Passiertechnik vor den Eingängen des Vier-Jahreszeiten-Parks

2014-03-25-Parktore (3)Sehr zum Ärger einiger Oelder Bewohner wurden die Parkeingänge zum Vier-Jahreszeiten-Park  vor kurzem geändert. Neue Kartenlesegeräte, Videoüberwachung, Stacheln auf den Zäunen sowie viel zu enge  Drehkreuze lassen mittlerweile Endzeitstimmung aufkommen beim Betreten des ehemaligen Oelder Stadtparkes, dem heutigen Vier-Jahreszeiten-Park. Besucher mit einem Rollstuhl oder Familien mit einem Kinderwagen können an zwei Eingängen darauf hoffen, dass der Haupteingang besetzt ist. 

Dort kann man, wenn er besetzt ist, über Sprechfunk darum bitten, ein Seitentor zu öffnen, um mit breiteren Gefährten hereinzukommen. An dem Eingang am Tennisplatz im Oelder Südwesten ist der Eintritt für Radfahrer, Rollator-Nutzer und Familien mit einem Bollerwagen gänzlich aktuell verwehrt. Der OELDER ANZEIGER hat sich die Situation angeschaut.

An unterschiedlichen Tagen und Uhrzeiten haben wir den Selbstversuch gestartet, um mit dem Rad über die Seitentore in den Park zu gelangen. Die neu installierten Drehkreuze sind für den Einlass von Radfahrern, Rollstuhlfahrern oder Eltern mit dem Kinderwagen sowie Rollator-Nutzer viel zu klein.

Eingang am Tennisplatz ist nicht zu passieren für Radfahrer, Rollstuhlfahrer oder Eltern mit Kinderwagen. Siehe Schilder

Der Nebeneingang am Stromberger Tor. Zwischen Drehkreuz und orangefarbener Hütte befindet sich ein ferngesteuertes Tor

Über die Ruftaste der neuen Sprech- und Überwachungsanlage wird man via Funk zum Haupteingang mit der Leitzentrale verbunden. Nun kann man bitten, dass Seitentor zu öffnen, nachdem man seine Karte an der Kamera vorgezeigt hat. Der Haken an der Geschichte ist, dass die Leitzentrale nicht immer besetzt ist. Die Besucher müssen dann einen Umweg fahren zum Haupteingang, wo wir mehrmals einen nicht besetzten Leitstand vorfanden.

Wenn der Haupteingang nicht besetzt ist, können an den anderen beiden Eingängen keine Tore via Knopfdruck geöffnet werden

Wieder unbesetzter Haupteingang

Für viele Oelder eine Zumutung, was sich in Form von Kritik an der Stadt und am Forum als Betreiber des Vier-Jahreszeiten-Parks bemerkbar machte. Die Lokalzeitung “Die Glocke” berichtete nun über das Einknicken des Forums Oelde, welches die vor kurzem installierten Eingangstore überarbeiten will, um Barrierefreiheit zu schaffen.

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Unser Leser Dr. Ralf Wohlbrück hat zu diesem Thema einen Leserbrief eingereicht den wir hier im vollen Umfang veröffentlichen.

Leserbrief „Einlasstechnik für Parkeingänge wird wieder geändert“

Um es überzeichnet auf den Punkt zu bringen: Wir haben uns mit Ausrichtung der Landesgartenschau Gefahren von Vandalismus und Missbrauch angeschafft! Um diesen zu begegnen wurde nun in ein neues Zugangssystem investiert, das in seiner technischen Konzeption und Umsetzung sowohl an den Bedürfnissen der Bürger als auch an den verfolgten Zielen vollkommen vorbeiläuft – für teures Geld! Und jetzt wird nachträglich in zusätzliche Kartenlesegeräte investiert und in ein Klapptor am Eingang Am Stadtgarten, damit Bürger mit Behinderung oder mit Rollstühlen, Benutzer von Rollatoren, Personen mit Kinderwagen und Fahrradfahrer endlich wieder in den Park hineinkommen können.

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Big brother is watching you

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die bisherigen Planungen vornehmlich von dem Gedanken getragen wurden, den Park wie eine Bastion verteidigen zu müssen. Statt im Sinne einer Willkommenskultur zu handeln, wurde ein System geschaffen, das weder zufrieden stellend arbeitet noch seinen Zweck erfüllt.

Der Park soll künftig entweder durch ein Klapptor oder durch ein Drehtor mittels Kartenleser zu betreten sein. Das Drehtor kann man sich dann aber getrost sparen, denn es ist in jedem Fall viel bequemer, durch das Klapptor zu gehen. Man hat mehr Bewegungsfreiheit und vermeidet die Gefahr, im Drehtor bei Fehlfunktionen stecken zu bleiben und in Not zu geraten. Die Drehtore sind überflüssige und komplette Fehlinvestitionen. Ich frage mich auch, wer die vielen Kameras an den Kartenlesern simultan überwachen soll. Ich hoffe nicht, dass Videoaufzeichnungen im Zusammenhang mit der nun personalisierten Jahreskarte geplant sind, denn dann haben wir neben Vandalismus und Missbrauch auch den Überwachungsstaat in der Diskussion.

Stellen wir uns einmal ganz nüchtern die Frage nach der Art des in den Raum gestellten Missbrauchs. Es kommen grundsätzlich zwei Formen in Frage. Die erste betrifft Menschen, die den Park missbräuchlich betreten könnten, um dort kostenfrei spazieren zu gehen und die zweite betrifft Personen, die im Sommer das Freibad missbräuchlich nutzen wollen.

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Peter Maffay sieben Brücken Modus an: “Durch dieeeeese schmaale Lücke musst Du gehen…. fährst nen Rollstuhl bleibst Du draußen stehen! Deine Enkel tooooben im Park herum, während Du am Zaun als Gast stehst traurig rum.” Modus aus.

Die erste Form des Missbrauchs schließe ich vollkommen aus, denn diese Menschen bleiben dem Park seit 13 Jahren fern. Die zweite Form erscheint dagegen viel wahrscheinlicher. Deshalb gehört keine neue Einlasstechnik an die Parkeingänge, sondern ein einziges Kartenleser gestütztes Drehtor vor das Freibad. Das würde viel Geld sparen, die Bürger wären zufriedener und diese Lösung würde wirklich ihren Zweck erfüllen.

Bleibt zu hoffen, dass der neu zu wählende Rat und Bürgermeister die Verwaltung künftig sehr viel enger führt und derartige Fehlentwicklungen nicht mehr zugelassen werden.

Dr. Ralf Wohlbrück

Leserbrief Ende

Das Forum Oelde hatte die neuen Parkeingänge installiert, um unter anderem an Druckkosten für die Eintrittskarten zu sparen. Durch die neuen Kartenlesegeräte an allen Eingängen sowie die Videoüberwachungssysteme müssen zukünftig keine neuen Karten gedruckt werden, hieß es vor Baubeginn der Hightech-Eintrittsschleusen. Nun wird erneut Geld in die Hand genommen, um an den Parkeingängen einen barrierefreien Eintritt zu ermöglichen. Verwunderlich, wenn man sich hierzu den Masterplan der Umgestaltung der Innenstadt Oelde anschaut, wo ebenfalls überall auf Barrierefreiheit Wert gelegt wird. An den Eingängen des vom Forum Oelde betriebenen Vier-Jahreszeiten-Park wurde dies aber verschlafen und wird nun für weiteres Geld nachgerüstet.

© alle Bilder Oelder Anzeiger




Schweitzer-Schule braucht dringend Unterstützung

Ehrensache: Ehrenamt in Oelde

Ehrensache: Ehrenamt in Oelde

Die Albert-Schweitzer-Schule (OGS) in Oelde sucht Bürger/innen die sich ehrenamtlich engagieren möchten. Insbesondere wird Unterstützung im Rahmen der offenen Ganztagsschule benötigt.

Im Einzelnen handelt es sich dabei u.a. um

– die Betreuung  von Schülergruppen  bei der Erledigung von Hausaufgaben

– die Einzelbetreuung von Schülern als Lesepaten

– die Gestaltung von Freizeit – und Gruppenaktivitäten

– die Gestaltung und Moderation von Arbeitsgemeinschaften ( Schach, Handarbeiten, Basteln und Werken etc.)

Interessenten melden sich bitte bei:

Ehrenamtszentrale Oelde
. Overbergstraße 4
. 59302 Oelde

Telefon 02522 / 72 678

www.ehrenamt-oelde.de

Mail: [email protected]




FDP fordert Gesamtkonzept für Innenstadt

Seit Jahrzehnten fordert die Oelder FDP ein Gesamtkonzept für die Innenstadt. Ende 2013 konnte der Masterplan Innenstadt schließlich vorgestellt werden. 

Markus Westbrock

Markus Westbrock

 Im Grundsatz unterstützt die FDP, so  Markus Westbrock gegenüber dem OELDER ANZEIGER, die Gesamtstrategie, die dem Plan zugrunde liegt. Die auf Wunsch der Verwaltung noch in dieser Legislaturperiode festzustellende Unterstützung für den Plan sei jedoch zunächst nur der Sicherstellung der Antragsfristen für Fördergelder geschuldet. Die konkrete Durchführung der einzelnen Maßnahmen bedürfe zwingend der Zustimmung einer Mehrheit in den zuständigen Gremien.

 

Die Einzelmaßnahmen, so Westbrock, seien entsprechend vor ihrer Umsetzung politisch und öffentlich zu diskutieren. Über deren Sinnhaftigkeit, Umfang, Finanzierung und Details müsse in Ruhe gesprochen und beschlossen werden.

Hier ist die öffentliche Präsentation online zu finden (Danke an unseren Leser Juan Francisco Rodriguez): http://web.pregocms.de/oelde/media/original/46399.pdf




Bürgerinitiative ProPark lädt ein

©Ruprecht Frieling

Stadtgespräch zur bevorstehenden Kommunalwahl: Was wird aus dem ehemaligen Oelder Stadtpark?  ©Ruprecht Frieling

Zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung über die seit Jahren schwelende Stadtparkfrage lädt die Oelder Bürgerinitiative ProPark ein. Interessierte treffen sich am Dienstag, den 28.01.2014, um 19.00 Uhr.

Erklärtes Anliegen der Bürgerinitiative »ProPark« ist es, so heißt es in einer Pressemitteilung, Parkspaziergängern künftig wieder die kostenfreie Nutzung des Parks zurück zu geben. Mit dieser Initiative möchten die Initiatoren des derzeit ruhenden Bürgerbegehrens »Vier-Jahreszeiten-Park« interessierte Bürger ansprechen, um ein Alternativ-Forum zu bieten. Die Bürgerinitiative möchte mit den Parteien und deren Kandidaten für die anstehende Kommunalwahl über die Parkfrage intensiv ins Gespräch kommen.

Alle interessierten Bürger sind sehr herzlich eingeladen, an einer Informationsveranstaltung teilzunehmen, die am Dienstag, den 28.01.2014, um 19.00 Uhr,
im Bacchuskeller (Haus Celic), Warendorferstrasse 39 stattfindet

Die seit 13 Jahren ungelöste Stadtparkfrage, die Rolle von Forum Oelde und die weitere Vorgehensweise zur Lösung dieser – von vielen Bürgern als unbefriedigend empfundenen – Situation soll gemeinsam ausführlich besprochen werden.

Die Initiatoren, Helmut Droste, Friedrich Icking und Dr. Ralf Wohlbrück freuen sich auf eine rege Beteiligung, eine fruchtbare Diskussion, einen interessanten Abend und gute Ergebnisse für einen gemeinsamen Weg in dieser Angelegenheit.




Weihnachtsbaum im Zentrum aufgestellt

Es ist wieder soweit: Ein neuer Weihnachtsbaum steht auf dem Marktplatz und ragt in den Himmel. Wie werden die Oelder in diesem Jahr den “Ömmes” aufnehmen? Im vergangenen Jahr missfiel vielen Einwohnern der Baumschmuck. Der OELDER ANZEIGER hatte berichtet. Hart wurde das Erscheinungsbild in der Facebook-Gruppe: “Du bist Oelder, wenn …” kritisiert. Nun laden wir alle Leser herzlich ein, den diesjährigen Baum zu bewerten.

Der Baum wie Mutter Natur ihn schuf

Nun ist es wieder so weit: Ein neuer Baum steht  auf dem Marktplatz und ragt sechs bis sieben Meter in den Himmel hinauf. Volker Combrink, Pressesprecher der Stadt Oelde, informierte den OELDER ANZEIGER, dass der Lichtschmuck zum Ende der Woche leuchten wird. (Der Lichterschmuck war bei unseren Aufnahmen noch nicht installiert.) Um erneute Bürgerproteste abzuwehren, wurde von der Stadt ein Angebot zur Mitgestaltung des Baumes ausgesprochen. Obwohl diese Informationen auch in die Oelder Facebook-Gruppe gestreut wurde, meldete sich niemand, so Herr Combrink.

Somit wird der Baum wie bereits im Vorjahr geschmückt werden. Die Oelder Bewohner können sich somit an dem Angebotenen erfreuen.

 

Wir danken Herrn Combrink für die Informationen zum Christbaum. Es ist bedauerlich, dass das Mitgestaltungsangebot der Stadt trotz der erheblichen Kritiken ungenutzt blieb.

Fotos © Torsten Schwichtenhövel

NACHTRAG 30.11.2013

Der OELDER ANZEIGER hat symbolisch eine Christbaumkugel am Ömmes aufgehängt. Gegen die Beschwerden und Tatlosigkeit soll Sie stehen.

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Bereits 4.000 Mitglieder in Oelder Facebookgruppe

2013-11-05-Auszug FBG

Auszug aus der stadtverbundenen Gruppe

Inzwischen kann die von Martin Bischoff gegründete FACEBOOK-Gruppe: Du bist Oelder, wenn… 4.000 Mitglieder vorweisen. Vor einem Jahr hatte der Gründer die zündende Frage gestellt, die in Windeseile eine Lawine der digitalen Erinnerung losgetreten hatte. Stadtthemen aus der Vergangenheit, der Gegenwart und sonstige News werden hier seitdem täglich digital kommuniziert. Die Stadt Oelde hat aktuell rund 30.000 Einwohner. Inzwischen sind damit 14 Prozent der Einwohner in der Gruppe vertreten. Mitglied kann jeder werden, der Oelde im Herzen trägt und das selbstverordnete Regelwerk der Gemeinschaft akzeptiert. Der OELDER ANZEIGER gratuliert der Gruppe recht herzlich.




Oelde – Paradies für Fahrraddiebe?

Vor dem Oelder Bahnhof konzentrieren sich die Räder Foto: © Torsten Schwichtenhövel

Vor dem Oelder Bahnhof konzentrieren sich die Räder
Foto: © Torsten Schwichtenhövel

Ist Oelde das neue Paradies für Fahrraddiebe? Die zahlreichen Hilferufe bestohlener Radler in der Facebook-Gruppe »Wir sind Oelder« lässt diesen Verdacht aufkommen. Der OELDER ANZEIGER ging der Frage auf den Grund und sprach mit der Polizei.

Maxi Saamen, Ingo Westarp und Stefanie Brand suchten in den vergangenen Tagen die Hilfe der Oelder-Facebook-Community, um ihr Rad wiederzufinden, das kurz zuvor entwendet worden war. Liest man die Hilferufe der bestohlenen Radler, dann wirkt es so, als sei das gute alte Oelde zu einem Mekka der Zweirradräuber mutiert.

Positiv an den Suchmeldungen ist, dass die Leserschaft sensibilisiert wird und es dazu kommen kann, dass eventuell von den Dieben aufgegebene Räder wieder zu ihren Besitzern zurückfinden. Negativ hingegen sind ausländerfeindliche Kommentare, die den Täterkreis ohne Prüfung festnageln und seitens der Admins gelöscht werden müssen. – Was ist aber nun wirklich los mit dem Fahrradklau in Oelde?

Ludger Lietmann, Kripo Warendorf

Ludger Lietmann, Kripo Warendorf

Ludger Lietmann, Leiter des Kriminalkommissariates Nord mit Sitz in Warendorf, ist zuständig für die Verfolgung der Diebe. Obwohl die meisten Diebstähle eher nicht angezeigt werden, stellte die Kripo »signifikant mehr Diebstähle fest als in den letzten Jahren«, so der erfahrene Kripobeamte gegenüber dem OELDER ANZEIGER. Wurden der Polizei im Jahre 2011 insgesamt 99 Diebstähle zur Anzeige gebracht, waren es im vergangenen Jahr bereits 157 als gestohlen gemeldete Räder.

Dabei kann die Kripo bislang keine Konzentration an bestimmten Orten der Stadt feststellen. Dies würde die Ermittlungsarbeit erleichtern. Trotzdem, und das überrascht den Berichterstatter positiv, werden viele Fälle aufgeklärt. Im Jahre 2011 betrug die Aufklärungsquote immerhin 14,14 Prozent, erläutert Ludger Lietmann.

Wer sein Rad vermisst, sollte also durchaus darüber nachdenken, dies auch der Polizei zu melden. Eine Anzeige kann unabhängig davon geschehen, ob die Versicherung zahlt oder der Drahtesel vielleicht geringwertig zu sein scheint. Das Kommissariat gewährleistet im Tagesdienst die sach- und fachgerechte Aufnahme von Strafanzeigen über das Anzeigentelefon der KK Nord: 02581 94100-300.

Durch die technische Entwicklung und die Möglichkeiten des Internets gibt es inzwischen übrigens auch die Möglichkeit, sein Fahrrad außer mit einem stabilen Schloss mit einem QR-Code zu kennzeichnen. Die Plattform http://www.fahrradjaeger.de bietet beispielsweise entsprechende Hilfen an. Allerdings sind dort erst rund 3.500 Biker registriert, eine effektive Wirkung ist damit noch lange nicht gegeben.

Räder am Bahnhof Oelde © Torsten Schwichtenhövel

Räder am Bahnhof Oelde
© Torsten Schwichtenhövel

Technisch genial ist ein GPS-System, bei dem in ein spezielles Rücklicht eine Sim-Karte verbaut wird, mittels derer der Weg des Rades auf dem Smartphone exakt verfolgt werden kann. Bei Kosten von etwas € 150,00 lohnt sich die Investition aber nur für sehr teure Räder wie beispielsweise Elektroräder, die in Großstädten inzwischen zu den bevorzugten Zielen der Langfinger zählen.

Fazit: Wer in Oelde sein Rad gut sichert und im Falle eines Falles den Diebstahl der Polizei meldet, hat gute Chancen, lange Freude an seinem Drahtesel zu haben. Jedenfalls ist in Oelde die Welt in Sachen Fahrradklau noch in Ordnung, vergleicht man die Statistik mit Berlin. In der Hauptstadt der Fahrraddiebe werden den Ordnungshütern täglich (!) 71 Bikes als gestohlen gemeldet.

 

 

 




Galerie Oelde öffnet seine Pforten

Das ehemalige Herz- und Schandstück der Oelder Innenstadt, das alte Kaufhaus, wurde für einen Neuanfang abgerissen. Unter den Namen Kaufhaus Oelde Mitte, Dornheim und Schulze oder B&O war das Objekt in den vergangenen Jahrzehnten bekannt. Was bringt der Neuanfang für Oelde, wie sieht es die Geschäftswelt?Das neue Einkaufszentrum “Galerie Oelde” befindet sich auf der Zielgeraden. Am 1. Oktober öffnen sich die Türen für die Kunden.

Am 1. Okober öffnen sich die Pforten zum neuen Konsumtempel in Oelde

Doch bis zu diesem Punkt war es ein weiter Weg. Das alte Gebäude stand bereits seit  Jahren leer. Eine Suche nach einem Investor hatte viel Zeit in Anspruch genommen und als dann letztendlich die Baupläne genehmigt waren, konnte der alte Bau abgerissen werden.

Das alte Gebäude wurde platt gemacht

In vielen Arbeitsstunden, samstags sowie sonntags, entstand nun das neue Gebäude, das auf den Namen “Galerie Oelde” hören wird. Der OELDER ANZEIGER war während der letzten Bauarbeiten vor Ort und konnte erste Aufnahmen von dem Innenleben einfangen.

Viele ältere Einwohner werden sich zurückversetzt fühlen, wenn diese über die Rolltreppe in den ersten Stock gelangen können.

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Back to the future bald dank Rolltreppe wieder in Oelde

Das alte Kaufhaus war ebenfalls mit einer dieser Rolltreppen ausgestattet. Für mobilitätseingeschränkte Menschen oder Familien mit Kinderwagen, hilft einem der Fahrstuhl rauf und wieder runter.

Der Lift und der Kabelsalat aus der Decke

Die Aufnahmen zeigen weite leere Räume. Viele Kabel hingen aus den Decken herunter, Lampen fehlten noch und es sah zu dem Zeitpunkt wirklich nicht so aus, als ob die Baustelle  rechtzeitig fertig wird.

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180° Blick ins Obergeschoss

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Links sieht man das Dach, wo einst das Parkdeck war, rechts einen Blick von oben herab auf die Lange Straße

Ab 1. Oktober beherbergt das neue Kaufhaus  C&A,  ROSSMANN,  Ernstings Family sowie einen “Frisör der kleinen Preise”. Ebenfalls kann man dem Tabakkonsum und dem Glückspiel frönen im Lottogeschäft Ormeloh.

Noch lag Sand vor den Türen

Ein kleiner Sparkassenbereich versorgt die Kunden mit frischen Banknoten und letztendlich zieht der Mobilfunkanbieter Base  ins Gebäude ein. In dem angrenzenden Gebäude begrüßt der Discounter Netto seine Kunden.

Die Qual der Wahl

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIn den NETTO-Markt zieht jetzt auch die Bäckerei Großerode ein, womit wir  beim leider unschönen Teil angelangen. Wie man der Lokalzeitung  entnehmen konnte, zieht die Bäckerei Großerode nicht mit ins Kaufhausgebäude ein, sondern in den angrenzenden NETTO-Discount. Das Ganze sei aufgrund von Vertragsmissverständnissen mit dem Investor HBB und der Bäckerei Großerode entstanden. Somit steht leider bereits zur morgigen Eröffnung ein kompletter Geschäftsraum leer. Wenn man sich die Firmenseite der HBB und deren Geschichte anschaut, ist es  merkwürdig, dass bei einem Profiunternehmen wie diesem, eine wichtige Vertragsangelegenheit  nicht sauber abgestimmt wurde.

Der OELDER ANZEIGER hat einige Bürger befragt, wie Sie zu dem neuen Kaufhaus stehen. Die Bürger freuen sich darauf, dass bald wieder mehr Leben in die Innenstadt kommt. Alleine durch den neuen Drogeriemarkt versprechen sich viele Leute und Kaufleute in Oelde wieder eine stärkere Belebung der Innenstadt.

Wir haben Geschäftsleute gefragt, wie sie dem neuen Kaufhaus gegenüber stehen. Das Sporthaus Diekemper sowie der Gewerbeverein freuen sich  über das neue Kaufhaus, bemängeln aber die allgemeine schlechte Parkplatzsituation in Oelde. Karina Diekemper hatte dem OELDER ANZEIGER berichtet, das der Hermann-Johenning-Platz, der auch als “Steinwüste” bekannte Platz vor der Bücherei, sinnvollerweise für zusätzliche Parkplätze ausgebaut werden sollte.

Unter der Woche ein stets selten genutzter Platz

Hierzu gab es in der Vergangenheit bereits eine Ratssitzung  der Stadt Oelde, die den Antrag des Oelder Gewerbevereins abgelehnt hatte. Unter der Woche wird der Platz als überdimensionaler Gehweg genutzt und bei der Stadtkirmes wird regelmäßig das Pferdereiten auf dem Platz aufgebaut. Wie man aber nun der Lokalzeitung am 27. September entnehmen kann, sieht  das beauftragte Planungsbüro Pesch und Partner, den Platz als wichtiges Schlüsselprojekt zur Entwicklung der Innenstadt.

Der EDEKA-Lebensmarkt Junkerkalefeld in der Innenstadt Oelde, vertreten durch den Marktleiter Herrn Hooge, sieht dem NETTO-Discounter gelassen entgegen. Er sagte dem OELDER ANZEIGER , dass sein Unternehmen bereits seit mehreren Monaten einen Service anbietet, die ein Discounter nicht leisten kann. Zusammen mit dem Pizzadienstfahrzeug der Pizzeria ROMA wurde ein Lieferdienst eingerichtet. Ältere, kranke oder  Menschen ohne PKW können bequem beim EDEKA-Markt telefonisch, via Fax etc. ihre Lebensmittelbestellung aufgeben. Das Lieferfahrzeug bringt am Folgetag die Lebensmittel direkt dem Kunden ins Haus. Wegen des  großen Sortiment eines Discounters versichert Herr Hooge, das der Lebensmittelmarkt Junkerkalefeld genau die gleiche Menge an Produkten anbietet wie NETTO.

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Nicht nur mit frischen Gemüse sondern mit knackigen Ideen erreichen Herr Hooge und sein Team vom Edeka Junkerkalefeld den Kunden

Ebenso freuen sich die Angestellten des Modegeschäft “die 5” darüber, dass bald  wieder mehr Besucher am Carl-Haver-Parkplatz parken und somit durch die Stadt schlendern. Somit erhoffen sich die Angestellten, dass doch der ein oder andere zusätzliche Kunde   in den Laden findet.

Auf mehr Leben in der Innenstadt freuen sich die Einzelhändler

Der OELDER ANZEIGER wünscht der Galerie ein gutes Gelingen und Beständigkeit für die Zukunft. Den Arbeitern, die vor Ort rund um die Uhr geackert haben, zollen wir unseren Respekt.




Vier-Jahreszeiten-Park: Die nackte Wahrheit

Die Gartenschau hat den Oelder Stadtpark bundesweit bekannt gemacht – nun muss eine künftige Nutzung diskutiert werden   Foto: ©Ruprecht Frieling

Die Gartenschau hat den Oelder Stadtpark bekannt gemacht – nun muss eine künftige Nutzung diskutiert werden …     Foto: ©Ruprecht Frieling

Die Aufhebung der Eintrittspflicht des Oelder Stadtpark Park bedeutet ein einmaliges “Schmerzensgeld” von 1.192 Millionen Euro sowie 320.000 € p.a. an Jahreseinnahmeverlust. Dies war am  17. April in der “Glocke” zu lesen. Hinzu kommen würde bei einem wieder frei zugänglichen Park die Qualitätsminderung. Der OELDER ANZEIGER hat sich die Einnahmen und Ausgaben der letzten Jahre sowie die kostenneutralen und kostenpflichtigen Bereiche angeschaut.

1.192 Millionen Euro müsste die Stadt Oelde an das Finanzamt zahlen, wenn der Eigenbetrieb des Vier-Jahreszeiten-Parks zurück an die Stadt gehen würde. Zu dem Bürgerbegehren, den Park wieder kostenfrei zugänglich zu gestalten, gab es hitzige Diskussionen, unter anderem auch in der Facebook-Gruppe “Du bist Oelder, wenn…” mit seinen 3.500 heimatverbunden Mitgliedern.

Es wird auf der einen Seite argumentiert, dass ein wieder für alle frei zugänglicher Park schnell verwüstet würde: Hundekot, Graffiti und Zerstörung würden einziehen.

Andere Bürger fahren mit Ihren Hund z.B. in den Nachbarpark nach Rheda, um dort kostenfrei mit der gesamten Familie spazieren gehen zu können. Dieses ist im Vier-Jahreszeiten-Park nicht möglich. Qualität hat einen Preis und der muss an der Kasse entrichtet werden.

In den kostenfreien Parkbereichen herrsche Vandalismus und Dreck. Im kostenpflichtigen Bereich, der eingezäunt ist, sei alles in Ordnung, heißt es auf der anderen Seite.

Die SPD fordert, dass die Stadt Oelde mit der Bundestagswahl am 22. September 2013 eine Befragung der Bürger vornimmt.

Bis hierhin haben wir bereits viele Meinungen gelesen, verfolgt und diskutiert. Aber oftmals fehlt es der objektiven Grundinformation zu dem komplexen Thema.

Der einstige Oelder Stadtpark war vor der Landesgartenschau 2001 kostenfrei für alle zugänglich. Für den Umbau des Parkes zur Landesgartenschau wurden Kredite aufgenommen, um das Mammutprojekt zu realisieren. Während der Landesgartenschau war die Grünfläche ein wirklicher Hit. Aber in den Folgejahren konnte der Erfolg nicht mehr gehalten werden.

Die Ergebnisse der öffentlich zugänglichen Jahresabschlussberichte für den Eigenbetrieb des Forums Oelde sind der folgenden Grafik zu entnehmen.

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Die harte Realität. Abschlussberichte von 2004 – 2006 konnten nicht gefunden werden

Aus der Gegenüberstellung wird deutlich: Die Schere zwischen den Einnahmen und den Ausgaben klafft deutlich auseinander. Dazu kann man den Protokollen des Oelder Rathauses zu den Jahresabschlüssen entnehmen, dass die Defizite stets aus den allgemeinen Rücklagen beglichen wurden. .

Die Prüfungsunternehmen, die den Eigenbetrieb Forum jährlich durchleuchtet haben, urteilen z.B. wie folgt:

Die Grundsätzliche Feststellung des Prüfungsunternehmen schreibt in der Beurteilung, dass 2010 keine deutlichen Veränderungen gegenüber dem vorigen Geschäftsjahr vorzuweisen ist. Die Ertragslage ist aufgrund der Geschäftstätigkeit des Forums deutlich defizitär.

In einem anderen Jahresabschlussbericht heißt es unter anderem

Zu berücksichtigen ist, dass der Eigenbetrieb als Dauerverlustbetrieb auch zukünftig auf Eigenkapitalstärkungen durch die Stadt Oelde angewiesen ist.

Bezüglich der Jahresabschlussberichte hat der OELDER ANZEIGER mit der Stadt Oelde und dem Forum Oelde Kontakt aufgenommen, um zu erfragen, wie die Zahlungen aus den allgemeinen Rücklagen und dem Handeln gerechtfertigt werden.

Die Antworten von Herrn Volker Combrink, Pressesprecher Stadt Oelde, Herrn Ludger Junkerkalefeld, Leitung Forum Oelde , sowie Herrn Schmid, Kämmerer, werden hier im vollem Wortlaut veröffentlicht.

OELDER ANZEIGER:

Bei den frei zugänglichen Jahresabschlussberichten ist uns aufgefallen, dass die beauftragten Wirtschaftsunternehmen das Arbeiten des Forums als defizitär bzw. als nicht bzw. niemals lukrativ bewerten ( z.B.: Bericht aus 2009 ).

Wir bitten Sie um eine Aussage, wie die Zahlungen aus den allgemeinen Rücklagen der Stadt Oelde an das Forum gerechtfertigt wurden?

  • Wie bilden sich diese Rücklagen?
  • Wer entscheidet über die Verwendung der Rücklagen?
  • Wie lange halten die Rücklagen?
  • Würde die Stadt in die Haushaltssicherung rutschen, wenn der Park wieder städtisch wird? Was wären die Konsequenzen für Oelde?

Stadt Oelde / Forum:

Der städtische Haushalt besteht aus verschiedenen Produktbereichen, Produktgruppen und Produkten (z.B. der Inneren Verwaltung, dem Gebäudemanagement, dem Ordnungswesen, die Abwasserentsorgung, der Grünpflege, der Kultur oder der Allgemeinen Finanzwirtschaft). Teile der Grünpflege (Vier-Jahreszeiten-Park) und die Ausrichtung kultureller Veranstaltungen sind auf den Eigenbetrieb Forum übertragen.

In all diesen Bereichen  entstehen Aufwendungen und Erträge, d.h. die Stadt wendet Finanzmittel auf und erhält Finanzmittel. Es liegt in der Natur der Sache, dass nicht jeder Bereich sich selbst finanzieren kann. Z.B. hat das Gebäudemanagement nur wenige Erträge, ist aber für den Bau und die Unterhaltung aller städtischen Gebäude verantwortlich.

Die Abwasserentsorgung  wird über Gebühren finanziert, die von den Bürgern bezahlt werden, trägt sich also quasi selbst. In der Allgemeinen Finanzwirtschaft werden Steuereinnahmen erzielt, es gibt aber relativ geringe eigene Aufwendungen. Deshalb finanziert er sie die defizitären Bereiche mit.

Der Vier-Jahreszeiten-Park beim Forum Oelde erzielt Erträge über den Park-Eintritt, diese sind aber nicht hoch genug, um ihn und seine Einrichtungen komplett auf diesem Wege zu finanzieren. Würde man Eintrittspreise erheben, die alle Kosten decken, so würde  sich wohl niemand mehr den Eintritt leisten wollen. Würde man gar keinen Eintritt erheben, gleichzeitig aber den Park in seiner derzeitigen Form weiter betreiben, wäre das nur über Steuererhöhungen möglich, oder man müsste andere Aufgaben aufgeben. In ähnlicher Weise gilt das z.B. für die Kulturveranstaltungen, die Stadtbücherei oder die Volkshochschule oder Teile der Jugendhilfe.

Der Rat der Stadt Oelde beschließt für jedes Jahr einen Haushaltsplan, in dem festgelegt wird, welche Bereiche wie viel Geld bekommen sollen. Wenn die Gesamtsumme der Aufwendungen höher ist als die der Erträge, muss die Differenz aus der Allgemeinen Rücklage der Stadt bestritten werden. Das war in den vergangenen Jahren meistens der Fall.

Die Allgemeine Rücklage ist ein Posten auf der Passivseite der Städtischen Bilanz und gibt die Differenz aus sämtlichen Aktivposten und sämtlichen Passivposten wieder (also im Wesentlichen zwischen Vermögen und Verbindlichkeiten). Sie wurde mit der Eröffnungsbilanz 2008 gebildet. Darüber, ob und in welcher Höhe sie in Anspruch genommen werden soll, entscheidet der Rat mit dem Beschluss des Haushaltsplans bzw. mit dem Jahresabschluss, der nach dem Ende jedes Haushaltsjahres aufgestellt wird. Er ist sozusagen die Endabrechnung.

Die Allgemeine Rücklage betrug am 31.12.11 rund 78 Mio. €. Wie lange sie hält hängt davon ab, in welcher Höhe sie in Anspruch genommen wird, im Jahr 2011 z.B.  1,335 Mio €. In den Krisenjahren 2009 und 2010 waren es sogar 8 bzw. 11 Mio. €.

Der Park ist auch heute städtisch, wird allerdings beim Eigenbetrieb Forum Oelde als Betrieb gewerblicher Art geführt. Würde er diesem entnommen und wieder in den hoheitlichen  Bereich überführt, so müsste die Stadt Umsatzsteuer i.H.v. ca. 1,2 Mio. € zurückzahlen.

Zudem würden Eintrittsgelder und jährliche Steuervorteile entfallen (insgesamt. ca. 320.000 €).

Damit würde die Stadt Oelde in die Haushaltssicherung rutschen und der Rat könnte nicht mehr frei darüber entscheiden, welche Mittel er für welche freiwilligen Aufgaben verwenden möchte. Sie könnte auch verpflichtet werden, die Steuern zu erhöhen. Es wäre ein Konzept aufzustellen, wie mittelfristig wieder ein ausgeglichener Haushalt erreicht werden kann.

OELDER ANZEIGER:

Welche Pläne gibt es, um die Einnahmen zu erhöhen?

Stadt Oelde / Forum:

Insgesamt sind wir mit der Ertragslage zufrieden.

Wir haben gut besuchte Veranstaltungen im Kultur/Eventbereich, der Oelder Fachhandel ist ein aktiver Partner im Bereich des Citymanagements, über 800 Gruppen mit über 11.000 Besuchern im Kindermuseum ist ein Spitzenwert, der wunderbare Pflegezustand im Vier Jahreszeiten Park findet allgemeine Anerkennung und der Verkauf der Tageskarten und Jahreskarten ist im Vergleich zu den Vorjahren stabil( 0bwohl die langanhaltende Diskussion sicherlich nicht Verkaufs –  förderlich war!) , die regionale Bewerbung der Stadt ist erfolgreich ( siehe FET; HET ; Weihnachtsmarkt, Parkbesuche, Touristen).

Unser Ziel ist daher, diese Ertragswerte zu stabilisieren. Unsere Aufmerksamkeit  gilt daher vorrangig der Aufwandsseite.

OELDER ANZEIGER:

Wie werden Kosten reduziert?

Stadt Oelde / Forum:

Im Eigenbetrieb Forum gibt es eine Verknüpfung von Aufwand und Ertag.  Streichen wir beispielsweise Aufwendungen für Veranstaltungen, können wir auch die damit verbundenen Erträge nicht erzielen.

Es gilt also eine ausgewogene  Balance zwischen  einem erfolgreichen Angebotsprofil und den damit verbundenen Aufwendungen zu finden. „ In einem Laden mit wenig Ware, kauft man auch nicht ein.“

Ein Mittel der Reduzierung von Kosten sind Ausschreibungen von Leistungen. Mit der synergetischen Verknüpfung  von Arbeiten ( zum Beispiel zusammen mit der Stadt Oelde oder regionalen Partnern/ Nachbarstädten)  können ebenfalls Kostensenkungen erzielt werden. Ein aufmerksames Controlling der laufenden Ertrags- und Aufwandssituation  ist ebenfalls für eine strenge Kostenkontrolle unabdingbar.

OELDER ANZEIGER

Werden bestehende Unternehmen, die zur Pflege / Instandhaltung eingesetzt werden regelmäßig auf Erfüllung der Arbeiten geprüft? ( z.B. Abnahme der durchgeführten Arbeiten ?, Offerten- vergleich etc.)

Stadt Oelde / Forum:

Ja. Täglich.

OELDER ANZEIGER:

Was würde sich das Forum wünschen oder wie können die Oelder den Park unterstützen, damit es zu einem Weg kommt, den alle gemeinsam gehen können?

Stadt Oelde / Forum:

Das der Rat der Stadt bald eine Entscheidung trifft, die von allen Seiten demokratisch anerkannt  wird. Auf dieser Basis sollten dann „ die Oelder“ ihren Vier Jahreszeiten Park als vielfältiges Angebot mit Freude  nutzen  und nachhaltig  weiterentwickeln. Eine wunderbare Aufgabe !!

Wir danken an dieser Stelle den Herren Combrink, Junkerkalefeld und Schmid für die Auskünfte und Fakten zum Thema des Parks.

Kürzlich hat der OELDER ANZEIGER in einer Begehung die Stichpunkte Vandalismus und Schmutz des Parkes in Augenschein genommen und ist an einem normalen Wochentag durch den öffentlichen Bereich des Parks gegangen.

Am frei zugänglichen Spielplatz zwischen Friedhof, Theodor-Heuss-Hauptschule und Thomas Morus Gymnasium liegt deutlich mehr Abfall herum. Auch wurden einige verbeulte Mülltonen vorgefunden.

 

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2013-04-17-Park 0152013-04-17-Park 022 Von oben im öffentlichen Parkbereich: Spielplatz zwischen Gymnasium und Hauptschule mit Müll, Hundekot am Wegesrand, Rosengarten im öffentlichen Bereich.

 

Auf der Gesamtstrecke von ca. 800 Metern wurden aber lediglich zwei Hundehaufen am Wegesrand gefunden. Vorbildlich schön und sauber fanden wir die öffentlichen Rosengärten vor. Von Vandalismus war an diesem Tag keine große Spur.

Im kostenpflichtigen Teil des Parks konnte man sehen, dass dieser grundsätzlich sauberer ist.

Aber auch hier haben wir Plastikmüll, einen kaputten Zaun, Taschentuchreste und haufenweise Entenkot vorfinden können.

Zusammenfassend sind wir der Meinung, dass die Diskussion über den künftigen Parkeintritt nicht über die Stichworte Hundekot und Vandalismus ausgetragen werden sollte.

Das Konzept sollte vielmehr komplett überdacht werden und eventuell neue Einnahmequellen geschaffen werden. Hierzu hat die Stadt Oelde bereits Signale gegeben, und es wird über ein neues Eintrittsmodel aktuell diskutiert.

Hier wird sich aber der Fuchs selber in den Schwanz beißen: Wenn die Einnahmen weiter sinken, klaffen Einnahmen und Ausgaben weiter auseinander, und das Defizit wird größer. Auf der anderen Seite würden die Bürger wieder einen Park erhalten, der eventuell kostengünstiger und damit vermutlich auch häufiger besucht werden kann. Schließlich würden noch mehr Gelder aus den allgemeinen Rücklagen in den Park fließen was eventuelle Steuererhöhungen mit sich bringen könnte. An der Schautafel wiederum sieht man, dass seit vielen Jahren mehrere Millionen Euro Verlust jährlich gefahren wird. Der Eigenanteil des Betriebes Forum schrumpft.

Dies erklärt auch die Meinung des Forums Oelde, dass der Park weiterhin wie gehabt kostenpflichtig bleiben soll, wie auf der Seite des Radiosenders Radio WAF zu erfahren ist.

Alle diese Punkte sollten bei der kommenden Sonderratssitzung am 10. Juni berücksichtigt werden. Langsamer Dauerverlust oder radikale Änderung des Geschäftsmodells? Die Politik muss hier eine tragfähige Entscheidung treffen, mit der alle gut Leben können.

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Von links nach rechts im geschlossenen Parkbereich: Defekter Zaun, Sylvesterkracherüberreste auf der Burgwiese, Entenkot am Weg bei der Sparkassen-Waldbühne, Müll an den Hängematten.
Alle Fotos © Schwichtenhövel

Quellen zu den Zahlen:

http://web.pregocms.de/oelde/sessionnet/buergerinfo/to0040.php?__ksinr=405&toselect=5315

http://web.pregocms.de/oelde/sessionnet/buergerinfo/vo0050.php?__kvonr=1707&search=1

http://web.pregocms.de/oelde/sessionnet/buergerinfo/to0040.php?__ksinr=473&toselect=6006

http://web.pregocms.de/oelde/sessionnet/buergerinfo/to0040.php?__ksinr=836&toselect=11177

http://web.pregocms.de/oelde/sessionnet/buergerinfo/to0040.php?__ksinr=968&toselect=12232

http://web.pregocms.de/oelde/sessionnet/buergerinfo/to0040.php?__ksinr=1094&toselect=13922

http://web.pregocms.de/oelde/sessionnet/buergerinfo/to0040.php?__ksinr=1236&toselect=15743

http://web.pregocms.de/oelde/sessionnet/buergerinfo/vo0050.php?__kvonr=2510&search=1

http://web.pregocms.de/oelde/sessionnet/buergerinfo/vo0050.php?__kvonr=3904&search=1

http://web.pregocms.de/oelde/sessionnet/buergerinfo/vo0050.php?__kvonr=3366&search=1

http://web.pregocms.de/oelde/sessionnet/buergerinfo/vo0050.php?__kvonr=3717&search=1




Polizei fährt falsch durch Einbahnstraße

Am Donnerstag den 25.04.2013 hat der aufmerksame Bürger Peter Grandt aus Oelde, eine interessante Beobachtung gemacht. Die Ruggestraße in Oelde, welche mit einer Einbahnstraßenregelung den Verkehr leitet, wurde mit einem Einsatzfahrzeug der hiesigen Polizei falsch durchfahren.

Karte

Rot markiert die Fahrtrichtung des Dienstwagens, grün ist die eigentliche Fahrtrichtung der Einbahnstraße.
Kartenmaterial © Googlemaps

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Ist die Qualität der Backwaren so gut, dass unsere Gesetzeshüter die Straßenregelung vergessen haben? Parken vor der Backstube in falscher Fahrtrichtung der Einbahnstraße
Foto © Peter Grandt

An der Backstube Gerd, wurde ein Zwischenstopp eingelegt und nach dem Besuch beim Bäcker wurde die Fahrt weiter, entgegengesetzt der erlaubten Fahrtrichtung, fortgeführt

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Nach dem Besuch geht die Fahrt in den entgegenkommenden Straßenverkehr weiter.
Foto © Peter Grandt

Ein Anruf bei der hiesigen Polizeistelle in Oelde konnte leider nicht aufklären, ob es sich um einen Einsatz gehandelt hat oder nicht. Es wurde auf die Pressestelle in Warendorf verwiesen, die nur zu den regulären Dienstzeiten erreichbar ist.

Laut Bußgeldkatalog würden 20€ Strafe anfallen für das missachten des Einbahnstraßenschildes. Vorgeschriebene Fahrtrichtung nicht befolgt 10€. Gefährdung des entgegenkommenden Verkehrs? Wiederholungstat, da die Fahrt weiter in falscher Richtung aufgenommen wurde?

Die Vorbildfunktion fehlt hier leider komplett. 3500 Bürger in der Du bist Oelder, wenn… Facebook-Gruppe haben das Ereignis verfolgt und diskutiert.

Erst vor kurzem machte die Polizei, als Zivilisten getarnt, auf sich aufmerksam. Sie versuchten einen Zwölfjährigen abzuführen der sich Hilfeschreiend an eine Laterne klammerte. Es wurde vermutet das er ein Fahrraddieb sei. Die SPD Oelde berichtete ebenfalls.

Judge Dredd lässt grüßen: Ich bin das Gesetz!

Update 28.04.2013:

Von der Polizei-Pressestelle gab es bis Dato auf unserer schriftlichen Anfrage keine Rückmeldung. Im Presseportal wurden ebenfalls keine Meldungen von einem Einsatz erwähnt in der Ruggestraße.