Zeit_los – VOK feiert zwanzigjähriges bestehen.

Gastschreiberin Maria Bexten berichtet heute ausführlich über die bevorstehende Feier des VOK.

Der Verein Oelder Kunstschaffender feiert am Ende des Monats April sein zwanzigjähriges Bestehen. Anlässlich dieses Datums findet in der Greenbox in Oelde eine Ausstellung unter dem Namen „Zeit_los“ statt. Unter Beteiligung der Vertreter der Stadt und des Förderers Sparkasse Münsterland –Ost ist die Vernissage am 27.4.2018 um 19 Uhr.  Die Vorsitzende des Vereins Oelder Kunstschaffender, Birgit Rumpf, wird bei der feierlichen Eröffnung der Ausstellung eine Einführung in das Thema geben. Gleichzeitig erfolgt die Präsentation des Künstlerkatalogs.


Die Mitglieder des Vereins präsentieren ihren jeweiligen Kunstrichtungen entsprechend ihre variationsreiche und individuelle Auslegung des gemeinsamen Themas. Inzwischen ist der VOK (Verein Oelder Kunstschaffender) zu einer festen Größe der Oelder Kulturszene geworden. Dem außergewöhnlichen Namen „Greenbox“ entsprechend, dessen Patenschaft 2015 der Verein übernahm, fanden bisher viele Gemeinschaftsaktionen fortan unter dem Oberbegriff „Kunst im Kasten“ statt.

Die Entstehung

Entstanden ist der Verein nach einer Idee von Jürgen Jendreizik. Er gründete 1998 mit einer zunächst kleinen Gruppe Kunstinteressierter den Verein Oelder Kunstschaffender, kurz VOK. In der Brauerei Pott fand die erste größere Ausstellung statt. Wegen des starken Zuspruchs folgte schon bald eine weitere. Während der Landesgartenschau zeigte der inzwischen an Mitgliedern gewachsene VOK künstlerisch bearbeitete hölzernen Stelen im offenen Teil der LGS. Die Kunstschaffenden beteiligten sich in zunehmendem Maße an den Gemeinschafts- oder Einzelausstellungen. Bleiverglasung, Druckgrafik, Fotografie, Gold- und Silberschmiede, Keramik, Lyrik und Prosa, Malerei, Materialbild, Musik, Plastik,  Skulptur wie auch Textilkunst sind vorzugsweise bei allen Ausstellungen vertreten.

Christl Vennewald, die nach Jürgen Jendreizik den Vorsitz des VOK übernahm, übergab dieses Amt nach einigen Jahren Birgit Rumpf, die seit 2009 die Vorsitzende ist.
Alljährlich finden im Sommer kleinere Ausstellungen im Rosengartenhaus statt, die jeweils von zwei oder drei Kunstschaffenden ausgerichtet werden. Ebenso ist dieses Ausstellungshaus ein Forum für den Bereich „Junge Kunst“. Damit bietet der Verein jungen angehenden Künstlern die Möglichkeit, ihre Werke unterschiedlichster Kunstrichtungen zu präsentieren.

Den ersten themengebundenen Gemeinschaftsausstellungen wie zum Beispiel „Buch und Gewalt“ und „Der rote Faden“, folgte die stadtweite Aktion „KunstLicht“ in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Münsterland – Ost und dem Forum Oelde. Für eine parallel zur Stadtaktion laufende Ausstellung stellte die Stadtsparkasse Münsterland-Ost ihre Räume zur Verfügung. 
Mit besonderen Lichteffekten, darunter außergewöhnliche Beleuchtungen des Inneren der Johanneskirche wie auch einiger großflächigen Hauswände, hüllte man die Innenstadt in „KunstLicht“ ein. Von den 100 „Lichtgestalten“ die von VOK-Mitglieder geschaffen wurden,  sind noch immer einige im Stadtbild zu sehen.

Über mehrere Jahre hatte der VOK hatte über mehrere Jahre die Möglichkeit, das Haus Wagemann in Sünninghausen zu nutzen. Die mehrwöchigen Präsentationen im Spätherbst fanden zeitgleich mit den längst zur Tradition gewordenen Ausstellungen des Künstlers Werner Klenk statt. Die Projekte „Kunst bis Mitternacht“ in der Sommerzeit beinhalteten unter anderem auch Musikdarbietungen wie auch Lesungen in der Sünninghausener Kirche. Ein kleineres Event ermöglichte der Besitzer des Kultursalons Wiegelmann dem Verein: Paul Wiegelmann stellte dem Verein für einen Tag Garten und Haus für einen Tag als Kunstgalerie dem Verein zur Verfügung, ebenfalls kombiniert mit klassischer Musik und kurzen Lesungen.

Die Volksbank Oelde – Ennigerloh beauftragte den VOK, den alljährlich erscheinenden Fotokalender der Bank zu gestalten. Auf den zwölf großen Kalenderseiten fanden sich somit Abbildungen diverser Unikate wie auch Lyrik und Aphorismen.  Seit einigen Jahren ist der Kunstverein Oelde auch im Internet mit eigener Homepage vertreten: www.kunstverein-oelde.de.
Zur bevorstehenden Feier des zwanzigjährigen Bestehens ist ein Jahrbuch erschienen. In diesem Katalog werden alle Mitglieder mit ihrer Vita sowie mit Auszügen aus ihren Werken vorgestellt.  

Öffnungszeiten

Vernissage am 27.4.18 von 19 – 22 Uhr sowie an den weiteren Tagen 29. April, 1. Mai, 6. Mai, 10. Mai und 13. Mai ist das Haus jeweils  von 11 – 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Der Zugang zur Greenbox befindet sich gegenüber von Marktkauf, bzw. der Brauerei Pott.




Wiener Klassik mit jungen Stimmen am 24. April in St. Vitus Oelde-Lette

Es berichtet heute Paul Wiegelmann über das bevorstehende Frühjahreskonzert des Musik-Vereins Oelde.

Der Musik-Verein Oelde lädt zusammen der mit Capella Loburgensis, Ostbevern zum Frühjahrskonzert im Zeichen der Wiener Klassik ein. Unter der Leitung von Matthias Hellmons und unter Mitwirkung der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford kommen das Te Deum in D-Dur von Johann Michael Haydn und die „Paukenmesse“ von Joseph Haydn zur Aufführung.

Während die Werke von Joseph Haydn schon zu Lebzeiten europaweit verlegt und gespielt wurden, blieben die Kompositionen seines  jüngeren Bruders Michael mangels Druckausgaben der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Dabei schuf er in den 43 Jahren als Hofkomponist in Salzburg über 360 sakrale und weltliche Kompositionen, darunter 41 Sinfonien. Sein „Te Deum“ gilt als ein besonders kunstvoll gestaltetes und virtuoses Spätwerk.

Sein berühmter Bruder Joseph Haydn erinnert in der „Missa in tempore Belli“ im Agnus Dei mit Paukenklängen und der Bitte um Frieden eindrucksvoll  an die damalige Bedrohung Wiens durch die Truppen Napoleons.

Als junge Solisten konnten Doris Maria Ritter, Sopran, Janina Hollich, Alt, Lennard Alexander Hoyer,Tenor und Florian Zanger , Bass-Bariton verpflichtet  werden.  

Wolfgang Amadeus Mozart war ein enger Freund der Haydn-Brüder und  wurde von beiden stark beeinflusst. Die Ungarin Anita Farkas – bekannt für ihre unvergleichliche Virtuosität – wird sein Konzert für Flöte und Orchester in G-Dur zu Gehör bringen, das  schon den Zauber der berühmtesten Oper mit diesem Instrument im Namen erahnen lässt.

Dieses Konzert voll strahlender, zuversichtlicher Musik findet statt am Dienstag 24.April 2018 ab 19.30h in der St.Vitus-Kirche in Oelde-Lette.

Karten gibt es im Vorverkauf zum Preis von 20 € in Oelde: Confiserie Rochol und Lottogeschäft Schreiber; in Ennigerloh: Buchhandlung Güth; in Herzebrock: Postfiliale Rickel; in Beelen: Schreibwaren Luhmeyer; in Clarholz: Blumenhaus Hankemeier sowie bei allen Chormitgliedern. Karten an der Abendkasse 22 € (Schüler 5 €).

Am Konzertabend gibt es einen kostenfreien Shuttlebus (18:45 Uhr ab Carl-Haver-Platz und 18:50 Uhr ab Gustav-Stresemann-Straße), Rückfahrt nach Oelde direkt nach dem Konzert.

Der Musik-Verein Oelde gestaltet zwei Konzerte pro Jahr und freut sich immer über neue Sänger und Sängerinnen. Mehr unter www.mvoelde.de




Walter Sittler liest die „Letzte Zugabe“ von Dieter Hildebrandt

Als Dieter Hildebrandt im November 2013 starb hinterließ er ein fertiges Programm, das er zum Abschied geplant hatte: „Kommen Sie zum Schluss, Hildebrandt!’’. Es erschien in Buchform als „Letzte Zugabe’’, der Schauspieler Walter Sittler las es als Hörbuch ein. Nach begeisterten Rezensionen fiel die Entscheidung leicht, die „Letzte Zugabe’’ auch als Bühnenprogramm aufzulegen. Seither trägt der bekannte Schauspieler Walter Sittler, den Dieter Hildebrandt besonders für sein politisches und soziales Engagement schätzte, die Texte aus dem Buch auch auf der Bühne vor. Am Freitag, 20. April ist Walter Sittler mit der Lesung „Letzte Zugabe“ in der Aula des Thomas-Morus-Gymnasiums zu Gast. Beginn der Veranstaltung ist um 20 Uhr.

Walter Sittlers außergewöhnlich einfühlsame und gleichzeitig zwerchfellerschütternde Darbietung der Pointen Hildebrandts sind eine wunderbare Hommage an den großen Kabarettisten. Und da Hildebrandts Texte nicht nur unglaublich komisch, sondern auch verblüffend zeitlos sind, hat Sittler für die Live-Lesungen eine schöne Auswahl aus dem Gesamtwerk getroffen. In der Lesung verleiht Walter Sittler diesen letzten Gedankenblitzen Hildebrandts so viel Authentizität, dass der Meister da oben seine helle Freude dran hätte.

Eintrittskarten für diesen besonderen Abend gibt es zum Preis von einheitlich 20 Euro (Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre zahlen 10,- €) an der Infotheke im Rathaus der Stadt Oelde, Telefon 02522 – 72 800, beim Glocke-Ticket-Service unter Telefon 02522 – 73 300 und online unter www.adticket.de .




Westfalen Big Band am Drostenhof

Der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt bietet ein Benefizkonzert mit der Westfalen Big Band im Oelder Drostenhof an. Die Band spielt in der klassischen Besetzung mit Saxophon, Trompeten, Posaunensatz, Rhytmusgruppe und Sängerin Latin-Musik, Swing-Klassiker und Jazz.

Moderne und Tradition, Dynamik und Emotion, Rhythmus und Melodie, forte und piano sind keine Gegensätze, sondern Mosaiksteine im facettenreichen musikalischen Gemälde der Westfalen Big Band.

Die Vielseitigkeit ist ihr Markenzeichen. Da spielt das Ensemble seine jahrzehntelange Erfahrung aus und bietet das ganze Spektrum möglicher Klangfarben des „großen Orchesters der U-Musik“. In der klassischen Besetzung mit Saxophon-, Trompeten- und Posaunensatz, Rhythmusgruppe und Sängerin nutzt sie ihre vielfältigen Möglichkeiten voll aus.

Der mitreißende Swing ist echt, die Latin-Music versetzt in ferne Länder und der Big-Band-Jazz ist immer wieder hörenswert. Das Programm ist abwechslungsreich, jedes Stück anders und interessant. Die Musik ist harmonisch, hat Melodie und Rhythmus. Manchmal kann man es kaum glauben, aber die Vielfalt und Perfektion des Sounds ist „hand- und mundgemacht“, alles live. Da kommt nichts von vorprogrammierten Dateien. Jeder Ton ist frisch – und das im doppelten Sinne.

www.westfalen-big-band.de

Wann und wo:

Samstag, den 14.04.2018   |   20.00 Uhr

Begegnungsstätte Drostenhof

Goldbrink 4

59302 Oelde

Kosten:

Karten im Vorverkauf einheitlich 8 EUR, an der Abendkasse 10 EUR

Vorverkaufsstelle:

FORUM Oelde

Ratsstiege 1

59302 Oelde

Telefon: 02522/72-801 und 802




Momo auf der Burgbühne Stromberg

In der Sommersaison 2018 nimmt das Ensemble der Burgbühne Stromberg das Publikum mit auf eine märchenhafte Suche nach der Zeit.

Michael Endes Roman „Momo“ gehört zu den Klassikern der Kinder- und Jugendliteratur. Ab dem 10. Mai wird die Geschichte des kleinen Mädchens mit dem Lockekopf, das die Menschen vor den Zeit-Dieben rettet, auf den Stufen vor der Stromberger HeiligKreuz-Kirche lebendig. Die Regie des Familienstückes übernimmt wieder der Bochumer Regisseur und Theaterpädagoge Hendrik Becker.

Die Geschichte spielt am Rande einer großen Stadt. Dort steht die Ruine eines alten Amphitheaters, in dem das Mädchen Momo lebt. Stets hat sie Zeit für ihre Freunde, hört ihnen zu und bringt sie auf gute Ideen und Gedanken. Doch schleichend legt sich ein Schatten über die Stadt und die Freundschaft zwischen Momo und den Stadtbewohnern, denn die Gruppe der Grauen Herren hat es auf die Lebenszeit der Menschen abgesehen. Als Agenten der Zeitsparkasse bringen sie immer mehr Menschen dazu, Zeit zu sparen und effizienter zu arbeiten. In Wirklichkeit aber stehlen sie die kostbare Zeit und sorgen so dafür, dass es in der Welt zunehmend hektischer und kälter zugeht. Als auch Momos Freunde von dieser Kälte erfasst werden, beschließt das Mädchen, etwas zu unternehmen. Hilfe bekommt sie von Meister Hora und seiner weisen Schildkröte Kassiopeia.

Wann und wo?

Wer wissen möchte, ob es wohl gelingen wird, etwas gegen die Grauen Herren zu unternehmen, kann das Familienstück ab dem 10. Mai 2018 auf der Stromberger Freilichtbühne erleben.

Termine und weitere Infos gibt es auf www.burgbuehne.de oder während der Bürozeiten dienstags von 17.00 bis 20.00 Uhr sowie donnerstags und freitags von 09.30 bis 12.30 Uhr unter 02529 948484.

>>Man beachte auch die kommende Vorführung im August mit „JUDAH BEN HUR“<<




Oelde Akustisch am Freitag

Am kommenden Freitag, den 6. April, startet die beliebte Live-Musik-Session „Oelde Akustisch Open Stage“ ab 20.00 Uhr in der Alten Post in Oelde. 

 

Im Wechsel treten fest angemeldet die Gruppe „Jan und Kumpels“, „Moritz Rakete“, der Chor „Soundcheck“ und die Formation „SMM“ (Stefi, Malles und Mal) auf. Martin Bischoff – Mitorganisator der Open Stage – , teilte uns mit das der Abend übrigens italenisch angehaucht wird mit Ennio und Andrea aus Gütersloh.

Laut Organisatoren sind noch Startplätze frei. Wer also Lust hat, auf der kleinen großen Bühne der Alten Post seine Stücke zu präsentieren, kann gerne Martin Bischoff kontaktieren.

Wann und wo:

6. April 2018

Alte Post in 59302 Oelde, Bahnhofstr. 27

Einlass 19.00 Uhr | Start 20.00 Uhr

Eintritt frei!

Hier noch ein Rückblick auf die letzte Open Stage. Die Musiker im Video haben sich am Abend zusammengefunden und gemeinsam dieses Stück von Jimi Hendrix vorgetragen.




Rückblick – Traditionelles Struwen-Essen auf Hof Plümpe

Viele Beckumer, Sünninghausener und Oelder hat es am Karfreitag zum Hof Plümpe gezogen. Hier gab es für Familien ein wundervolles Programm.

Die Kinder konnten Schafe und kleine Lämmer streicheln, auf Pferden reiten oder sich auf der Strohburg austoben. Für diejenigen, die es ruhiger mögen, war genügend Zeit, um im Stall die Kühe zu füttern. Der Hof, welcher u.a. durch den Wochenmarkt und sein legendäres Rosinenbrot bekannt ist, war in den leckeren Duft von Struwen, Reibeplätzchen und frischem Brot gehüllt.

Die lange Schlange am Struwen-Stand zeugte davon, wie begehrt diese bei den Leuten waren. Wer die Geduld aufbrachte, wurde mit einem leckeren traditionellen Karfreitagsschmaus aus Hefeteig, Zimt, Zucker und Rosinen belohnt. Dieser wurde gleich in mehreren heißen gusseisernen Pfannen zubereitet. (Hier geht es zum Rezept für unsere Leser.) Die zahlreichen Gäste saßen in der Scheune oder nutzten die Stehtische. In der Markt-Scheune waren ebenfalls genügend Möglichkeiten, um eine Pause zu machen.

Wem Struwen und Reibeplätzchen nicht lagen, der konnte sich auf frisch gemachte Berliner freuen. Viele Kinder vergnügten sich damit, Stockbrot zu machen, während andere rutschten oder schaukelten. Zum Ende des Tages sahen wir immer mehr Gäste mit noch frischen Brotlaiben die Brotstube verlassen. Das besondere an diesem Brot ist, dass es in einem Holzofen hergestellt wird und besonders aromatisch schmeckt. Das Abendbrot war also bei vielen gesichert.

Kosten & Co.

Wie oben erwähnt, waren die Speisen frisch zubereitet worden. Wir selber probierten einen noch lauwarmen Berliner. Ein einfach toller Geschmack war das.

Die Struwen schmeckten aus den gusseisernen Pfannen laut Berichten anderer Besucher ebenfalls sehr lecker. Außen leicht kross und innen einfach Mhhhhh.

Die Preise erwiesen sich bei dem gesamten Fest als wirklich familienfreundlich.

Alle, die nicht dabei sein konnten oder dieses Hoffest noch nicht kennen, sollten es sich fürs kommende Jahr im Kalender vormerken.

Hof Plümpe

Im Flyer heißt es: „Hier läuft die Ware nicht vom Band, hier schafft man noch mit Herz und Hand.“, ist unsere gelebte Philosophie, die sich auf dem gesamten Hof widerspiegelt.

In der Hofbäckerei werden in der zweiten Generation Backwaren im Holzsteinofen gebacken.

Bauern-, Vollkorn-,  Rosinen-, Dinkelvollkornbrot und Roggenkruste sind nur einige der Sorten, die wir hier aufzählen möchten.

Zur Winterzeit können ebenso viele verschiedene Sorten an Plätzchen erworben werden oder auch Weihnachtsbäume und Kaminholz.

Die Marktscheune bietet Platz für 40 – 120 Personen und kann für Veranstaltungen, Feiern oder auch Kindergeburtstage genutzt werden.

Öffnungszeiten

Auf dem Hof: Mittwoch – Samstag von 15.00 – 18.00 Uhr

Freitagvormittag auf dem Wochenmarkt in Oelde und Mittwoch- und Samstagvormittag auf dem Wochenmarkt in Beckum.

Adresse / Kontakt

Holter 7

59269 Beckum

www.hof-plümpe.de

02521 / 186 23

 




Fotokunst Markus Gebauer mit Ausstellung im Oelder Brauhaus

Der ein oder andere mag sich gut an Zeiten zurück erinnern, in denen man sich als Jugendlicher durch alte leerstehende Gebäude schlich. Mit dem Knirschen von Dreck, Steinen oder Glas unter den Schuhen und dem alten modrigen Geruch, der einem dabei in die Nase kroch.

Foto oder Gemälde, fragte man sich oft zuerst.

Der Fotokünstler Markus Gebauer hatte am Sonntag seine Kunstwerke im Restaurant Oelder Brauhaus ausgestellt, die genau diese Erinnerungen in uns hervorgerufen haben.

Die kaufbaren Kunstdrucke seiner Fotos hingen im gesamten Restaurant an den Wänden aus und lockten viele Betrachter an.

Gebauer selber berichtete uns von seinen Foto-Reisen und seinem Equipment. Die letzte und neueste unternahm er in das Gebiet von Tschernobyl. Oftmals trägt er auf diesen Reisen in seinem Rucksack einen fünfstelligen Betrag an Equipment-Wert mit sich herum. Im Gespräch hörten wir heraus, dass er sich am liebsten alleine durch die alten Gebäude oder Gelände schlägt. »Da kann ich mich einfach schneller bewegen.«

 

Reiz durch Gefahr

Gebauer bewegt sich in einem Bereich, dessen Reiz die Gefahr ist.

Markus Gebauer und André Milewski

Herr André Milewski -Küchenchef und Geschäftsführer- vom Oelder Brauhaus berichtete uns, dass er bereits Fotos von Markus in einem Münsteraner Café gesehen habe. Mit Kontaktaufnahme und Planung der Ausstellung sind dann ungefähr ein Jahr ins Land gegangen. Weiter betonte André, dass durch den engen Kontakt mit dem Verein Oelder Kunstschaffender diese Ausstellung ebenfalls Rückenwind erhalten habe.

Die Fotos strotzten nur so von Details.

Gewinnspiel

Der OELDER ANZEIGER verlost einen Jahreskalender von Markus Gebauer, der viele seiner im Brauhaus ausgehängten Werke zeigt: lost 2018 – urbexery abandoned places.

INFO: urbexer

Der Begriff Urban Exploration (kurz „Urbex“) beschreibt das Erforschen von verlassenen Bauten.

Zur Teilnahme am Gewinnspiel senden Sie uns einfach eine Mail an Redaktion@Oelder-Anzeiger.de mit dem Betreff „Gebauer“ und hinterlassen bitte Ihre Kontaktdaten.

Das Gewinnspiel endet am 14. April.

Die Natur kämpft sich den Weg zurück.




Passionsspiele 2020 in Oberammergau

Dr. Burkhard Löher plant bereits wieder einen kulturellen Gaumenschmaus und berichtet heute im Oelder Anzeiger über die fünftägige kulturelle und musikalische Reise.

Liebe Kulturfreunde, die nächsten Oberammergauer Passionsspiele, die bekanntlich im Abstand von 10 Jahren gespielt und im Jahre 2020 stattfinden werden, laufen bereits jetzt die Vorbereitungen. Zusammen mit der Firma Busunternehmen Kottenstedte haben wir – um gute Plätze, Quartiere und Termine zu sichern – bereits jetzt ein Kontingent von 250 Karten für 4 Termine gesichert.

Sie können sich bereits jetzt – für Sie unverbindlich – einen Platz sichern, indem Sie sich jetzt bei der Firma Kottenstedte anmelden. Erst zum 1. April 2019 wird von Ihnen die verbindliche Zusage erwartet, dazu werden Sie ausdrücklich gefragt.

Ich empfehle Ihnen, bei Interesse sich bald zu melden. Die Anmeldungen werden dann in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt.

Mit freundlichen Grüßen auch von der Firma Kottenstedte  – Ihr Burkhard Löher –

Passionspiele

Seit dem 17. Jahrhundert wird das Spiel ausschließlich von Bürgern des Dorfes getragen. Alle Mitwirkenden sind in Oberammergau geboren oder leben dort seit mindestens 20 Jahren. 2020 werden sich etwa 2000 Oberammergauerinnen und Oberammergauer am Passionsspiel beteiligen. Ab Februar 2019 werden sich die Darsteller ihre Haare, die Männer auch die Bärte, wachsen lassen. Im April 2019 werden vom Spielleiter und dem Gemeinderat die Rollen bestimmt. In einer großartigen Gemeinschaftsleistung werden im Jahr 2019 neue Szenenbilder und Kostüme, die der Oberammergauer Bühnenbildner Stefan Hageneier entwirft, entstehen. Acht Monate lang werden die 130 Sprechrollenträger – Jesus, Kaiphas, Maria, Pilatus, Judas, Johannes, die Priester und Soldaten – das Volk von Jerusalem und die 500 am Spiel beteiligten Kinder zusammen mit Spielleiter Christian Stückl ihre Szenen erarbeiten. 120 Chorsängerinnen und –sänger und das siebzigköpfige Passionsorchester werden mit Markus Zwink, dem Musikalischen Leiter, an der Musik des Oberammergauer Komponisten Rochus Dedler feilen. Und all dies, damit gelingt, was der Evangelist Lukas am Ende seiner Erzählung der Leidensgeschichte schrieb: „…Alle, die zu diesem Schauspiel herbeigeströmt waren und sahen, was sich ereignet hatte, schlugen sich an die Brust und gingen betroffen weg.“

Geplanter Programmablauf

1.Tag: Anreise vom Kreis Warendorf oder einem zu vereinbarenden Abfahrtsort nach Würzburg, dem Residenz- und Bischofssitz der katholischen Diösese Würzburg. Besichtigung der weltberühmten Würzburger Residenz mit Hofgarten und Residenzplatz, 1981 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Stadtführung und Dombesuch in Würzburg. Weiterfahrt nach Chiemsee, Ubernachtung im Raum Chiemsee.

2. Tag: Nach dem Frühstück Weiterfahrt nach Hohenschwangau, Besichtigung des Schlosses Neuschwanstein oberhalb von Hohenschwangau. Der Bau wurde ab 1869 für Ludwig II. als idealisierte Vorstellung einer Ritterburg aus der Zeit des Mittelalters errichtet. Auf der Weiterfahrt nach Oberammergau Besuch von Schloss Linderhof, 1874 bis 1878 erbaut, dem kleinsten der drei von Ludwig II. erbauten Schlösser, aber auch das einzige, welches voll ausgebaut und auch länger von ihm bewohnt wurde. Je nach Zeitablauf Besuch der Klosterkirche Ettal. Übernachtung im Raum Oberammergau.

3. Tag: Nach dem Frühstück Besuch der Stadt Oberammergau. Nach dem Mittagessen Teilnahme am Passionsspiel im Festspielhaus. Übernachtung im Raum Oberammergau.

4. Tag: Nach dem Frühstück Antritt der Rückreise in Richtung Kreis Warendorf bzw. Ausgangsstadt. Unterbrechung in Steingaden zum Besuch der Wieskirche. Die Wallfahrtskirche „Zum Gegeißelten Heiland“ auf der Wies in Steingaden ist eine der berühmtesten Rokokokirchen der Welt in höchster Vollendung. Seit 1983 ist die UNESCO-Welterbestätte. Ankunft in den frühen Abendstunden.

Leistungen

  • Alle Fahrten lt. Programm im modernen Reisebus der Firma Josef Kottenstedte GmbH Omnibusunternehmen Ennigerloh-Ostenfelde,
  • Ausgangsregion ist der Kreis Warendorf, Gruppen ab 15 Personen werden im Umkreis von 50 km kostenfrei abgeholt. Bei weiteren Entfernungen vom Kreis Warendorf wird eine Regelung abgesprochen.
  • 1 Übernachtung mit Halbpension und Frühstück in einem Hotel im Raum Chiemsee
  • 2 Übernachtungen mit Frühstück im Raum Oberammergau
  • 1 Abendessen am Anreisetag in1 Passionsessen (3 Gänge) am Aufführungstag in Oberammergau
  • 1 Eintrittskarte zur Passionsspielaufführung Kat. 1 incl. Vorverkaufsgebühren
  • Programmbuch der Passionsspiele Oberammergau 2020
  • Sämtl. Eintritte und Führungen: Würzburger Residenz – Schloss Linderhof – Neuschwanstein – Wieskirche
  • Kurabgabe Oberammergau, Reisesicherungsschein
  • Geistliche Begleitung durch einen katholischen Priester Projekt– und Reiseleitung: Dr. Burkhard Löher

Kosten

969,00 € pro Person im Doppelzimmer, EZ-Zuschlag/Pers.: 159,00 €

Anmeldeverfahren

Interessenten melden sich zunächst unverbindlich an sichern sich damit einen Platz in einer der ausgeschriebenen Fahren. Zum 1. April 2019 erst werden die unverbindlich Gemeldeten zur verbindlichen Anmeldung ausdrücklich aufgefordert. Dann werden ihre Terminwünsche in der Reihenfolge des unverbindlichen Anmeldedatums berücksichtigt. Gruppen, Vereine, Pfarrgemeinden können sich ebenfalls zunächst unverbindlich anmelden. Auch hier erfolgt die verbindliche Umsetzung erst zum 1. April 2019. Unverbindliche Anmeldungen von Einzelreisenden und Gruppenreisen werden ab sofort telefonisch, schriftlich oder per EMail angenommen von:

Firma Kottenstedte Busunternehmen, Von-Eichendorff-Straße 2, 59320 Ennigerloh, Tel. 02524 2032, E-Mail: info@kottenstedte.com

Bitte bei der Anmeldung unbedingt angeben: Vor– und Zuname, Straße und PLZ/ Wohnort, Tel.-Nummer und E-Mail-Anschrift sowie Benenung der 2. Person für das Doppelzimmer.




Das letzte Tabu Ein Abend mit Dr. Henning Scherf

Der Tod, das Sterben und unser Umgang damit

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Hospizbewegung im Kreis Warendorf fand am gestrigen Abend in der Aula der Overbergschule in der Marienstraße in Oelde eine Veranstaltung mit Herrn Dr. Henning Scherf statt. Wie der Oelder Anzeiger bereits am 19.03. gemeldet hatte, war die Veranstaltung bereits seit geraumer Zeit ausverkauft und so fanden sich ca. 180 Menschen zu der von der Hospizgruppe Oelde, der Familienbildungsstätte Oelde-Neubeckum, und der Stadtbücherei Oelde gemeinsam getragenen Veranstaltung ein.

Das letzte Tabu – Der Abend

Bereits um kurz nach 19.00 Uhr war der Raum gut gefüllt und die anhaltende Geräuschkulisse lies eine große Erwartungshaltung erahnen. Gastredner und Veranstalter waren bereits im Raum und der ehemalige Bremer Bürgermeister und Senator ließ es sich nicht nehmen, nahezu jeden der Gäste persönlich zu begrüßen. Die einzelnen Sitzreihen abschreitend, begrüßte der im Oktober diesen Jahres 80 Jahre alt werdende Ehemann, Vater, Großvater von 9 Enkeln, mit ausgesprochener Freundlichkeit die anwesenden Gäste per Handschlag, hatte für den ein oder anderen Gast neben einem kräftigen Händedruck auch eine Umarmung und für alle freundliche Worte der Begrüßung parat, die es den anwesenden Gästen schwer machten nicht für diesen beeindruckenden Menschen eingenommen zu sein.

Nach einer Begrüßung durch den Leiter der FBS Oelde, Dieter van Stephaudt, und einigen einleitenden Worten der Vorsitzenden der Hospizbewegung im Kreis Warendorf, Frau Elke Hohst, ergiff Herr Dr. Scherf das Mikrofon. Bevor er zur Lesung seines in Ko-Autorenschaft mit der emeritierten Professorin der Universität Bremen, Frau Dr. Annelie Keil überging, klärte er die anwesenden Zuhörerinnen und Zuhörer über die Entstehung de Buches, den Grund seiner Entstehung und die Verbindung zur Ko-Autorin Annelie Keil. Er erläuterte, dass Frau Prof. Dr. Keil leider nicht an der Lesung teilnehmen könne, da sie am selben Abend in Berlin einen Preis für Ihr soziales Engagement erhalte.

Henning Scherf erzählt

Beide Verfasser des Buches kennen sich seit der Zeit der Studien, sie als Studentin der Soziologie, Politikwissenschaften, Psychologie und Pädagogik, er als Student der Rechte. Da sowohl Frau Keil, wie auch Herr Scherf auf Grund ihres Alters über ein an Erfahrungen reiches Leben verfügen, geprägt von einer Kindheit während des 2. Weltkrieges, sich grundsätzlich unterscheidender Lebensläufe und doch geprägt von einer unverbrüchlichen Freundschaft, sind beide Autoren seit vielen Jahren in der Hospizbewegung tätig und nutzen ihre jeweilige Prominenz und Bekanntheit um für die Hospizbewegung zu werben, Menschen auf diese Weise Angst vor dem Sterben, dem Tod und all den beängstigenden Begleitumständen die das Lebensende mit sich bringt, zu nehmen.

Der Umgang mit dem Tod sei in unserer Gesellschaft nicht nur tabuisiert, sondern geradezu ausgeblendet, von vielen Menschen, die an einer Selbstoptimierung ihrer eigenen Person arbeiteten, seien Dinge, wie körperlicher Verfall, Gebrechen, Demenz und andere leidvolle Ereignisse und Erkrankungen nicht existent, sie verlangten aus diesem Grund, dass die Gesellschaft als Ganzes sich um die Unterbringung und die Begleitung von alternden und sterbenden Menschen kümmere, doch sei das Problem dadurch natürlich nicht zu lösen. Vielmehr sei jeder Einzelne gefragt, wenn es darum gehe, Familienangehörige, Freunde und andere Menschen beim Sterben zu begleiten.

Die Aufgabe jedes Einzelnen sei nicht die professionellen Pflegenden und Behandelnden zu kritisieren und auf die Erfüllung der vertraglich vereinbarten Leistungen zu schauen, sondern den sterbenden Menschen weitestgehend Hilfe zu leisten, sie zu begleiten, hierbei die Pflegekräfte zu unterstützen und empathisch zu handeln. Krankheit, Sterben und Tod sei für alle Menschen die Erwartung und es liege an jedem Einzelnen inwieweit er bereit sei, die Welt zu verbessern und sich selbst einzubringen, oder den Tod als außergewöhnliches, eigentlich nicht zum Leben gehöriges Ereignis zu betrachten, das auszublenden die beste Lösung sei.

Die gesamte Veranstaltung, die von 19:30 Uhr bis ca. 22:00 Uhr dauerte, war ein überzeugendes, inspirierendes Plädoyer für das Leben. Aber für das Leben in Gänze und nicht für ein Rosinenpicken von angenehmen Dingen, sondern der Akzeptanz der Gesamtheit des Lebens, mit all den unangenehmen Dingen wie Krankheit und Tod. Zu diesem Zeitpunkt war bereits eine engagierte Diskussion mit Fragen und Antworten im Gange, wobei etliche Teilnehmer sich nicht scheuten, auch sehr persönliche Dinge zu äußern. Fragen nach dem Umgang mit Ängsten vor dem Tod, mit dem Umgang von schwer depressiven Menschen, die den Verlust eines Angehörigen zu verarbeiten haben und viele andere Dinge wurden angesprochen und von Herrn Scherf auf sehr einfühlsame Art beantwortet.

Nachdem bereits, ob der fortgeschrittenen Zeit, vereinzelt Teilnehmer den Raum verlassen hatten ergriff Frau Elke Sohst noch einmal das Mikrofon und beschloss den Abend, nicht ohne Herrn Scherf für seine Teilnahme herzlich zu danken und ihm ein Präsent der Hospizbewegung des Kreises Warendorf zu überreichen.

Das letzte Tabu – Das Buch

Das letzte Tabu, der Tod. Ist der Tod ein Tabu? Oder ist nur unser Umgang mit dem eigenen Sterben, dem Sterben von Familienangehörigen, Freunden, Kollegen, Bekannten ein Problem. Jeder von uns hat einen eigenen Weg des Umgangs mit diesem Thema. Und egal wie man sich auch immer vorbereiten mag, man kann im Vorfeld nicht sagen, wie sehr, oder wie wenig es einen berührt.

Der Titel des Buches erscheint mir etwas reißerisch, als gäbe es keine anderen Tabus mehr, als sei das gesamte Leben bereits vollständig enttabuisiert, und nur der Tod, als quasi letztes Geheimnis, bleibe als Tabu bestehen. Dabei gibt es innerhalb der Gesellschaft, den Familien, ja bei einem selbst immer noch Tabus, Dinge über die man nicht sprechen mag, nicht sprechen kann, ja oft nicht einmal nachdenken möchte.

Wer denkt schon gern an seinen eigenen Tod? Wer denkt schon daran, wie es  sein wird, wenn die Eltern sterben, wenn enge Freunde nicht mehr da sind. Wer denkt gern darüber nach, wie es wird, wie es werden kann? Im Alter, oder vielleicht schon morgen durch Krankheit, Unfall, was auch immer?

Und hier setzt das Buch von Annelie und Henning Scherf an. Es erzählt vom Sterben, es nimmt uns mit, es erklärt uns Allgemeinheiten, natürlich, aber es hält uns eben auch einen Spiegel vor und sagt: habt keine Angst vom Tod zu reden, habt keine Angst den Tod zu akzeptieren. Er kommt ohnehin.

Und wenn man sein Leben akzeptiert, so wie es ist, mit allen positiven und negativen Aspekten, mit Erfolgen, Niederlagen, mit schönen und weniger schönen Tagen, wenn man sein Leben ehrlich sich selbst und den anderen gegenüber lebt, dann ist der Tod weder das letzte, noch überhaupt ein Tabu.

Dieses Buch kann einem wahrscheinlich nicht die Angst vor dem Tod, vor dem Sterben, vor Siechtum und Niedergang nehmen. Das wohl nicht. Es kann einem aber einen Wink geben, einen Moment der Aufmerksamkeit, einen Moment des Innehaltens und des sich Bewusstwerdens. Selbstbewusstsein kommt ja von sich seiner selbst bewusst sein. Das ist mehr, als die allermeisten Bücher vermögen.

Menschen, die ihr Leben nicht als selbstverständlich ansehen, die sich der Endlichkeit bewusst sind, die den Tod akzeptieren, die voller Demut wie ein Fels in der Brandung stehen, diese Menschen werden das Buch nicht brauchen, alle anderen sollten es lesen.

PS:

Ein Blick auf die Internetseite von Frau Prof. Dr. Keil macht schnell deutlich, dass Ruhestand nichts mit Ruhe zu tun haben muss.