Kai Gehring zu Besuch in Oelde

Zum aktuellen Thema der Schulgestaltung in Oelde, besucht der Bundestagsabgeordnete Kai Gehring Oelde. Nicht nur schön, sondern auch innovativ ist das Motto. Alexander Ringbeck als Sprecher des Kreisverbandes Bündnis 90/ Die Grünen KV Warendorf hat uns folgendes Material zur Veröffentlichung gesendet.

Oeldes Bildungslandschaft hat Perspektive und ist ein wichtiger Standortfaktor, birgt aber auch noch das ein oder andere unausgeschöpfte Potential. Eine große Chance könnte langfristig ein außeruniversitärer Forschungsstandort in Oelde sein. Das ist das Fazit der Gespräche des Bundestagsabgeordneten Kai Gehring mit Bürgermeister Karl-Friedrich Knop und dem grünen Ratskandidaten Alexander Ringbeck, sowie mit Landratskandidat Franz-Ludwig Blömker und der Schulausschussvorsitzenden Barbara Köß. Kai Gehring, Sprecher für Hochschule, Wissenschaft und Forschung der grünen Bundestagsfraktion folgte am Mittwoch der Einladung des grünen Ortsverbandes, um sich in gleich zwei Gesprächsrunden mit den Akteuren aus Oelde und dem Kreis Warendorf auszutauschen.

„Oeldes Bildungslandschaft ist gut aufgestellt“ stellt Karl-Friedrich Knop zu Beginn des Gespräches mit dem grünen Abgeordneten fest. Kein Kind müsse auf einen Kita-Platz warten, im Grundschulbereich seien kurze Wege noch immer sichergestellt und durch die neue Gesamtschule und das Thomas-Morus-Gymnasium sei niemand gezwungen zu weiterführenden Schulen außerhalb Oeldes zu pendeln. Auch im Hochschulbereich habe die Oelder Wirtschaft früh die Zeichen der Zeit erkannt und berufs- und ausbildungsbegleitendes Studieren in Oelde möglich gemacht. Unausgeschöpfte Potentiale sieht Knop dagegen noch in der Werbung und dem Bekanntheitsgrad dieser Möglichkeiten, sowie in der Breite des angebotenen Fächerkanons. So würden Studiengänge wie Umwelttechnik oder Abwasserwirtschaft gut ins Profil passen. Hier setzt auch Kai Gehring an: „Wir brauchen Umsetzerinnen und Umsetzer der Energiewende. Eine Bindung von jungen Talenten in diesem Innovationsbereich passt perfekt zur Gesamtidee einer Energiemodellregion Münsterland.“

2014-05-16

Friedrich Knop, Kai Gehring und Alexander Ringbeck

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Blömker, Kai Gehring und Barbara Köß

Die Bindung junger Fachkräfte mit akademischer Ausbildung sei generell ein wichtiges Thema, betont auch Knop: „Wenn erst einmal in München oder Stuttgart studiert wird, führt der Weg häufig nicht zurück nach Oelde.“ Doch könne Oelde sicherlich nicht Präsenzstandort einer Hochschule werden und es sei verständlicher Wunsch vieler Schulabgänger, einen neuen Lebensabschnitt in größeren Städten zu beginnen. „Daher ist es um so wichtiger, dass sich der Weg zurück nach Oelde nicht versperrt“, betont Alexander Ringbeck, der selber in Bielefeld studiert.

Im Gespräch mit Barbara Köß und Franz-Ludwig Blömker standen vor allem mögliche akademische Entwicklungspotentiale im Vordergrund. Derzeit gäbe es neben der in Oelde überwiegend praktizierten Kooperation mit der „Siemens Professional Education“ auch die Möglichkeit eines dualen Studiums des Maschinenbaus am Standort der Fachhochschule Münster, welcher am Beckumer Berufskolleg angesiedelt ist. Damit stünden letztendlich zwei verschiedene Modelle eines berufsbegleitenden Studiums zur Wahl, erläuterten Köß und Blömker. „Was können wir auf dieser Grundlage auch von der Bundesebene erwarten, um unsere Potentiale voll auszuschöpfen?“ war schließlich die zentrale Frage für Barbara Köß. „Ein ambitioniertes Ziel könnte die Bewerbung um einen außeruniversitären Forschungsstandort sein.“, so Kai Gehring. Die Hürden dafür seien hoch, es brauche einen kommunalen Konsens und jahrelanges Lobbying, damit der Wissenschaftsrat, der letztendlich über eine solche Ansiedlung entscheidet, grünes Licht gebe. Doch, so der grüne Bundestagsabgeordnete weiter, biete Oelde bereits ein vielversprechendes Cluster und gehe bereits bei den Studienangeboten vor Ort einen außergewöhnlichen und kreativen Weg.

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