Sommermärchen mit „Oelde Akustisch“ auf Burgbühne

Am letzten Samstag, den 01. August 2015, ging die Musikveranstaltung „Oelde Akustisch“ auf Wanderfahrt zur Burgbühne in Stromberg. Die vielen Pilger, die den Weg auf sich genommen hatten den Burgberg zu erklimmen, wurden nicht enttäuscht. Künstler und Wetter werden den ca. 250 Gästen noch lange Zeit in guter Erinnerung bleiben.2015-08-01-Oelde Akustisch Stromberg (20)

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Die ersten Gäste kommen an

Die achte Ausgabe der „Oelder Akustisch“ sollte dieses Mal nicht wie gewohnt in den Räumen der „Alten Post“ in Oelde stattfinden, sondern auf der Burgbühne in Stromberg. Die Idee ist Martin Bischoff unverhofft in den Kopf gekommen und nach ein paar Fragen beim Citymanagement der Stadt Oelde, der Kirche in Stromberg sowie dem Verein der Freilichtbühne Burgbühne e.V. in Stromberg stand dem musikalischen Ausflug nichts mehr im Wege.

2015-08-01-Oelde Akustisch Stromberg (3)[email protected], bestehend aus Stefanie Heinrich und Mitorganisator Martin Bischoff, eröffneten den Abend mit ihren beiden Lakewood Gitarren. Das Publikum wurde von den beiden sanft in die Veranstaltung gezogen. Es konnte feinste Gitarrentechnik hören, während Gitarrenspieler den Fingern staunend folgten. Ein Genuss für Fans der klassischen Gitarre.

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Stefanie und Martin

Mit der sechsköpfigen Band „Close to Solution“ ging es dann weiter. Die Formation war dem ein oder anderen Gast der „Oelder Akustisch“ bereits ein Begriff und somit konnten sich die Zuhörer unter anderem über „Demons“ von den Imagine Dragons oder „Independence Day“ von Martina McBride freuen. Sängerin Nicole Stremming und Sänger Manuel Lackmann überzeugten dabei im Duett oder auch als Solisten. Unterstützt wurden die beiden von den Gitarristen Matthias Feder und Michael Strüwer, dem Drummer Tristan Claves und dem Bassist Herbert Weber .

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Von links: Herbert Weber, Matthias Feder, Nicole Stremmig, Tristan Clacves, Manuel Lackmann, Michael Strüwer

Als nächstes betrat Isabel Nolte die Stufen der Bühne mit ihrer Gitarre. Isabel ist eine gebürtige Strombergerin, die seit sieben Jahren in Holland lebt. Dort trat sie unter anderem in der Show „The Voice of Holland“ auf, wo sie auch weit gekommen war.

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Bei ihrer Stimme war dies auch kein Wunder. Diese setzte sie mal sanft beim Song „Bezopen“ (zu Deutsch: Besoffen) ein oder mal kräftig beim Song „No digity“ von der Band BLACKstreet, welcher hiermit den einzigen Cover-Song darstellte, den die sympathische Frohnatur spielte und dabei das Publikum zum Mitsingen animierte.

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Isabel Nolte: Top Stimme, locker, lustig und nett

 

Besonders lustig wurde es aber, als sie ihren Last Minute-Song vorstellte, den sie am Vorabend noch eben schnell geschrieben hatte. Der Titel lautete „Pflaumenschnaps am Burgplatz“ und handelte von den vielen schönen Dingen in Stromberg. Bei den zahlreichen Zuschauern hörte man hinter sich heraus „Boah, geile Stimme“ oder eine Zuhörerin erkundigte sich wundernd bei ihrer Begleitung „Wie heißt die nochmal?“.

Den coolen und ruhigen Blues brachten Oli Seifert, Christian Martin und Jaimoe Seifert. Wer sich selber einmal am Blues spielen versucht hat, wird wissen, dass es weitaus mehr bedarf als das korrekte aneinanderreihen des 12-bars mit drei Akkorden. Die Musiker verstanden es, die Wurzeln und Geschichte des Blues nicht nur technisch, sondern auch optisch sehr gut rüber zu bringen. Zum Einsatz kam unter anderen einen Resonator-Gitarre die -mit einem Glasröhrchen bespielt- für den richtigen Effekt sorgte. Den Zuhörern hat es sichtlich gefallen. Einige, mit geschlossenen Augen, wippten im Takt mit und ließen sich treiben auf der afro-amerikanischen Welle.

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Christian Martin, Jaimoe und Oli Seifert

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Ein Mann und seine Gitarre

2015-08-01-Oelde Akustisch Stromberg (19)Frank Handschuhmacher, Mitorganisator, Sänger und Songwriter, spielte darauf für die Zuhörer Songs von Johnny Cash wie „Folsom Prison“, „Ring of Fire“ und „I won´t back down“. Der Song „One“ von U2 brachte zum Ausdruck, wie vielfältig der Stromberger Musiker ist, der nicht nur Solo unterwegs ist, sondern auch mit seiner der härteren Gangart verschriebenen Band, den „Dirty Stuffs“. Zwischen den Stücken verstand es der Musiker, das Publikum ebenfalls zu Unterhalten. Z.B. forderte er für das tolle Publikum einen eigenen Applaus ein und brachte viele zum Lachen.

Nachdem die letzte Zugabe gespielt und schon mit den Abbauarbeiten begonnen wurde, traf die in Verspätung geratene Luisa Laakmann noch ein. Einige Gäste waren bereits enttäuscht gewesen, da sie auf Luisa gewartet hatten. Kurzerhand wurden die abwandernden Zuhörer zurückgerufen. Luisa ist gebürtige Oelderin und lebt seit knapp 1 1/2 Jahren in Buenos Aires, wo sie in den Straßen Musik macht. Der besondere Mix aus Stimme und lockerem auftreten brachte den Strombergern die südamerikanische Mentalität näher.

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Luisa Laakmann

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Herausragend an dem musikalischen und kulturellen Event waren aber nicht nur die kostenfreien Leistungen der Musikerinnen und Musiker, sondern auch die zahlreichen Gäste. Diese haben es verstanden, dem Fest so beizuwohnen, dass es der besonderen Veranstaltung gerecht wurde. Es wurden Sitzunterlagen mitgebracht, Kühlboxen mit Knabbereien, Wein, Bier oder Wasser. Einige Grüppchen haben auf der Wiese Picknickdecken ausgebreitet und genossen das Programm bei strahlendem Sonnenschein. Bei den Songs sangen und klatschten viele mit und man sah allen an, dass gerade eine gute Zeit erlebt wurde.

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Luis hat es gefallen

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Elisabeth und Peter kamen mit dem Rad aus Oelde

Der Stromberger Luis Peixoto war von der Veranstaltung angetan und verbachte diese entspannt mit leckeren Getränken. Unter den Gästen entdeckten wir Bekannte wie Elisabeth und Peter Lewanschkowski, die – wie viele andere – den Weg von Oelde mit Rad angetreten hatten. Andere Gäste forderten am Ende der Veranstaltung eine Wiederholung im kommenden Jahr.

Somit könnte die Burgbühne um ein weiteres attraktives Event wachsen.

Mit der achten Ausgabe von „Oelde Akustisch“ wurde schlicht der Vogel abgeschossen. Nicht nur die Zahlreichen Gäste verdeutlichten dies, sondern auch die vielen Fotografen, die anwesend waren. Unter anderem war Benedikt Brüggenthies von „Mein Wadersloh“ oder auch „Die Glocke“ mit einer Reporterin vertreten.

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Christian Kaczmarek sorgte am Mischpult für den guten Ton

Blickt man zurück, wie alles mit einer kleinen Facebook-Gruppe angefangen hat, die sich zu einem Stammtisch traf, und nun sieht, wie knapp zwei Jahre später aus einem „musikalischen Experiment“ eine Veranstaltung geworden ist, kann hier beruhigt geschrieben werden, dass die musikalische Dürre in Oelde endlich beendet wurde.

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Die beiden Organisatoren Frank Handschuhmacher und Martin Bischoff mit Luisa nach der „Oelder Akustisch“ auf der Burgbühne

Einen Videorückblick gibt es hier.




Zweite Akustik Session mit Erfolg

Am Freitag, den 11.04.2014 fand die zweite Akustik- Session in der Alten Post in Oelde statt. Die Messlatte wurde durch den Auftakt im Februar sehr hoch gelegt. Wir haben berichtet. Erfreulich, dass die Latte bei der zweiten Session nicht gerissen wurde und die Qualität gehalten werden konnte.In der Alten Post Oelde fanden sich an dem Abend 12 Künstler ein, die – jeder für sich – ihr ganz eigenes Programm im Musikkoffer dabei hatten.
Doch zuvor wurden die Gäste durch die Oelder Band „Miss Jones“ als Opener begrüßt. 

Jan Burwinkel, Detlev Schütte, Martin Fust

Eine Dreiviertelstunde konnte man dem Dreier-Team bestehend aus Jan Burwinkel, Martin Fust sowie Detlev Schütte lauschen. Die Band zeichnete sich aus durch exzellente Stücke von Udo Lindenberg mit „Chello“, oder „Love Cats“ von The Cure.

Schön dabei waren die eingesetzten Instrumente. Martin Fust erzeugte Stimmung durch den großen Kontrabass, während Detlev Schütte an der Drum für den passenden Beat sorgte. Jan Burwinkel, verantwortlich für Gesang und Gitarre, rundete die Komposition sauber ab.

Nach der Eröffnung ging es dann weiter. Jeder Bühnengast durfte drei Lieder spielen.

Der junge Musiker Christian Kaczmarek alias Könich arbeitete auf der Bühne mit einem Looper. Dieses Gerät wiederholt eingespielte Musikpassagen als Endlosschleife.

Anfänglich wusste niemand, wo die Reise hingeht. Nachdem aber mehrere Instrumente eingespielt waren, konnte man dem Song von Seeed mit dem Titel „Aufstehn“ hören.

Könich, die Musikmaschine

Darauf folgten die drei Musiker Thomas Flaskamp, Wolfgang Immig und Eckhardt Fuß.

Thomas, der gebürtig aus Oelde kommt, aber in Bonn lebt, ist zusammen mit seinen Freund Eckhardt Fuß aus Mannheim angereist. Hier haben die beiden Ihren alten Kollegen Wolfgang Immig ausOLYMPUS DIGITAL CAMERA Vellern wiedergetroffen. Im Backstagebereich haben sich die drei nach etlichen Jahren kurz wieder warmgespielt und sind dann auf die Bühne raus.

Wolfgang Immig, Thomas Flaskamp, Eckhardt Fuß

Die Dreier-Formation spielte unter anderem die Songs von Neil Young, „Heart of Gold“ oder „Keep on Rockin in a free World“.

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Schwichtenhövel

Als nächster Spieler hat sich der Schreiber dieser Zeilen auf der Bühne mit den Stücken „Johnny Walker“ von Marius Müller-Westernhagen, sowie „Dear Mr. Fantasy“ von Steve Winwood versucht. Vor dem Auftritt war die Anspannung groß, da im Publikum einige wirkliche Musikgranaten (Richy Brüggenkamp von den Colorados und Malcolm Holmes) saßen. Der Schweiß schoss einem wahrlich in die Hände. Um so größer war die Freude nach dem Auftritt.

Weiter ging es dann mit Blues. Oli Seifert und Future (uns ist hier nur der Spitzname bekannt) haben das Publikum mit tollem Blues bespielt. Aus der Akustikgitarre hörten die Zuhörer im Saal Solos und die passende Stimme von Oli, der das coole Gefühl vom Blues gut rüberbrachte.

Oli Seifert und Future

Die nun kommende Nummer war spitze. Bereits im Backstagebereich konnten wir einen Vorgeschmack beim Warmspielen und -singen bekommen. Jay Minor und ISA (Jörg und Isabell Meiner, Vater und Tochter) betraten die Bühne.

Jay sowie ISA legten eine Gänsehautnummer hin. Isa überzeugte mit einer fantastischen Stimme, während ihr Vater sie mit exzellentem Fingerstyle auf der Gitarre begleitete. Die beiden traten unter anderem bereits im TV auf Kanal 21 auf. Jay Minor selbst kann bereits Gastauftritte verbuchen bei bei Fools Garden und bei Richard Smith & Julie Adams. Zusammen mit dem Gitarristen Adam Rafferty aus den USA sieht man ihn ebenfalls auf der Bühne.

Jay Minor und ISA

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Die selbstkomponierten Stücke von ISA heimsten in der Alten Post einen tollen Applaus ein und einige Gäste erwarben direkt ein paar der frisch gedruckten CD´s. Isabel selbst befindet sich gerade auf Tour in den USA. Unter anderem ist sie in Lewiston, an den Niagarafällen, Long Island City sowie bei drei weiteren Stationen in New York.

Als nächstes rockte Pedding zusammen mit Farid die Bühne. Pedding, ein Künstler der ebenfalls eigene Texte und Lieder dabei hatte, wurde durch Farid an der Drum begleitet. Schön an diesem Auftritt war, dass Pedding von der ersten Session zu dieser neue Lieder dabei hatte.

Farid Lotfi und Pedding

Denkerskind trat dann im Anschluss auf. Deutsch/Punk/Softrock wurde dem Zuhörer präsentiert. Liedpassagen aus den Eigenkompositionen wie „Dass die Zukunft Schicksal heißt“ oder „Sind es Tränen oder nicht“ überzeugten.

Pedding und Denkerskind

Frank Handschuhmacher, Mitorganisator der Oelder Akustik-Session spielte im Anschluss für die Gäste der Alten Post. Er zeichnet sich ebenfalls durch starke Cover-Stücke und selbstgeschriebene Songs aus. Unter anderem tritt er in Lokalen, auf Veranstaltungen und bei anderen Sessions regelmäßig auf.

Frank Handschuhmacher

Sonja Feldbauer, Sängerin, trat zusammen mit Jay Minor und ISA auf. Beide Damen – jeweils mit einer Hammer Stimme – verzückten das Publikum unter anderem mit einer Akustik-Version von Michael Jacksons „Billy Jean“. Das Publikum wippte bei dem Song im Takt mit und war einfach gut drauf.

Jay, Sonja Feldbauer und ISA

Als letzter Musiker stand Damian Ehlhardt auf der Bühne und hat mit seiner Stimme und Gitarre ebenfalls gute Musik abgeliefert. Die Zuhörer klatschten zu „One day baby we´ll be old“ von Asaf Avidan mit.

Damian Ehlhardt

Hiermit endete die zweite Akustik-Session in der Alten Post Oelde. Die Mixtur aus unterschiedlichen Titeln, Altersstufen und Stilrichtungen bot eine knallbunte Mischung der Musikkultur. Die Atmosphäre der Alten Post, die Sitzmöglichkeiten sowie die tolle Ausstattung von Ton- und Lichtanlage haben erneut zu einem schönen Abend beigetragen. Einen weiteren Eindruck gibt es hier in unserem OELDER ANZEIGER-Kanal bei YouTube.