FET: Doppeleröffnung am Markt

Am morgigen Frühlingseinkaufstag (FET) eröffnen in den ehemaligen Räumlichkeiten des griechischen Restaurants an der Bahnhofstr. 2A gleich zwei neue Geschäfte. In der oberen Etage leitet Vitalij Reis das „eiscafé Am Markt“, während im Kellergeschoss Frau Natascha Balzer „Lioness Beautiful“ leitet.

Am Samstag gab es noch viel Arbeit.

Frau Balzer erklärte uns das es um Schönheit gehe. Nägel, Wimpern, Fußpflege, Microblading für Augenbrauen sowie Hochzeits- und Abendfrisuren können hier gemacht werden.

Wenn alles rechtzeitig fertig wird, soll es morgen am FET ab 13.00 Uhr hier losgehen.

Erklärung zu Mikroblading haben wir hier ein Video für unsere Leser.




Große Abschiedsparty für Realschule

Stadt Oelde – Es berichtet Frau Heike Beckstedde- Im Sommer verlassen die letzten Schüler die Oelder Realschule. Nach fast 170 Jahren geht damit eine Ära in Oelde zu Ende. Sang- und klanglos soll dieses jedoch nicht geschehen: Die Schule lädt zu einer großen Abschiedsparty für alle ehemaligen Schüler und Lehrer ein.

Richy an der Gitarre

Diese findet statt am Mittwoch, 9. Mai (Tag vor Christi Himmelfahrt), um 20 Uhr im Ahmenhorster Schützenfestzelt. Richy und Hüby sowie DJ Björn werden für beste Unterhaltung sorgen. Unterstützt werden sie dabei von der Schulband. Hier werden auch ehemalige Bandmitglieder wieder zu ihren Instrumenten greifen.

Und so dürften an dem Abend viele Erinnerungen im Kreise der alten Schulkollegen aufgefrischt werden.  

»Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit vielen Ehemaligen. Auch wenn das Ende unserer Schule nicht leicht ist, an diesem Abend sollen gute Laune und Freude im Vordergrund stehen.« erläutert Schulleiter Franz-Josef Eckert. Dass die Ehemaligen der Schule richtig zu feiern wissen, hätten sie schließlich beim 150jährigen Bestehen der Schule unter Beweis gestellt.

300 Karten bereits weg

Karten für die Veranstaltung zum Preis von 8 Euro (Abendkasse 13 Euro) sind ab sofort erhältlich im Oelder Rathaus an der Infotheke, bei den Vorverkaufsstellen der Glocke sowie in den Ortsteilen Lette bei Lotto Kokott, Stromberg in der Bäckerei Terholsen und Sünninghausen im Café Reinkenhoff. Rund 300 Ehemalige haben sich bereits in den ersten ihre Karten gesichert.




Neueröffnung vom „Oelder Kult-Grill“

Ab heute geht es in der Oelder Innenstadt wieder um die Wurst. Carola, Erwin und Alexander Grieskamp mit Partnerin Pia Bils reichen ab sofort wieder frische Pommes Frites, Bratwurst sowie Geschnetzeltes vom Schwein an indischer Sauce.

Der Oelder Kult-Grill

Erwin erzählte uns, dass der Umbau des ehemaligen leerstehenden asiatischen Imbisses anstrengend war. Vieles wurde in Eigenregie gestemmt, während der Betrieb in der Blechhütte weitergehen musste.

Sichtlich erleichtert war heute auch Carola.  »Es ist zwar noch nicht alles fertig, aber das meiste ist geschafft.«

v.l.: Alex, Pia, Carola und Erwin

Am Erfolgskonzept der Oelder Bratwurstschmiede ändert sich nichts.

Die ersten Gäste stehen an im neuen Grill

»Das muss schnell gehen, wenn die Gäste kommen.«, berichtet uns Erwin und will keine anderen Speisen im Oelder Kult-Grill anbieten. Ebenso müssen die Gäste keine Angst haben, nur noch im Inneren des Grills zu essen. Dieser ist natürlich wie die alte Blechbude mit einem Schiebefenster ausgestattet.

Wer jedoch gerne gerade bei dem kalten Wetter drinnen essen möchte, kann nun an Tischen mit Stühlen Platz nehmen oder an einer langen Steh-Theke seinen Snack verzehren. Weiter können sich die Gäste auf eine sehr schöne Sanitäre Anlage freuen.

Öffnungszeiten

Di. – Sa. 11.30 – 21.00 Uhr

So. 14.00 – 21.00 Uhr

Montags Ruhetag

Wo?

Lange Str. 57, 59302 Oelde

   

Die alte Blechhütte?

Was mit der alten Belchhütte passiert konnte uns Erwin nicht sagen. Soweit er es weiß ist das gesamte Gelände im Besitz der B&S GmbH in Oelde.




wir-oelder.de mit Falschmeldung zum Rappelkisten-Flohmarkt

Aktuell sorgt eine versehentliche Falschmeldung der Kollegen von www.wir-oelder.de für Verwirrung und glühende Telefondrähte bei den Initiatoren des geplanten Rappelkistenflohmarktes in Oelde, wie uns Frau Susanne Teeke-Haske gerade telefonisch mitteilte.

Dieser findet wie vom Oelder Anzeiger berichtet am 29.04.2018 statt und nicht am 28.04.2018!

Alle genauen Daten zum Flohmarkt entnehmen Sie bitte unseren Artikel.

Quelle: wir-oelder.de




Stars in der Manege der Overbergschule

Kinderprojekt Circus Lollipop. Wahrlich war das Circusprojekt für die vielen Schülerinnen und Schüler der Overbergschule ein Highlight der Grundschulzeit.

Die Bodenturnerinnen

In der letzten Woche wurden diese unter professioneller Anleitung der Artisten-Familie Brumbach in individuellen Themen ausgebildet. Der krönende Abschluss der zauberhaften Woche war dann die große Circusaufführung am letzten Wochenende.

Zuschauer stehen an.

Kleine Artisten ganz groß

Das Publikum wurde mit atemberaubenden Kunststücken, verblüffenden Zaubereien, lustigen Sketchen und zahlreichen Tricks ins Staunen versetzt.

Völlig losgelöst

Die Disco-Clowns drehen auf.

Dass die Kinder über sich selbst hinausgewachsen sind, merkten einige Elternteile. Diese saßen teilweise paralysiert in den Zuschauerreihen, während die kleinen Stars der Manege das erlernte Können präsentierten.

Volle Konzentration beim fangen der Ringe.

Nervenkitzel auf dem Hochseil.

Verantwortlich für den tosenden Applaus war aber nicht nur das erlernte Können, sondern auch die Kostüme, das Make-Up, der Duft von frischem Popcorn im Zelt, die Musik und das professionelle Licht, mit dem die Zuschauer in die Welt des Circus eintauchen konnten.

Die kleinen Feuerteufel.

Immer schön cool bleiben.

Die Mutter des Kindes: Mein Puls war bei 180 und die Hände waren nass!

Die Schulleiterin

Am Ende der Vorführung hat Schulleiterin Antonia Hegemann es auf den Punkt gebracht.

Die Schulleiterin Antonia Hegemann

Diese berichtete über die Einladungskarte zum Circusprojekt, auf der zu lesen war: Da werden aber Mama und Papa staunen!

Unterstützung

Damit dieses große Projekt überhaupt zustande gebracht werden konnte, benötigte es viele Helfer. Diesen dankte die Schulleiterin herzlich für:

Kuchen- und Getränketheke

– für den Auf- und Abbau des Circuszeltes

– den Dienst an der Kuchentheke

– das Backen der Kuchenspenden

– die Organisation

– die finanzielle Abwicklung

– weitere Unterstützung

Für all dies bedankte sich die Schulleiterin bei den Eltern, dem Lehrer-Kollegium, der Sparkasse Münsterland Ost und der EVO.

Anm. d. Redaktion: Familie Brumbach hat den Puls der Zeit getroffen.

Sieht man sich gerade in unserer Region nach Circusvorstellungen um, wird man feststellen, dass hier oft gähnende Leere herrscht. Die vorbeiziehenden Darsteller, so macht es den Eindruck, können leider oftmals nicht mehr so das Publikum fesseln, wie es in früheren Zeiten der Fall war.

Ganz anders sieht es jedoch bei diesem Mit-mach-Circus aus. Dieser verbindet körperliche Aktivität, kreatives Lernen und die Stärkung von Teamgeist fernab vom Notendurchschnitt, Herkunft oder Konfession. Die Kinder erleben etwas Neues und überschreiten Grenzen, was Selbstvertrauen schenkt. Die Mitarbeiter trainieren dabei die Kinder, ohne sie zu kennen und holen erstaunliche Leistungen aus ihnen heraus, welche Lehrer und Eltern ihnen vielleicht nicht zugetraut hätten.

Das Strahlen in den Augen der kleinen Stars zeigte deutlich, dass dies der Familie Brumbach gelungen ist.

Das Finale mit allen Kindern




Möbelspedition Lipperland Teigeler in Flammen

Den Rauch steigt hoch in den Himmel

Zahlreiche Einsatzkräfte der Löschzüge Oelde und Stromberg bekämpfen seit den Morgenstunden ein Feuer in Stromberg. Es handelt sich um einen Brand der Lagerhalle der Möbelspedition Lipperland Teigeler an der Erhardt-Allee 13. Wie das Feuer ausgebrochen ist, ist noch unklar.

Frank Handschuhmacher aus Stromberg war vor Ort und versorgt uns mit 20 Minuten frischen Fotos vom Ort des Geschehens. Er hat vor Ort mit einer Zeugin gesprochen die auf dem Weg zur Arbeit um 07.20 Uhr die Löschkräfte über den Brand informierte. Aufgrund der anlaufenden Löscharbeiten hat Frank die Feuerwehrleute ihre Arbeit machen lassen und hat niemanden gestört.

Alle Fotos: Frank Handschuhmacher

 

 




Das heiße Pflaster von Oelde

Über die geplante Umbaumaßnahme des Marktplatzes in Oelde wurde bereits viel und hitzig diskutiert. Der ehemalige sachkundige Bürger Dr. Ralf Wohlbrück geriet durch seine Kritik ins Feuer der Oelder CDU. Ralf Wohlbrück erläutert heute in einem offenen Brief an die CDU Oelde seinen Standpunkt.

Leserbrief Start

Oelde, 10.02.2018

Verlautbarungen des Herrn André Drinkuth auf Ihrer Homepage zu meinem Leserbrief vom 07.02.2018 in der „Glocke“

Sehr geehrte Damen und Herren,

zu obigen Verlautbarungen Ihres Fraktionsvorsitzenden, Herrn Andre Drinkuth, die ich als Anlage beifüge, möchte ich nachfolgend Stellung beziehen.

Website CDU Oelde am 11.02.2018

Vorab, da Herr Drinkuth in seinem Schreiben auf meine ehemalige ehrenamtliche Tätigkeit als Sachkundiger Bürger der SPD-Fraktion im Oelder Rat verweist, möchte ich deutlich klarstellen, dass ich kein Mitglied der SPD und auch kein Mitglied irgendeiner anderen politischen Partei bin. Ich schreibe und spreche ausschließlich für mich selbst und fühle mich lediglich Anwohnern gegenüber verpflichtet, denen ich in meinem Leserbrief eine Stimme verleihe. Mehr nicht. Insofern möchte ich Sie bitten, in Ihrer Fraktion darauf hinzuwirken, dies künftig zu respektieren und unzweckmäßige Versuche, über meine Person gegenüber der SPD politisches Kapital heraus schlagen zu wollen, zu unterlassen.

Ich vertraue diesbezüglich darauf, dass dies auch in Ihrem Interesse ist, insbesondere mit Blick auf die Außendarstellung Ihrer eigenen Ratsarbeit.

Herr Drinkuth sieht sich in seinem Schreiben dazu berufen, über meine Person zu urteilen, indem er mir generell Detailversessenheit unterstellt. Diese Wortwahl an sich zeigt seine eigene Hilflosigkeit, inhaltlich und argumentativ mitzuhalten. Hätte er stattdessen von meiner Detailgenauigkeit gesprochen – die von Anwohnern des Baugebiets Benningloh im Zuge der Planungen für das neue Baugebiet derzeit übrigens sehr geschätzt wird – wäre ihm in der Tat eine zutreffende und angemessene Formulierung in Augenhöhe gelungen.

Insgesamt drängt sich mir der Eindruck auf, dass Herr Drinkuth sich nicht ausreichend mit dem Inhalt meines Leserbriefs auseinandergesetzt hat und nun bin ich es, der seine diesbezügliche Detailgenauigkeit vermisst. Stattdessen, ohne auf den Inhalt meines Leserbriefs detailliert einzugehen, bezichtigt mich Herr Drinkuth, eine Person zu sein, die Unwahrheiten verbreitet und Öl ins Feuer gießt. Selbst liefert er eine lange Liste zur eigenen Rechtfertigung, zu der ich in meinem Leserbrief überhaupt nichts geschrieben hatte.

Ich weiß definitiv und offen gestanden auch gar nicht, was er damit beabsichtigt, wozu er das eigentlich tut und was das überhaupt soll. Aber das ist seine Sache.

Schließlich war es die Oelder Verwaltung selbst, die Öl ins Feuer gegossen hat, indem sie einem Experten als Gutachter gestattet hat, zu erklären „man müsse sich auch einmal fragen, was damals abgerechnet wurde“. Das empfinde ich als eine Aussage des Gutachters, die mit dem eigentlichen Begutachtungsgegenstand an sich überhaupt nichts, aber auch rein gar nichts, zu tun hat.

Der Stadtbaurat Herr Abel, als Auftraggeber für dieses Gutachten, ließ dies geschehen und setzte noch einen oben drauf mit der Bemerkung: „Das, was damals ausgeschrieben wurde, ist nicht so gebaut worden“ und zeigte – ebenfalls ohne Angaben über Prüfung des Hintergrunds – als „Beweis“ einen Vermerk über einen Vorbehalt im damaligen Abnahmeprotokoll.

Nicht ich, sondern die derzeitige Verwaltung selbst, hat also Öl ins Feuer gegossen. Den Ratsmitgliedern wurde nicht dargelegt, weshalb vor mehr als 30 Jahren – aus welchen Gründen auch immer, was übrigens durchaus nicht außergewöhnlich ist – es einen Abnahmevorbehalt gegeben hat und vor allem, ob dieser in der Folgezeit ausgeräumt wurde. Ich darf Ihnen versichern, die Formulierung in meinem Leserbrief, dass diese Vorgehensweise seitens der Verwaltung peinlich sei, wurde von mir bewusst sehr gelinde gewählt.

Heißes Pflaster in Oelde

Ich finde es unerhört, offensichtlich ungeprüft eine solche Frage einfach in den Raum zu stellen und damit die damaligen städtisch Verantwortlichen und die ausführenden Unternehmen dem Verdacht auszusetzen, möglicherweise nicht ordnungsgemäß und korrekt gehandelt zu haben. In diesem Zusammenhang darf ich Sie daran erinnern, dass schon damals die CDU die stärkste Fraktion im Oelder Rat war und maßgeblich den damaligen Innenstadtumbau begleitet hat, ohne nach meiner Erinnerung seinerzeit Unregelmäßigkeiten angemeldet zu haben.

Herr Drinkuth blendet weiterhin in seinen Verlautbarungen vollkommen aus, dass Politik nicht nur in den Parteien und im Rat stattfindet, sondern auch in der Bevölkerung selbst und ich vermisse, dass er sein Ohr nicht vermehrt an das Geschehen vor Ort richtet, bevor er sich daran macht, über meinen Leserbrief zu urteilen. Die Bürger wissen genau, dass – entgegen der mehrfach wiederholten Feststellung des Gutachters – der Marktplatz seit mehr als 30 Jahren überhaupt keine gravierenden Frostschäden erlitten hat.

Was ich in meinem Leserbrief angesprochen habe – und dazu schreibt Herr Drinkuth ebenfalls kein Wort –, möglicherweise weil ihn das nicht sonderlich interessiert, ist der vernachlässigte Pflegezustand des Marktplatzes. Dafür ist die heutige Verwaltung verantwortlich und niemand anderes. Der Kot der Vögel im Bereich der Platanen ist unübersehbar und wird offenkundig billigend in Kauf genommen. Mein unlängst an Herrn Abel gerichteter Vorschlag, die Taubenpopulation in der Oelder Innenstadt durch Errichtung eines Taubenhauses im Bereich der Gerichtsstraße einzudämmen, wurde von ihm kurzer Hand als „nicht zielführend“ beschieden. Ich bin diesbezüglich selbst kein Experte, aber kompetente Taubenhalter vor Ort haben mir bestätigt, dass bei  umsichtiger und regelmäßiger Betreuung und Pflege, dies eine wirksame Maßnahme wäre, die Taubenpopulation nachhaltig unter Kontrolle zu halten. Insbesondere kann ich die ablehnende Haltung von Herrn Abel deshalb nicht verstehen, weil wir hier vor Ort ein sehr renommiertes Unternehmen für Taubenfutterproduktion haben, das nach meiner Information deutschlandweit Städte für den Betrieb ihrer Taubenhäuser beliefert.

Warum dies hier in Oelde nicht geprüft wird und möglich sein soll, ist mir vollkommen unverständlich.

Ich möchte Ihnen ferner mitteilen, dass ich – Ratsbeschlüsse hin und her – noch immer gelegentlich auf einzelne Personen treffe, die den generellen Autoverkehr in der Fußgängerzone wieder zulassen möchten.

Ein Ansinnen, das Herr Drinkuth einst selbst mit einem CDU-Antrag eingebracht hatte und das schlussendlich gescheitert ist, weil Ihre Fraktion offensichtlich unterschätzt hat, wie stark die Ablehnung auch innerhalb der Bevölkerung war und ist.

In die gleiche Kategorie fällt auch die Forderung einzelner Personen nach Öffnung des Rathausbachs. Ein Keime führendendes landwirtschaftlich geprägtes Gewässer, das in seinem Zufluss u.a. aus einem – mit dem unappetitlichen Namen Küttelbecke versehenen – Graben gespeist wird und allein deshalb schon nichts auf einem Marktplatz zu suchen hat, auf dem zweimal in der Woche Lebensmittel gehandelt werden.

Und das bringt mich zum letzten – ebenfalls von Herrn Drinkuth inhaltlich nicht behandelten – Punkt meines Leserbriefs. Ich schätze Herrn Bürgermeister Karl-Friedrich Knop als integre Person sehr. In meinem Leserbrief habe ich dennoch dessen vehement vorgetragene Kritik an Kritikern erwähnt, ihn meinerseits dafür kritisiert und geschrieben, dass ich das nicht getan hätte. Ich hätte es deshalb nicht getan, weil ich zutiefst dem Grundsatz anhänge, dass Überzeugung mehr Wert hat, als Verführung und schon gar nicht Einschüchterung. Ein pauschaler Rundumschlag kann nicht dem Zweck dienen, Bürger mitzunehmen, zu motivieren und zu beteiligen.

Auch die komplette Verlesung eines anonymen Schreibens zum Marktplatzumbau in der Ratssitzung durch Herrn Knop hätte ich unterlassen. Anonyme Schreiben gehören in den Mülleimer, es sei denn, sie enthalten gesetzlich unzulässige Inhalte für die sich die Staatsanwaltschaft interessiert, was in diesem Fall wohl nicht gegeben war. Aber dem anonymen Schreiberling die zweifelhafte Ehre zu erweisen, sein Werk in der Ratssitzung einer breiten Öffentlichkeit voll umfänglich vorzulesen, empfinde ich als kontraproduktiv.

Ich kann es verstehen, wenn nicht ein jeder meine Ansichten und Meinungen teilt. Gleichwohl dürfen Sie mir zugutehalten, dass ich unter alle meinen Stellungahmen und Verlautbarungen auch meinen Namen schreibe. Wo Wohlbrück drunter steht ist auch Wohlbrück drin – so wie bei diesem Schreiben auch.

Ich hoffe, dass ich Ihnen meine Beweggründe für meinen Leserbrief und die Sachverhalte insoweit hinreichend glaubhaft erklären konnte und wünsche allen Beteiligten bei der Marktplatzumgestaltung Klugheit, Geduld, Weitsicht und Glück.

Eine Kopie dieses Schreibens erhalten Herr Bürgermeister Knop, Herr Stadtbaurat Abel, alle Ratsmitglieder, die Lokalpresse und einige interessierte Mitbürger.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Wohlbrück

Leserbrief Ende

Leserbriefe werden ohne Filter online gestellt. Verantwortlich für den Inhalt ist dessen Ersteller.

 

 




Eisdiele Molin hat wieder geöffnet

Zur Freude aller Eis-Liebhaber meldet sich nach einer kurzen Saison-Pause die Eisdiele Molin zurück. Seit dem letzten Sonntag, den 21.01.2018 hat diese nun wieder für ihre Gäste an der Ruggestraße 1 die Gelateria geöffnet.

Die ersten Gäste sitzen bei Molin

Die Öffnungszeiten sind wie folgt:

An den Markttagen, Dienstag und Freitag: 09.00 Uhr – 21.00 Uhr. An allen anderen Tagen von 10.00 Uhr – 21.00 Uhr.

Mit einer Schließungsdauer von gerade einmal 34 Tagen mussten die Oelder nicht lange auf eisgekühlte Leckereien verzichten. Die Eisdiele beendete die Saison 2017 am 18. Dezember.




Weihnachtsdekoration

Rene Zabel hat dem Oelder Anzeiger Fotos seiner wunderbaren Hausdekoration zugesendet.

Der Zwanzigjährige ist fleißig seit 16 Jahren beim alljährlichen Schmücken dabei und es kommt jedes Jahr etwas mehr Dekoration dazu. Bestaunen kann man den großen roten Nikolaus am Brandenburger Weg 9 in Oelde.

Wir danken Herrn Zabel recht herzlich für die Fotos.




Rückblick auf die Gedenkfeier zu Ehren der Juden in Oelde

Am 9. November 2017 versammelten sich rund 40 Menschen im Innenhof des Oelder Rathauses, um 6 Millionen verschleppter und ermordeter Juden zu gedenken. Im Innenhof steht ein Gedenkstein um an das grausame Verbrechen während des Hollocaust zu erinnern. Die Andacht leiteten Frau Christiane Glitscher-Krüger, Frau Elisabeth Lewanschkowski, Frau Doris Leeser und Zeitzeugin Frau Marietheres Krupp.

Es wurden über 100 Namen der ermordeten, deportierten und geflohenen Juden vorgelesen. Die Anwesenheit von Altglöckner Heinz Renk als Zeitzeuge war ebenfalls vorgesehen, er war an dem Abend jedoch verhindert und ließ seine Erinnerungen durch Frau Elisabeth Lewanschkowski verlesen.

Sieben rote Kerzen und eine abseitsstehende weiße Kerze mit einem Stein.

Doris Leeser erklärte, dass an dem Abend nicht nur an die ermordeten Juden gedacht werden solle, sondern auch an die 558 Fremdarbeiter, die in Oelde in den Kriegsjahren arbeiten mussten. Der Stein und die Kerze stünden für einen jungen Polen der wegen Diebstahls und wegen Widersetzlichkeit ohne Gerichtsverfahren in Oelde hingerichtet wurde. Der junge Pole wurde in „Stüers Büschken“ am Galgen erhängt. Dies geschah vor 75 Jahren am 12. Juni 1942.

Der Oelder Heinz Renk erinnert sich an die Hinrichtung und schrieb diese nieder.

Hinrichtung eines „Fremdarbeiters“ im Krieg von Heinz Renk

Ich entsinne mich, dass während des Krieges ein polnischer „Fremdarbeiter“ (das war die offizielle Bezeichnung) in Oelde in Stüers Büschken durch den Strang hingerichtet worden ist.

(Anmerkung d. Redaktion: Das Büschken nannte man früher das Gebiet wo heute der Radweg das Gymnasium mit der Albert-Schweitzer-Schule entlang des Axtbach verbindet. Wenn man vom alten Teil des Friedhofs über die Brücke in Richtung Kapelle geht, müsste die Stelle in Bachnähe ungefähr 50 bis 70 Meter in Richtung Gymnasium sein.

In dem Buch „Oelde, die Stadt in der wir leben“ wird kurz über die Exekution des Polen berichtet. Der Zeitzeugenbericht von Herrn Renk ist aktuell das detaillierteste Dokument, welches existiert)

Ich war 16 Jahre alt. Es war in Oelde allgemein bekannt, dass ein Pole den Polizei-Hauptwachtmeister Bönnemann im „Kittchen“ bei einem Fluchtversuch angegriffen und verletzt hat. Deswegen wurde er zum Tode durch Erhängen verurteilt.

Ob auch Ort und Datum der Hinrichtung allgemein bekannt waren, weiß ich heute nicht mehr. Ich entsinne mich nur, dass eine Handvoll neugieriger Halbwüchsiger mit mir hinter der Hecke waren, die den Friedhof damals von einer Kuhweide abgrenzte. Durch die Hecke konnten wir den ca. 200 bis 300 Meter entfernten Galgen auf der anderen Axtbachseite direkt gegenüber der Einmündung des Rathausbaches sehen, der als Balken zwischen zwei Eichbäumen befestigt war. Darunter war ein Tisch, auf dem der Verurteilte stand. Man sagte uns, der Tisch habe eine Klappe, die man öffnen könne, so dass der Delinquent, der eine Schlinge um den Hals hatte, hineinfiele und stranguliert würde. Durch Genickbruch sei er sofort tot.

Das alles konnten wir allerdings aus der Entfernung nicht genau sehen, denn wir mussten uns verborgen halten. Die Hinrichtung war nicht öffentlich. Die Brücke zwischen den beiden Friedhöfen, in deren unmittelbarer Nähe der Galgen errichtet worden war, gab es damals noch nicht. Das Brüggenfeld war Acker.

Ich konnte sehen, dass einige Personen anwesend waren und auch hören, dass etwas verlesen wurde. Verstehen konnte man das aber nicht. Ich entsinne mich nicht, Parteivertreter oder Uniformierte gesehen zu haben. Vermutlich waren einige Polizeibeamte anwesend, daran erinnere ich mich aber nicht.

Im Gedächtnis ist mir jedoch geblieben, dass nach der Hinrichtung polnische Fremdarbeiter im Gänsemarsch an dem Gehenkten vorbeimarschieren mussten. Nach heutiger Schätzung waren das zwischen 20 und 50. Viele taten das nur mit gesenktem Kopf.

Stüers Büschken ist ein schmaler Eichen-Auenwald entlang des Axtbaches. An seiner Ostseite war und ist auch heute noch eine ca. zwei Meter hohe Steilböschung, so dass der Hinrichtungsort gegen Sicht abgeschottet war. Durch Stüers Büschken lief nur ein Trampelpfad, auf dem wir als Kinder gerne und häufig spielten.

Ich habe heute (24.6.2014) den Ort aufgesucht und fotografiert. Ob die Eichen noch stehen, zwischen denen der Galgen stand, konnte ich nicht feststellen. Auch das Fundament der Gedenkplatte, die nach dem Krieg von mir Unbekannten dort angebracht worden ist, konnte ich nicht mehr finden. Ich habe die Platte ca. 1947 dort noch gesehen. Sie war etwar DIN A4 groß. Später sah ich nur noch das Fundament.

Erinnerungen der Zeitzeugin Marietheres Krupp an die Pogromnacht 1938

1938 war ich 12 Jahre alt und ging zur Volksschule in die sechste Klasse. Meine damalige Klassenlehrerin war in der NSDAP. Sie unterrichtete uns auch in biblischer Geschichte. Während einer Unterrichtsstunde sagte sie einmal, Jesus sei kein Jude, die Juden seien lange in ägyptischer Gefangenschaft gewesen. Auch meinte sie, alle Juden seien dumm. Darauf machte ich den Einspruch, dies könne nicht stimmen, Lore Fritzlar, eine jüdische Mitschülerin, sei auf die Töchterschule gegangen. In der Schulbücherei gab es Bücher gegen die Juden. An eines kann ich mich gut erinnern.

Frauen von links: Frau Lewanschkowski, Frau Glitscher-Krüger, Frau Leeser und Frau Krupp

Es saß ein dicker Mann, ein Jude, an einem Tisch. Er hatte eine große überdimensionale Nase, vor sich einen Teller mit einer gebratenen Gans und aß davon. Im Türrahmen stand ein dicker Priester, der mit dem Finger drohte und sagte:

»Du bist ein getaufter Christ und isst am Freitag Gans, das ist für Christen verboten.“ Darauf die Antwort des Juden: „Hab ich gesagt Gans sei Fisch, nun ist Gans Fisch.«

Die Bedeutung dieses Bildes ist folgende: Da aus der Gans kein Fisch wird, wird aus einem Juden kein Arier.

Es ist 76 Jahre her, Vieles ist in der Erinnerung verwischt. Am Morgen des 10. November ging ich wie immer zur Kirche. Ich weiß nicht mehr, ob etwas Besonderes auf dem Weg dorthin geschah. Nach der Messe ging ich zur Schule. Es war so merkwürdig still, die Menschen gingen eilig an mir vorbei oder standen zu zweit und flüsterten miteinander. Nun kam ich zum Textilgeschäft Weinberg auf der Langen Straße und war sehr erschrocken, aber auch neugierig.

Was war da nur passiert? Überall lagen Glassplitter verstreut; bis weit in die Straße hinein. Jetzt erst sah ich die zertrümmerte Schaufensterscheibe und konnte weit in den Raum hineinsehen. Im Schaufenster, es war in meiner Gesichtshöhe, lag alles durcheinander: die Scherben, die Stoffe waren mit Tinte übergossen und auseinandergerissen, die Schaufensterpuppen lagen zerbrochen und zermatscht darüber und verbreiteten einen fürchterlichen Gestank. Noch heute habe ich diesen Gestank in meiner Nase. Regale und alles Inventar war übereinander gekippt und zerschlagen. Ich ging weiter zur Schule. Was ich gesehen hatte, beschäftigte mich den ganzen Tag.

In der Pause hörte ich, dass die Jungen schulfrei hätten. Später erzählte man, der Lehrer, er war ein Nazi, hätte in der Nacht bei den Gräueltaten geholfen.

Nach Schulschluss ging ich auf dem Heimweg in die Synagoge. Da sie in einem Wohnhaus lag, konnte sie nicht verbrannt werden. Durch einen langen Flur, es war mir sehr unheimlich, gelangte ich in den Gebetsraum. Auch dort lag alles durcheinander: beschriebene Blätter, Gewänder, umgestürzte Kerzenhalter, Stühle und Bretter und vieles mehr. Durch die zerbrochene Scheibe konnte ich nach draußen sehen.

Da ich ein 12-jähriges Mädchen war, kann ich mich heute nicht mehr daran erinnern, was ich über all diese Ereignisse gedacht habe. Aber ich habe sie nie ganz vergessen.

Weiterer Bericht und Parallelen tun sich auf

Franz-Josef Speckmann

Nachdem die Geschichte dem Stromberger Heinz-Peter Speckmann zu Gehör kam, erinnerte sich dieser wieder, wie sein Vater früher oft in dem Busch mit ihm spazieren ging und von der Erhängung des Polen berichtete.

»Hier haben sie früher einen Polen erhängt.« sagte Franz-Josef Speckmann zu seinem Sohn damals.

Die Tochter von Heinz-Peter Speckmann, Lea, hatte im Jahre 2008 ein Interview mit dem Großvater Franz-Josef führen müssen für eine Arbeit des Unterrichts vom Johanneum Wadersloh Gymnasium.

Beim Zeitzeugenbericht von Lea Speckmann ging es im Interview unter anderem um die Ermordung des Polen.

Von Lea Speckmann

Erlebnisse, die mein Opa nie vergessen wird

Es gibt einige Erlebnisse in Opas Leben, die er niemals vergessen wird. Einige davon sind Erinnerungen, an die sich Opa gerne zurückerinnert und einige, die er vielleicht lieber vergessen würde:

Hinrichtung eines Polen

Früher befand sich ein Gefängnis auf dem Hermann-Johenning-Platz (heutige Polizei). Ein Pole, der dort gefangen gehalten wurde, soll, wie später gesagt wurde, einen Aufseher geschlagen haben.

Aus diesem Grund wurde er zum Tode verurteilt und öffentlich in Stührs–Büschken erhängt. Dies liegt zwischen dem neuen katholischen und dem evangelischen Friedhof.

Mein Opa und seine Freunde hatten sich in dem nahe gelegenen Kornfeld angeschlichen, wurden aber später von der Polizei entdeckt und noch vor der Erhängung verscheucht.

Sie hatten aber gesehen, wie herablassend die Polen behandelt wurden. Der Hebel, der die Klappe des Schafotts zum Fallen bringen sollte, musste von einem Polen gezogen werden. Die anderen Polen, die in der Nähe von Oelde als Kriegsgefangene gehalten wurden, mussten an dem Schafott vorbei gehen und zusehen wie der Verurteilte erhängt wurde.

Später errichtete man an dieser Stelle einen Gedenkstein, der an die schlimme Tat erinnern soll. Sogar mein Vater (Heinz-Peter Speckmann) kennt diesen Stein, da er in seiner Kindheit öfters mit meinem Opa dort war. Vor einiger Zeit wurde der Gedenkstein aber entfernt. Den Grund wusste mein Opa aber nicht.

Franz Josef Speckmann sieht man hinten links hier als jungen Mann bei der Westfalia Separator

Reichskristallnacht

Eine Essensmarke die die Familie Speckmann aufbewahrt hat

Auch mein Opa hat die „Reichskristallnacht“ (Pogrom gegen die Juden) am 9. November 1938 in Oelde miterlebt.

Die SS–Patrouillen hatten das gesamte Hab und Gut der Juden, die hier lebten, zerstört. Opa erinnert sich noch an die vielen Dinge, wie zum Beispiel Schranktüren und Porzellan, die nach dieser Nacht auf den Straßen zerbrochen lagen. Da alles aus den Fenstern geworfen wurde, schlug man diese ein.

Dieser Pogrom gegen die Juden trägt, auf Grund dieser vielen zerstörten Scheiben, den Namen „Reichskristallnacht“.