Das heiße Pflaster von Oelde

Über die geplante Umbaumaßnahme des Marktplatzes in Oelde wurde bereits viel und hitzig diskutiert. Der ehemalige sachkundige Bürger Dr. Ralf Wohlbrück geriet durch seine Kritik ins Feuer der Oelder CDU. Ralf Wohlbrück erläutert heute in einem offenen Brief an die CDU Oelde seinen Standpunkt.

Leserbrief Start

Oelde, 10.02.2018

Verlautbarungen des Herrn André Drinkuth auf Ihrer Homepage zu meinem Leserbrief vom 07.02.2018 in der „Glocke“

Sehr geehrte Damen und Herren,

zu obigen Verlautbarungen Ihres Fraktionsvorsitzenden, Herrn Andre Drinkuth, die ich als Anlage beifüge, möchte ich nachfolgend Stellung beziehen.

Website CDU Oelde am 11.02.2018

Vorab, da Herr Drinkuth in seinem Schreiben auf meine ehemalige ehrenamtliche Tätigkeit als Sachkundiger Bürger der SPD-Fraktion im Oelder Rat verweist, möchte ich deutlich klarstellen, dass ich kein Mitglied der SPD und auch kein Mitglied irgendeiner anderen politischen Partei bin. Ich schreibe und spreche ausschließlich für mich selbst und fühle mich lediglich Anwohnern gegenüber verpflichtet, denen ich in meinem Leserbrief eine Stimme verleihe. Mehr nicht. Insofern möchte ich Sie bitten, in Ihrer Fraktion darauf hinzuwirken, dies künftig zu respektieren und unzweckmäßige Versuche, über meine Person gegenüber der SPD politisches Kapital heraus schlagen zu wollen, zu unterlassen.

Ich vertraue diesbezüglich darauf, dass dies auch in Ihrem Interesse ist, insbesondere mit Blick auf die Außendarstellung Ihrer eigenen Ratsarbeit.

Herr Drinkuth sieht sich in seinem Schreiben dazu berufen, über meine Person zu urteilen, indem er mir generell Detailversessenheit unterstellt. Diese Wortwahl an sich zeigt seine eigene Hilflosigkeit, inhaltlich und argumentativ mitzuhalten. Hätte er stattdessen von meiner Detailgenauigkeit gesprochen – die von Anwohnern des Baugebiets Benningloh im Zuge der Planungen für das neue Baugebiet derzeit übrigens sehr geschätzt wird – wäre ihm in der Tat eine zutreffende und angemessene Formulierung in Augenhöhe gelungen.

Insgesamt drängt sich mir der Eindruck auf, dass Herr Drinkuth sich nicht ausreichend mit dem Inhalt meines Leserbriefs auseinandergesetzt hat und nun bin ich es, der seine diesbezügliche Detailgenauigkeit vermisst. Stattdessen, ohne auf den Inhalt meines Leserbriefs detailliert einzugehen, bezichtigt mich Herr Drinkuth, eine Person zu sein, die Unwahrheiten verbreitet und Öl ins Feuer gießt. Selbst liefert er eine lange Liste zur eigenen Rechtfertigung, zu der ich in meinem Leserbrief überhaupt nichts geschrieben hatte.

Ich weiß definitiv und offen gestanden auch gar nicht, was er damit beabsichtigt, wozu er das eigentlich tut und was das überhaupt soll. Aber das ist seine Sache.

Schließlich war es die Oelder Verwaltung selbst, die Öl ins Feuer gegossen hat, indem sie einem Experten als Gutachter gestattet hat, zu erklären „man müsse sich auch einmal fragen, was damals abgerechnet wurde“. Das empfinde ich als eine Aussage des Gutachters, die mit dem eigentlichen Begutachtungsgegenstand an sich überhaupt nichts, aber auch rein gar nichts, zu tun hat.

Der Stadtbaurat Herr Abel, als Auftraggeber für dieses Gutachten, ließ dies geschehen und setzte noch einen oben drauf mit der Bemerkung: „Das, was damals ausgeschrieben wurde, ist nicht so gebaut worden“ und zeigte – ebenfalls ohne Angaben über Prüfung des Hintergrunds – als „Beweis“ einen Vermerk über einen Vorbehalt im damaligen Abnahmeprotokoll.

Nicht ich, sondern die derzeitige Verwaltung selbst, hat also Öl ins Feuer gegossen. Den Ratsmitgliedern wurde nicht dargelegt, weshalb vor mehr als 30 Jahren – aus welchen Gründen auch immer, was übrigens durchaus nicht außergewöhnlich ist – es einen Abnahmevorbehalt gegeben hat und vor allem, ob dieser in der Folgezeit ausgeräumt wurde. Ich darf Ihnen versichern, die Formulierung in meinem Leserbrief, dass diese Vorgehensweise seitens der Verwaltung peinlich sei, wurde von mir bewusst sehr gelinde gewählt.

Heißes Pflaster in Oelde

Ich finde es unerhört, offensichtlich ungeprüft eine solche Frage einfach in den Raum zu stellen und damit die damaligen städtisch Verantwortlichen und die ausführenden Unternehmen dem Verdacht auszusetzen, möglicherweise nicht ordnungsgemäß und korrekt gehandelt zu haben. In diesem Zusammenhang darf ich Sie daran erinnern, dass schon damals die CDU die stärkste Fraktion im Oelder Rat war und maßgeblich den damaligen Innenstadtumbau begleitet hat, ohne nach meiner Erinnerung seinerzeit Unregelmäßigkeiten angemeldet zu haben.

Herr Drinkuth blendet weiterhin in seinen Verlautbarungen vollkommen aus, dass Politik nicht nur in den Parteien und im Rat stattfindet, sondern auch in der Bevölkerung selbst und ich vermisse, dass er sein Ohr nicht vermehrt an das Geschehen vor Ort richtet, bevor er sich daran macht, über meinen Leserbrief zu urteilen. Die Bürger wissen genau, dass – entgegen der mehrfach wiederholten Feststellung des Gutachters – der Marktplatz seit mehr als 30 Jahren überhaupt keine gravierenden Frostschäden erlitten hat.

Was ich in meinem Leserbrief angesprochen habe – und dazu schreibt Herr Drinkuth ebenfalls kein Wort –, möglicherweise weil ihn das nicht sonderlich interessiert, ist der vernachlässigte Pflegezustand des Marktplatzes. Dafür ist die heutige Verwaltung verantwortlich und niemand anderes. Der Kot der Vögel im Bereich der Platanen ist unübersehbar und wird offenkundig billigend in Kauf genommen. Mein unlängst an Herrn Abel gerichteter Vorschlag, die Taubenpopulation in der Oelder Innenstadt durch Errichtung eines Taubenhauses im Bereich der Gerichtsstraße einzudämmen, wurde von ihm kurzer Hand als „nicht zielführend“ beschieden. Ich bin diesbezüglich selbst kein Experte, aber kompetente Taubenhalter vor Ort haben mir bestätigt, dass bei  umsichtiger und regelmäßiger Betreuung und Pflege, dies eine wirksame Maßnahme wäre, die Taubenpopulation nachhaltig unter Kontrolle zu halten. Insbesondere kann ich die ablehnende Haltung von Herrn Abel deshalb nicht verstehen, weil wir hier vor Ort ein sehr renommiertes Unternehmen für Taubenfutterproduktion haben, das nach meiner Information deutschlandweit Städte für den Betrieb ihrer Taubenhäuser beliefert.

Warum dies hier in Oelde nicht geprüft wird und möglich sein soll, ist mir vollkommen unverständlich.

Ich möchte Ihnen ferner mitteilen, dass ich – Ratsbeschlüsse hin und her – noch immer gelegentlich auf einzelne Personen treffe, die den generellen Autoverkehr in der Fußgängerzone wieder zulassen möchten.

Ein Ansinnen, das Herr Drinkuth einst selbst mit einem CDU-Antrag eingebracht hatte und das schlussendlich gescheitert ist, weil Ihre Fraktion offensichtlich unterschätzt hat, wie stark die Ablehnung auch innerhalb der Bevölkerung war und ist.

In die gleiche Kategorie fällt auch die Forderung einzelner Personen nach Öffnung des Rathausbachs. Ein Keime führendendes landwirtschaftlich geprägtes Gewässer, das in seinem Zufluss u.a. aus einem – mit dem unappetitlichen Namen Küttelbecke versehenen – Graben gespeist wird und allein deshalb schon nichts auf einem Marktplatz zu suchen hat, auf dem zweimal in der Woche Lebensmittel gehandelt werden.

Und das bringt mich zum letzten – ebenfalls von Herrn Drinkuth inhaltlich nicht behandelten – Punkt meines Leserbriefs. Ich schätze Herrn Bürgermeister Karl-Friedrich Knop als integre Person sehr. In meinem Leserbrief habe ich dennoch dessen vehement vorgetragene Kritik an Kritikern erwähnt, ihn meinerseits dafür kritisiert und geschrieben, dass ich das nicht getan hätte. Ich hätte es deshalb nicht getan, weil ich zutiefst dem Grundsatz anhänge, dass Überzeugung mehr Wert hat, als Verführung und schon gar nicht Einschüchterung. Ein pauschaler Rundumschlag kann nicht dem Zweck dienen, Bürger mitzunehmen, zu motivieren und zu beteiligen.

Auch die komplette Verlesung eines anonymen Schreibens zum Marktplatzumbau in der Ratssitzung durch Herrn Knop hätte ich unterlassen. Anonyme Schreiben gehören in den Mülleimer, es sei denn, sie enthalten gesetzlich unzulässige Inhalte für die sich die Staatsanwaltschaft interessiert, was in diesem Fall wohl nicht gegeben war. Aber dem anonymen Schreiberling die zweifelhafte Ehre zu erweisen, sein Werk in der Ratssitzung einer breiten Öffentlichkeit voll umfänglich vorzulesen, empfinde ich als kontraproduktiv.

Ich kann es verstehen, wenn nicht ein jeder meine Ansichten und Meinungen teilt. Gleichwohl dürfen Sie mir zugutehalten, dass ich unter alle meinen Stellungahmen und Verlautbarungen auch meinen Namen schreibe. Wo Wohlbrück drunter steht ist auch Wohlbrück drin – so wie bei diesem Schreiben auch.

Ich hoffe, dass ich Ihnen meine Beweggründe für meinen Leserbrief und die Sachverhalte insoweit hinreichend glaubhaft erklären konnte und wünsche allen Beteiligten bei der Marktplatzumgestaltung Klugheit, Geduld, Weitsicht und Glück.

Eine Kopie dieses Schreibens erhalten Herr Bürgermeister Knop, Herr Stadtbaurat Abel, alle Ratsmitglieder, die Lokalpresse und einige interessierte Mitbürger.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Wohlbrück

Leserbrief Ende

Leserbriefe werden ohne Filter online gestellt. Verantwortlich für den Inhalt ist dessen Ersteller.

 

 




Vorstellung erster Ideen für die Umgestaltung des Marktplatzes

Am morgigen Dienstag, den 12. September 2017, findet um 18.00 Uhr in der Aula der Realschule Oelde eine Vorstellung erster skizzierter Ideen statt. Diese haben drei Planungsbüros ausgearbeitet.

Wann und wo?

Aula Realschule Oelde

Bultstraße 20

59302 Oelde

18.00 Uhr

Hintergrundinformationen finden Sie hier in unserem Vorbericht.




Ideen zur Umgestaltung des Marktplatzes von Torsten Schwichtenhövel

Der Schreiber des Oelder Anzeigers, Torsten Schwichtenhövel, unterbreitete ebenfalls seine persönliche Ideen zur Umgestaltung des Oelder Marktplatzes.

Hier der volle Wortlaut:

Sehr geehrte Damen und Herren der Verwaltung,

auch ich möchte hiermit meine Ideen abgeben zur Online-Befragung zur Umgestaltung des Oelder Marktplatzes.

Hierzu lege ich jedoch vorher den Scheuklappen-Blick ab und konzentriere mich nicht nur auf den Marktplatz, sondern ebenfalls auf den Carl-Haver-, den Herman-Johenning- (oftmals als Steinwüste tituliert) und Vicarie-Platz.

Bühnenkonstruktion wie damals.

Hintergrundinformation

Auf den Fotos aus dem Jahre 1986, die uns Ludger Tenthoff aus Oelde zur Verfügung stellte, sieht man die Realschülerinnen der Klasse 9, welche auf einer damals extra angefertigten runden Holzbühne einen Tanz aufführten.

Copyright beide Fotos Ludger Tenthoff aus Oelde

 

Vorschlag Bühnenkonstruktion

–        Konstruktion einer Bühne, welche bei Veranstaltungen leicht aufgebaut werden kann.

–        Diese Bühne ragt bis über die Blumenbeete hinaus und ist von der Höhe über den Pflanzen (Einige Schattentage sollten den Pflanzen nicht schaden.).

–        Rampen für die Bühne für unterschiedliche Events.

Eine große Bühne über den Beeten

Veranstaltungsmöglichkeiten

Diese Bühne könnte für unterschiedliche Veranstaltungen genutzt werden.

–        City–Lauf

–        Konzerte

–        Theater-Kooperation mit Burgbühne oder Alte Post

–        Schützenfest

–        Sommerevents

–        Oldtimer-Rallye (Start der Fahrzeuge via Rampen)

–        Weihnachtsmarkt

–        Kirchenfeste

–        Politik

Evtl. könnte die Bühne auch an andere Städte verliehen werden, um Geld damit einzunehmen.

Weihnachtsmarkt und die Eisbahn

–        Eine Eisbahn in einer erweiterten Version auf dem Carl-Haver-Platz aufstellen (für Kinder, Jugend und Junggebliebene).

  • Eine Bar welche zur Eisfläche und gleichzeitig zum Meet and Eat Bereich ausgerichtet ist. (p.A. wechselnde Oelder Gastronome)
  • Eisläufer können einen „Boxenstopp“ machen und etwas trinken (p.A. wechselnde Oelder Gastronome)

–        Auf dem Marktplatz den Weihnachtsmarkt einrichten

–        Hütten dicht an dicht aufbauen, um scharfen Wind zu brechen. Ähnlich wie in Rheda-Wiedenbrück.

–        Eng und gemütlich, kleine Korridore zwischen den Hütten.

City-Lauf

–        Die Läufer starten wie gehabt in der Herrenstraße.

–        Beim Absolvieren der Runden laufen die Sportler über einen leichten Anstieg auf die Plattform und biegen dabei leicht links ab, um wieder eine Rampe hinunter Richtung Herrenstraße zu laufen.

–        Ein Drittel der Bühne könnte hier z.B. als Moderationsbereich genutzt werden.

–        Oder: Zielauslauf könnte Richtung Norden erfolgen über eine weitere Rampe.

Innenstadt-Event

Nutzung der Bühne

–       auftreten von Musikern

–        Theaterstücke werden gezeigt

–        Sommerkino

–       die Gastronomen ringsum können die Gäste bewirten

–        vor der Bühne laden überdachte Sitzbänke zum Verweilen ein.

–       Vorführung von Modetrends

–       Lesungen

Mehr Innenstadt-Gäste

–       Umwandeln des Vicarie- und Hermann-Johenning-Platzes zu Parkplätzen für noch mehr Besucher.

Gelb könnten neue Parkplätze sein

Skizzen und Text stehen zur freien Verfügung.




Letzte Phase der Online-Beteiligung zur Umgestaltung des Oelder Marktplatzes eingeläutet

Noch bis Dienstag, 29. August 2017, haben interessierte Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihre Meinung zur Umgestaltung des Marktplatzes zu äußern.

Geben Sie ihre Meinung ab zum Marktplatz in Oelde

Auf der städtischen Website www.oelde.de/marktplatz ist bis zum kommenden Dienstag eine interaktive Karte des Oelder Marktplatzes freigeschaltet. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, über einen Klick in die Karte ihre Meinungen, Ideen und Wünsche mitzuteilen. Zudem ist es möglich, die zahlreichen Anregungen, die seit dem Start der Online-Beteiligung von Bürgern eingestellt wurden, einzusehen und zu kommentieren.

Die Ergebnisse der Online-Beteiligung gehen in den weiteren Planungsprozess ein. Am Dienstag, 12. September 2017, findet um 18.00 Uhr in der Aula der Realschule eine Vorstellung erster skizzierter Ideen statt.

Die Vorentwürfe werden am Montag, 16. Oktober 2017, im Großen Ratssaal der Stadt Oelde präsentiert. 




Online-Umfrage zur Umgestaltung des Oelder Marktplatzes

Die Stadt Oelde führt im Zeitraum vom 14. – 29. August (die Befragung wird noch freigeschaltet) eine Online-Befragung durch. Die Bürger sollen online Ideen und Wünsche sowie Anregungen abgeben können, bevor sich Planungsbüros ab dem 4. September mit ihrer Aufgabe der Umgestaltung des Oelder Marktplatzes konkret auseinandersetzen.

Der Oelder Marktplatz am 9. August 2017 kurz vor 12.00 Uhr

Der OELDER ANZEIGER hat mit Herrn Peter Rauch, Fachdienst Planung und Stadtentwicklung, ein Telefoninterview durchgeführt und Hintergrundinformationen erfragt.

Neuland Online

Mit der Online-Befragung betritt die Stadt Oelde Neuland und man sei sehr auf die Ergebnisse und Inhalte der Bürger gespannt. Oft seien die Ratssitzungen meist überschaubar oder ab und zu überfüllt besucht, erzählte uns Herr Rauch. Ziel sei es, mehr Bürger miteinbeziehen zu können.

Neue Möglichkeiten wurden gesucht und gefunden in der Online-Befragung.

Stärken und Schwächen

Nachdem die Bürger im o.g. genannten Zeitraum ihre Ideen, Wünsche oder Kritik bzgl. von Stärken und Schwächen des jetzigen Marktplatzes abgegeben haben, werden sich erst die Planungsbüros an die Arbeit machen. Das Zeitfenster läge nicht beabsichtigt in der Ferienzeit, sondern sei einer strengen Terminabgabe geschuldet für Zuteilungen von Fördergeldern. Sollte es zu einer Entscheidung kommen, sei es wichtig diese Termine einzuhalten, teilte uns Peter Rauch mit.

Planungsbüros

Die Stadt hat eine Mehrfachbeauftragung von drei unterschiedlichen Planungsbüros veranlasst. Diese werden versuchen, die Umfrageergebnisse mit in ihre Planungen weitestgehend einfließen zu lassen. Die Büros werden jeweils einen Entwurf ausarbeiten mit einer Erläuterung.

Konzeptvorstellung

Am 12. September sollen in der Aula der Realschule Oelde bereits erste Konzeptskizzen vorgestellt werden.

Vorstellung Vorentwürfe

Am 16. Oktober sollen die Vorentwürfe im Rathaus vorgestellt werden.

Wie es dann weiter gehen wird, ist noch nicht bekannt und liegt in den Händen der Politik und Verwaltung.

Die Befragung zur Innenstadt im März

Die Umfrage sollte für Gesprächsstoff sorgen

Die Agentur Heinze und Partner hat im März 2017 eine Befragung zur Umgestaltung der Oelder Innenstadt durchgeführt. Das Ergebnis der Agentur zeigte deutlich, dass der große Teil der Oelder Bürger alles so belassen möchte wie es ist. Der OELDER ANZEIGER hatte berichtet.

Herr Peter Rauch teilte uns mit, dass die Online-Befragung nichts gemeinsam hat mit der durchgeführten Befragung. Diese habe zum größten Teil auf die Öffnung der Innenstadt für PkW´s abgezielt, so Herr Rauch.

Wir danken Herrn Peter Rauch recht herzlich an dieser Stelle für das offene Gespräch.




Autos in der Innenstadt – Bürger wurden befragt

Am Samstag, den 25. März 2017, stellten insgesamt vier Personen der Heinze und Partner-Agentur aus Dortmund Oelder Einwohnern Fragen zum Thema der Verkehrsöffnung. Der OELDER ANZEIGER hat sich unter die Leute gemischt und nachgefragt.

Mit Fragebögen ausgerüstet standen auf dem Marktplatz Herr Frank Heinze und seine Mitarbeiterin Frau Farina Balzer. Weiter hinten in der Fußgängerzone standen zwei weitere Mitarbeiter.  

Der Fragebogen

umfasste dabei unterschiedliche Fragen wie z.B.

·         Sind Sie mit dem Angebot der Geschäfte in Oelde zufrieden?

·         Sind Sie mit den Dienstleistungsangeboten (z.B. Angebot der Ärzte) zufrieden?

·         Kaufen Sie gezielt in Oelde ein?

·         Wie sind Sie heute in die Stadt gekommen? Mit dem Rad, Auto oder zu Fuß?

·         Sind Sie für eine Öffnung der Fußgängerzone für den PkW Verkehr?

·         Ist die Feiertagsdekoration ausreichend oder verbesserungswürdig?

Die Fragen wurden gemäß Schulnotensystem mit 1-6 bewertet. „Stimme voll zu = 1“ oder „Stimme absolut nicht zu = 6“.

Stimmen einiger Bürger

Wir haben unterschiedliche Oelder Einwohner befragt, ob diese für oder gegen die Öffnung der Fußgängerzone für den PKW Verkehr seien.

Herr Rudi Weber aus der Elisabethstraße sprach sich strikt gegen die Öffnung für PKW´s aus.

In der Innenstadt würde durch die PKW Öffnung kein Schuh mehr verkauft. Der Oelder Einzelhandel hat den Sprung ins Internet verschlafen. Viele Gäste aus dem Ausland lieben die Fußgängerzone. Das einzige was verbessert werden müsste, sind Parkplätze für Menschen mit Behinderungen.

Herr Weber, Frau Miller, unbekannte Bürgerin wird von Frau Farina Balzer befragt

Frau Miller macht es kurz und knapp.

So wie es ist lassen. Schauen Sie sich doch dort drüben die Kinder an, wie sie mit den Rädern fahren oder auf den Mauern spielen und sitzen können.

Während der Befragung laufen Kinder ungestört durch die Stadt

Szene vom 25. März 2017

 

Farina Balzer befragt Frau Miller auf der Mauer um die es unter anderem auch geht

Herr Gesbeschi spricht sich ebenfalls gegen die Durchfahrung der Innenstadt aus.

Ich bin gegen die Öffnung für Autos in der Innenstadt. Wo sollen denn dann die Kinder hin? Für den Park habe ich nicht immer die Möglichkeit, Eintrittskarten zu kaufen und hier können die Kinder frei herumlaufen und spielen.

Herr Gesbeschi wird von Herrn Frank Heinze befragt

Das Ehepaar Gaby und Thomas Große Daldrup vertritt ebenfalls die Meinung, die Innenstadt so zu belassen, wie sie ist.

Frau Farina Balzer befragt das Ehepaar Große Daldrup

Herr Große Daldrup berichtete uns:

Die Oelder Innenstadt ist attraktiv genug. Es mangelt nicht an Parkplätzen und alles ist in Oelde gut zu erreichen. Die Menschen in Münster oder anderen Großstädten müssen weit größere Wege vom Auto bis in die Stadt zurücklegen.

Die Agentur Heinze und Partner

wurde von der Stadt Oelde beauftragt mit der Befragung und Auswertung der Stimmen und Meinungen. Der Inhaber des Unternehmens für Strategieberatung für den öffentlichen Sektor, Herr Heinze, berichtete uns, dass er selber, wenn es die Zeit erlaubt, an Befragungen teilnimmt.

„Mir ist es wichtig, den O-Ton der Bürger mit aufzunehmen. Dabei habe ich es unterschätzt, wie viel einem die Bürger zu dem Thema mitteilen. Man merkt, dass dieses Thema viele hier bewegt und die Befragung sich somit in die Länge zieht.“

Warum die Befragung?

Laut Verwaltung gibt es „bauliche, gestalterische und funktionale Mängel“ am Marktplatz. Es mangle an Aufenthaltsqualität und die Hochbeete, wie auch Bäume und Spielgeräte, würden Veranstaltungen einschränken.

Dem Platz im Zentrum der Innenstadt, dem Marktplatz, müsse eine „besondere Bedeutung“ zukommen und herausgearbeitet werden.

Die Oelder CDU, FWG und FDP setzten sich mit ihrer Stimmmehrheit durch und gaben der Verwaltung den Auftrag, im Umfang des „Projektes Masterplan Innenstadt“ diese Abfrage durchzuführen.