Großes Oelde-Fest steigt am 27. April

Am 27. April 2013 findet das große Oelde-Fest statt. Dies hat am Sonntag das Organisationsteam des Oelde-Festes bei einem Plenum im Heimathaus beschlossen. 

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Weihnachtsaustellung im Atelier Pit Weber

Im fünften Jahr in Folge findet in den Räumen des Kunstfördervereins Pit Weber eine Weihnachtsaustellung statt. Hier hat jeder die Möglichkeit ein Schnäppchen zu machen, um seine Lieben mit etwas Aussergewöhnlichen zu überraschen.

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OELDER ANZEIGER: Online-Medium für alle

Foto: ©Ruprecht Frieling

Graswurzel-Journalismus keimt auch im Münsterland! In der innerhalb weniger Wochen explosionsartig auf weit über 3.500 Mitglieder gewachsenen Facebook-Gruppe »Du bist Oelder wenn…« ist der Ruf laut geworden, einen unabhängigen Informationsdienst über die Menschen, Möglichkeiten, Angebote und Geschichten der Stadt Oelde zu schaffen. Diesem Wunsch will der OELDER ANZEIGER entsprechen.

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Rock´n´Roll seit 49 Jahren: Die Colorados

Ob sie nach 49 Jahren immer noch Lampenfieber haben? Diese Frage konnten sich die Besucher der Herbstparty der Colorado-Revival-Band schon nach den ersten zehn Minuten selbst beantworten: Sichtbares Lampenfieber haben die Musiker nicht gezeigt.

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Wer komponierte »Das Oelder Lied«?

Jeder kennt den Ohrwurm »Das Oelder Lied«. Aber wer hat es geschaffen? – Der OELDER ANZEIGER stieg in die Archive: Den Song schrieb Arnold Menne. Kennt jemand diesen Liedermacher?

Arnold Menne erblickte 1880 in dem damals bereits tausendjährigen Herzebrock das Licht der Welt.  Mit 23 Jahren kam er 1903 nach Oelde und unterrichtete als Lehrer an der katholischen Overbergschule. Damals besuchten Jungen und Mädchen die Klassen noch gemeinsam, ab 1939 wurden die Geschlechter streng getrennt unterrichtet.

Menne übernahm auch den Job des Organisten an der Johanneskirche. Im August 1914 wurde der Pädagoge erst kommissarisch und ab Mai 1915 offiziell mit der Leitung des 1887 gegründeten Oelder Kirchenchors »Capella Joannae« betraut. Zusätzlich dirigierte er den lokalen Männergesangsverein von 1848.

In die Zeit seines Dirigats fiel eine tiefe Veränderung des Kirchenchors: Der Knabenchor wurde durch Damen ersetzt, die disziplinierter und sangesfreudiger waren. Zu jener Zeit muss dieser Schritt einer kleinen Revolution im stockkonservativen Oelde gleich gekommen sein.

Das bekannteste Werk, das Arnold Menne der Stadt Oelde schenkte, heißt »Das Oelder Lied«. Doch der vielseitige Schulmann schuf auch noch weitere Lieder, er schrieb sogar Theaterstücke und kümmerte sich um uralte Traditionen wie den Pfingstenkranz. Sein Choral »Großer Gott« für vierstimmigen gemischten und für vierstimmigen Männerchor wird heute noch gelegentlich dargeboten.

Arnold Menne starb am 12. August 1953 im Alter von 73 Jahren. Im historischen Adressbuch von Oelde aus dem Jahre 1934 ist als seine letzte Wohnadresse »Zum Bahnhof 1« vermerkt. Der Lehrer und Kirchenmusiker wurde auf dem Oelder Friedhof beigesetzt. Sein »Oelder Lied« überdauerte ihn und erinnert an sein Werk.

Nachtrag

Robert Kramer von »Kramers Mühle«, der heute in Luzern lebt, meldete sich per Mail auf diesen Artikel. Er schreibt dem OELDER ANZEIGER mit vielen lieben Grüßen an die Heimat:

Arnold Menne hat das Lied gedichtet und die Musik dazu geschrieben. Das war aber nicht das einzige Lied. Als der Rosengarten im Oelder Park in den 50er Jahren eingeweiht wurde, komponierte er dazu das Lied \“Komm, wir gehen in den Rosengarten….\“ Dort müsste auch sein Denkmal stehen zu Ehren des Heimatdichters. Ich kann Ihnen das deshalb genau sagen, da in den Jahren 1944-1953 Arnold Menne mein  Klavier- und Orgellehrer war.  

Noch ein Hinweis: Ich war Schüler der  Overbergschule von 1942-1946. Schon in dieser Zeit waren Jungen und Mädchen getrennt. Die Mädchen hatten ihre eigene Schule auf dem Platz vor Café Wiegard.

Menne hat auch einen flotten Karnevalsschlager komponiert und gedichtet. Dieser wurde immer bei den Karnevalsfesten des MGV 1848 Oelde vorgetragen: 

               Oelde, Paris und London –

               Auguste, da hälste die Puste an.

               Oelde, Paris und London,

               das ist doch das herrlichste Dreigespann.

               Wer Oelde, Paris und London nicht kennt,

               der hat von der Welt nichts gesehn.

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