52 Münsterländer besuchten die Bundeshauptstadt

52 Münsterländer besuchen Berlin. In der ersten Reihe rechts Reiseleiter Wolfgang Bovekamp, der Gastautor des Beitrages

Ein Bericht von Wolfgang Bovekamp, Oelde 

Die Reihe der kulturellen Studienfahrten der Oelder Reisegemeinschaft Wolfgang Bovekamp ist jetzt mit einer vorweihnachtlichen Drei-Tage-Reise in Berlin fortgesetzt worden.

52 Frauen und Männer ließen sich am verlängerten zweiten Adventswochenende durch nachhaltig berührende Begegnungen, Führungen, Vorträge und Konzerte auf Weihnachten einstimmen.

Am Abend des ersten Berlin-Tages trafen die Ausflügler das Berliner Multitalent Ruprecht Frieling. Der Sachbuchautor, Verleger und Journalist Frieling wuchs in der Nachkriegszeit in Oelde auf und lebt seit fünfzig Jahren in Berlin. Er rebellierte gegen die konservative Enge der Adenauer-Zeit – auch im eigenen Elternhaus.

Ruprecht Frieling bei einer Lesung auf Haus Nottbeck 2017

Schon früh verließ Frieling seine Familie und begann ein außergewöhnliches Leben und Wirken fern der Heimat. Der Wahlberliner ist auch ein Fachmann, wenn es um die Opern Richard Wagners geht. „Eine Wagner-Oper ist wie ein gigantisches Rockkonzert“, fasst Frieling seine Begeisterung in Worte. Er betreibt zudem einen Opern-Blog, mit dem er dazu anregen möchte, die farbenfrohe Welt der Klassik zu entdecken.

Am darauffolgenden Morgen stand eine ausführliche Stadtrundfahrt auf dem Programm. Erneut war es der Oelder Gruppe vergönnt, eine beeindruckende Berliner Persönlichkeit kennenzulernen:  Angela Spuhr, die sich selbst eine unverwechselbare „Berliner Pflanze“ nennt, erwies sich als Gästeführerin mit Herz und Schnauze.

Sie verstand es, die unterschiedlichen Informationen so weiterzugeben, dass Nachdenklichkeit, Betroffenheit und Heiterkeit bei den Gästen eine gelungene Einheit bildeten. Auch diejenigen, die Berlin bereits mehrfach besucht hatten, konnten sich über den Gewinn zusätzlicher Einsichten und Erkenntnisse freuen.                                                                                                                            

Viel Spaß hatten die Berlin-Besucher bei den Schnurren von Ruprecht Frieling, der auch seine Erzählung »Der Fahrlässige Kupferschmied« vortrug

Höhepunkt der Berlin-Visite im Advent wurde der Besuch des Weihnachtskonzertes im Konzerthaus auf dem Gendarmenmarkt. Der Dresdner Kreuzchor, einer der ältesten und berühmtesten Knabenchöre der Welt, stand im Mittelpunkt der abendlichen Veranstaltung. Die von den Kruzianern a cappella vorgetragenen Weihnachtslieder wurden von den begeisterten Zuhörern mit viel Beifall bedacht. Neben Johann Sebastian Bachs festlich-freudvoller Kantate „Unser Mund sei voll Lachens“ wurde in vergleichsweiser introvertierter, lyrischer Festlichkeit das „Oratorio de Noel“ von Camille Saint-Saens zu Gehör gebracht. 

Am Sonntagmorgen fanden sich die Studienfahrer zum Festgottesdienst mit Taufe und Abendmahl im Berliner Dom ein. Zum spirituellen Erlebnis in dieser besonderen Kirche trug auch der Staats- und Domchor Berlin bei. Derzeit werden in diesem Chor rund 250 Knaben- und über 75 junge Männerstimmen in elf unterschiedlichen Chorgruppen ausgebildet.

Am Sonntagmorgen fanden sich die Studienfahrer zum Festgottesdienst mit Taufe und Abendmahl im Berliner Dom ein.

Zum spirituellen Erlebnis in dieser besonderen Kirche trug auch der Staats- und Domchor Berlin bei. Derzeit werden in diesem Chor rund 250 Knaben- und über 75 junge Männerstimmen in elf unterschiedlichen Chorgruppen ausgebildet.


Gastautor Wolfgang Bovekamp war 37 Jahre lang als Stadtkirchen-Pfarrer in Oelde tätig. 2011 ging der als fröhlich und kunstsinnig bekannte bekennende Lutheraner in den wohlverdienten Ruhestand. Seitdem organisiert und leitet er Kunstreisen, die aufgrund ihrer sorgfältigen Vorbereitung viel Anklang beim Publikum finden. Auf seiner jüngsten Reise führte er 52 Münsterländer durch die Bundeshauptstadt Berlin.

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