Bürgbühne Stromberg mit Premiere „Die Physiker“

Mörderisch lustig und völlig durchgeknallt präsentierte sich das Winterstück „Die Physiker“ der Burgbühne Stromberg am letzten Samstag, den 12. Januar 2019 vor ausverkauftem Haus auf Kulturgut und Literaturmuseum Nottbeck.

Möbius, Isaac und Einstein drehen am Rad

In der Krimi-Komödie geht es um den genialen Physiker Johann
Wilhelm Möbius, gespielt von Marek Frankrone, der vor einigen Jahren die
Weltformel entschlüsselte. Eine Formel, die in den falschen Händen zu einer
schrecklichen Waffe werden könnte. Aus diesem Grund entschied sich der Denker,
sich und sein Wissen in „Sicherheit“ zu bringen in einer Irrenanstalt.



Wirklich genialer Physiker oder doch nur ein Verrückter?

Umgeben von den verrückten Physikern Albert Einstein (Sven Singedonk), Isaac Newton (Michael Bökamp) und dem fluktuationsstarken Personal der Klinik reiht sich Möbius perfekt ein, indem er vorgibt, von König Salomon persönlich Befehle zu erhalten.

Dr. Mathilde von Zahnd mit den irren Genies

In der Einrichtung macht es schnell den Eindruck, dass einer bekloppter und auch gefährlicher ist als der andere. Durch die haarsträubenden Morde in der Klapsmühle, wird Kommissar Richard Voß (Richard Laustroer) nicht nur an den Rand der Verzweiflung getrieben, sondern auch zur Flasche. Findet Richard zur Gerechtigkeit? Und welche Pläne verfolgt die liebe Dr. Mathilde von Zahnd (Katja Einhoff)? Oder ist Möbius doch nur ein Spinner der sich einredet ein Physikgenie zu sein?

Der Komissar muss einen irren Fall lösen.

Mehr soll an dieser Stelle nicht über das Stück verraten werden.

Schauspielerische Leistung

Besucher des Winterstücks können sich auf eine sehr gute und lustige Vorführung freuen die am Anfang für Verwirrung und Rätselraten sorgt. Die bereits oben erwähnten Darsteller überzeugten mit einem fantastischen Mimikspiel, hatten Ausstrahlungsstärke und vor allem glänzten diese trotz schwieriger Dialoge mit Textsicherheit.  Aber auch die vielen Nebenrollen waren höchst interessant und amüsant.

Spurensicherung und Gerichtsmedizin bei der Arbeit.

Die Gerichtsmedizinerin (Manuela Föge), die sich über jede Leiche freute oder der Missionar Oskar Rose (Dawid Steppin) der den Begriff Patchwork völlig neu definiert machten das Winterstück welches unter der Regie von Tobias Huster stand zu einer echt starken Vorstellung.

Der Zuschauersaal

Der Regisseur Tobias
Huster

Viele Gäste der Burgbühne Stromberg kennen Tobias Huster seit den 90er Jahren. Als Junge stand er erstmalig bei Theaterspielen 1987 auf der Burgbühne mit dem Stück: Wer hat Toby´s Schatz? (Huster berichtete uns mit einem leichten Lachen, dass die Namensgebung ein völliger Zufall war.) Unter anderem kennt man ihn aus den weiteren Stücken wie:

Foto: Burgbühne Stromberg mit Szene aus: Wer hat Toby´s Schatz?

„Was fürn Zirkus“ wo er als Bär verkleidet war. „Andre der Polizist“ „Die Elenden“ wo Tobias als Aufständiger für Freiheit und Demokratie kämpfte. „Cyrano de Bergerac“ „Der Impresario aus Smyrna“ oder „Das Wirtshaus im Spessart“.

Tobias Huster in einer Szene aus „Die Elenden“

Wir haben den Tobias gefragt, wie er zum Regiestuhl gekommen
ist.

„Ich habe mal vor mehreren Jahren bei der Burgbühne zu Hendrik Becker gesagt, dass ich darauf mal Bock hätte.“ Nachdem eine Kollegin aus beruflichen Gründen weggefallen ist, wurde Tobias Huster mit der Regieleitung des Winterstücks beauftragt, berichtete er uns.

Tobias Augen funkeln vor Freude am Ende der Vorstellung während Gaby Brüser (Leitung Burgbühne) gratuliert

„Man sitzt da und kann überhaupt nichts machen.“, antwortete uns der zu Beginn sehr nervöse Regisseur auf unsere Frage, wie es denn sei „nur“ zuzusehen.

Mit viel Gelächter und Applaus der Gäste war die Nervosität gänzlich unberechtigt. Huster hat bewiesen das durch jahrelange Praxis graue Theorie abgehängt werden kann. Ob er bei weiteren Stücken Regie führen wird ist noch unklar.

Ein gelungener Auftakt

Spielzeiten

Sonntag               13.
Januar 2019                                17.00 Uhr

Freitag                  18. Januar 2019                                19.30
Uhr

Samstag              19.
Januar 2019                                19.30 Uhr

Sonntag               20.
Januar 2019                                17.00 Uhr

Freitag                  25. Januar 2019                               19.30 Uhr

Samstag              26.
Januar 2019                                19.30 Uhr

Sonntag               27. Januar 2019                                17.00 Uhr

Kartenservice: www.burgbuehne.de




Standing Ovations für „Die Elenden“ an der Burgbühne Stromberg

Am letzten Samstag, den 06.08.2016 führte die Burgbühne Stromberg zum ersten Mal im Erwachsenentheater das Stück „Die Elenden“ nach Victor Hugo auf. Ein Theaterstück, was aktueller nicht sein könnte, über die politische Lage auf dem Erdball. Der OELDER ANZEIGER war bei der Premiere dabei und berichtet nachfolgend über Ungerechtigkeit, Rebellion, Mord und eine grandiose Leistung der Schauspieler.

Das Bühnenbild

Die Freilichtbühne vor der Wallfahrtskirche Heilig Kreuz in Stromberg wurde wieder einmal liebevoll von den Bühnenbauern dekoriert. Zylinder, die auf Stangen ruhten, eine Karre mit Säcken darauf, Holzfässer, Körbe, Stühle sowie eine Vielzahl an Häusern verwandelten die Treppenstufen der Kirche in ein belebtes Paris um 1832.

Vor der Aufführung

An dem besagten Abend haben wir vor Beginn des Stücks im Hinterhof des Spielerheims mit Tobias und Guido Huster sprechen können. Die beiden Brüder stehen bereits seit Jahrzehnten auf der Burgbühne und besetzten schon viele Rollen. Auf unsere Frage, ob sie nervös seien, antworten uns beide mit einem felsenfesten Nein.

Hinter dem Spielerheim

Guido wie auch Tobias waren eher gespannt auf die Reaktionen der Gäste. Guido Huster sagte uns, dass er bereits alles in den vielen Jahren erlebt habe, was einen nervös machen könnte.

Unter den anderen Darstellern herrschte eher lockeres Treiben. Einige rauchten noch eine Zigarette, während andere sich unterhielten oder lachten. Von einer nervösen Theatergruppe war nichts zu spüren.

Lebendiges Treiben und starke Szenen

Die Vielzahl von Schauspielern erweckte die große Burgbühne quasi zum Leben. Ein paar ältere Darsteller saßen zusammen und spielten ein Würfelspiel, während Wachleute ihre Waffen inspizierten. Ein Trupp aus bettelnden Frauen kauerte an einer Ecke, um Münzen zu erflehen, während in einer der Gaststätten die Studenten tranken und sich zum Putsch formierten. Es wurde mit dem Besen vor der Tür gekehrt und andere wiederum hielten einen Plausch.

Überall war was los auf der Bühne

In einer anderen Szene suchten Wachleute mit Fackeln nachts nach Verdächtigen und sorgten somit für ein feuriges Ambiente.

Hält man sich vor Augen, dass es sich hier um ein „Laien-Theaterspiel“ handelt, gelingt es den Darstellern trotz winziger Makel, ein Stück Weltkultur nach Stromberg zu bringen. Gerade diese kleinen Makel machen jedoch das gesamte Stück zu etwas Einzigartigem, was den Besucher anspricht.

Guido Huster in der Rolle des Jean Valjean bangt nicht nur um seine Tochter Cosette, sondern auch um sein Leben, während er gleichzeitig seine Tarnung aufrecht erhalten muss, um nicht von Marek Frankrone in der Figur des Inspektors Javert ertappt zu werden. Dieser kommt kühn und befehlshaberisch daher und kommandiert seine Polizisten auf der Jagd nach einem Ausbrecher.

Guido Huster hat hier schlechte Karten

Veronika Holthöfer in überzeugender Rolle der Tochter Cosette

Die Situation von Marek Frankrone ist auch nicht viel besser

Tobias Huster in der Figur des rebellischen Studenten spielt diese Rolle fabelhaft. Spätestens wenn er „…Freiheit und Demokratie!“ herausschmettert vergisst man gänzlich, dass es ein „Laientheater“ ist.

Tobias Huster wild entschlossen

Kenner von vergangenen Stücken der Burgbühne werden sich über die Stimmwandlung von Andreas Herzog in der Rolle des Thénadiers gewundert haben. Diese kam gaunerhaft und richtig dreckig daher und vermittelte direkt, dass es sich hier nicht um einen freundlich gesinnten Genossen handelt.

Andreas Herzog mit herlich dreckiger Stimme

Das große Finale wurde an einer imposanten Barrikade ausgefochten. Auf der einen Seite stehen fest entschlossen die Rebellen mit Gewehren und Pistolen für Demokratie und Freiheit, während es von der anderen Seite Kugeln hagelt aus den Büchsen der Gesetzeshüter. Die Haltung der Schauspieler mit den Waffen im Anschlag und die entschlossenen Schreie zum Angriff brachten die Spannung zum Kochen.

Nach dem Gefecht waren die Spuren verherend. Viele Rebellen starben in der Schlacht um Gerechtigkeit. Rauch, Tote, zerbrochene Herzen und eine zerschlagene Rebellion erinnern stark an derzeitige politische Ereignisse wie in der Türkei.

Der Regisseur

Die im Original 1.100 Seiten starke Fassung von „Die Elenden“ wurde vom Regisseur Hendrik Becker komplett überarbeitet und in eine Bühnenfassung umgewandelt. Die Vorbereitungszeit betrug für das Stück gute zehn Monate. Hendrik Becker konnte man während des gesamten Stückes auf dem Burgplatz beobachten, wie dieser mal nur da saß oder dann wieder nervös und mitfiebernd auf und ab rannte. Szenen, die uns etwas an  viele Fußballtrainer während der Weltmeisterschaft erinnerten.

Man erkennt den Regisseur an seiner grünen Mütze

Standing Ovations und Erleichterung nach der Aufführung

Die Zuschauer belohnten das dreistündige Stück mit einem stehenden Applaus. Das Stück „Die Elenden“ ist somit sehr gut angekommen und hat die anfangs erwähnte Spannung der Gebrüder Huster gewiss genommen.

Schön anzusehen war die sichtliche Erleichterung aller Schauspieler nach Vollendung der Aufführung. Diese versammelten sich im Bereich des Burgbrunnens und fielen sich vor Freude und Erleichterung in die Arme.

Die Elenden oder worum es in dem Stück geht

Nach langer Haft kehrt Jean Valjean, gespielt von Guido Huster, nach Frankreich zurück. Ein freundlicher Bischof nimmt ihn auf und hält sogar noch zu ihm, als er selbst von ihm bestohlen wird. Dankbar beschließt Valjean, nunmehr anständig zu leben. Er verschafft sich eine neue Identität, wird reich und unterstützt Arme und Entrechtete. Von denen gibt es im Paris von Anno dazumal viele. Liebevoll kümmert er sich um Veronika Holthöfer in der Rolle der kleinen Cosette, die nach dem Tod ihrer Mutter auf sich allein gestellt ist. Doch eines Tages kommt Inspektor Javert, dargestellt von Marek Frankrone, hinter das Geheimnis des Ex-Sträflings und als Cosette sich in einen studentischen Revolutionär verliebt, nimmt das Schicksal auf der letzten Barrikade der Revolution seinen Lauf.

Spielplan

Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, sollte unbedingt die Burgbühne besuchen und unterstützen. An folgenden Tagen wird das Stück aufgeführt:

Samstag         13. August 2016 16:00 Uhr und 20:00 Uhr

Dienstag        16. August 2016 20:00 Uhr

Donnerstag    18. August 2016 20:00 Uhr

Samstag          20. August 2016 20:00 Uhr

Dienstag          23. August 2016 20:00 Uhr

Donnerstag     25. August 2016 20:00 Uhr

Samstag           27. August 2016 20:00 Uhr

Dienstag          30. August 2016 20:00 Uhr

Donnerstag     01. September 2016 20:00 Uhr

Samstag           03. September 2016 20:00 Uhr

Einen Kartenservice finden Sie hier: Burgbühne Stromberg

Hier eine Verfilmung von 1935.

 

 




Generalprobe von „Katharina Knie“ auf der Burgbühne Stromberg

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Der Regisseur ist zufrieden

Was soll ich sagen, wir brauchen Publikum!“ mit diesen Worten beendete Regisseur Hendrik Becker die Generalprobe des Stückes „Katharina Knie“ von Carl Zuckmayer auf der Burgbühne in Stromberg. Die Premiere des Stückes ist am kommenden Samstag, den 08.08.2015. Auf Einladung von Herrn Andreas Herzog, welcher ebenfalls auf der Bühne steht, haben wir uns nicht zweimal bitten lassen und konnten uns von einem tollen Theaterstück überzeugen.

In diesem Jahr gibt es auf der Burgbühne Stromberg, die ihre Heimat vor 90 Jahren auf den Treppenstufen der Hl. Kreuz Kirche zu Stromberg gefunden hat, die Stücke „Katharina Knie“ von Carl Zuckmayer und „Jim Knopf“ von Michael Ende zu sehen.

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Die Schauspieler sind bereit für die Premiere

Bei einem Besuch der Ge2015-08-06-Burgbühne (22)neralprobe zu „Katharina Knie“ waren alle Darsteller des Ensembles eifrig dabei, in ihre Rollen zu schlüpfen. Hier und da wurde an Kostümen herumgezupft, denn für die Premiere soll alles perfekt aussehen. Insgesamt werden ca. 30 Personen versuchen, den Zuschauer in das kunterbunte und schwere Zirkusleben der 1920er Jahre zu entführen. Das von Malern und Bühnenbauteam erstellte Kulissenbild fügt die Handlung in den Wirren der Inflation in ein harmonisches Ambiente ein.

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Ein schönes Ambiente

Ein Feuer lodert unter einem alten Kochtopf, ein Meer von Kerzen hüllt die Stufen der Freilichtbühne in ein sanftes Licht, während im Hintergrund die Zirkuswagen stehen. Das Ganze wird abgerundet durch tolle Kostüme, die jener Zeit entsprechen.

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Wunderschöne Kostüme gibt es zu bestaunen

Seit Januar bittet der neue Regisseur Hendrik Becker zur Probe. Erst einmal in der Woche, jetzt vor der Premiere eigentlich fast täglich, wie uns Andreas Herzog berichtete.

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Die Mühen haben sich sichtlich gelohnt. Somit konnten wir –ohne zu viel verraten zu wollen- Liebe, Verzweiflung, ein, zwei gebrochene Herzen, Akrobatik und viele verschiedene Rollen und Typen während der Probe vorfinden.

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Tickets für die 13 Spieltermine des ca. 125 Minuten-Stücks können an der Abendkasse, am Telefon unter 02529/948484 oder ganz bequem online auf der Homepage bestellt und reserviert werden.

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Ab dem 09.08 ist auch das Kinderstück Jim Knopf aus der Sommerpause zurück. Hier wirken über 50 Darsteller in allen Altersklassen mit. Theater verbindet und dies nun seit 50 Jahren mit einem eigenen Stück für die Kinder und Jugendlichen. Regie führt hier seit fünf Jahren Claudia Bieber.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage und auf der Facebookseite der Burgbühne.

Fans der Freilichtbühne können zwei Eintrittskarten zur Spielsaison 2015 gewinnen. Hierzu sollten Sie die Facebookseite der Burgbühne genauer untersuchen.

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Sommermärchen mit „Oelde Akustisch“ auf Burgbühne

Am letzten Samstag, den 01. August 2015, ging die Musikveranstaltung „Oelde Akustisch“ auf Wanderfahrt zur Burgbühne in Stromberg. Die vielen Pilger, die den Weg auf sich genommen hatten den Burgberg zu erklimmen, wurden nicht enttäuscht. Künstler und Wetter werden den ca. 250 Gästen noch lange Zeit in guter Erinnerung bleiben.2015-08-01-Oelde Akustisch Stromberg (20)

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Die ersten Gäste kommen an

Die achte Ausgabe der „Oelder Akustisch“ sollte dieses Mal nicht wie gewohnt in den Räumen der „Alten Post“ in Oelde stattfinden, sondern auf der Burgbühne in Stromberg. Die Idee ist Martin Bischoff unverhofft in den Kopf gekommen und nach ein paar Fragen beim Citymanagement der Stadt Oelde, der Kirche in Stromberg sowie dem Verein der Freilichtbühne Burgbühne e.V. in Stromberg stand dem musikalischen Ausflug nichts mehr im Wege.

2015-08-01-Oelde Akustisch Stromberg (3)[email protected], bestehend aus Stefanie Heinrich und Mitorganisator Martin Bischoff, eröffneten den Abend mit ihren beiden Lakewood Gitarren. Das Publikum wurde von den beiden sanft in die Veranstaltung gezogen. Es konnte feinste Gitarrentechnik hören, während Gitarrenspieler den Fingern staunend folgten. Ein Genuss für Fans der klassischen Gitarre.

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Stefanie und Martin

Mit der sechsköpfigen Band „Close to Solution“ ging es dann weiter. Die Formation war dem ein oder anderen Gast der „Oelder Akustisch“ bereits ein Begriff und somit konnten sich die Zuhörer unter anderem über „Demons“ von den Imagine Dragons oder „Independence Day“ von Martina McBride freuen. Sängerin Nicole Stremming und Sänger Manuel Lackmann überzeugten dabei im Duett oder auch als Solisten. Unterstützt wurden die beiden von den Gitarristen Matthias Feder und Michael Strüwer, dem Drummer Tristan Claves und dem Bassist Herbert Weber .

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Von links: Herbert Weber, Matthias Feder, Nicole Stremmig, Tristan Clacves, Manuel Lackmann, Michael Strüwer

Als nächstes betrat Isabel Nolte die Stufen der Bühne mit ihrer Gitarre. Isabel ist eine gebürtige Strombergerin, die seit sieben Jahren in Holland lebt. Dort trat sie unter anderem in der Show „The Voice of Holland“ auf, wo sie auch weit gekommen war.

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Bei ihrer Stimme war dies auch kein Wunder. Diese setzte sie mal sanft beim Song „Bezopen“ (zu Deutsch: Besoffen) ein oder mal kräftig beim Song „No digity“ von der Band BLACKstreet, welcher hiermit den einzigen Cover-Song darstellte, den die sympathische Frohnatur spielte und dabei das Publikum zum Mitsingen animierte.

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Isabel Nolte: Top Stimme, locker, lustig und nett

 

Besonders lustig wurde es aber, als sie ihren Last Minute-Song vorstellte, den sie am Vorabend noch eben schnell geschrieben hatte. Der Titel lautete „Pflaumenschnaps am Burgplatz“ und handelte von den vielen schönen Dingen in Stromberg. Bei den zahlreichen Zuschauern hörte man hinter sich heraus „Boah, geile Stimme“ oder eine Zuhörerin erkundigte sich wundernd bei ihrer Begleitung „Wie heißt die nochmal?“.

Den coolen und ruhigen Blues brachten Oli Seifert, Christian Martin und Jaimoe Seifert. Wer sich selber einmal am Blues spielen versucht hat, wird wissen, dass es weitaus mehr bedarf als das korrekte aneinanderreihen des 12-bars mit drei Akkorden. Die Musiker verstanden es, die Wurzeln und Geschichte des Blues nicht nur technisch, sondern auch optisch sehr gut rüber zu bringen. Zum Einsatz kam unter anderen einen Resonator-Gitarre die -mit einem Glasröhrchen bespielt- für den richtigen Effekt sorgte. Den Zuhörern hat es sichtlich gefallen. Einige, mit geschlossenen Augen, wippten im Takt mit und ließen sich treiben auf der afro-amerikanischen Welle.

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Christian Martin, Jaimoe und Oli Seifert

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Ein Mann und seine Gitarre

2015-08-01-Oelde Akustisch Stromberg (19)Frank Handschuhmacher, Mitorganisator, Sänger und Songwriter, spielte darauf für die Zuhörer Songs von Johnny Cash wie „Folsom Prison“, „Ring of Fire“ und „I won´t back down“. Der Song „One“ von U2 brachte zum Ausdruck, wie vielfältig der Stromberger Musiker ist, der nicht nur Solo unterwegs ist, sondern auch mit seiner der härteren Gangart verschriebenen Band, den „Dirty Stuffs“. Zwischen den Stücken verstand es der Musiker, das Publikum ebenfalls zu Unterhalten. Z.B. forderte er für das tolle Publikum einen eigenen Applaus ein und brachte viele zum Lachen.

Nachdem die letzte Zugabe gespielt und schon mit den Abbauarbeiten begonnen wurde, traf die in Verspätung geratene Luisa Laakmann noch ein. Einige Gäste waren bereits enttäuscht gewesen, da sie auf Luisa gewartet hatten. Kurzerhand wurden die abwandernden Zuhörer zurückgerufen. Luisa ist gebürtige Oelderin und lebt seit knapp 1 1/2 Jahren in Buenos Aires, wo sie in den Straßen Musik macht. Der besondere Mix aus Stimme und lockerem auftreten brachte den Strombergern die südamerikanische Mentalität näher.

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Luisa Laakmann

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Herausragend an dem musikalischen und kulturellen Event waren aber nicht nur die kostenfreien Leistungen der Musikerinnen und Musiker, sondern auch die zahlreichen Gäste. Diese haben es verstanden, dem Fest so beizuwohnen, dass es der besonderen Veranstaltung gerecht wurde. Es wurden Sitzunterlagen mitgebracht, Kühlboxen mit Knabbereien, Wein, Bier oder Wasser. Einige Grüppchen haben auf der Wiese Picknickdecken ausgebreitet und genossen das Programm bei strahlendem Sonnenschein. Bei den Songs sangen und klatschten viele mit und man sah allen an, dass gerade eine gute Zeit erlebt wurde.

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Luis hat es gefallen

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Elisabeth und Peter kamen mit dem Rad aus Oelde

Der Stromberger Luis Peixoto war von der Veranstaltung angetan und verbachte diese entspannt mit leckeren Getränken. Unter den Gästen entdeckten wir Bekannte wie Elisabeth und Peter Lewanschkowski, die – wie viele andere – den Weg von Oelde mit Rad angetreten hatten. Andere Gäste forderten am Ende der Veranstaltung eine Wiederholung im kommenden Jahr.

Somit könnte die Burgbühne um ein weiteres attraktives Event wachsen.

Mit der achten Ausgabe von „Oelde Akustisch“ wurde schlicht der Vogel abgeschossen. Nicht nur die Zahlreichen Gäste verdeutlichten dies, sondern auch die vielen Fotografen, die anwesend waren. Unter anderem war Benedikt Brüggenthies von „Mein Wadersloh“ oder auch „Die Glocke“ mit einer Reporterin vertreten.

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Christian Kaczmarek sorgte am Mischpult für den guten Ton

Blickt man zurück, wie alles mit einer kleinen Facebook-Gruppe angefangen hat, die sich zu einem Stammtisch traf, und nun sieht, wie knapp zwei Jahre später aus einem „musikalischen Experiment“ eine Veranstaltung geworden ist, kann hier beruhigt geschrieben werden, dass die musikalische Dürre in Oelde endlich beendet wurde.

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Die beiden Organisatoren Frank Handschuhmacher und Martin Bischoff mit Luisa nach der „Oelder Akustisch“ auf der Burgbühne

Einen Videorückblick gibt es hier.




Oelde Akustisch open air auf Burgbühne Stromberg

Am 01. August 2015 findet für Fans der selbstgemachten Musik „Oelde Akustisch“ dieses mal auf der Burgbühne in Stromberg (Burgstraße 5, 59302 Oelde) statt. Ein erstmaliges Open Air der Veranstaltung, welche sonst immer in der Alten Post in Oelde abgehalten wird. Ab 18:00 Uhr geht es los.

Auf der Burgbühne geht es Samstag musikalisch ab

Altbekannte Künstler wie Isabel Nolte, Frank Handschuhmacher und Luisa Laakmann werden auf der Burgbühne stehen. Aber auch auf die uns noch unbekannte Gruppe [email protected] dürfen die Gäste gespannt sein. Close to Solution wird als Band die Gäste der Burgbühne vielleicht mit Songs wie  „Hotel California“ von den Eagles oder „On top of the world“ von den Imagine Dragons verwöhnen. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Bei schlechtem Wetter fällt sie aus.

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Luisa Laakmann auf Heimaturlaub in Oelde aus Buenos Aires

Wer auf eine musikalisch gefüllte Überraschungstüte an der frischen Luft nicht verzichten mag, sollte dem Event beiwohnen.

Für Getränke sorgen die Gäste selber. Wer sich noch nicht schlüssig ist, ob er kommen möchte, sollte sich hier den Videorückblick der letzten Ausgabe von „Oelde Akustisch“ anschauen.

Entgegen der Meldung der Lokaltzeitung „Die Glocke“ vom Freitag den 31.07.2015 wird der Künstler Jan Fuchs an dem Event aus organisatorischen Gründen nicht teilnehmen.




Gefecht auf dem Brett!

An der Burgbühne Stromberg erklingen erneut die Trommeln des Krieges! Dabei ist aber nicht die erneute Erstürmung durch einen Nachfahren von Johann von Hoja gemeint, der anno 1451 die Burg eroberte, sondern eine Gruppe, die dem Brett- und Strategiespiel Risiko frönt.

Am 16. und 17. März wird nun zum 16. Mal in Folge das Strategiebrettspiel „RISIKO“ viele Schlachtherren auf den Plan rufen.

RISIKO“ ist ein Brettspiel, das eine vereinfachte Weltkarte mit 42 Ländern verwendet. Die Spieler versuchen, abwechselnd Länder und Kontinente zu erobern. Dabei müssen die Spieler strategisch vorgehen und ihre Armeen wohl bedacht aufstellen. Für den Erfolg der Schlachten um die einzelnen Länder trägt das Würfelglück bei.

Die erste Schlacht dieser Art wurde 1998 an der Burgbühne Stromberg geschlagen. Tobias Huster ,einer der Mitgründer ,berichtete dem OELDER ANZEIGER, dass seinerzeit nach dem Theaterspielen an der Burgbühne Stromberg das Spielbrett ausgepackt wurde, um ein paar Runden zu spielen. Unter den anderen Bühnen im Kreise brach damit ein sich rasch ausbreitender Virus aus. Die Bühnen-Spielerinnen und Spieler duellierten sich um Macht und Länderrein jahrein jahraus auf dem Spielbrett.

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Um die begehrte Wandertrophäre wird in Stromberg auf dem Brett gekämpft!
Foto © Tobias Huster

Die Teams bilden sich dabei nicht nur in Oelde wie z.B. das Team Nordring, sondern auch Langenberg, Porta, Herdringen, etc…. Dabei besteht jede Gruppe aus min. drei Mitspielern. Jedes Spiel dauert 35 Minuten! Dies hört sich im ersten Schritt nicht besonders viel an. Ziel aber ist es, wie Tobias Huster berichtet, dass jede Mannschaft gegen jede spielen muss.

Auf diese Weise wurde der RISIKO-Marathon erschaffen! Samstag und Sonntag wird gewürfelt, um den Napoleon der Napoleons zu finden. Das Siegerteam bekommt dabei einen Wanderpokal, der jährlich umhergeht.

Wer nun ebenfalls Lust hat mitzuspielen, ist herzlichst eingeladen. Vor Ort ist für Speis und Trank gesorgt. Damit keiner mit knurrenden Magen in die Schlacht ziehen muss, wird um eine Anmeldung gebeten.

Diese oder weitere Informationen richten Sie bitte schriftlich an [email protected]