Oelde und der „Rote Platz“

 

Steine des Anstosses? Fotos: ©Stefanie Heinrich

Steine des Anstosses? Fotos: ©Stefanie Heinrich

Leserbrief von Rolf J. Glade

In der vergangenen Woche veröffentlichten die Reporter ohne Grenzen die Rangliste der Pressefreiheit. Deutschland fällt auf Platz 17. Bemängelt wurde unter anderem, dass immer mehr Zeitungen identische Artikel der Nachrichtenagenturen veröffentlichen.
Die Reporter ohne Grenzen hatten sicher noch keine Kenntnis vom Oelder Anzeiger  genommen. Wie gut, dass wir nun hier in Oelde eine Pressevielfalt haben.

Da las ich doch am Samstag in der Glocke, dass die Hochbeete auf dem Marktplatz abgebaut werden sollen, um endlich einen richtigen Platz im Zentrum der Stadt zu haben. Soll hier etwa eine zweite Steinwüste entstehen? Ein Roter Platz?

Hatte nicht in 2011 ein OZO Ratsherr beantragt,  den Rathausbach wieder sichtbar zu machen und anheimelnd zu beleuchten?

Ich höre immer wieder, unsere Stadt sei klamm. Aber sicher können wir die historischen Backsteine der Hochbeete an die vielen Touristen verkaufen, die tagtäglich das Gartenschaugelände fluten und somit die Beleuchtung des Rathausbaches subventionieren.

... oder doch eher der Ruhe?

… oder doch eher der Ruhe?

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2 thoughts on “Oelde und der „Rote Platz“

  1. Wie schön, dass manchen Menschen auffällt, dass sich hier alle anderen Parteien des Themas bemächtigen:
    Die OZO hat bereits vor Jahren bemängelt, dass die Situation auf dem Marktplatz für niemanden zufrieden stellend ist: weder für die Händler, noch für Gastronomie, Forum Oelde und die Kirchengemeinde.
    Einfach abreißen ist aber zu kurz gesprungen – wo sind denn bitte die alter Alternativkonzepte, auf die die Politik seit fast zwei Jahren wartet? Und auch die Parkplatzdiskussion Hermann-Johenning-Platz kommt nicht weiter. Schade!

  2. Ich spring da mal auf ein anderes Pferd, und zwar auf einen der Einleitungssätze von Herrn Glade: „Immer mehr Zeitungen veröffentlichen identische Sätze der Agenturen“. Wen wundert dann das Zeitungssterben? Wenn ich das, was alle Zeitungen via dpa berichten, am Vorabend schon im TV sehen kann und noch eher im Internet, wozu dann noch eine Tageszeitung? Ich hab mal in einer Ausgabe einer Tageszeitung nachgeschaut, da waren auf den gesamten Seiten bis zum Lokalteil sage und schreibe 6! eigene Berichte inklusive Kommentare. Das spricht nicht unbedingt für die lokalen Presseorgane. Nicht falsch verstehen, ich liebe meine Zeitung am Morgen, da hab ich was zum Umblättern beim Kaffee, aber vielleicht sollten sie sich mal andere Wege suchen, um attraktiv zu bleiben.

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