Erich-Kästner-Schule beendet Hasebikes Challenge Weeks

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Eine liebevoll gestaltete Collage zeigt deutlich, wie viel Spaß Schüler und Lehrer in den drei Wochen an den Spezialrädern hatten

Die Erich-Kästner-Schule in Oelde beendete am Freitag den 28. März 2014 die Hasebikes Challenge Weeks. Diese drei Wochen waren sicherlich nicht nur für die Kinder ein Highlight der besonderen Art, konnten sie doch verschiedene Liegedreiräder ausprobieren und ihre Körperwahrnehmung schulen.

Die Erich-Kästner-Schule fördert Kinder mit körperlichen und motorischen Defiziten, der frühere offizielle Begriff war „körperbehindert“. Auch Kinder mit körperlichen Einschränkungen möchten ihre Grenzen austesten und die Geschwindigkeit mit dem Fahrrad eigenständig erleben. Mit den Fahrrädern von Hasebikes ist das nahezu uneingeschränkt möglich.

Eine Mitarbeiterin der Schule sagte dem OELDER ANZEIGER, dass sogar Kinder mit den Liegedreirädern gefahren seien, bei denen man nie vermutet hätte, dass sie überhaupt Fahrrad fahren können. Eine andere Mitarbeiterin der Schule ist selbst begeisterte Hasebikerin und hatte über das Projekt Challenge Weeks im Internet gelesen. Sie sprach es in der Schule an und stellte den Kontakt zu Hasebikes her. Es war ein voller Erfolg, denn Schüler/innen, Lehrer/innen, Therapeuten/innen und auch die Eltern sind begeistert.

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Eine Schülerin probiert ein Handbike von Hasebikes aus. Tobias Buschmeier von Pump Up aus Herzebrock hilft beim Umsetzen und erklärt die Funktionsweise

Im März letzten Jahres wurde das erste Mal das Projekt Challenge Weeks von Hasebikes an einer Schule gestartet. Die Idee ist durch die Fahrrad AG der Kaywaldschule für geistig und körperlich Behinderte in Lauffen am Neckar entstanden. Seitdem werden die Challenge Weeks ca. sechs Mal im Jahr angeboten.

Das besondere an den Rädern von Hasebikes ist der tiefe Schwerpunkt, die Kippsicherheit und das geringe Eigengewicht. Herkömmliche Therapieräder anderer Hersteller sind groß, klobig, schwer und laden nicht wirklich zu Spritztouren ein. Viele Eltern berichten von Stürzen der Kinder mit den Therapierädern oder die zu große Kraftaufbringung, die den Kindern einiges abverlangt und nicht motivierend auf diese Art der motorischen Therapie wirkt. Zwei Modelle von Hasebikes sind mittlerweile über die Krankenkassen verordnungsfähig, bzw. es wurden sogenannte Hilfsmittelnummern vergeben.

Vorreiter als Therapie-Liegedreirad ist das TRIX. Als besonderes Merkmal gilt für die Sicherheit der Kinder die Speichenabdeckung und die tiefe Sitzeinheit. Man sitzt wie auf einem Sessel. Dieses Modell ist für ältere Kinder geeignet. Für die jüngeren bzw. kleineren Kinder ist das Modell TRETS gedacht. Als Sitz dient ebenfalls ein Sessel, allerdings ist bei diesem Modell der Lenker vor dem Fahrer. Beide Räder lassen sich mit einer Deichsel und Weberkupplung an ein reguläres Fahrrad anhängen. So haben die Eltern auch in unübersichtlichen Verkehrslagen die Kontrolle über ihr Kind. Das Modell PINO ist auch sehr interessant. Es ist ein Tandem mit zwei Rädern, einem „normalen“ Sitz und vorn ein Sesselsitz.

Sandra Förster-Campbell vom OELDER ANZEIGER fährt mit ihrer Familie schon seit einigen Jahren Hasebikes Räder. Ihre zwölfjährige Tochter hat seit Geburt eine Behinderung und ist mit den herkömmlichen Therapierädern nicht gut zurechtgekommen. Seit vier Jahren macht ihr das Fahrradfahren wieder Spaß, weil sie mit ihrem Liegerad weniger Kraft aufbringen muss. Auch wenn sie die Kraft mal verlässt, kann sie an Mamas Rad angehängt die Radtour weiter genießen. Das Rad der Tochter wurde von der Krankenkasse finanziert.

Kira Förster liebt ihr Hasebike Trix über alles und freut sich, dass sie damit so gut fahren kann.

Kira Förster liebt ihr Hasebike Trix über alles und freut sich, dass sie damit so gut fahren kann.

Für Hasebikes vor Ort waren: Siegfried „Siggi“ Schneider, Marketing und Klaus Vogel, Aussendienst und Rehabereich (Händler/Kliniken/Schulen)

Siggi Schneider ist zuständig für Marketing bei Hasebikes und war unser Interviewpartner vor Ort an der Erich-Kästner-Schule

Siggi Schneider ist zuständig für Marketing bei Hasebikes und war unser Interviewpartner vor Ort an der Erich-Kästner-Schule

Wer mehr über die Hasebikes Räder erfahren oder auch mal eine Probefahrt unternehmen möchte, kann sich an Tobias Buschmeier von der Firma Pump Up in Herzebrock wenden. Einen kurzen Bericht der Firma Hasebikes über die Challenge Weeks in Oelde finden Sie hier.

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