend trotz des ernsten Themas

Waren mit der Veranstaltung zufrieden: v.l.: Ingo Baum, Michael Schmidt (DRK), Dieter van Stephaudt, Sandra Senger (Familienbildungsstätte), Hamed Alhamed, Ahmed Alhamed und Jana Nivelnkötter

Hamed war auch am Ende der Veranstaltung noch sprachlos:

Ein voller Raum, viele interessierte Menschen. Ich weiß nicht, was ich sagen soll.

Ahmed fand Worte:

Es ist schön zu sehen, dass so viele Leute zuhören wollen. Niemand ist gezwungen hier zu sein. Alle sind freiwillig hier. Vielleicht konnten wir den Menschen hier etwas Neues zeigen, vielleicht das Denken ändern.

Viele Besucher stellten den beiden noch Fragen, bedankten sich oder sprachen ihnen Mut zu für die nächste Zeit.




Ansturm bei Habrock-Neueröffnung

Letzten Freitag, den 3. März eröffnete das Habrocks Music & Diner mit einem gewaltigen Ansturm. Der OELDER ANZEIGER berichtete vorab dazu und hat sich einen Eindruck verschafft.

Von der Fußgängerzone aus kommend bogen wir an dem Abend von der Langen Straße um die Ecke in die Geiststraße ein. Dabei haben wir direkt eine große Menschenansammlung vor der Bar vorfinden können.

Die Gäste haben sich unterhalten und rauchten dabei eine Zigarette. Musik ertönte aus dem Inneren und machte direkt neugierig.

In der Bar war es wirklich gerammelt voll. Die zahlreichen Gäste waren im Großen und Ganzen vom älteren Semester. 35+ dominierte hier den Abend, wobei auch welche von der jüngeren Altersgruppe dabei waren.

Harbrock Music & Diner Oelde

Volles Haus

Direkt auf der Bühne, die sich zur linken im Habrock befindet, spielte eine Rock-Band und sorgte für TOP-Musik. Somit hatte Inhaber Ralf Habrock direkt Wort gehalten („Musik kommt hier nicht aus der Konserve.“) und erfreute damit die zahlreichen Gäste.

Es machte insgesamt den Eindruck, dass viele Oelder auf eine Bar wie diese gewartet haben. Wir selber trafen und sahen viele neue  Gäste und Gesichter, die man schon lange nicht mehr in Oelde hat ausgehen sehen. Somit könnte sich das Habrock Music & Diner als Ende einer langen Dürreperiode für Freunde von Rock- und Live-Musik entpuppen.




Habrock´s Music & Diner eröffnet am kommenden Freitag

Habrock´s Music & DinerAm 03. März 2017 öffnet das Habrock´s Music & Diner in der Geiststr. 3 ab 19.00 Uhr. Wir haben den Besitzer Ralf Habrock in seiner neuen Rock-Kneipe besucht und haben erste kleine Appetit-Anreger für die Leser mitgebracht.

Wer sich an die alte Bar Mosquito erinnert, wird angenehm überrascht sein. Der Fußboden wurde komplett aufgearbeitet und über der Theke hängen gemütliche Messinglampen, die schon bei Tageslicht für eine schöne Atmosphäre sorgen.

Habrock´s Music & Diner

Stimmung pur

Die Farbwahl und das, was wir alles gesehen haben, passt sehr gut zusammen und vermittelte uns das Gefühl, in einer richtig gemütlichen Rock-Pinte zu sein.

Ralf Habrock unterstrich genau diesen Eindruck mit der Aussage:

Musik kommt hier nicht aus der Konserve.

In regelmäßigen Abständen sollen hier Bands auftreten für das Zielpublikum 30+, das bei gutem Essen und Bier einfach Spaß haben soll.

Habrock´s Music & Diner, Ralf Habrock

Ralf Habrock: ,, Man soll hier Rock haben und keinen Kindergarten“

Habrock´s Music & Diner

8 Sorten frisch vom Fass

Die Zapfhähne der Theke werden dabei mit aktuell acht verschiedenen Sorten Bier vom Fass gespeist. Welche sich davon durchsetzen werden, wird sich zeigen, so Ralf.

Ralf Habrock berichtete uns weiter, dass er in Oelde nicht das Konzept der Blues-Jam-Session aus seiner Bar in Ennigerloh anbieten wird. Dazu seien die Orte zu dicht beieinander. Einzelkünstler auf der Bühne empfindet Habrock eher als langweilig und bevorzugt die Dynamik einer Band.

Wann:

03. 03.  2017

19.00 Uhr

Wo:

Geiststr. 3 in Oelde

Habrock´s Music & Diner

Bald kommt wieder Leben in die Bude dank Ralf Habrock




Die Zauberflöte in Europa

Musikfreunde haben gleich zweimal in den nächsten Wochen die Gelegenheit, die am meisten gespielte und somit beliebteste Oper der Welt zu erleben. Wer Wolfgang Amadeus Mozart, in zwei der schönsten Opernhäuser Europas und völlig unterschiedlich interpretiert erleben möchte, sollte sich bei Kultur Direktion Dr. Löher schnell anmelden.

Die erste Aufführung wird im März in Prag und im Juli  in Dresden sein.

Programmablauf „Die Zauberflöte“ in Prag

Programmablauf „Die Zauberflöte“ in der Semperoper Dresden

Kontakt zur Kultur Direktion Dr. Löher

KulturDirektion Dr. Löher GmbH & Co. KG

Händelstraße 19

59302 Oelde

Geschäftsführer: Dr. Burkhard Löher

Tel. 02522 961880




Hardcore Metal Bands heizten Alter Post ein

Ein wahres Metal-Feuerwerk hat die Oelder Band Caelum in der Alten Post am Samstag, den 14. Januar 2017 abgeliefert. Die Band besteht aus den Gitarristen Moritz Jung und Sebastian Kalthoff, Sänger Martin Appel, Schlagzeuger Carlo Lönz und dem Bassisten Felix Jung. Dabei hatten sie Unterstützung von: Hope never dies, As Oceans Collide und Greyvity.

Caelum

Martin Appel

Nach einem kurzen Soundcheck ließ die fünfköpfige Band die Hölle los. Mit irre schnellen Gitarrenriffs feuerten die Gitarristen ins Publikum, während Bass und Schlagzeug auf die Fans einhämmerten. Um dem Ganzen noch das Metal-i-Tüpfelchen obendrauf zu setzen, haute der zierlich wirkende Sänger Martin mit brachialer, aber doch verständlicher Stimme rein.

Texte mit Hand und Fuß in Deutsch

Nicht nur bei dem Song „Mein Leben“ findet man bei der deutschsprachigen Feuerwerkskapelle tiefsinnige Texte. Nach Passagen wie „Entrissen aus den Armen, ins Verderben laufend“, „Stiller Schmerz, keine Gefühle“ fragt sich die Band in dem Lied, ob dies das Leben sein soll.

Ein Faden, der sich unter anderem durch das gesamte Album der Band mit dem Titel „Emily“ zieht.

   

„Deine Stirn dringt vor zu mir, ein Funken an Hoffnung erweckt von dir. Mein Herz taut langsam auf.“ hört man wirklich gut aufeinander abgestimmt im Lied „Himmel ohne Glanz“ heraus. Dabei setzt Sänger Martin Appel nicht nur tiefes, metal-typisches Geschrei ein, sondern beweist in einigen Passagen dass er auch richtig singen kann.

Fans

Die Band überzeugte aber nicht nur mit guten Texten oder der wirklich starken musikalischen Leistung, sondern auch mit der Moderation. Locker aus der Hüfte heraus standen die Jungs auf der Bühne und haben wirklich mit dem Publikum interagiert. Sänger Martin hielt es zwischendurch nicht auf der Bühne, während im Pulk der Pogo abging und drehte ein paar Runden mit. Felix Jung und die anderen Bandmitglieder sorgten zwischendurch immer wieder für lustige, Stimmung indem sie sich gegenseitig leicht verarschten. Die Fans grölten mit oder moschten, was der Nacken hergab. Während das Bier floss, stieg die Temperatur in der Alten Post stetig an.

Pit Warrior Tour

Unterstützung bei dem Abend hatte die Band Caelum aber noch von weiteren Metal Bands im Vorfeld. Anfangen werden wir mit der Band:

Hope never dies

Hope never dies

Hope never dies

Vor dem Auftritt der Band habe ich ein paar Worte mit dem Sänger der Band, Manuel Andrés Wüllner, wechseln können. Auf meine Frage, ob ich erst ein oder zwei Songs abwarten solle, bevor ich ein Video aufnehme, antwortete mir Sänger: „Ne, kannst direkt aufnehmen, wir gehen sofort auf Zerstörungsmodus.“

Das war wahrlich eine imposante Ansprache und wir hielten direkt beim ersten Song mit der Kamera drauf. Die Mitglieder der Band, Luca Sayin und Jan Herrendörfer an den Gitarren, Malte Berg am Bass und Drummer Pascal Sayin, starteten eigentlich erst locker mit elektronisch eingespielter Musik. Angenehm und nett klingend drang das Intro zum ersten Song in unser Gehör vor, um dann in einem brachialen Frontalangriff auf die Gehörgänge wieder auf den Boden der Deathcore-Realität geholt zu werden.

Hope never dies teilte wirklich ordentlich aus und ließ keinen Platz für 08/15 Eins-Live-Hörer.


As Oceans Collide

unterstützte bei dem Abend ebenfalls mit ordentlich Dampf. Die Hardcore-Band gründete sich im Jahr 2013, die sich durch Einflüsse aus der Moderne und des Hardcore inspirieren lässt, um ein Soundgewand aus Melodie und Härte zu kreieren.

As Ocens Collide

As Ocens Collide

Davon konnten wir uns an dem Abend überzeugen. Der Sänger Freddy brüllte Genre typische tiefe Texte in das Mikrofon hinein und kam zwischendurch mit klarem Sprechgesang daher. Richtig krachen ließen es Marv und Karsten an den Gitarren, Toffy am Bass und Mohme holte alles aus dem Schlagzeug raus was ging. Teilweise erinnerte das Scheppern des Beckens an eine Schlosserei.

 

Eröffnet hatte den Abend die Oelder Band

Greyvity

Greyvity

Greyvity

Louis Igelhorst am Bass, Nikolaus Elsner an der Gitarre, René Benzin Rap, Anton Surdin am Schlagzeug und Jan Holtewert, ebenfalls Gitarre und Gesang, kann man als genreübergreifende Band beschreiben. Musikrichtungen wie Metal & Hip Hop erinnerten uns beim Zuhören an Linkin Park oder auch an The Offspring. Kaum zu glauben, dass die jungen Musiker erst 2014 zueinander gefunden haben.




Die Geschichte von »Kramers Mühle«

Kramers Mühle 1934

Kramers Mühle mit vorgelagerter Sägemühle im Jahre 1934. Hinter dem rechts im Anschnitt gezeigten Gebäude liegen das ehemalige Wohnhaus und spätere Restaurant. Foto: Archiv Robert Kramer, Luzern

Eine der vielen Attraktionen im Oelder Vier-Jahreszeiten-Park ist das gern besuchte Kindermuseum »Klipp Klapp«, das gleich neben »Kramers Mühle« liegt. Im historischen Teil der uralten Wassermühle schlüpfen die Kinder in die Rolle eines Müllers, mahlen mit echtem Getreide oder betätigen sich an der riesigen Spiel-Mühle und lernen den Weg vom Korn zum Mehl kennen.

Die aktuellen Fotos und das stimmungsvolle Video stammen von Torsten Schwichtenhövel, dem Rasenden Reporter des OELDER ANZEIGERS

Doch wer kennt schon die lange Geschichte der am rauschenden Bach gelegenen »Kramers Mühle«? Dem OELDER ANZEIGER gelang es, in Luzern (Schweiz) den ehemaligen Oelder Robert Kramer aufzuspüren, der alles über die Mühle weiß.

Mühlen zählen zu den ältesten Gewerbebetrieben in Oelde. Schon im Mittelalter wird eine »Fürstbischöfliche Mühle« erwähnt und alte Urkunden nennen 1591 den Mühlenteich, der damals zum Stift Essen gehörte. 1601 wurde ein neuer Lagerstein für die »öldische Mühle« benötigt. In diesen frühen Zeiten wurde die Mühle noch verpachtet.

Um 1776 stellte sich jedoch heraus, dass die Mühle nicht mehr vorteilhaft zu verpachten war. Der letzte Pächter, Joan David Cramer (frühere Schreibweise von »Kramer«), erwarb die Mühle in Erbpacht. Am 3. August 1852 kaufte die Familie Kramer vom preußischen Staat als Rechtsnachfolger des Bistums Münster das Anwesen. Gezahlt wurden 5.050 Reichsthaler, ein Aufgeld von weiteren 168 Reichsthalern und zehn Silbergroschen.

Auf Joan David Cramer, der am 06.02.1796 verstarb, folgten laut Robert Kramer:
Bernard Franz Cramer (1779 – 1858). Bernard Franz war übrigens der Vater von Dr. Franz Wilhelm Josef Cramer, des späteren Weihbischofs von Münster. (Ein Kirchenfenster in der St. Johanneskirche im Altarraum rechts zur Sakristei war ein Geschenk von ihm – versehen mit einer Widmung).
Gerhard Anton Cramer (1821 – 1904)
Bernhard Kramer (1858 – 1924)
Antonius Kramer (1902 – 1972)
Antonius Kramer bekam die Mühle erst nach Roberts Geburt anno 1936 von seiner Mutter überschrieben, damit die Nachfolge gesichert war. So streng waren damals die Bräuche.

Während der Kriegszeit wurde das Personal der Mühle für den »Endsieg« benötigt. Als Ersatz wurde der französische Kriegsgefangene Robert Balmont aus Doussard am Lac d´Annecy verpflichtet, in »Kramers Mühle« zu arbeiten. Das tat dieser wunderbare Mensch, der selbst in Frankreich im Departement Haute-Savoie eine eigene Mühle besaß, mit Fleiß und Zuverlässigkeit bis zum Kriegsende. Die Familie zollt ihm dafür Dank, und der Kontakt zur Familie Balmont ist bis heute nicht abgebrochen, erzählt Robert Kramer.

In der Nachkriegszeit gab es in der Stadt Oelde immerhin noch drei weitere Mühlen: Brand (später »Mühle Spinne«) an der Bultstrasse, Wöstmann an der Brede und Schlebrügge in der Warendorfer Straße.

In den 50er Jahren wurde der Betrieb einer eigenständigen Mühle jedoch sehr erschwert, da Großmühlen die Bäcker in der unmittelbaren Nachbarschaft günstiger beliefern konnten als die einheimischen Mühlen. Das Ergebnis zeigt es heute deutlich: Es gibt keine Mühle mehr in Oelde. Kramers mussten die Mühle schließen und versuchten sich in der Gastronomie. Es entstand gegenüber dem alten Mühlenhaus im historischen Wohnhaus der Familie das beliebte Restaurant »Kramers Mühle«, das älteren Oeldern noch gut erinnerlich ist und über Jahre einen guten Ruf genoss.

Zu den letzten Wirtsleuten von »Kramers Mühle« zählten Lilo und Robert Birkle. Er hatte zuvor im Bundestagsrestaurant Bad Godesberg gekocht und war in seiner Jugend als »Hammer von Essen« eine Box-Legende. Gegenüber, im alten Mühlenhaus, probten, als der Beat nach Oelde kam, lokale Bands wie »The Little Sharks«.

1996 führte ein Feuer zum Abriss des Gebäudes. Neben der gegenüberliegenden Mühle entstand das Kindermuseum »Klipp Klapp« im Vier-Jahreszeiten-Park Oelde. Mit Beginn der Landesgartenschau »Blütenzauber & Kinderträume« öffnete es erstmals 2001 seine Pforten und ist seither beliebter Anlaufpunkt für kleine Entdecker und Wissbegierige.

Wer erinnert sich noch an »Kramers Mühle«?

Der OELDER ANZEIGER freut sich über Kommentare, Zuschriften und Fotos. Vielen Dank!




Adventskonzert mit deutsch-afrikanischem Gospelchor

Heute, am 26.11.2016, findet um 19.00 Uhr in der St. Josef-Kirche in Oelde ein Konzert mit dem Gospelchor „Akuna Matata“ statt. Der Eintritt zu diesem Adventskonzert ist frei, Spenden werden aber gerne angenommen, um das Projekt „Integration Afrikanischer Familien und Asylbewerber“ zu unterstützen.




Weihnachtliches Konzert

„Wenn Claudia singt, wird die Welt ein bisschen größer“ entimmt man dem Werbeflyer des Weihnachtlichen Konzerts welches die Arbeiterwohlfahrt (AWO) für Sonntag, den 11. Dezember 2016 in der Oelder Friedenskirche organisiert hat. 

Nadja Naumova

Nadja Naumova

Wie auch in den vergangenen sechs Jahren, stehen am 11. Dezember 2016 erneut Künstler auf der Bühne die einen ausgezeichneten Ruf besitzen. Vielen Oelder sind die Namen von der Sopransängerin Claudia Oddo oder der Klavierspielerin Nadja Naumova ein Begriff. Ebenso gibt es ein Wiedersehen mit dem „Bulka Streichquartett“.

Mit diesem Kulturangebot wird es der AWO Oelde einmal mehr gelingen, viele Freunde der klassischen Musik anzulocken.

Der Erlös

des Kartenverkaufs geht an den Oelder Tisch und Hilfe für Kamerun, Philippe Miko e.V.

Eintritt:

Der Kartenvorverkauf läuft über das Forum Oelde und die Glocke zu einem Preis von 18 € für Erwachsene und für Kinder werden 5 € fällig.

Adresse:

59302 Oelde Abrecht-Dürer-Straße 6




Liquid Solids

Die Oelder Band Liquid Solids tritt nicht nur am 12.November 2016 im La Piazza in Oelde während dem Kneipenfestival „Oelde Live“ auf, sondern sie wurde auch vom WDR auf einem neutralen Gelände gefilmt.

Oelde Live

Musik liegt bald wieder in der Luft

Oelde Live Liquid SolidsMalcolm Holmes berichtete uns, dass die Band in Neubeckum im Haus Bockey am 2. November eine Aufnahme mit dem WDR Fernsehen abgedreht hat. Am 5. November spielt dort die Band für einen Beckumer Schützenverein.

WDR

Unter anderem kam der Kontakt und der Filmeinsatz zustande, nachdem die Band bei Rock am Schacht spielte und durch einige Telefonate.

Die Ausstrahlung erfolgt ohne Gewähr am 11. November in der Lokalzeit vom WDR Münsterland wie uns Mal berichtete.

Die Ahlener Zeitung

hatte bereits ebenfalls über die Oelder Band berichtet. Man kann in einem Online-Artikel lesen

„…musikalisch hatte die Band aus Oelde auch einiges drauf.“

„An einigen Stellen hatte man da sogar das Gefühl, „Simple Minds“-Sänger Jim Kerr zu hören.“

Oelde Live

Wer nun die Oelder Band kennenlernen möchte, die unsere Stadt Oelde ins Fernsehen bringt, sollte mal im La Piazza am 12. November reinhören.

Liquid Solids

Informationen zur Band findet ihr auf der Facebook-Seite der Band.

Liquid Solids

Quelle: Facebook-Profil der Liquid Solids